Eine Geschichte, die sich über viele Jahrhunderte erstreckt. Mit diesem Kniff kann sich die Technik der Erde weiterentwickeln, und der ein oder andere Charakter per Kälteschlaf länger im Hörspiel bleiben.
Generell finde ich Hörspiel/Podcast-Anpassungen von Büchern besser als (stimmenmodulierte) vorgelesene Hörbücher.
Der Podcast "Realitätstheorie" hat "Drei Sonnen" mal mit einem technisch-wissenschaftlichen Fokus analyisert.
https://realitätstheorie.de/?podcast=rt004-biertotalschaden
Bzgl zukünftiger Adaptionen: Vielleicht wäre "Reaktor" von Timo Leibig geeignet? Ein Mann auf der Suche nach einer Parallelwelt, in der seine Frau noch lebt, und die möglichst ähnlich zu seiner eigenen Welt ist. Als Antrieb für seine Dimensionsreisemaschine benötigt er Energie aus Nuklearreaktoren, die dann in den jeweiligen Welten Fehlfeunktionen bis zum GAU aufweisen.
zu Die drei Sonnen 4/12:
Das Prinzip "physikalische Gesetze sind immer gleich" wird am Billardtisch erklärt. Aber die Raumzeit auf der Erde scheint sich zu ändern - dieses Prinzip gitl nicht mehr, wurde durch Zufall abgelöst.
Da frage ich mich dann aber: Hat diese Inkonstanz keine Auswirkungen auf den Menschen, seinen chemischen Aufbau? Warum fallen nicht alle gleich tot um?
Auf kürzlich geschossenen analogen Fotos macht Wang Miao eine spannende Entdeckung: eine Uhr tickt herunter. Er führt ein Experiment durch: er leiht sich eine andere Kamera und wiederholt. Gute Idee! Nur wenn er Fotos schießt, ist die Uhr zu sehen. Ist er mit der Anzeige quantenphysikalisch verschränkt?
Der Countdown-Teil war spannend, das Ende auch (flackernder Mikrowellenhintergrund), der "Frontiers of Science"-Teil klingt aber nach Verschwörung, da fiel mein Interesse ab.
Der Aufbau dieser Episode war sehr ruhig - Sprecher, gelegentlich Geräusche, und (drei?) Erzähler. An diesen Erklärstil muss ich mich erst gewöhnen - die Erzähler haben mehr Sprechzeit als die Hauptperson. Es gibt keine Szenen, getrennt vom Erzähler, wie ich es von alten Kinderhörspielen her kenne.