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Murphy
Nanu, warum steht hier kein Text?
Dabei seit: 21.04.2021
Beiträge: 3.910
Spiel-Beiträge: 38
1. Experte: TKKG
2. Experte: Die drei ???
Hörspielserien:
  
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Mordanschlag und Entführung
In der 31. TKKG-Folge geschieht zum ersten Mal ein Mordanschlag auf Kommissar Glockner. Ein Gangster möchte sich an ihm rächen und er beauftragt den Berufsverbrecher Uckmann mit der Tat. Aufgrund des Gangsterdialogs am Anfang der Hörspielhandlung weiß der Hörer bereits, was passieren wird. Dadurch entsteht Spannung bis zum Mordversuch, den Tarzan mittels Steinwürfen vereitelt. Bei vielen Über-100-Folgen sorgen die Gangsterdialoge dafür, dass kaum oder keine Spannung entsteht, bei dieser Folge ist das zum Glück anders. Die tolle Struktur der Geschichte ist diesmal ungewöhnlich: Die erste Hälfte der Geschichte ist eine schöne Urlaubsfolge mit spannungsreicher, atmosphärisch dichter Action und Ermittlungen. In der zweiten Hälfte der Geschichte ermittelt die TKKG-Bande in der Millionenstadt weiter. Dabei gibt es schöne Großstadtatmosphäre. Nach der Rückkehr in die Millionenstadt flacht die Spannungskurve etwas ab, bis schließlich Gaby entführt wird. Trotzdem ist die gesamte Hörspielhandlung interessant.
Schön ist, dass Karl mal wieder etwas erklärt. Diesmal ist es Grafologie. Im Hörspiel fehlen natürlich einige Szenen und Erzählstränge des Buchs, aber insgesamt ist die literarische Vorlage nahezu optimal gekürzt worden. Die Mordanschlagsszene ist im Hörspiel etwas anders als im Buch. Im Hörspiel sind Tarzan und Gaby gemeinsam unterwegs, während im Buch Tarzan alleine den Anschlag verhindert. Die Hörspielszene gefiel mir etwas besser als die Buchszene. Im Hörspiel hat Gaby die Idee mit Ute Rohrbacher, während im Buch Tarzan aus Spaß die Idee hat. Auch der Showdown ist im Hörspiel anders als im Buch. Im Hörspiel ist mir noch ein interessantes Erzählerzitat aufgefallen: „Mehrere Wochen vergingen, in denen TKKG andere Fälle zu lösen hatten.“ Der Hinweis mit den mehreren Fällen, fehlt im Buch.
Das schöne düstere Cover zeigt die Szene, in der Gaby entführt wird.
Dass mir das Hörspiel so gut gefällt, liegt auch an den genialen Sprecherleistungen. Die vier Hauptsprecher sind in ihrer besten Phase und daher gewohnt erstklassig. Von den Gastsprechern haben mir Christian Rode als Gus Uckmann, Ingeburg Kanstein als Sophia Burropasti, Helga Sommer als Sofie und Wolfgang Draeger als Kommissar Glockner am besten gefallen. Günther Dockerill als Erzähler ist wieder erstklassig. Von allen Erzählern ist er meiner Meinung nach der beste.
Die Zwischenmusiken der alten Abmischung sind super, während die Zwischenmusiken der neuen Abmischung leider nur halb so gut sind. (Ich kenne beide Versionen.) Geräusche und Effekte sind wieder erstklassig.
Fazit
Eine tolle Klassikerfolge wurde hervorragend als Hörspiel umgesetzt. Im direkten Vergleich gefällt mir das Hörspiel sogar etwas besser als das Buch, was vor allem an den hervorragenden Sprecherleistungen liegt.
9 Punkte
__________________ Nennen Sie mich einen Verschwörungstheoretiker, aber ich behaupte, dass Louis Armstrong nie auf dem Mond war!
Romeo und Julia treffen sich. Julia fragt Romeo: "Was machen wir heute Abend?"
Darauf antwortet Romeo: "Ich richte mich nach dir!"
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25.05.2021 19:29
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Olle_Viri
Blauer Töröö
 
Dabei seit: 27.05.2023
Beiträge: 118
Spiel-Beiträge: 0
1. Experte: TKKG
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Ich heiße Heise und bin heiser und die legendäre Glockner-Jöre:
Die Folge lässt sich im Prinzip in 3 Teile untergliedern. Den Österreich-Teil (Seite 1 auf der Kassette), in welcher Gus Uckmann den Mordanschlag gegen Ende auf Kommissar Glockner ausführt. Der 2.Part spielt in der TKKG-Stadt, in der Kommissar Glockner und die TKKG-Bande Jagd auf Uckmann machen, also vertauschte Rollen. Der finale Akt ist der Entführungsteil. Der Österreich-Teil kommt stimmungsvoll rüber. Die Idee mit der Graphologie (Charakter-Zwillinge Heise und Uckmann) und der Doppelrolle von Uckmann schlichtweg genial. Man hätte das spannend werden können. Doch leider wird mit der Einstiegsszene und dem Telefonat von Uckmann im Tiroler Hof fast alles vorweggenommen, sehr sehr schade und dramaturgisch ganz schwach. Der Clou wäre es gewesen, dieses Gespräch ganz hinten auf Seite 1 sozuagen als Nachtrag anzustellen (und das Telefonat von Uckmann mit Sophia ganz zu canceln). Dann wäre das der Volltreffer gewesen So bleibt es eher leidlich spannend in Österreich. Als Sophia Burropasti hätte eine radebrechende Sprecherin besser gepasst als die spezielle Stimme von Ingeburg Kantstein. Auch die weinerlich rüberkommende Claudia Schermutzki meiner Meinung nach nicht die Idelalbesetzung von Sofie Zinke-Schollau.
