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Mikosch373
Baron




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Stärken und Schwächen – Verteilung

Stärken und Schwächen – Verteilung


Wie in allen Serien, sind auch bei den „Drei Fragezeichen“ Charakterzüge und unterschiedliche Verteilung von Stärken und Schwächen - wie auch Aufgaben und Persönlichkeit - klar zu erkennen. Ich denke, das Thema ist eine Diskussion wert.


Der Intellekt

In der Detektei ist Klugheit enorm wichtig, um die Fälle zu lösen.

Justus präsentiert ganz klar den Schlausten der drei Fragezeichen. Im Grunde genommen ist das sein Charakterzug und es ist auf jeden Fall in Ordnung, dass er damit hervorsticht.

Was mir dabei jedoch immer wieder auffällt, ist, dass Peter als sehr unklug dargestellt wird. Er ist als der Fragende mit wenigen klugen Beiträgen sozusagen „das fragende Fragezeichen“ und ich kann mir nicht vorstellen, dass das seine größte Aufgabe sein sollte. Justus‘ übermäßige Intelligenz wertet ihn besonders ab.

Bei Bob ist dieses „Phänomen“ weniger präsent. Er liegt in der goldenen Mitte und Von ihm kommen oft gute und schlaue Einfälle und eigentlich hat er kein wirkliches Defizit, wenn man das so sagen kann. Er hält locker mit Justus mit beziehungsweise, man bemerkt in der Serie, dass auch er sehr klug ist.

Ich halte aber auch Peter für durchaus schlau - mindestens genauso schlau wie seine beiden "Kollegen". Es ist in der Serie nur weniger präsent, auch dadurch, dass, wenn er tatsächlich einen sehr klugen Einfall hat, die anderen beiden sich überrascht geben.

Das finde ich ziemlich unrealistisch, wenn man bedenkt, dass er erstens sehr lange als Detektiv arbeitet - was man, in Anbetracht der ausbleibenden Alterung in der Serie, vielleicht nicht als vollwertigen Grund ansehen kann - und zweitens, dass er das Detektivbüro mit gegründet hat.
Gut, er kann es vielleicht für seine beiden Freunde getan haben, aber wenn ich etwas wirklich nicht will oder kann, dann tue ich es doch auch nicht, wenn ich solch eine Wahl habe. Außerdem ist in der Serie ja auch nicht gerade maßloser Gruppenzwang Thema. Man wird sich schon etwas dabei gedacht haben, Peter als Zweiten Detektiv und nicht Hänschen Humperdings Junior zu holen – und garantiert nicht nur den sportlichen Aspekt betrachtet haben!

Zu diesem Thema würde ich mir wünschen, dass Peter mehr zu Wort kommt und seine Intelligenz mehr unter Beweis stellt.
(Es ist nicht so, dass ich es nicht gut fände, dass die Eigenschaften unterschiedlich verteilt sind!)

Ich denke nämlich, dass Peter sogar klüger als die anderen beiden ist. Nicht unbedingt auf die Art, schnell Rätsel zu lösen oder Ähnliches – auch wenn er da ebenfalls nicht unfähig ist.
Er ist besonders vorsichtig, auch begründet in einem Teil Ängstlichkeit, arbeitet eher langsam und mit Bedacht und denkt immer daran, nicht unnötig in Gefahr zu geraten ohne keinen Mut zu haben oder zu stören.

Man kann sich wirklich nur wünschen, bald mal mehr von Peters Klugheit zu hören.


Sportlichkeit


Bei dem Thema wiederum finde ich, wäre eigentlich alles sehr gut aufgeteilt.

Justus, als der Unsportlichere, ist an Sport nicht interessiert, legt sich aber doch sehr ins Zeug, um bei einer Verfolgungsjagd z. B. mit zu halten. Vielleicht ist er langsamer, aber er bemüht sich, auch wenn er lieber ein Stück Kuchen isst, als zu trainieren.

Peter ist eben unglaublich sportlich und hat sehr viel Spaß daran, zu trainieren. Das macht den Unterschied zu Justus: Er „quält“ sich nicht mir Sport, sondern geht darin auf.

Bob ist nicht unsportlich und gleichzeitig nicht überdurchschnittlich trainiert. Er ist in vielen Folgen so schnell wie Peter, was eben wieder einmal repräsentiert, dass dieser Aspekt wirklich sehr gut verarbeitet wird.

Auch, dass Justus besser schwimmt als Peter, spräche dafür…

… wäre da nicht die Tatsache, dass mit dieser guten Verteilung im Gegensatz zum ersten Thema es wider einmal Peter ist, der einstecken muss.

Justus ist superschlau, Bob in allem gut und Peter? Der kann gern einmal übertroffen werden oder im Unentschieden stehen – Hauptsache, man gibt ihm nicht zu viel Stärke! Er wirkt im Bezug auf die beiden anderen schon sehr benachteiligt.


Recherche

Die Recherche ist Bobs persönliche Stärke. In dreiviertel Prozent aller Fälle sucht er die Bibliothek auf, besorgt Material wie Bücher und kümmert sich um das Archiv. Ich finde, dass auch das genau richtig so ist. Justus und Peter können zwar auch nachforschen, aber sie übernehmen lieber andere Aufgaben wie zum Beispiel auch Observieren.

