Rezension: WAS IST WAS 044 - Energie
Jahr: 2007
Länge: 28:24 Min.
Buch: Matthias Falk
Buchvorlage: Band 003 - Atomenergie
DVD: Folge 033 - Energie
Sprecher:
Erzähler: Crock Krumbiegel
Theo: Jakob Riedl
Tess: Anna Carlsson
Tess singt (gesamt): 0x (31x)
Theo erfindet (gesamt): 2x („Theos windiges Windrad“ - Fahrrad mit Segel, „Wind-Wasser-Sonne-Kraftwerk“ - eine umgebaute Waschmaschine) (41x)
Quentin verwandelt sich (gesamt): 0x (14x)
Reisefolge: Nein, nur Besuch des örtlichen Kraftwerks
Bemerkenswertes (Figuren):
- Der Stromanbieter von TTQ veranschlagt 240 € für einen Monat, was ungefähr das 5- bis 7-fache des 2007 üblichen Verbrauchs eines Zwei-Personen-Haushalts ist (laut ChatGPT)
- Üblicherweise geht einer Abschaltung des Stroms durch den Stromanbieter ein Mahnverfahren voraus und man stellt die Kunden nicht gleich vor vollendete Tatsachen, um dann Tage später eine Erklärung zu schicken. Aber TTQs Stromlieferant scheint ohnehin keine allzu große Kundenbindung zu haben, da der Erklärungsbrief mit „Sehr geehrter Kunde“ beginnt
Bemerkenswertes (Wissen):
- Auch hier leben noch „über 6 Milliarden Menschen“ auf der Erde. Tatsächlich waren die 7 Milliarden 2007 noch nicht geknackt
Bemerkenswertes (Sonstiges):
- Die Buchvorlage erschien zunächst unter dem Titel „Atomenergie“. Dies scheint sich tatsächlich erst in den 2000ern geändert zu haben
Folgenverweise:
keine (Erzähler verweist am Ende auf Die Germanen, Gladiatoren, Wölfe, Bären)
Story:
Theo, Tess und Quentin haben plötzlich keinen Strom mehr in ihrer Wohnung. Während Tess die Schuld dafür bei Theos stromfressenden Erfindungen sieht, versucht Theo, wissenschaftlich an dieses Problem heranzugehen und will ein eigenes, umweltfreundliches Kraftwerk bauen. Ob das gelingt?
Zitat:
Tess: „Wirklich eine super Erfindung. Ist einfach schwupps-di-wupps in die Luft geflogen und hat in unserem Garten ein zehn Meter tiefes Loch hinterlassen. Äh… wolltest du in Wirklichkeit vielleicht nach Öl bohren?“
Eigene Meinung:
Staffelfinale und Ära-Finale. Mit dieser Folge gehen die Post-Classics zu Ende und Matthias Falk nimmt seinen Hut. Ich mochte die Folge immer ganz gerne und habe sie echt lange nicht gehört.
Zunächst wird erklärt, was Energie eigentlich ist - und dass sie schon im Kleinen beginnt. Dann wird gerankt, wer am meisten Energie verbraucht, vom privaten Haushalt bis zum öffentlichen Straßenverkehr. Natürlich geht es auch um Energiequellen wie Kohle, Erdöl, Erdgas, Sonne, Wasserkraft und Wind und wie man sie nutzen kann. Es wird erläutert, wie elektrischer Strom erzeugt wird und sehr anschaulich erklärt man, wie der Strom in die Steckdose kommt. Als Nächstes geht es um die Endlichkeit fossiler Energiequellen und die daraus resultierende Umweltverschmutzung, worauf näher auf erneuerbare Energiequellen eingegangen wird. Abgeschlossen wird mit Tipps, wie man Energie sparen kann.
Eine runde und überwiegend sehr ruhige Sache, dieses Finale. Der Plot ist relativ innovationslos und zudem vorhersehbar, nach „Die Sonne“ spielt sich Falk-untypisch auch diese Folge zu großen Teilen zu Hause ab, das stört aber nicht übermäßig. Die Geschichte ist kurzweilig und nett anzuhören, zudem kommt sie ohne erhobenen Zeigefinger aus. Was ich sehr mag, ist Tess‘ reife Art in dieser Folge, die deutlich weniger dümmlich dargestellt wird und weitaus vernünftiger wirkt als Theo. Humortechnisch kann die Folge dem Vorgänger nicht das Wasser reichen, aber das war auch nicht zu erwarten.
Der Wissenspart lässt im Grunde keine Wünsche offen. Er ist anschaulich gestaltet und geht größtenteils gut damit um, dass es um ein Thema geht, zu dem man eine Bildebene gut gebrauchen könnte. Das Autobahn-Beispiel ist zudem sehr gelungen. Alle wichtigen Fragen werden beantwortet.
Das Cover ist ganz okay, wirkt aber ein bisschen eintönig und leer. An den Anblick von Windrädern hab ich mich hier schon längst gewöhnt

Ein bisschen mehr Annäherung an das Buchcover der 2000er wäre nicht verkehrt gewesen.
Soundtechnisch gibt es keinen Grund zur Klage. Die Folge ist ordentlich vertont, Geräusche und Musik sind passend gesetzt und haben mir wieder einen kleinen Nostalgiekick gegeben (kommt ab jetzt wesentlich seltener vor).
Bewertung (objektiver Versuch):
Dialoge (Story, Humor, Natürlichkeit, Spiel/Interaktion) (4 Punkte): 3,5 Punkte
Wissen (Informationsgehalt, Verständlichkeit, Sprecherleistung, Timing) (4 Punkte): 4 Punkte
Sonstiges (Cover, Musik, Geräusche/Atmosphäre) (2 Punkte): 1,5 Punkte
Gesamt (objektiver Versuch): 9/10 Punkte
Ich gehe ein wenig tiefer. Die Folge ist kein Highlight, aber sie ist wirklich stabil und ein würdiger Abschluss der Falk-Ära. Ich weiß, dass ich seinen Humor vermissen werde, es kann nur bergab gehen. Trotzdem war ich auch in der Kurt Harderer-Zeit noch durchgängig Fan und freue mich auf eine Ära, die ich schon extrem lange nicht mehr gehört habe.
Hier bleibt mir nur zu sagen: Ein riesengroßes Dankeschön für 44 Folgen Jakob Riedl, Anna Carlsson und Crock Krumbiegel aus der Feder von Matthias Falk. Das war meine Kindheit und daran werde ich mich noch lange erinnern.
Schlussendliche Bewertung: 8,5 Punkte