Der 2.Part rasant, packend und clever - hier gibt es das, was im 1.Teil leider unnötigerweise rausgenommen wurde: Spannung. Dieser Teil mit der Jagd nach Uckmann in der TKKG-Stadt gefällt mir richtig gut. Da ist Witz und Pfeffer drin, und jeder möchte den anderen austricksen. Den kleinen Detailfehler mit Sonntags und geöffneter Post kann man da getrost übersehen. Der Entführungsteil kommt kurz (aber das ist bei den Schlussszenen bei Klassikern oftmals ein gewisses Problem, dass es gegen Ende sehr schnell geht). Die Entführungsszene selber schwach, da wird Gaby einfach 2 Sekunden nachdem TKKG quatschen am helllichten Tag vom Fahrrad gekrallt und nicht wie auf dem Cover nachts im Mondschein in der Mondscheingasse. Das hätte besser gepasst und wäre stimmiger gewesen. Gaby tritt Gus Uckmann unbeirrt und mutig entgegen und trickst ihn aus, noch bevor der Rest von TKKG zuschlagen und die Ganoven Uckmann und Neschke dingfest machen. Die Folge natürlich eine absolute Kommissar-Glockner-Folge. Die Sprecher bis auf die beiden oben genannten Ausnahmen passend und top, besonders hervorzuheben ist natürlich Christian Rode als Gus Uckmann aber auch Lothar Grützner als der ahnungslose Herr Maisl, der von Uckmann als Werkzeug benutzt wird (und Werkzeug holen soll). Insgesamt vom Potential der Story könnte es ein Highlight sein diese pfiffige Jagdfolge, aber leider wurde bei der Umsetzung die Spannung im 1.Teil unnötigerweise fast völlig gekillt. Man hätte es so einfach besser machen können, einfach nur schade. Ich finde in so einer Folge, die total auf Spannung baut, muss das halt auch passen. Wie geil wäre das mit der Graphologie und den Charakter-Zwillingen geworden, wenn man gar nicht wüsste, auf was es hinausläuft. Trotzdem insgesamt noch eine gelungene Folge, aber eben auch nicht das was möglich gewesen wäre.
Zitate / lustige Szenen:
Karl nennt Klößchen in Österreich Knödelchen.
Karl:"Hier in Österreich heißen die Klöße Knödel. Und deshalb heißt du hier auch nicht Klößchen, sondern Knödelchen."
Gus Uckmann, der im Tiroler Hof als heiserer Heise auftritt auch eine lustige Szene.
Das Zitat der Folge gehört Gus Uckmann:"Du siehst aus wie die Glockner-Jöre und du bist die Glockner-Jöre."
Fazit: Rasantes und pfiffiges Katz-und Mausspiel mit wechselseitigen Rollen, bei der Umsetzung ist insbesondere bei der Spannung leider viel versemmelt worden und noch Luft nach oben, deshalb wird das enorme Potential der Story nicht ausgeschöpft. Trotzdem insgesamt noch ganz gut. 7/10
weitere Anmerkungen:
Im Folgenbereich 25-31 wurde in den Hörspielen manches eher unglücklich umgesetzt. Mal fehlen wichtige Erklärungen (25), mal sind es zuwenig Sprecher (26), diesmal war es die dramaturgische Umsetzung an der es haperte. Da wurde nicht immer das volle Potential ausgeschöpft.
Hatte in Erinnerung, dass Uckmann im Gebirge über Kommissar Glockner steht und einen Felsbrocken auf ihn hinunterrollt, Gaby und Tim sehen das und rufen ihm im letzten Moment eine Warnung zu. Dass er einfach auf ihn schießt wusste ich so nicht mehr. Eben schon lange her, dass ich diese Folge früher einmal gehört hatte.
Die Idee mit dem Goldkettchen hat fast schon etwas von einem Fantasy-Rollenspiel. Gaby besiegt den Endgegner Gus Uckmann nicht durch Kampf (da wäre er für sie unbesiegbar), sondern indem sie einen zuvor gefundenen Gegenstand zielgerichtet einsetzt.
