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121 - Stürmische Weihnachten
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Hab ich mir das eingebildet oder lebt der Mühlenhofbauer inzwischen alleine?
Dazu stelle ich mir die Frage, was mit Bibis Eltern ist...
Zuerst bekommt man ja wieder das Gefühl, Holger wird nur erwähnt aber wird eh nicht auftauchen xD
Ansich gefällt mir die Folge sehr gut (:!
Schöne Weihnachtsstimmung...
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14.11.2025 17:07
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14.11.2025 19:07
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Mikosch373
dey/denen
   
Dabei seit: 26.07.2013
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1. Experte: Wendy
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Achtung, Spoiler!
Bibi & Tina - Stürmische Weihnachten (121)
Der Titel klingt toll, weil Weihnachten und ein Unwetter beides Garanten für eine tolle Atmosphäre sind. Der Klappentext erinnert jedoch sehr an „Verloren im Schnee“, nur dass hier Weihnachten und nicht kurz nach Weihnachten ist. Ich hoffe, die Folge hebt sich deutlich davon ab. Eine Kopie fände ich schade, zumal sie ihr ohne Mikosch sowieso nicht das Wasser reichen könnte. Das Cover ist grundsätzlich schön: weihnachtlich und gemütlich. Nur leider ist von einem Sturm weit und breit nichts zu sehen.
Die erste Szene mutet erstmal seltsam an, weil Tina mit Alex und Falko auf Bibis Zug wartet. Aber das wird dann erklärt, indem Falko selbst diesen Zug nimmt. Die Frage nach Holger wirkt ein bisschen random und man merkt Susanna Bonaséwicz auch sehr an, dass sie sich abmüht, während sie sich mit Falko unterhält. Dass aufs Ski-Jöring zurückgegriffen wird, finde ich super, aber ne Erwähnung von Mikosch hätte schon drin sein müssen. Auch bei der Ungarn-Sache übrigens.
Dass Bibi fragt, ob den Pferden im Stall nicht kalt ist, ist leider total bescheuert. Wie oft war sie jetzt im Winter bei Tina auf dem Martinshof? Das Gespräch von Falko und Dagobert im Zug ist sehr lang gestreckt, das hätte man kürzen können. Dass Ottokar von Falkenstein mal wieder Erwähnung findet, gefällt mir allerdings - auch wenn naheliegt, dass es zum tausendsten Mal auf einen Scherz von ihm hinausläuft. Der Mühlenhofbauer klingt viel zu nett, das hat nichts mehr mit dem alten Charakter zu tun.
Dass er plötzlich allein lebt, ist auch wieder ein Kontinuitätsfehler, der nicht hätte sein müssen. Dafür wird der Einsiedlerhof ganz nett beschrieben. Auch die Probleme mit Heizung und Brennholz kommen gut rüber, da fühle ich doch direkt mal mit. Warum Alex plötzlich so dumm ist, dass er zweimal von Tina ermahnt werden muss, erschließt sich mir nicht. Die Szene hätte auch ganz ohne diese blöde Out-of-Character-Darstellung funktioniert. Dass Bibi und Tina Frau Martin nochmal ALLES erzählen müssen, ist auch unnötig.
Dass Dittrich das Sturmtief nach sich selbst benannt hat, ist irgendwie ironisch. Dass im Schloss Strom und damit auch die Heizung ausfallen und Alex sich den Arsch abfriert, gefällt mir eigentlich ganz gut, aber das Telefongespräch mit Falko beweist, wie sehr sich auch Falkos Charakter verändert hat. Vom gebildeten Aristokraten zum Comic Relief. Dass Frau Martin sofort begeistert ist, auf dem Schloss zu feiern, verstehe ich nicht so recht. Immerhin muss sie die Tiere versorgen und es könnte ja noch ein Sturm kommen.