Dass es eine Vorgeschichte hat, wie er mit „Recherchen und Archiv“ auf der Visitenkarte steht und wie sich das alles ergeben hat, finde ich toll gemacht. Da hat jemand mitgedacht!


Soziales

Das Verhältnis der drei Detektive finde ich sehr harmonisch. Keiner wird zu sehr unter Druck gesetzt - jedenfalls nur in Ausnahmefällen – und sie sind alle sehr gute Freunde.

Sie gehen freundlich miteinander um und können Probleme gemeinsam lösen. Sie unterstützen sich gegenseitig und halten zusammen, auch wenn es schwierig wird.

Bob repräsentiert auch hier wieder die goldene Mitte, denn wenn Justus und Peter sich – wie in einigen Folgen – mal kurz in die Haare kriegen, ist er es, der „schlichtet“ bzw. dazwischen geht.
Wirklich in den Rücken fallen, tut niemand dem anderen, allerdings haben sie neben den beiden anderen Fragezeichen jeder noch weitere Freunde und soziale Kontakte.

Ich bin der Meinung: Gut, aber sehr ausbaufähig!!!


Privates

Von den drei Fragezeichen erfährt man zwar einige private Dinge, jedoch sind diese Informationen eher dürftig. Alle fünfzig Folgen gibt es mal ein neues Detail.

Nichts desto Trotz ist das Privatleben der drei Detektive gut mit in die Hörspiel und Bücher mit integriert. Der Alltag spielt eine nicht unbeträchtliche Rolle im Leben der Detektive und auch wenn es mal nicht Fall relevant ist, ist alles immer „an seinem Platz“.

Dass Fälle mit den drei Fragezeichen persönlich zu tun haben, kommt auch öfter mal vor – nicht zu oft, nicht zu wenig.


Justus

Seine Stärke ist klar seine Klugheit, mit der, meiner Meinung nach, ein bisschen zu viel, heraussticht. Seine einzige Schwäche ist die Unsportlichkeit. In allem Anderen ist er gut.

Fazit: Er könnte ab und an mal einen Gang zurückschalten und seinen „Kollegen“, besonders Peter, den Vortritt lassen.

Peter

Seine Stärke ist die Sportlichkeit, könnte man noch ein bisschen mehr herausstellen – auch mit dem „KnowHow“ zum Sport, das für die Fälle allgemein wichtig sein könnte. Man macht sich Sorgen, dass Peter, dadurch, dass er nicht so intelligent dargestellt wird wie die anderen und dafür sportlicher, auf so eine blöde Schiene gerät und nachher nur auf das Training etc. reduziert wird. Allerdings ist Sport ja nicht nur Anerkennung, sondern auch seine „alltägliche Erfüllung“. Auch mit dem Dietrich kann er gut umgehen, ist generell, wie alle begabt.

Fazit: Seine Fähigkeiten mehr unter Beweis stellen und ihn nicht zwischen Justus und Bob einpferchen.

Bob

Er ist die personifizierte „Goldene Mitte“. Er kann alles recht gut und nichts wirklich schlecht. Er ist sehr ausgeglichen, stellt sich oft schlichtend zwischen Justus und Bob, aber auch er könnte Peter mal ein bisschen mehr Platz geben.

Fazit: Eigentlich gibt es kaum Verbesserungsvorschläge für ihn – ich finde jedenfalls gerade kaum einen.


Großes Fazit: Eigentlich wird in dieser Serie sehr viel sehr richtig gemacht. Trotz Ausbaufähigkeit und einigen Verbesserungsmöglichkeiten, kann man sich nur wenig beschweren.


So in der Art hatte ich mir die Diskussion vorgestellt. Einfach alle möglichen Aspekte zu den drei ??? in den Raum werfen und darauf antworten.
06.04.2016 01:14

BlinderPassagier ist männlich BlinderPassagier
Nachwuchshörer




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RE: Stärken und Schwächen – Verteilung

Eine interessante Aufstellung

wobei dazu noch zu erwähnen wäre, dass Peter nicht immer so ängstlich war. Am Anfang hatter er auch noch mehr Mut und "eigene" Ideen z.B. in Folge 17 ist er es der die drei ??? rettet

__________________
Und jetzt erstmla ein Hörspiel hören!
20.05.2016 02:37

Närrin
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Finde deine Aufstellung interessant und möchte noch was hinzufügen: Ich denke, dass man zu Bob noch sagen kann, dass er "der Kreative" bzw. "der Musikalische" ist. Er arbeitet ja auch bei diesem Musikhändler Sax sandler. Diese besondere Eigenscheaft ist zwar nicht so auffällig wie die von Justus und Peter, aber dennoch vorhanden.

