Mich hat der "Böse Geist vom Waisenhaus" auch immer ein wenig verwirrt, auch und gerade wegen des unpassenden Titels, der durch die Kürzungen zustandekam; der titelgebende Fall wird ja praktisch in drei Sätzen abgehandelt. Eine gewisse Sympathie empfand ich dann für HGFs Kürzung hier schon, da er einen ganz kleinen, dritten Nebenfall in der Vorlage, den ich für ein Buch, das von Kindern ab 9 Jahren gelesen werden soll, schon als mindestens grenzwertig empfunden habe, hat rausfallen lassen. Die anderen Themen sind ja ohnehin schon heftig genug ... Da verzeihe ich auch einen unpassenden Titel.
Natürlich ist "komplex" auch immer eine Definitionssache. Ab wann würdet ihr einen Fall als solchen bezeichnen, vor allem in einer Serie, in der das Verweben mehrerer Fälle quasi endemisch ist? Wir haben den Ufo-Fall und die Haarjäger in einem ("Ufos in Bad Finkenstein"); wir haben Geldfälschung und schwere Sachbeschädigung in einem ("Die Falschmünzer vom Mäuseweg"); wir haben vorgetäuschte Körperverletzung, Rache und Drogenhandel in einem ("Weißes Gift im Nachtexpress"); wir haben einen Mordfall aus der Vergangenheit, einen abgerichteten Hund und einen Irren mit einem weltumspannenden Vernichtungsmittel in einem ("Der Mörder aus dem Schauerwald"); wir haben inszenierten Spuk mitsamt posthumem Psychoterror und Mordversuch an einem hohen Politiker durch Robotertechnik in einem ("Spuk aus dem Jenseits"); wir haben den Mordversuch an einem Tier, eine Erpressung durch einen Trittbrettfahrer sowie einen Triebtäter ("Taschengeld für ein Gespenst") ... und hier gehe ich nicht mal von den Büchern aus, obwohl ich sie kenne, sondern nur von den Hörspielen, da das ja offensichtlich gewünscht ist.
Durch die meisten Fälle steige ich relativ problemlos durch, da man sich wohl recht schnell daran gewöhnt, dass sie oft nicht so linear sind wie bei DDF oder 5F.
"Oskar jagt die Drogendealer" würde ich als Sonderfall rausnehmen, da die Folge im Rahmen des Schulprojektes einer 5. Klasse in Halle (Westfalen) entstanden ist. Dass das nicht unbedingt zu einer in sich logischen und kongruenten Geschichte führt, sollte nicht unbedingt überraschen, und angesichts dessen ist sie sogar ziemlich gut geworden. (Oder könnten die Hobbyautoren unter uns noch irgendwie inhaltlich nachvollziehen, was sie mit ca. 10 Jahren geschrieben haben?

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