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028 - Der Praktikums-Fail
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GenerationMartinshof
Stallmädchen
  
Dabei seit: 28.03.2020
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Herkunft: Aachen
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Hm. Also irgendwie hatte ich mir mehr erhofft.
Kira wird allein im Büro abgesetzt und die meisten anderen Mitarbeitenden lernt man gar nicht kennen. Ich finde es gut, dass sie sich durchsetzt damit, dass sie selbst einen Artikel schreiben darf und sich nicht immer abwimmeln lässt. Das ist stark und der Teil der Story gefällt mir sehr gut. Aber (auch) deswegen sehe ich den "Fail" an diesem Praktikum irgendwie nicht. Generell kommt das Praktikum insgesamt sehr kurz. Eigentlich ist es mal wieder eine Story, in der Kira einen ihrer nervigen Egotrips fährt und deswegen in Streit mit ihrer besten Freundin gerät. Apropos beste Freundin, also ich an Neles Stelle wäre ja längst weg. Gefühlt darf sie inzwischen keine eigene Meinung mehr haben und wird von Kira immer nur untergebuttert.
Die Lars-Story hingegen mochte ich gerne. Klar hat er sich nicht rechtzeitig gekümmert. Sein Engagement mit der Homepage finde ich aber cool, denn so kann er im Praktikum dann doch noch seine Interessen einbringen. Ich hatte befürchtet, dass er sonst den Praktikums-Fail aussitzt.
Neles Engagement mochte ich ebenfalls, es würde sich sicher auch anbieten, dass sie ehrenamtlich im Tierheim arbeitet und das ab und zu mal erwähnt/eingebracht wird.
Insgesamt ist die Story eigentlich ganz nett, aber leider passt der Titel gar nicht, womit man eine Chance vertan hat, das Thema Praktikum schön umzusetzen. Denn das hätte es für die Storyline gar nicht gebraucht. Außerdem geht Kira mir inzwischen sehr auf den Keks mit ihrer verbissenen Scheuklappen-Art und wie sie mit Nele (Lars wurde diesmal ja verschont) umgeht. Da die Folge aber dennoch sehr kurzweilig ist und unter anderem Titel auch gut funktioniert hätte, gebe ich mal 7 nicht ganz so gefailte Punkte.
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31.07.2026 12:31
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KiraSchreibt
Blauer Töröö
 
Dabei seit: 06.06.2023
Beiträge: 187
Spiel-Beiträge: 0
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Ich hab mir viel von dieser Folge versprochen und wurde nicht enttäuscht.
Endlich geht es mal wieder vordergründig um Journalismus und es gibt wieder eine wichtige Lektion in Sachen Medienkompetenz: Eine Story ist nicht immer das, was sie auf den ersten Blick zu sein scheint. Schön, dass sich die Serie wieder auf ihren Kern besinnt.
Die Situation in der Redaktion fand ich, auch wenn man wenig vom tatsächlichen Redaktionsalltag mitbekommt, tatsächlich sehr realistisch. Ich hatte nämlich in einem Praktikum EXAKT dieselbe Situation. Und durfte die meiste Zeit im Archiv still und leise vor mich hin arbeiten und Akten sortieren.
Das, was man vom Verlag mitbekommt (Mitarbeitende sind überlastet, Verlag steht unter dem Druck, mehr Lesende zu erreichen) entspricht auch zu 100% der Realität in Medienunternehmen. Von daher fand ich die Situation sehr authentisch, auch wenn sie für Kira natürlich nicht besonders spannend ist.
Und auch die Situationen, wo Nele von ihrem Praktikum schwärmt und Kira so einsilbig reagiert, weil ihr Praktikum ein Griff ins Klo zu sein scheint, kenne ich EXAKT so aus unserer Schulpraktikumszeit. Nicht zuletzt finde ich auch die Nebenhandlung um Lars mit der Aufschieberitis, die ihm letztendlich nur einen Praktikumsplatz bei Laura im Laden einbringt, sehr gelungen. Die Autorin hat das Thema Schulpraktikum hier wirklich sehr präzise getroffen.
Als dann das Tierheim ins Spiel kommt (das dank der Geräuschkulisse wirklich sehr lebendig wirkt. Großes Lob!) kommen wir aber auch schnell zu meinem einzigen Kritikpunkt: Die Dialoge an dieser Stelle vermitteln natürlich viele wichtige Infos über Tierheime und deren Arbeit, aber das alles irgendwie auf eine "Liebe Kinder, jetzt hört mal alle zu, was jetzt kommt, ist wichtig"-Weise. Als Kira z.B. Lars den Unterschied zwischen Fund- und Abgabetieren erklären will, klingt sie vom Tonfall eher wie eine Grundschullehrerin als wie Lars' beste Freundin. Und als die Tierheimleiterin lang und breit erklärt, dass viele Tierhalter die Kosten eines Haustieres unterschätzen, fragt Kira ernsthaft "Kosten?", als würde sie gerade zum ersten Mal davon hören, dass Haustiere Geld kosten. Ja nee, ist klar. An der Stelle wird es für mich einfach ein bisschen zu viel Infodump, den man etwas geschickter hätte verpacken können, denn der Inhalt ist ja absolut richtig.
Dass Kira und Nele sich hier mal wieder streiten, ist nichts Neues, passt hier allerdings sehr gut zur Story, und schön, dass Nele hier im Recht sein darf.
Das Ende ist dann wieder so ein richtig schönes Hörspiel-Wohlfühl-Ende. Hier hätte am Ende noch gut einer dieser Einblicke in andere Länder, die ja leider gar nicht mehr vorkommen, hingepasst: Machen Schüler in anderen Ländern auch ein Schulpraktikum oder Ähnliches? Wäre mal interessant gewesen
Alles in allem: Richtig starke Folge. 9 Punkte.
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14.08.2026 11:02
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Mangobanane
Juniordetektiv
   