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05.08.2023 17:24
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07.08.2023 00:28
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Chantal-Marie
Sekretär
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Herkunft: Kiel
1. Experte: Bibi Blocksberg
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Die Folge war sehr spannend. Finde, dass es hier gut umgesetzt wurde. Man wusste zwar, dass Kommissar Glockner umgebracht werden soll, aber dadurch hat man die ganze Zeit mitgefiebert, fand es hier also gar nicht schlech, dass das vorweggenommen wurde.
Urlaubsfeeling kam auch auf, fand das schön, dass sie im ersten Teil nicht in der Heimat waren, mag Urlaubsfolgen irgendwie.
Der zweite Teil mit der Suche nach dem Täter mochte ich auch, genauso wie Gabys versuchte Entführung.
Humor gabs auch mal wieder. Besonders lustig fand ich, als Klösschen zu Gaby meinte, dass wenn sie ihm immer eine Tafel Schokolade wegnimmt, sie auch so dick wird und dann besser zu Klösschen, als zu Tarzan passen würde. Und dann Tarzans Reaktion dazu 😂
Könnte nach mehrmaligem Hören auch eine 10 Punkte Folge werden.
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04.09.2023 11:48
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HerrSchmeichler
Sekretär
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1. Experte: Benjamin Blümchen
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3. Experte: TKKG
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Ich liebe diese Folge!
Die Geschichte beginnt direkt spannend, denn wir erfahren, dass ein Attentat auf Emil Glockner geplant ist! Der befindet sich gerade mit TKKG im Urlaub in Österreich - ein schöner Schauplatzwechsel.
Ich fand es schon als Kind interessant, dass die Tochter des Hotelbesitzers sich für Handschriften und deren Bedeutung interessiert. Leider wird der Trick, dass Gus Uckmann als zwei verschiedene Personen im Hotel absteigt, durch einen Gangster-Dialog gespoilert. Als Kind hat mich das zwar nicht gestört, aber ich denke, das hätte man auch so verstanden, vor allem, weil ja ohnehin die Ähnlichkeit der Handschriften so betont wird und man die Stimme schon wiedererkennen könnte.
Die Szene am Wasserfall ist immer die, an die ich bei dieser Folge als erstes denke. Die Spannung und Dramatik, als Herr Glockner nichts von dem auf ihn anlegenden Killer mitbekommt und Gaby und Tarzan versuchen, ihn trotz des tosenden Wasserfalls zu warnen, ist super umgesetzt und geschauspielert. Ich mag auch die Idee, dass sie Uckmann mit Steinen bewerfen.
Zurück in der Millionenstadt vergehen einige Wochen, in denen TKKG andere Fälle löst 
Das hatten wir so glaube ich noch nie und seitdem auch nie wieder, aber ich mag das total. Da fängt meine Fantasie direkt an, mir auszumalen, was für Abenteuer die vier in der Zwischenzeit erlebt haben könnten oder welche andere Folge vielleicht genau in diese Lücke fallen könnte.
Die titelgebende Entführung in der Mondscheingasse geht schnell, ist aber durch Tarzans Aufgebrachtheit trotzdem wirksam. Ich finde es super, dass Gaby hier so schnell schaltet und sich als Ute Rohrbacher ausgibt, weil sie die Kette mit den Initialen U.R. dabei hat. So ist sie selbst als Entführungsopfer mal nicht nur "Damsel in Distress", sondern arbeitet selbst an ihrer Freilassung.
Großartiges Zitat: "Herr Glockner, wenn Sie mir Ihren Hut geben, sehe ich aus wie ein Penner."
Überhaupt hat die Folge viele tolle Sprüche und zwischenmenschliche Momente, z.B. auch, wenn Glockner seine Frau fragt "Margot, was haben wir falsch gemacht?" und sie meint, Gaby und Tarzan seien ganz richtig so wie sie sind.
Die Musik ist in dieser Folge ebenfalls großartig (Alte Abmischung!). Viele Musikstücke, die mir gefallen, auch wenn es nach dem Anschlag auf Glockner ruhig ein etwas stimmungsvolleres Lied hätte sein dürfen 
(In der Neuabmischung ist das zwar der Fall, aber dafür liegt das Lied schon unter der kompletten Szene und das zerstört für mich irgendwie den Vibe.)
Die Sprecher sind auch top! Wolfgang Dreger und Christian Rode vorne weg, aber auch Claudia Schermutzki, Henry Kielmann und Ingeborg Kallweit haben mir gut gefallen. Auch die vier Hauptsprecher sind gut aufgelegt und mit viel Spielfreude dabei.
Hier schwingt definitiv Nostalgie mit, weil ich die Folge als Kind rauf und runter gehört habe. Aber selbst jetzt als Erwachsener finde ich sie immer noch überragend, weil sie sowohl spannend, als auch witzig und unterhaltsam ist.
10 von 10 Punkten
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30.09.2026 15:56
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