„Jetzt kratzt er sich am Kopf“ ist auch eine total unpassende Formulierung für den Erzähler. Dass er entgegen Falkos Wunsch alle Nachbar*innen einlädt, erinnert mich irgendwie zu sehr an „Allein im Schloss“. Dass Holger versuchen will, Weihnachten mit seiner Familie zu feiern, finde ich jetzt auch nicht „typisch Holger“. Das würde doch jeder in so einer Situation machen. Hab ich was nicht verstanden oder fahren Bibi, Tina und Frau Martin zweimal zum Mühlenhofbauern? Jedenfalls begrüßen sie ihn zweimal…
Dass Falko mit dem Auto zum Schloss fahren will, ist schon verantwortungslos. Aber die Rettung durch Förster Buchfink mag ich ganz gerne. Allerdings hätte ich lieber gehabt, dass Robert beim Förster im Auto sitzt, als dass er Holger aufgegabelt hat. Das Wiehern von Sabrina und Amadeus klingt plötzlich auch seltsam schrill, was ist da denn passiert? Dass Falko vor allen Gästen Alex anmacht, passt auch gar nicht zum so wohlerzogenen Grafen. Und der Umschwung wirkt auch unglaubwürdig.
Insgesamt leider keine gute Folge. Richtig besinnlich wird es nicht, die Folge fühlt sich zwar nach Winter an - aber nicht nach Weihnachten. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass man hier zwei unglaubliche Folgen - „Verloren im Schnee“ und „Allein im Schloss“ - als Inspiration genommen und ein bisschen umgeschrieben hat, daraus aber leider nichts Gutes entstanden ist. Wenn man keine Ideen mehr hat, sollte man das Heft vielleicht an jemanden abgeben, der frischen Wind reinbringt.
Fazit: 2 von 10 Punkten
__________________ Ich möchte bitte in Zukunft mit den Pronomen dey/denen angesprochen werden:
Beispielsätze:
Dey hat das Telefon abgehoben.
Ist das deren Hund?
Ich bin denen erst kürzlich begegnet.
Ich verstehe dey so gut.
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16.11.2025 17:34
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Mangobanane
Juniordetektiv
   
Dabei seit: 15.02.2017
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1. Experte: Die drei ???
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Tja, was soll ich sagen... Enttäuschend. Haslehner hätte vermutlich weit mehr aus der Idee gemacht. Markus Dittrich bleibt dem Schema F seiner letzten Folgen treu und traut sich so gar nicht mehr aus seiner Komfortzone.
Anfangs dachte ich noch, das könnte gut was werden, habe auch großzügig über den Kontinuitätsfehler mit der Frau des Mühlenhofbauern hinweggesehen. Gerade den Besuch bei Trine fand ich sehr schön heimelig. Danach flacht es aber mehr und mehr ab, weil die Geschichte einfach nicht in Gang kommt und nie spannend oder unterhaltsam wird. Im Gegenteil, viele Dialoge werden unnötig ausgewalzt, es gibt immer wieder unnatürliche Randbemerkungen wie Bibis Unwissenheit zur Stalltemperatur oder die Umweltverträglichkeit von Lametta (bloß nicht angreifbar machen!). Es wird doppelt und dreifach erzählt, dass Trines Heizung kaputt ist (warum müssen wir dabei sein, wenn B&T Susanne den kompletten vorherigen Dialog nacherzählen?) und das größte Dilemma ist, ob Alex die Nachbarn zu Weihnachten einladen darf oder nicht - ernsthaft? Da wird so ein Gewese drum gemacht, was für ein Schmarrn. Als wenn der Graf alle rausschmeißen würde. Natürlich haben Bibi, Tina und Alex dann voll das schlechte Gewissen... ist klar. Und Susanne hat mal eben für die halbe Nachbarschaft gekocht? Ganz kurios auch die Szene, als Tina das Radio für Weihnachtsmusik einschaltet und als die Musik dann kommt, schaltet sie sofort wieder ab.
