Achtung, Spoiler!
Gruselkabinett - Das Amulett der Mumie (002)
Der Titel hat mich noch nie sehr angesprochen und das Cover zählt zu den wenigen beim Gruselkabinett, die mir nicht gefallen. Sowohl die Farbgebung könnte besser sein, als auch die Platzierung der einzelnen Elemente. So wirkt es ein bisschen zusammengewürfelt. Aber der Klappentext hört sich großartig an und macht mir Lust, diese Folge wieder zu hören.
Auch den Anfang dieser Folge finde ich sehr atmosphärisch. Abel Trewlany wirkt zwar wie ein schwieriger Mensch, aber allein die ganze Situation mit dem Tee, dem Arbeitszimmer und dem Gewitter draußen ist schon gemütlich. Das Flüstern aus dem Sarkophag der Pharaonin und die offensichtliche Angst von Trewlany bringen dann den ersten Grusel mit sich.
Durch die schweren Verletzungen, die Abel Trewlany hat, wird es natürlich sofort spannend, und der Verdacht, dass Margaret es gewesen sein könnte, sorgt natürlich für viele offene Fragen. Die Anweisungen, die Trewlany hinterlassen hat, sind auch sehr interessant. Warum will er nur in seinem Arbeitszimmer behandelt werden? Wieso muss man ihn nachts bewachen? Warum dürfen die ägyptischen Raritäten nicht bewegt werden?
Dass ausgerechnet in einer Geschichte, die sich um das alte Ägypten dreht, eine Katze eine Rolle spielt, finde ich übrigens sehr passend, wo Katzen doch von den alten Ägyptern sehr verehrt wurden. Interessant ist hingegen, dass Margaret zuerst nichts von ihrem Kater erzählt. Sein Haustier vergisst man eigentlich nicht…
Leider dauert danach alles etwas zu lange oder geht zu langsam voran. Die Nachtwache, der Besuch von Dr. Corbeck und seine Erzählungen sind zwar ganz interessant, vor allem das mit der aus der Geschichte getilgten Pharaonin, aber es fehlt an Spannung. Erst die Rückblende über die Expedition macht alles wieder etwas spannender.
Die Geschichte von Tera, dem Rubin und der Überflügelung der Götter finde ich wirklich sehr faszinierend. Dass Trewlany begeistert ist von der Vorstellung, eine ägyptische Pharaonin wiederzuerwecken, um historische Details zu erfahren, kann ich irgendwie schon verstehen. Der Forscherdrang geht eben mit ihm durch und darüber vergisst er, wie gefährlich Tera aller Wahrscheinlichkeit nach ist.
Dass alle bereit sind, Abel Trewlany bei seinem Ritual zu helfen, als er aufgewacht ist, kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Sie wissen doch durch die Erzählungen, dass Tera sehr gefährlich ist. Außerdem kümmert sich keiner darum, dass Margaret immer öfter in Trance abdriftet und seltsame Dinge von sich gibt. Das offene Ende, bei dem man nicht sicher weiß, ob Tera jetzt in Margaret gefahren ist, gefällt mir aber wieder gut.
Insgesamt ist die Folge wohl eher im Mittelfeld anzusiedeln. Die Geschichte selbst ist schon faszinierend, die Sprechenden leisten gute Arbeit und die Geräusche sind ebenfalls gut ausgewählt. Dennoch könnte die Atmosphäre noch mystischer und gruseliger sein und es fehlen einige Spannungsspitzen. Ich verstehe auch nicht, wieso Tera ihren Körper kultiviert hat, nur damit er dann verschwindet und sie einen anderen Körper übernehmen kann.
Fazit: 6 von 10 Punkten
@Janni
Ich verstehe es auch so, dass Margarets Körper durch das Ritual von Tera übernommen wurde. Der laute Schrei war für mich Margarets letztes Geräusch, danach war sie Tera. Dass nicht eindeutig kommuniziert wird, was geschehen ist, ist wohl Absicht.
@Skippy88
Ich finde das Ende gar nicht abrupt. Es ist ein offenes Ende, ja, aber wir erfahren, dass Margaret und Malcolm heiraten und sie dabei das Kleid der Pharaonin trägt, was nochmal signalisiert, dass nun Tera in Margaret steckt.
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Ich möchte bitte in Zukunft mit den Pronomen dey/denen angesprochen werden:
Beispielsätze:
Dey hat das Telefon abgehoben.
Ist das
deren Hund?
Ich bin
denen erst kürzlich begegnet.
Ich verstehe
dey so gut.