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165 - Die doppelte Klassenfahrt
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Mangobanane
Juniordetektiv
   
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Keine "endgültige" Rezi, nur eine erste Ansammlung von Gedanken...
Puh, schwierig, ganz schwierig. Auf der Haben-Seite steht auf jeden Fall, dass die Folge nach längerer Zeit endlich mal wieder nicht so wirkt, als hätte sie ein Autor innerhalb von zehn Minuten in der Frühstückspause entworfen. Schon das Konzept an sich macht es erforderlich, dass man ein bisschen länger daran sitzt. Kiddinx hat Weigand großzügig eingeräumt, ein stabiles Sprecherangebot auszunutzen. Hätte das mal die 126 gehabt...
Aber irgendwie ist der Funke nicht so richtig übergesprungen und es ist auch klar, warum das so ist: Weigand will viel zu viel. Er will zwei Klassenfahrten mit Handlung gleichzeitig erzählen plus Bibi soll struggeln plus ihre Freundinnen sollen irgendwann sauer werden plus Mania und Frau Müller-Riebensehl sollen nichts merken plus die Charakterliste soll irgendwie genutzt werden.
In Summe ist das einfach zu viel, vor allem, weil die ersten 10 bis 15 Minuten komplett dafür draufgehen, dass Bibi überlegt, mit welcher Klasse sie fahren will, dann ihren Plan fasst, ihn dann noch lang und breit mit Marita und Schubia bespricht und dann noch anreist. Das muss alles kompakter gehen (liegt aber natürlich auch mit an der Regie. 100 Folgen früher wäre das alles flüssiger gewesen, Susanna Bonaséwicz kämpft hörbar mit jedem Satz). Dass schon die Grundidee an sich ziemlich an den Haaren herbeigezogen ist (Mania sollte wissen, dass die Junghexen noch zur Schule gehen und dort auch ihre Verpflichtungen haben) und eigentlich gar nicht funktionieren kann (einmal Barbara informiert und der Termin wird neu vergeben), lasse ich jetzt mal durchgehen, weil natürlich klar ist, dass sonst das ganze Skript nicht funktioniert.
Weigand muss sich irgendwann entscheiden, worauf er sich fokussieren will. Er entscheidet sich gegen eine tiefere Handlung bei der Klassenfahrt, lässt diesen Part zur 0815-Wettkampf-Nummer verkommen und geht lieber auf Bibis Dilemma ein, wird dabei aber unnötig viel zu repetitiv und vorhersehbar, sodass kein richtiger Witz und keine richtige Spannung daraus entsteht. Dass Schubia pissig wird, ist noch nachvollziehbar (ich glaube, ich habe sie hier zum ersten Mal "Bibi" sagen hören, fand ich seeehr ungewohnt), aber dass Marita alleine kaum Müll aufsammelt, obwohl der Strand doch "voll" davon ist, na ja... Dass Riebi anscheinend ausschließlich Wettkämpfe für diese Klassenfahrt geplant hat und die Kinder massiv dazu anstachelt, gegeneinander zu konkurrieren, kommentiere ich lieber nicht. Ich dachte eigentlich, 1980 wäre schon vorbei.
Was die Charaktere angeht, muss man auch Abstriche machen. Nun ist Arkadia schon so eine Rarität in den Hörspielen und dann ist sie hier komplett unwichtig und austauschbar. Flauipaui und Xenia nimmt man auch kaum wahr, es bleibt halt einfach keine Zeit für Charaktermomente. In erster Linie beleben sie die Stimmung, das war's dann aber auch schon. Was zwischen Bibi und Moni passiert ist, würde ich auch gerne mal wissen, denn Bibi zeigt ihr komplett die kalte Schulter, sie muss alles mit Flori machen. Wieso nur zwei Komplizinnen einweihen, wenn es fünf sein könnten? Versteh ich irgendwie nicht.
Das Süßeste an der Geschichte ist letztlich das Aufeinandertreffen von Mania und Riebi, das finde ich wirklich toll, wie hier Lunow und Werth Raum für einen Dialog gegeben wird, den sie deutlich flüssiger darbieten als Bonaséwicz ihre Szenen.