Die Figuren klingen reihenweise unnatürlich. Der Mühlenhofbauer ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Alibimäßig steht immer noch im Skript, dass er ein bisschen mürrisch ist, merken tut man davon nichts mehr. Dagobert ging mir erstmals so richtig hart auf den Keks mit seinem Gelaber, Helmut Gauß war wohl extrem schlecht drauf. Holger wirkte auch total seltsam. Bei Bibi und Tina hab ich mich ja schon ein Stück weit daran gewöhnt, dass sie eben nicht mehr die Leistung von vor 20 Jahren abrufen können.
Richtig peinlich ist der Schnittfehler, der bei einer Qualitätskontrolle auffallen MUSS! Warum zur Hölle begrüßen die Martins den Mühlenhofbauern zwei Mal? Wie kann das niemandem auffallen?
Das größte Manko ist für mich aber wirklich der extrem weichgespülte Handlungsverlauf. Die Folge heißt "Stürmische Weihnachten" und der Sturm wird vom Erzähler in zwei Sätzen zusammengefasst. Äh, geht's noch? Was soll das? Jedes aufkommende Problemchen in der Handlung wird innerhalb von zwei Minuten wieder zu den Akten gelegt, Spannung kommt nie auf. Egal, ob Tina mal kurz den Weg nicht mehr weiß oder der Graf feststeckt, sofort wird eine Lösung präsentiert und alles läuft wunderbar glatt. Das ist ganz toll, nur leider sehr, sehr langweilig. Selbst die Bescherung wird dann nicht mehr erzählt, sondern im Bonushörspiel nacherzählt und Tina sagt "Alexander"?! Die Dialogführung hat da eher BFF-Talk-Qualität, total gestelzt und unnatürlich.
Die Folge bietet einfach so gut wie nichts. Und hier kann man Dittrich wirklich nicht mehr in Schutz nehmen. Dass bei Plots wie Fohlenfreundschaft, Hundewelpen oder Findelpferd kein Banger rauskommt, ist kein allzu großes Wunder. Dass dieser Plot hier, bei dessen Zutaten sich eine Geschichte eigentlich von ganz alleine schreibt, auch so lahm und voller Pseudo-Probleme umgesetzt wird, das kann man nicht mehr entschuldigen. Dann bitte einfach gehen und jemanden ranlassen, der noch Elan und Kreativität übrig hat.
Ja, es sind viele Charaktere dabei und es werden einige weitere immerhin erwähnt. Hier und da gibt es auch ein bisschen Weihnachts-Atmo, aber insgesamt merkt man Dittrichs Handschrift extrem, der wirklich schon lange nur noch schreibt, weils halt Kohle bringt. Kaum zu glauben, dass "Abschied von Amadeus" und "Verloren im Schnee" auch von ihm stammen.
Mehr als drei Punkte sind es wirklich nicht. Und da habe ich schon großzügig den Weihnachtsbonus mit einbezogen. Dittrich, go home, you've failed!
3/10
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17.11.2025 13:28
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17.11.2025 13:48
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GenerationMartinshof
Stallmädchen
  
Dabei seit: 28.03.2020
Beiträge: 5.510
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Herkunft: Aachen
1. Experte: Bibi & Tina
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Ich habe die Folge jetzt zweimal gehört und finde sie gar nicht so schlecht. Ehrlich gesagt habe ich ihr auch erst 8 Punkte gegeben. Aber hier fanden sie ja alle so furchtbar, dass ich sie nochmal gehört habe und naja okay, man kann noch einen Punkt dafür abziehen, dass der Sturm quasi keine Rolle spielt. Ja, die Folgen sind das Thema der Folge, aber ein bisschen Sturm hätte das Ganze natürlich noch atmosphärischer gemacht.
