Der Titel klingt dramatischer, als die Folge ist. Es werden zwei Themen behandelt: Eine Gastschülerin, die ursprünglich aus Japan kommt und Eltern, die ihren Kindern die berufliche Zukunft vorschreiben wollen.
„Ich weiß, dass ihr zur Zeit keine Klassensprecherinnen seid“, sagte Frau Theobald zu Hanni und Nanni. Die beiden waren nie Klassensprecherinnen. Oder meint sie „Schulsprecherinnen“? Dann hätten die Zwillinge diesen Posten wirklich, wie in Folge 28 angekündigt, niedergelegt.
Nach Maja und Sinje ist nun Teruyo Mitbewohnerin im Turmzimmer bei Hanni, Nanni und Anja.
Frau Adams unterrichtet Musik. Laut anderen Folgen unterrichtet sie auch Sport, Deutsch und Englisch. Wirklich vielseitig einsetzbar.
Hanni hat weiterhin ein paar Sommersprossen mehr als Nanni auf der Nase.
Das erste Handy im Lindenhof-Universum! Und wir erfahren, dass Mobiltelefone im Internat streng verboten sind.
Teruyo steht wirklich stark im Mittelpunkt; Hilda, Fizz, Marianne und Bobby (und Carlotta), waren gar nicht zu hören und auch Jenny und Elli sind eher Randfiguren. Dafür kam Anja mal etwas mehr vor. Besonders sympathisch finde ich Teruyo nicht. Ihr Ausweichen, ihre Lügen…
Hanni und Nanni sind allerdings auch nicht viel besser. Erst scheinen sie Teruyo zu glauben, dann schleichen sie ihr doch hinterher. Zwischendurch belauschen sie auch noch die Direktorin. Früher war Lauschen mal verpönt, so ändern sich die Zeiten.
Ich finde es sehr schade, dass die zwei Themen so zusammen gerührt wurden, man hätte aus beidem eine eigene Geschichte machen können: Einmal die Schwierigkeiten, sich in einer fremden Kultur zurecht zu finden und einmal die Sache mit den uneinsichtigen Eltern, die ihren Kindern bestimmte Berufe aufdrücken wollen. Man hätte nicht mal eine neue Schülerin dafür gebraucht, sondern z.B. Hilda nehmen können, die Brüder hat und deren Vater eine Gärtnerei besitzt.