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188 - Signale aus dem Jenseits
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Mangobanane
Juniordetektiv
   
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1. Experte: Die drei ???
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Vorwort: Ich möchte dieser Rezension vorausschicken, dass mir eine objektive Rezension dieses Mal unfassbar schwer fällt. Das liegt vor allem an dem Umstand, dass Autor André Minninger dieses Mal eine Gegnerin zurückholt, die die beiden vorherigen Folgen mit ihr vor allem aufgrund der ausgewählten Sprecherin quasi im Alleingang getragen hat. Wer nicht wissen will, um wen es sich handelt, der lese an dieser Stelle besser nicht weiter.
Handlung: Tante Mathilda und Onkel Titus haben gerade eine heftige Auseinandersetzung, als Bob hineinplatzt, der sogleich von Mathilda Jonas als Schiedsrichter eingesetzt wird. Titus hält die Frau, der Mathilda ihre Bewunderung schenkt, für eine windige Betrügerin. Kann „Astrala“, die in der Sendung „Karma Hour“ eines Homeshopping-Fernsehsenders Anrufe verzweifelter Menschen entgegennimmt, wirklich in Kontakt mit den Toten treten? Als Bob die Stimme des Mediums hört, bleibt ihm fast das Herz stehen - denn er kennt diese Stimme nur zu gut...
Meinung:
Nach 88 Fällen ohne Auftritt ist sie zum dritten Mal in der Serie dabei, Judy Winter als Clarissa Franklin aus den Folgen „Stimmen aus dem Nichts“ (76) und „Rufmord“ (99). Beide Folgen zählen für mich noch immer zu den absoluten Highlights der gesamten Serie. Aber auch auf eine ebenfalls starke Episode aus der Feder von André Minninger wird hier Bezug genommen in Form eines erneuten Auftritts von Laura Stryker (Insektenstachel, Folge 97). Die Kenntnis aller drei Folgen ist für Folge 188 schon empfehlenswert, denn erst dadurch lässt sich die Handlung besser nachvollziehen.
Ich muss gestehen, ich sehe die Folge mit zwei verschiedenen Augen. Auf der einen Seite ist da die grenzenlose Freude darüber, endlich der Stimme von Judy Winter als Clarissa Franklin wieder lauschen zu können. Auf der anderen Seite wirken ihr Handeln und ihre Sätze für die Figur recht untypisch, letztlich nach reiflicher Überlegung unter Einbeziehung der in der Folge erwähnten Aspekte noch nachvollziehbar, aber man hat das Gefühl, dass zwischen „Rufmord“ und „Signale aus dem Jenseits“ ein gewisses Bindeglied fehlt, denn eigentlich hätte man für die Geschichte 2 CDs gebraucht, um alles besser entfalten zu können.
Das hat auch seine positiven Seiten: Die 80 Minuten (Herr Minninger tut sich bei seinen eigenen Folgen mit Kürzungen sehr schwer, hier ist es für mich aber absolut nachvollziehbar) wirken nicht wie 80 Minuten, gehen schnell vorbei, nichts wird künstlich in die Länge gezogen, das Tempo ist angenehm flott, aber nicht zu hektisch.
Die Entwicklung der Geschichte zeichnet zunächst Fragezeichen auf dem Gesicht des Hörers, denn worauf Minninger letztendlich hinauswill, bleibt erst mal unklar und auch wie alles zusammenpasst, erschließt sich wie so häufig erst bei Justus Jonas' Monolog am Ende. Gelegentlich ist man deshalb verwirrt, denn es gibt viele offene Fragen, man verliert aber nie den Überblick.
Letzteres ist der geringen Anzahl an wichtigen Sprechern zuzuschreiben. Minninger versteht es gut, die Personenkonstellation sehr überschaubar zu halten und dennoch nicht sofort alles offensichtlich zu machen.
Dass es hier schnell sehr persönlich wird, ist einerseits erfreulich. Private Angelegenheiten finden in Drei ???-Folgen viel zu selten Platz. Und dennoch wirkt das gerade deshalb deplatziert. Es passt beispielsweise besser zu den drei !!!, wo private Hintergrundgeschichten ein wesentlicher Bestandteil der Serie sind.