Aber sonst finde ich die Folge stimmungsmäßig ganz gut gelungen. Weihnachten auf dem Schloss im großen Kreis - klar, gerne! Viele Figuren kommen vor und viel Winter. Naja und irgendwie auch ziemlich viele Weihnachtsbäume - dass die Leute die alle mit aufs Schloss nehmen, ist natürlich irgendwie Quark.
Besonders gefällt mir tatsächlich die erste Hälfte des Hörspiels. Die Szene am Bahnhof, der Besuch bei der alten Trine... Viele Momente mag ich.
Mein größter Kritikpunkt ist wohl der Mühlenhofbauer. Er ist Mühlenhofbauer plötzlich allein? Ja, man hat es schon lange gemerkt, dass Maria wohl keine Rolle mehr spielt, aber dass es so direkt erwähnt wird ohne Ohren Verbleib zu klären, ist schon krass. Auch mag ich seine neue Stimme leider nicht, es passt einfach nicht.
Insgesamt ist es eher winterlich als weihnachtlich, aber mir gefällt es trotzdem. Das Minihörspiel fand ich auch gut, immerhin kommen hier noch die Geschenke ins Spiel. Insgesamt gebe ich jetzt mal 7 Punkte.
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24.11.2025 22:14
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Rückkehrer
Grauer Töröö

Dabei seit: 10.04.2025
Beiträge: 65
Spiel-Beiträge: 0
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Ich bin zwar kein großer B&T-Fan, habe mir die Folger aber jetzt nun auch angehört, ganz einfach weil gerade nichts anderes Weihnachtliches da war.
Ich schliesse mich aber dem Grundkonsens hier an- keine schlechte Folge im Sinne, dass sie einen verärgert, aber es ist halt wirklich komplett Schema F. Weder als Geschichte originell, noch tatsächlich besonders gut geschrieben- es ist halt so eine banale "Und dann.."-Story, bei der man die typischen Weihnachtsverrichtungen einfach zu einer Geschichte ohne jeden Höhepunkt zusammengestrickt hat.
Die Originalfolge Das Weihnachtsfest zündet immer noch, obwohl sie mittlerweile 30 Jahre auf dem Buckel hat- aber da hatten halt auch alle Bock auf die Sache. Die Autoren, die Sprecher und vor allem die Geräuschemacher.
Richtig ärgerlich fand ich aber dass, wie bereits angesprochen, vom titelgebenden Sturm überhaupt nichts zu spüren ist- kein Windheulen, kein Eisklirren, schlichtweg gar nichts. Und trotzdem sollen wir glauben, dass hier tatsächlich eine potentiell gefährliche Verirr-Situation entsteht (die aber schon aufgelöst ist, bevor man als Hörer den letzten Satz überhaupt verarbeitet hat). Auch glaubwürdige Winteratmosphäre kommt nirgends rüber, wird tatsächlich nicht einmal versucht- der Erzähler erwähnt hin und wieder mal die Landschaft, aber es gibt kein Schneeknirschen, kein Vogelkrächzen, kein Kaminknistern- man hört einfach einem sterilen Dialog im luftleeren Raum zu.
Und da bin ich dann auch bei meinem zweiten Kritikpunkt- ich habe Susanna B. wirklich lange in Schutz genommen, aber in dieser Folge ist sie mir doch empfindlich auf den Zeiger gegangen. Bibi hat kein differenziertes emotionales Repertoire mehr, und damit auch keine normale Sprechmelodie - alles, vom Frühjahrsputz bis zum Einkaufswagenschieben ist für sie immer potentiell aufregend, toll, spannend, rührend, lustig, und so hat ihre Stimme auch immer eine (aufgesetzt) emotionale Färbung, auch wenn gar nichts passiert. Ich fand das beim Zuhören zunehmend anstrengend und es zeigt auch, dass die Figuren wirklich mittlerweile nur noch Stimmen sind.
