Achtung, Spoiler!
Elea Eluanda - Der Frühlingsball (029)
Der Titel ist richtig toll und auch das Cover gefällt mir wirklich gut. Die blühenden Bäume, die grüne Wiese und dazu Elea, Rosa, Ravi und Oli im Chic Look, das ist einfach schön. Auch wie Rosa Elea umarmt und Ravi und Oli rumblödeln, finde ich toll eingefangen. Zechy sieht auch süß aus mit seiner Sherlock-Holmes-Mütze, ich hoffe nur, dass er jetzt nicht einen auf Florian macht. Allerdings spricht mich der Klappentext nicht so an. Das mit dem Diebstahl passt für mich einfach nicht zu Elea und ich hatte gehofft, dass es mehr um den Ball an sich geht.
Schon am Anfang ist Elea sehr schlecht gelaunt und freut sich nicht auf den Ball, aber es wird nicht so richtig erklärt. Wir erfahren aber, dass es eine Referendarin gibt, was ich interessant finde. Ob sie bleibt? In der Schule reden alle durcheinander und sowohl Tobias Müller, als auch Bianca Krahl überzeugen mich stimmlich gar nicht. Danach geht es wieder nach Hause zum Essen und dann wieder in die Schule – dieser Wechsel ist leider nicht sehr gelungen. Und dann ist auch schon die Ballkasse verschwunden, das kam sehr plötzlich.
Wie Zechy sich „Grandemaestro Schnüffeloni“ nennt, ist aber wirklich verdammt süß. Danach geht es dann wieder zurück ins Altenberger Schlossgymnasium, was soll denn das die ganze Zeit? Wie Elea Bartels ablenkt, ist ganz nett, aber wenn man das mit den nächtlichen Szenen in „Das arambolische Tröstereulenbuch“ vergleicht, kann diese Folge nur verlieren. Als Elea und Ravi dann auf Rosa treffen, die all ihre Ersparnisse genommen und für ein Make-Over benutzt hat, fühlt sich das dann aber an wie in den alten Folgen.
Denn Rosa steht immer noch auf Oli und hat ihn gefragt, ob er mit ihr zum Ball geht. Dass der sie hat abblitzen lassen, überrascht natürlich nicht. Dass Rosa Oli ihre Feile geliehen hat, bringt uns dann auch zu dem Verdacht, der am logischsten scheint. Allerdings finde ich es ein bisschen komisch, wie Elea von Olis Geldsorgen redet. Das hört sich so an, als sei er total verschwenderisch – dabei ist er akut von Armut betroffen, wie wir aus „Durch dick und dünn“ wissen.
Dann überraschen Elea, Ravi und Rosa Oli beim Singen. WTF? Erstens passt das überhaupt nicht zu Olis Figurenzeichnung, zweitens wird es nicht mal richtig ausgespielt und drittens ist es schlecht performt. Ich finde tatsächlich auch, dass Norman Matt die Rolle nicht mehr trifft. Was ich aber wirklich schön finde, ist, dass Oli Rosa gar nicht hat abblitzen lassen, weil er sie nicht will, sondern weil er auf dem Ball nicht mit alten Klamotten auftauchen wollte und Rosa ihn dann für einen Looser gehalten hätte. Ach, Oli.
Ich finde es auch richtig gut, dass Oli sich beschwert, dass seine Freunde ihn verdächtigen, nur weil er arm ist. Man kann von Oli halten, was man will, aber Elea und Ravi betrachten ihn nun mal wirklich als ihren Freund und dann so ne Verdächtigung rauszuhauen, ist schon daneben. Allerdings würde das besser wirken, wenn man „Durch dick und dünn“ in der Serie behalten hätte. Alternativ hätte man gern eine Folge vorausschicken können, die Olis Armut thematisiert, damit das nicht so aus dem Nichts kommt.
Mira und Eva werden dann auch kurz verdächtigt, aber Oli entkräftet sie. Das finde ich insofern gut, weil damit jetzt schon Elea, Rosa, Oli und zwei andere verdächtigt wurden. Das mit der Bäckerstraße 221 B nach der Erwähnung von Sherlock Holmes ist auch witzig. Das Gespräch von Frau Gröhnefeld, das Elea und Ravi belauschen, scheint natürlich eindeutig, aber auch sie ist dann unschuldig, denn sie will nur eine neue Location organisieren. Das ist wirklich ein gelungenes Whodunit.
Dass Zechy die ganze Zeit ein Pulver hatte, das sie zur Kasse geführt hätte, finde ich dann aber eine sehr lahme Idee, um die Geschichte schnell zu einem Abschluss zu bringen. Dass Tessa die Diebin ist, finde ich auch zu einfach. Warum muss sie immer die Böse sein? Dass sie allerdings eine Rampe besorgt hat, finde ich cool von ihr. Allerdings wird es nicht Tessa-like von Bianca Krahl rübergebracht. Genau wie ihre Reaktion auf Eleas Problem mit dem Eltern-Kind-Tanz.
Schade, denn die Storyline um Tessa mit Einblicken in ihre Psyche ist genau das, was ich mir früher immer gewünscht habe. Nur halt in besser. Wie dann alle über ihre Ängste sprechen, passt für mich überhaupt nicht zur Serie und den Beziehungen untereinander. Wie alle den Ball abändern wollen, klingt wirklich toll – aber leider erzählt die Erzählerin das meiste nur und wir erleben nur eine ganz kurze Szene zum Schluss, die auf dem Frühlingsball spielt. Dabei hatte ich mich so auf die Feier gefreut.
Was ich ganz cool finde, ist, dass Zechy noch „Kombiniere, kombiniere“ vor sich hinmurmelt, genau wie wir es von Florian in „Die Klassenreise“ gewohnt sind. Ich finde Florian da zwar supernervig, aber dieser Meta-Humor ist toll. Und es zeigt, dass sich die Autorin tatsächlich mit den KIDDINX-Serien auseinandergesetzt hat. Dennoch bleibt die Folge deutlich hinter meinen Erwartungen und hinter dem, was Elea sonst war, zurück. Deshalb kann ich leider nur sechs Punkte geben.
Fazit: 6 von 10 Punkten
PS:
| Zitat von Mangobanane: |
| Norman Matt nochmal als Olli zu hören, ist einerseits cool, aber sorry, er klingt 0,0 jugendlich, viel zu tief. Aber ein Björn Schalla wird abgesägt... Da wird schon seeehr mit zweierlei Maß gemessen. |
Danke,
@Mangobanane! Ich fand Norman Matt leider auch nicht wirklich überzeugend. Es wurde gegen Ende besser, aber so richtig wie Oli klang er auch da nicht. Allerdings muss ich sagen, dass auch Tobias Müller sehr schlecht war. Also, ich glaube immer mehr, dass irgendwas anderes zwischen KIDDINX und Björn Schalla vorgefallen ist.
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Ich möchte bitte in Zukunft mit den Pronomen dey/denen angesprochen werden:
Beispielsätze:
Dey hat das Telefon abgehoben.
Ist das
deren Hund?
Ich bin
denen erst kürzlich begegnet.
Ich verstehe
dey so gut.