Die Auflösung ist dann irgendwo schon ein wenig abgehoben und wirkt im ersten Moment bescheuert, aber im Prinzip wird alles schlüssig erklärt und man hat am Ende den Gedanken im Kopf: „Ganz schön ausgefuchst.“
Was Mrs. Franklin betrifft, so vermute ich, dass Minninger sie nicht noch einmal aus der Schublade holen wird. Das Potenzial dieser Figur sollte man nicht unnötig ausreizen. Marx hat das bei Victor Hugenay ja auch erkannt (Feuermond, Folge 125). Sonst würde diese Gegenspielerin irgendwann den Glanz verlieren.
Sprechertechnisch muss ich als Judy Winter-Fan als Erstes sagen, dass sie mir dieses Mal nicht mehr ganz den Schauer über den Rücken jagen konnte, wie einst in „Stimmen aus dem Nichts“ und „Rufmord“ oder bei TKKG in „Opfer fliegen 1. Klasse“. Leider wird man ja nicht jünger. Regina Lemnitz als Laura Stryker kann gut an die Leistung ihres ersten Auftritts anknüpfen, natürlich muss man auch hier den Abstand zwischen beiden Fällen beachten. Karin Lieneweg merkt man die Alterung der Stimme zwar stellenweise etwas mehr an als in der Vorgängerfolge, aber trotzdem hört man den Spaß, den sie hat, noch gut heraus.
Rüdiger Schulzki macht als neuer Onkel Titus einen soliden Job, auch wenn er Meinhardt nicht ersetzen können wird.
Deutlich gelungener als beispielsweise in den Folgen 180 und 181 ist die Sprecherleistung von Holger Mahlich, der zwar seinen Wutausbruch aus „Feuermond“ nicht toppen kann, aber das muss er auch gar nicht. Axel Milberg versucht in seiner zweiten Folge als Erzähler hörbar an seine Vorgänger anzuknüpfen. Ich selber werde wohl noch einige Zeit brauchen, um mich an ihn zu gewöhnen. Das fällt einfach schwer, wenn man mit den späten Folgen mit Matthias Fuchs und der Frühzeit von Thomas Fritsch aufgewachsen ist. Weitere Sprecher sind in kleineren Rollen Reinhilt Schneider und Christian Concilio. Rohrbeck, Wawrczeck und Fröhlich wurden dieses Mal hörbar „härter“ drangenommen - was mich nicht wundert, handelt es sich doch um eine für Skriptautor Minninger besonders wichtige Episode.
Auch atmosphärisch setzt man hier und da wieder Akzente, die man in nicht wenigen der letzen Folgen ziemlich vermisst hat. Man driftet nicht ab. Die Musikuntermalung besteht aus ein paar bekannten, aber vor allem neuen Stücken. Irgendwie schade, dass man in diesem Punkt nicht versucht hat, an die Vorgänger mit Franklin zu erinnern.
Die ersten paar Minuten übrigens sollte man mit einem gehörigen Portion Sinn für Humor angehen. Ich jedenfalls hatte nach ein paar Minuten schon geglaubt, dass das die komplette Spielzeit über so geht. Ich weiß nicht, ob mir das dann zugesagt hätte.
Aber eigentlich weiß ich insgesamt noch immer nicht, was ich von der Folge halten soll, denn wie gesagt ist sie einfach schwer zu bewerten, es ist eine Licht-und-Schatten-Episode. An die Vorgänger mit Franklin ist man für mich nicht herangekommen, dafür fehlte einfach der letzte „Flash“. Da hätte eine Ausdehnung auf 2 CDs vielleicht tatsächlich Abhilfe schaffen können. Die Beziehung zwischen Bob und Dr. Franklin ist einfach viel zu komplex, als dass man sie hier ausreichend behandeln hätte können.