3/10 - konnte man mal hören, aber wirklich leider nirgendwo wirklich zufriedenstellend. Und dass der Erzähler an einer Stelle anmerkt "Also wenn es nicht so spannend wäre, könnte man direkt schmunzeln", ist tatsächlich kaum mehr ein schlechter Witz
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09.12.2025 01:25
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09.12.2025 14:33
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HerrKlappermann
Klein Töröö
Dabei seit: 01.02.2024
Beiträge: 48
Spiel-Beiträge: 0
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| Zitat von Rückkehrer: | Ich bin zwar kein großer B&T-Fan, habe mir die Folger aber jetzt nun auch angehört, ganz einfach weil gerade nichts anderes Weihnachtliches da war.
Ich schliesse mich aber dem Grundkonsens hier an- keine schlechte Folge im Sinne, dass sie einen verärgert, aber es ist halt wirklich komplett Schema F. Weder als Geschichte originell, noch tatsächlich besonders gut geschrieben- es ist halt so ein banales "Und dann.."-Geschichtchen, bei dem man die typischen Weihnachtsverrichtungen einfach zu einer Geschichte ohne jeden Höhepunkt zusammengestrickt hat.
Die Originalfolge Das Weihnachtsfest zündet immer noch, obwohl sie mittlerweile 30 Jahre auf dem Buckel hat- aber da hatten die Leute halt auch alle Bock auf die Sache.
Richtig ärgerlich fand ich aber dass, wie bereits angesprochen, vom titelgebenden Sturm überhaupt nichts zu spüren ist- kein Windheulen, kein Eisklirren, schlichtweg gar nichts. Und trotzdem sollen wir glauben, dass hier tatsächlich eine potentiell gefährliche Verirr-Situation entsteht. Auch glaubwürdige Winteratmosphäre kommt nicht rüber- der Erzähler erwähnt hin und wieder mal die Landschaft, aber kein Schneeknirschen, kein Vogelkrächzen, kein Kaminknistern- man hört einfach einem sterilen Dialog zu.
Und da bin ich dann auch bei meinem zweiten Kritikpunkt- ich habe Susanna B. wirklich lange in Schutz genommen, aber in dieser Folge ist sie mir doch empfindlich auf den Zeiger gegangen. Bibi hat keine normale Sprechmelodie und keine differenzierten Stimmungen mehr - alles ist immer potentiell aufregend, toll, spannend, rührend, lustig, und so hat die Stimme auch immer eine emotional-verkiekste Schlagseite, auch wenn gar nichts passiert. Ich fand das beim Zuhören anstrengend und zeigt auch, dass die Figuren wirklich mittlerweile nur noch Stimmen sind.
3/10 - konnte man mal hören, aber wirklich leider nirgendwo wirklich zufriedenstellend. Und dass der Erzähler an einer Stelle anmerkt "Also wenn es nicht so spannend wäre, könnte man direkt schmunzeln", ist tatsächlich kaum mehr ein schlechter Witz |
Zu 100% d'accord!
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09.12.2025 11:15
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somi
Klein Töröö
Dabei seit: 18.10.2021
Beiträge: 31
Spiel-Beiträge: 0
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Hallo,
Eigentlich bin ich hier nur stille Mitleserin. Jedes Mal bin ich fasziniert von eurem Hintergrundwissen über die Sprecher und Autoren und davon, wie kritisch ihr mit diesen ins Gericht geht. Doch bei dieser Folge ist euch etwas entgangen.
Vielleicht ist es aber auch Zufall, dass diese Folge (und die Stromausfall-Folge von Elea) ausgerechnet in diesem Winter veröffentlicht werden. Denn am ersten Adventswochenende vor 20 Jahren war das große Schnee-Chaos im Münsterland. Auf Grund des starken Schneefalls mit sehr nassem, schweren Schnee waren Strommasten umgeknickt und Leitungen gerissen. Wir waren tagelang ohne Strom. Jedoch hieß das Tiefdruckgebiet damals Torsten (und nicht Markus).