Mein erstes Fazit: Die Idee ist spannend, die Umsetzung nimmt zu viel Anlauf, will zu viel, bleibt dadurch in sämtlichen Aspekten sehr oberflächlich und vorhersehbar und scheitert damit letztlich an sich selbst. Es fehlt einfach dieser Wiederhörfaktor. Vorerst keine Punkte von mir, ich muss nochmal drüber nachdenken, aber mehr als 4-5 werden es wohl nicht.
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31.07.2026 07:46
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Laura
Orangener Töröö
  
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Falls die Folge bereits im Thread der bereits erschienenen Hörspiele ist, dann könnt ihr meinen Beitrag gerne verschieben. Ich sehe den Thread leider hier nicht.
Also mache ich es hier:
Das ist seit langem mal eine Folge, die in meinen Augen überhaupt nicht künstlich herüberkommt. sie ist natürlich, mit authentischen Gesprächen und normalen, menschlichen Dialogen.
ich habe jetzt nicht vor, eine Springer-ähnliche Rezension zu schreiben. Das tue ich nicht. Das wäre nicht fair. Aber ich möchte einige Botschaften, die mir ins Auge springen, hervorheben.
Entscheidungen treffen: Das ist ein Bereich, der ganz und gar nicht simpel ist. Schon bei kleinen Entscheidungen geht es los: Will man einen Tee oder zieht man den Kaffee vor? Diese Entscheidung ist nicht weltbewegend. Einige aber sind es: Will ich eine neue Wohnung suchen oder nicht? Wir müssen stets Vor-und Nachteile abwägen. Beides gleichzei
tig können wir einfach nicht haben. Man kann schon zur gleichen mahlze
it Tee und Kaffee trinken, aber nicht in der gleichen Sekunde. Man kann schon an zwei Orten wohnen, aber nicht in der gleichen Sekunde. Und da müssen wir einfach abwägen: kann ich beides? Was überwiegt? wir können uns oft nur auf eine Sache konzentrieren, nicht auf zwei. Ich gehe morgen früh zum Beispiel joggen. Dabei kann ich mich mit der Begleitperson unterhalten, ja. Würde ich aber über etwas Tiefgehendes reden wollen, müsste ich meine Entscheidung, joggen zu gehen, widerrufen, um keinen Unfall zu bauen. ich muss mich konzentrieren.
Sachen glauben, die wir nicht wissen: Oft neigen wir Menschen dazu, zu meinen, etwas bestimmtes zu wissen. Wir sind dann so von unserer Denkweise überzeugt, dass wir schon wissen, dass sie ist, wie sie ist. Und dann stellen wir fest, dass wir im Unrecht waren. Woher bitte sollte Bibi wissen, dass die Junghexen nicht geduldet werden würden? Haben sie gefragt? Nein... Sie dachten einfach, sie kennen und alles sei so, wie es immer war. Auch da kann ich h
hoffentlich endlich einen Schlussstrich ziehen und draus lernen, wie im obigen Beispie.
Offen sein: Der Zufall will, dass sich zwei Parteien, die nichts miteinander zu tun haben, begegnen. Wenn Menschen offen aufeinander zugehen, können sie viel entdecken und für sich gewinnen. Ich habe mal eine Freundin für mich als Begleitperson an einen Anlas einer Blindenorganisation mitgenommen. Und ich kann euch sagen: sie hat einfach dazugehört. Auch, wenn sich die anderen alle kannten. Sie wurde akzeptiert und fertig.
Mich hat die Folge von vorne bis hinten berührt. Ich habe sogar fast geweint. Es ist so schön, zu sehen, wie alle zusammenhalten und an einem Strang ziehen.
Allerdings ist auch da der Wandel, den Frau Müller-Riebensehl und Mania durchgemacht haben, sehr stark spürbar. Das wäre vor einigen Jahren noch nicht denkbar gewesen.
Aber Frage: Besuchen die anderen Junghexen keine normale Schule?
__________________ Kassette bitte einmal umdrehen...
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14.08.2026 19:18
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