Sonstiges: Clarissa Franklin spricht von „vor einigen Jahren, als Bob zu mir in die Praxis kam.“ Wieder dieses Alterungsproblem, klar, das bleibt nicht aus bei zurückkehrenden Charakteren, aber hier wurde das sehr ungeschickt angesprochen. TKKG dürfen ja leider auch nach 200 Fällen nicht in Klasse 10 aufsteigen und dass die Fünf Freunde zwischen den „besonders harten Schuljahren“ schon 120 Mal Ferien hatten, ist ebenso wenig glaubwürdig. Bei den drei ??? werden solche Grundsätze wie Ferien oder Schulklasse nicht mit eingebunden, hier hat man damit teilweise gebrochen, das hätte nicht sein müssen.
Die Titelmelodie ist wieder einmal nicht zu Ende gespielt worden. Die Folge hat doch sowieso knapp Überlänge - warum also?
Fazit: Zwietracht zwischen Detektiven, ein sehr denkwürdiger Fall, bei dem die Meinungen weit auseinandergehen werden, nicht so stark wie Folge 76 und 99, aber keineswegs schlecht und besser unterhaltend als Folge 187. Deshalb: 4 Sterne.
Vorschau: Von Minninger verschoben, um seine eigene Folge vorziehen zu können, geht es nun mit Folge 189 beim „unsichtbaren Passagier“ auf eine Zugfahrt, die erst lustig ist und dann - was das Buch betrifft - immer mehr unnötige Längen und Szenen aufweist, von denen hoffentlich möglichst viele gestrichen werden. Mehr als 50-60 Minuten Laufzeit würden mehr schaden als nützen. Hoffen wir das Beste.
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28.07.2017 01:45
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Basti
Administrator
   
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Also ich fand die Folge gar nicht schlecht.
Ich war erst von der sehr langen Spielzeit etwas abgeschreckt. Habe lieber kompaktere Folgen, aber wie Mangobanane schon schrieb, wird es nicht langweilig, man kann gut folgen.
Den Fall ansich finde ich sehr interessant, vor allem die Auflösung.
Im Grund hätte es ja keinen Fall gegeben, wenn Tante Mathilda nicht die Sendung gucken würde und Bob nicht auf Mrs. Franklin aufmerksam geworden wäre.
Ist nicht so dieses klassische "Jungs, ich habe einen Fall für euch" oder "Hey, ich hab das was gesehen, das müsst ihr euch mal ansehen".
Für eine Toppunktzahl reicht es aber dennoch nicht, dazu fehlen mir irgendwie so Szenen, die ich sehr genial finde... keine Ahnung.
Vielleicht wird es nach nochmaligem Hören eine 8. mal sehen.
Aber in jedem Fall besser als die letzten beiden Folgen!
| Zitat von Mangobanane: | | Dass es hier schnell sehr persönlich wird, ist einerseits erfreulich. Private Angelegenheiten finden in Drei ???-Folgen viel zu selten Platz. Und dennoch wirkt das gerade deshalb deplatziert. Es passt beispielsweise besser zu den drei !!!, wo private Hintergrundgeschichten ein wesentlicher Bestandteil der Serie sind. |
Finde ich persönlich gar nicht mal so schlimm, wenn man auch bei den drei Fragezeichen ab und zu mal ihre privaten Angelegenheiten hört. 
Ist ja auch mal was anderes.
| Zitat von Mangobanane: | | Die ersten paar Minuten übrigens sollte man mit einem gehörigen Portion Sinn für Humor angehen. Ich jedenfalls hatte nach ein paar Minuten schon geglaubt, dass das die komplette Spielzeit über so geht. Ich weiß nicht, ob mir das dann zugesagt hätte. |
Was genau meinst du jetzt damit, dass das die komplette Spielzeit so geht?
| Zitat von Mangobanane: | | Die Titelmelodie ist wieder einmal nicht zu Ende gespielt worden. Die Folge hat doch sowieso knapp Überlänge - warum also? |
Ich frag mich auch immer, warum sie mal zu Ende gespielt und und mal nicht...
Weiß da jemand einen Grund?
| Zitat von Mangobanane: | | Fazit: Zwietracht zwischen Detektiven, ein sehr denkwürdiger Fall, bei dem die Meinungen weit auseinandergehen werden, nicht so stark wie Folge 76 und 99, aber keineswegs schlecht und besser unterhaltend als Folge 187. Deshalb: 4 Sterne. |
Und trotzdem nur 4 Punkte?