Außerdem finde ih das das Privatleben schon ein bisschen mehr ausgeleuchtet werden kann, weil ich es liebe in diese Welten einzutauchen. Das geht besser, wenn man mehr über sie weiß.
17.06.2016 15:32

Retro ist männlich Retro
Original Tröröö


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Die drei "besten" Freunde aus dem Privatleben wurden die drei "???" im Hörspielleben. Zu Beginn waren Bob und Peter vertauscht. Das funktionierte überhaupt nicht. Und nun könnte man sich ja mal hypothetisch fragen, weshalb es nicht klappte. Erst als Fröhlich den Bob machte und Wawreczeck den Peter wurde es so passend, dass es bis heute anhält.

Es ist also klar, dass die Drei sich sehr gut kennen und kannten. Das ist etwas anderes als wenn drei einander Unbekannte einander vorgestellt werden, die plötzlich gemeinsam agieren müssen. Was man "Casting" nennt. Bei den Fragezeichen gab es kein Casting sondern lediglich "Proben".

Mir persönlich kommt "Peter" sehr überpräsent vor, das liegt vor allem an solchen Fällen wie "Pforte zum Jenseits". Wenn alle drei gleich schlau wären, würde es nicht viel bringen. Bob ist nunmal mit der Bibliothek verheiratet und Peter mit seinem Surfbrett. Bekam sogar extra ne eigene Folge "Skateboardfieber", wo er fast den ganzen Fall im Alleingang manövriert.
14.08.2021 17:21

Boris-Baby ist männlich Boris-Baby
Junghexe


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Zitat von Das ABC der drei Fragezeichen S. 87-88:
Oliver Rohrbeck habe ich in einer Fernsehsendung von Rudi Carrell gesehen. Da dachte ich: "Mein Gott, ist das ein begnadetes Kind!" Dann engagierte ich ihn für "Fünf Freunde". Weil er sich dabei sehr gut anstellte, war für mich schnell klar, dass er den Justus bei der neuen ???-Serie sein sollte. [...] Jens Wawrczeck kannte ich vor dem ???-Start schon sehr lange. [...] Jens wurde mir von Herrn Lamster empfohlen, ein NDR-Mitarbeiter und Vater von Regine Lamster, meiner Hanni aus "Hanni und Nanni". Zu Andreas Fröhlich bin ich durch die Mutter von Oliver Rohrbeck gekommen.

Zitat von ??? und die Welt der Hörspiele S. 44:
"Sie hat mir Vorschläge gemacht und da fand ich, dass Andreas Fröhlich ideal zu den beiden passt", erläutert Heikedine Körting. Die Stimme war markant und unterschied sich deutlich von denen der beiden anderen.


vgl auch ab ca. Min 20:50:


Zitat von 30 Jahre Hörspielkult S. 36-38:
Da ihm die drei ??? Bücher nichts sagten, freute sich Oliver Rohrbeck anfangs vor allem auf die Zusammenarbeit mit Andreas Fröhlich. Die beiden jungen Berliner waren schon länger befreundet, da sie auf die Waldschuile Charlottenburg gingen sowie bereits diverse Rundfunk-, Fernseh und Synchronarbeiten gemeinsam gemacht hatten. Jens Wawrczeck, der aus Hamburg stammte, war der große Unbekannte [...] "Und da wir nicht ahnen konnten, dass uns die Serie für mindestens drei Jahrzehnte zusammenschweißen würde, haben wir uns ihm gegenüber so benommen, wie man sich als 13-jährige Halbwüchsige eben benimmt. Wir haben herumgefrotzelt, ihn wohl etwas provoziert - allerdings nie böswillig", beteuert er.

Zitat von 30 Jahre Hörspielkult S. 53:
Bis die Chemie zwischen Jens Wawrzceck (sic!), Andreas Fröhlich und Oliver Rohrbeck so richtig stimmte, habe es schon eine Weile gedauert. Das sei aber, so Wawrzceck (sic!), nie ein wirkliches Problem gewesen. "Allerdings waren wir total erstaunt, als wir nach 15 Jahren zum ersten Mal gemeinsam Essen gegangen sind und erfahren haben, wie der andere lebt", berichtet er. [...] "Bei den Aufnahmen hatten wir aber schon recht früh den Kosmos der Einigkeit[...]"


Zitat von ??? und die Welt der Hörspiele S. 48-49:
Die Regiseurin wies die drei Jungsprecher zunächst kurz ein und ging dann in medias res. [...] Die Regiseurin hatte die Rollen so verteilt, dass Andreas Fröhlich Peter Shaw sprechen sollte. "Als ich Oliver gegenüber saß, merkte man relativ schnell, dass ich der Rolle von Peter Shaw überhaupt nicht gewachsenwar. Ich habe den Text eher abgehackt vorgelesen", sagt Fröhlich In dieser Situation entschloss sich Heikedine Körting spontan zu einem Rollentausch. Jens Wawrczeck sollte es einmal probieren. Die neue Besetzung harmonierte deutlich besser miteinander. "Ich [...] habe völlig unbedarft und naiv die erste Folge eingelesen", erinner sich Wawrczeck. Genau diese Lockerheit wollte Körting. "[...] Dann war ich eben Bob. Das war mir eigentlich total egal", sagt Fröhlich. Die neue Rollenverteilung kam ihm auch insoweit entgegen, dass Bob deutlich weniger Text als Peter hatte.
16.08.2021 17:33
16.08.2021 18:56

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