Ja, es war kalt und dunkel in den Wohnungen. Haushalte mit Gasherd und Kamin luden ihre Nachbarn und freunde ein - es gab aber auch Leute, die warmes Wasser verkauften!
Not macht erfinderisch: wenn man die Platte von einem Raclette-gerät entfernt, einen Topf draufstellt und Teelichte darunter, kann man Wasser erhitzen oder Kakao kochen. Dauert allerdings seine Zeit.
So, genug in Erinnerungen geschwelgt. Von dem beklemmenden Gefühl, was uns beizeiten überfiel, weil wir nicht wussten, wann der Strom zurück kommt, war im Hörspiel gar nichts zu spüren. Eigentlich kommen beim Hören gar keine Emotionen hoch. Kälte, Dunkelheit, Stille, Einsamkeit, Not, werden zwar irgendwie erwähnt, aber da sofort die Lösung parat ist, wird nix empfunden.
Auch von Weihnachten ist nichts zu spüren. Man hätte Glöckchen an den Schlitten hexen können, Sternschnuppen/Rentiere/Engel den Weg weisen lassen, Weihnachtsmusik im Radio, ein Weihnachtslied zum Schluss, … Gab es eigentlich eine Bescherung? Ich habe das Hörspiel zwei mal gehört und habs trotzdem schon wieder vergessen.
Schade, man hätte deutlich mehr daraus machen können.
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13.12.2025 14:52
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Rückkehrer
Grauer Töröö

Dabei seit: 10.04.2025
Beiträge: 65
Spiel-Beiträge: 0
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Habe mir die Folge nun tatsächlich ein zweites Mal angehört, da ich den Schnittfehler mit dem Mühlenhofbauer überprüfen wollte, und leider habe ich meiner ursprünglichen Bewertung nichts hinzuzufügen.
Mit gutem Willen gibt es ein paar nette szenische Beschreibungen, wie einen Dorfbahnhof zur Winterzeit, das Dekorieren einer bäuerlichen Wohnstube oder einer verschneiten Landschaft, aber damit hat es sich im Grunde auch schon. Der Rest sind aneinandergeschraubte nicht enden wollende Dialogsequenzen, die einfach nicht zusammenpassen. Weder den Sturm, noch die Besuchsproblematik, noch die ausgefallene Heizung war als Grundkonflikt nachvollziehbar. Und mein neues Highlight der Folge (erst beim zweiten Mal fiel es mir auf) war, als Frau Martin den Kindern Lebkuchen angeboten hat, und schon im nächsten Satz (fast schon drohend) fragte: "Und Bibi, schmeckts?"
In dem Moment hat man vielleicht gerade den ersten Krümel auf der Zunge, aber Bibi war natürlich gleich Feuer und Flamme.
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24.12.2025 01:10
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HildaW
Junghexe
Dabei seit: 04.04.2024
Beiträge: 1.167
Spiel-Beiträge: 27
1. Experte: Hanni und Nanni
2. Experte: TKKG
3. Experte: Bibi Blocksberg
Hörspielserien:
           und 1 weitere.
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Zu Weihnachten schon mal nebenbei gehört, jetzt noch mal in Ruhe. In der Ruhe vor, nach und im Sturm. Schade, dass es so gar nicht stürmisch werden wollte.
Bibi reist jetzt wohl immer mit dem Zug an, fliegen ist völlig vergessen. Und die Eltern Blocksberg offenbar auch. Hätte man da nicht einen Satz drauf verwenden können, warum Bibi nicht mit ihnen Weihnachten feiert?
Bei der Begrüßung klingt Bibi sehr schrill, zum Glück wird das im Laufe der Folge besser.
Das Skijöring aufgegriffen, das ist schön. Und das Gepäck wird kleingehext, auch schön. Wie praktisch, dass Bibi Skistiefel anhat… und Alex ist vernünftig: Nicht um die Wette!