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28.07.2017 23:36
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FamSchroeter99
Gesperrter User
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Also ich habe es mir letzte Nacht angehört, als Gute-Nacht-Geschichte.
Ich muss sagen, es war echt schön wieder Clarissa Franklin zu hören. Schön war es auch dass Clarissa Franklin wieder auf freiem Fuß ist nach der Folge "Rufmord".
Bloß finde ich die Geschichte mit der Vorhersagerei etwas komisch. Da hat mir Clarissa Franklin als Psychologe schon besser gefallen.
Etwas komisch fand ich auch das Ende: Kommt extra Inspektor Cotta um jemanden zu verhaften und zum Schluß hat Cotta dann doch nichts zu verhaften und geht einfach so wieder ohne irgendwas gemacht zu haben. Das hätte man echt besser lösen können. In dem man Cotta hätte Clarissa Franklin und Laura Stryker mitnehmen können. Dann hätte man auch ein richtigen Schluss gehabt.
Dann fand ich auch etwas komisch, dass sich Bob und Clarissa Franklin so trennen ganz zum Schluss des Hörspiels, das finde ich gibt ein etwas komischen Beigeschmack, meiner Meinung nach. Man fragt sich, jeden Falls frage ich mich: "Was passiert jetzt mit Bob und Clarissa Franklin? Bleiben diese noch in Kontakt oder wie geht es jetzt mit diesen weiter?"
Ich denke, da wäre durchaus Potenzial für ein viertes Clarissa Franklin-Hörspiel, aber wie "Mangobanane" schon schrieb: "Wann sollte das denn sein?"
Ich meine unter 200 wird dieses auf keinen Fall passieren, wenn dann nachdem 200. Hörspiel oder sie kommt in dem Jubiläumsband 200 nochmals drinnen vor, aber wenn dann auch nur am Rande, als richtiges Hörspiel wie bereits geschrieben erst nach dem 200. Hörspiel.
Also kommen wir mal zum Fazit.
Fazit:
Es ist schön wieder Clarissa Franklin zu hören, aber es kommt nicht ganz an die Vorgänger heran, erst recht nicht an "Stimmen aus dem Nichts" oder "Rufmord".
Ich vergebe dem Hörspiel eine 4 von 5 Sternen, weil Clarissa Franklin endlich wieder zu hören ist und es auch eine schöne Psycho-Geschichte ist, die aber leider nicht an die Vorgänger anknüpfen kann.
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29.07.2017 11:04
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Wernerbros
Papa vom Urmel
  
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So, also ich hatte mir die CD die Tage im Media Markt geholt und konnte sie gestern Abend hören.
Wie schon geschrieben, gab es sehr viel Licht und Schatten und die Handlung empfand ich, wie Mew schon geschrieben hat, als etwas "konfus". (nach links, dann nach rechts)
Grundsätzlich ist es immer cool, wenn man Bezug zu älteren Folgen nimmt, wie hier in diesem Fall tauchen sogar 2 alte "Bösewichte" auf, die gemeinsame Sache machen.
Aber wie schon geschrieben, wurde hier viel Potential verschenkt.
Der Plan ist ja, einen Keil zwischen die drei Dektektive zu treiben und Bob etwas anzuhängen.
Aber das ganze wird nicht strikt durchgezogen, es wird nur "versucht" in Ansätzen.
Das ganze ist quasi komplett für den A*** weil die präparierten Beweise im Keim ersticken und Inspector Cotta einfach nur denkt, auf nem Kindergeburtstag zu sein.
Die Drei ??? regeln esmit Miss Franklin und deren Komplizin dann quasi unter sich in einem Plausch.
Das fand ich ziemlich unwürdig für so einen starken Beginn.
Der zweite Bösewicht, die Protagonistin aus Insektenstachel hat mir grundsätzlich auch gefallen, aber trotzdem wirkt das Duo Stryker/Franklin ziemlich zusammengewürfelt und unpassend im Zusammenspiel.