Dabei seit: 15.02.2017
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1. Experte: Die drei ???
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| Zitat von GenerationMartinshof: | | Zitat von Mangobanane: | | Mir gefällt der Stil der neuen Autorin sehr gut, sie trifft die Figuren, sie trifft den Geist der Serie, sie übertreibt nicht mit den Anglizismen und schreibt gute Dialoge |
Also wenn dafür Kiras Egotrips und die ständigen Streits aufgrund ihrer Uneinsichtigkeit abnehmen würden, würde ich das liebend gerne gegen mehr Anglizismen tauschen. 😅 |
Ich nicht unbedingt, weil es einfach zu ihrem Charakter passt und es passt auch, dass andere ihr Engagement zwar mittragen, in ihrer Euphorie aber limitierter sind. Ja, früher oder später wird auch sie mal dazulernen müssen, bisher fand ich es aber durch die unterschiedlichen Situationen immer sehr glaubwürdig geschrieben und nicht zu repetitiv. Vielleicht seh ich das aber auch deshalb nicht so eng, weil die Charaktere anderer Serien von Kiddinx reihenweise verweichlicht und zahm geschrieben worden sind. Bin einfach froh, dass man Kira davon bisher verschont hat.
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25.08.2026 09:27
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Esmeralda
Neuer User
 
Dabei seit: 31.08.2026
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1. Experte: Kira Kolumna
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Ich stimme dir da zu, @Mangobanane. Mir gefällt auch, dass Kira eine Figur ist, die sich nicht so leicht von ihrer Meinung abbringen lässt und mit Argumenten/eigenen Wertvorstellungen diskutiert. Gerade für eine Mädchenfigur finde ich das wichtig, weil man als Hörerin vorgelebt kriegt, dass es ok ist, auch mal 'unbequem' und vermeintlich 'kompliziert' zu sein (was ja leider häufig die unfairen Vorwürfe gegen Frauen mit einer klaren Haltung sind).
Ich kann das auch gar nicht so recht nachvollziehen, wieso Kira öfter als stur oder egoistisch wahrgenommen wird... Habt ihr Beispiele? Ich nehme das immer als 'Edge' wahr, manchmal auch als ein bisschen nervig und belehrend, aber trotzdem als erfrischend und authentisch, weil sie von Anfang an als selbstbewusst gezeichnet wurde und Sachen an-/ausspricht, die andere aufgrund des sozialen Drucks eher unkommentiert lassen würden.
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01.09.2026 21:05
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