Ankunft auf dem Martinshof, Frau Martin klingt weiterhin ungewohnt und unpassend.
Bibi und Tina machen ihre Lebkuchenpferdetour. Was Bibi vorschlug. Wie gut, dass Frau Martin zufällig so viel gebacken hat, dass es für alle Nachbarn reicht…
Der Mühlenhofbauer. Lebt ganz allein - seine Frau ist wohl ausgezogen, weil der Esel so permanent Krach macht.
Weiter zur alten Trine und ihrer kaputten Heizung. Und nun wird das ganze beim Baumschmücken noch mal nacherzählt. 
Das Lametta ist übrigens die umweltfreundliche Variante! Ein Unwetterwarnung im Radio. „Schließen Sie die Fensterläden!“ Erstmal welche haben.
Schneesturm und Neuschnee in der Nacht. Alle schlummern fest und friedlich. Statt bei der Wetterlage zwischendurch mal nach dem Rechten zu sehen...
Jetzt ist Mittag, der Sturm ist vorbei, Alex friert im Schloss. Dann erfährt man erst, dass der Strom bereits in der Nacht ausfiel und zwar auch auf dem Martinshof. Das wäre doch mal interessant gewesen, wie man in der morgendlichen Dunkelheit die Tiere versorgt bekommen hat. Und bis dahin hat sich offenbar auch niemand bei den Nachbarn erkundigt, ob die auch ohne Strom sind?
Bevor man sich ins Schloss aufmacht, sorgt man für genug Futter. Und Katja wird auf Vorrat gemolken? Und wie macht der Mühlenhofbauer das eigentlich, der hat ja ein paar mehr Kühe und wird die nicht von Hand melken.
Man macht sich mit dem Pferdeschlitten auf den Weg durch die Schneemassen. Und überlässt die Tiere sich selbst, ohne zu wissen, ob man in absehbarer Zeit wieder nach Hause kommt.
Zwei Minuten Spannung, haben wir uns etwa verfahren? Nee, doch nicht.
Der Graf und Dagobert bleiben mit dem Leihwagen im Schnee stecken, aber schon naht Förster Buchfink als Retter, vorher hat er bereits Holger eingesammelt. Alles ist zugeschneit, aber der Schlosshof ist frei, und das, obwohl Alex alleine zu Haus ist. Bzw. war, denn dann rücken die Nachbarn und auch Graf Falko an: „Was soll denn der Esel hier? Wollt ihr ein Krippenspiel aufführen?“ Der beste Satz im ganzen Hörspiel.
Ein bisschen „das war aber leichtsinnig“, aber trotzdem toll, denn jetzt sind alle beisammen. Frohe Weihnachten!
Die Geschichte bietet schon eine gewisse Unterhaltung. Aber sie hat zu viel „was soll das denn“-Momente, um gut zu sein.
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02.02.2026 12:54
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Rückkehrer
Grauer Töröö

Dabei seit: 10.04.2025
Beiträge: 65
Spiel-Beiträge: 0
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| Zitat von HildaW: |
Zwei Minuten Spannung, haben wir uns etwa verfahren? Nee, doch nicht.
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Genau diesen Umstand kann man wirklich gar nicht oft genug betonen, und er ist mittlerweile in jeder zweiten Folge zu finden. Früher gab es ein zentrales Problem für die Protagonisten, das sich im ersten Drittel klarer und klarer zeigte, und danach Stück für Stück gelöst wurde.
Heutzutage plätschern die Geschichten linear dahin, durchsetzt mit kleinen "Pseudoproblemen", die aber nie länger anhalten, als zwei Sätze. Hier tatsächlich: "Mist, wo sind wir?"/"Moment, ich hole kurz den Kompass raus. Oh Mist, er ist eingefroren."/"Oh nein, was machen wir jetzt?"/ "Moment, ich hexe kurz einen neuen. Ene Mene.."
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03.02.2026 12:04
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