Es wäre toll gewesen, wenn man das Kennenlernen und Pläne schmieden der beiden irgendwie mit rein genommen hätte.
Und auch der Titel der Folge ist ziemlich irreführend, da es ja nur am Rand um die Fernsehshow geht, in der das Thema Jenseits vorkommt.
Natürlich ist die Folge nicht schlecht, es gibt auch viel tolles, gerade den Anfang empfand ich als sehr atmosphärisch und es knistert einfach, wenn Bob auf Miss Franklin trifft.
Judy Winter klingt natürlich ein wenig älter aber ich höre der Stimme einfach nur unglaublich gerne zu. (Kann hierzu auch Gruselkabinett 104 empfehlen, da hat sie eine Riesenrolle 
)
Dei Folge geht mit 80 Minuten recht lange, aber ich empfand sie aber auch keine Sekunde langweilig.
Ich vergebe eine 2-
Eigentlich gefällt sie mir schon besser als Rufmord, aber an Stimmen aus dem Nichts kommt sie klar nicht ran.
__________________ "Wenn die AFD die Antwort ist, wie dumm ist dann die Frage?"
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03.08.2017 12:57
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Serienfan
Baron
  
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So, da habe ich nun auch Folge 3 mit Clarissa Franklin gehört. Eine tolle Figur! Laura Stryker kommt zwar nicht an sie heran, aber es war cool, dass auch sie dabei war und das nachdem ich gerade erst die Folge Insektenstachel mit ihr gehört habe. Wobei die Stimme doch sehr arg an "Two and a half men" erinnert. Ein sehr schöner Wiedereinstieg für mich, nachdem ich nun eine längere TKKG-Phase hatte. Hatte auf einmal Lust, mal wieder was von den 3 Jungs hier zu hören und habe da echt die stärkeren Folgen erwischt. 
Irgendwie ist es ja unheimlich, mit welchen Psychospielchen Clarissa arbeitet und welche Wirkung sie auch nach all der Zeit noch auf Bob hat. Deswegen fand ich das Ende auch nicht ganz so schön, wo sie dann mit dieser Ödipussi-Sache kam. Das hat die ganze psychologische Beziehung zwischen ihr und Bob im Nachhinein etwas kaputt gemacht. Aber ansonsten eine echt starke Folge. Ich fand die erste Hälfte auch besser, muss ich sagen. Klasse, wie Tante Mathilda die Karma-Hour schaut. 
Und wie Bob dann natürlich wieder direkt hinfährt. Und dann die Sache mit dem Schuss … Das war schon gut. Wäre das Ende noch etwas besser geraten, hätte ich 9 Punkte gegeben.
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04.03.2019 21:42
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04.03.2019 21:43
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Mikosch373
dey/denen
   
Dabei seit: 26.07.2013
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Die drei Fragezeichen - Signale aus dem Jenseits (188)
Der Titel ist sehr ansprechend und der Klappentext macht mir Lust auf die Folge, was mir aber am besten gefällt, ist das Cover. Das Motiv ist toll gewählt, die Elemente sind schön gezeichnet und die Farben erzeugen eine schön mysteriöse Atmosphäre. Wunderbar!
Der Anfang gefällt mir nicht. Die Idee, dass Bob bei einem Streit zwischen Titus und Mathilda schlichtet und dadurch ein neuer Fall für die drei Detektive entsteht, mag ich, aber Mathilda als überzeugte Anhängerin eines Mediums passt für mich absolut nicht. Hat sie nicht vor einigen Folgen selbst das Medium gespielt? Das hätte sie doch nicht getan, wenn sie an sowas glauben würde!
Als Astrala zu hören ist, ist natürlich klar, wer dahinter steckt und dass es sich nur um Betrug handeln kann. Aber es ist noch nicht klar, wie sich die Geschichte um (Achtung, Spoiler!) Clarissa Franklin entwickeln wird. Aber das ist bei den Franklin-Fällen fast Voraussetzung.
Warum Clarissa Franklin nach dem Schuss auf sie lügt, ist schon mysteriös, aber mit der Erfahrung, die man als Hörende mit ihr hat, hat man natürlich auch gleich einige Erklärungen im Kopf. Als Franklin die drei Detektive dann aber engagiert, wird es richtig interessant.
Peters Bedenken gegenüber Franklin und dem neuen Fall sind absolut berechtigt, und ich kann nicht ganz verstehen, dass Justus und Bob sie einfach so im Keim ersticken. Sie in die Zentrale zu lassen, fand ich schon mehr als fragwürdig.
Als auch noch Laura Stryker auftaucht und nach einem Streit mit Clarissa beleidigt abzieht, steigt die Spannung. Gleich zwei alte Bekannte, die die drei Detektive mal überführt haben? Das kann wohl kein Zufall sein.
Bobs Ausraster überrascht mich nicht so sehr. Nachdem ich alle vorangegangenen Folgen gehört habe, weiß ich schließlich, dass er ab und zu einfach austickt. Aber die Jungs versöhnen sich ja am nächsten Morgen wieder.
Was Franklin und Laura abziehen, ist schon ein starkes Stück. Die Grundidee gefällt mir auch, aber irgendwie wirkt die Geschichte auf mich unausgearbeitet und die einzelnen Elemente nicht in sich harmonisch. Da hätte man wesentlich mehr rausholen können.
Insgesamt keine schlechte aber auch keine herausragende Folge. Unterhaltsam und spannend ist sie, aber die Elemente wirken ein bisschen zu zusammengewürfelt und die Auflösung ist auch kein Knaller. Für mich eindeutig die bisher schwächste Franklin-Folge.
Fazit: 6 von 10 Punkten
__________________ Ich möchte bitte in Zukunft mit den Pronomen dey/denen angesprochen werden:
Beispielsätze:
Dey hat das Telefon abgehoben.
Ist das deren Hund?
Ich bin denen erst kürzlich begegnet.
Ich verstehe dey so gut.
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02.02.2023 13:30
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HerrSchmeichler
Oberhexe
   
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Für mich die schwächste der Franklin-Folgen. Was schade ist, denn ich mag die Figur, Judy Winter ist wie immer großartig und man hätte aus der Idee durchaus was machen können.
Achtung, Spoiler!
Denn mir gefällt der Anfang noch ganz gut: Die Esoterik-Sendung im Fernsehen, ein Medium, dass unerklärlicherweise Details aus dem Leben der Anrufer weiß, Bobs Alleingang mit der Pizza und das Gespräch mit Clarissa im Auto. Dann ein Schuss - und da fängt es an, seltsam zu werden.
Warum lädt Justus Clarissa in ihre Zentrale ein? Warum wird die Gefahr, die von dem mysteriösen Täter, der es auf Clarissa abgesehen hat, nicht besser aufgebaut? Warum muss Miss Stryker aus "Insektenstachel" in dieser Folge auch noch wieder auftauchen, wo man mit Clarissa Franklin doch schon eine denkwürdige frühere Antagonistin dabei hat? Ich habe nichts gegen die Figur an sich (Ich mag die Sprecherin auch sehr), aber sie wirkt hier irgendwie deplatziert.
Auch der Plan von Miss Franklin mag nicht so recht zu ihren bisherigen, recht ausgetüftelten Plänen passen. Irgendwie ist das, was hier passiert, etwas unter ihrem üblichen Niveau. Gerade die zweite Hälfte des Hörspiels wirkt zudem unnötig kompliziert und aufgebauscht (Drogen in Bobs Käfer) und diese ganze Pizza-Geschichte ("Ich habe sie aufgegessen!") wirkt unfreiwillig komisch und absurd.
| Zitat von Klara_Fall: |
Was mir - oder habe ich da nen Denkfehler? - noch unklar ist:
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Stimmt, das ist ein Logikfehler oder ein bewusst gewählter Zufall, damit die Folge überhaupt funktioniert.
Die erste Hälfte ist noch ganz gut, die zweite nicht mehr so. Am meisten leidet die Folge daran, dass die Erwartungen bei einer Clarissa Franklin Folge einfach höher liegen, zumindest bei mir.
5 von 10 Punkten
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22.01.2026 10:20
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22.01.2026 10:21
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