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234 - und der lebende Tresor
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Kartoffelstampfer
Grauer Töröö

Dabei seit: 09.05.2025
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Was mag ein lebender Tresor sein? Meine ersten Assoziationen waren eine ganz ausgeklügelte Maschine oder ein (Drogen-)Kurier, der seine wertvolle Fracht verschluckt, um sie im Körper zu transportieren.
Den Beginn fand ich ganz witzig. Musste ja passieren, dass die drei Fragezeichen irgendwann engagiert werden, um eine mutmaßliche Affaire aufzuklären – und dass sie unter Androhung von Klage auf ihr Firmenmotto festgenagelt werden. Dann wird der lebende Tresor eingeführt und an der Stelle hat mein Interesse rapide nachgelassen. Ich HASSE es, wenn durch ein unerklärliches Element Spannung erzeugt wird und die Auflösung ist: nur ein Traum. Das ist einfach nur lazy writing und unehrlich dem Publikum gegenüber. An diesem Punkt deutet objektiv nichts darauf hin, dass es sich um mehr als eine Affaire oder eine Hochzeitsüberraschung handelt. Trotzdem sind Justus und Bob plötzlich an dem Fall interessiert. Ich nicht. Peter ist der Einzige, der völlig berechtigte moralische Vorbehalte geltend macht.
Die Ermittlungen beginnen dann mit dem plumpesten Anquatschversuch aller Zeiten. „Aus taktischen Gründen hatte sich jeder von ihnen einen Jogginganzug angezogen.“ Ronald hat keine Lust, drei fremde Jugendliche, die von einem Fremden aus dem Fitti seine Adresse haben, kostenlos zu coachen, und wimmelt sie ab – da muss was im Busch sein! Ein neu entwickelter Peilsender mit Mikrofon kommt zum Einsatz, damit man sich beim Ermitteln nicht zu viel Mühe geben muss. So etwas wie Spannung soll dann entstehen, als während der Beschattung zwei Typen auftauchen und Justus und Bob abhauen müssen. Wäre vielleicht aufregender gewesen, wenn uns mitgeteilt worden wäre, was an diesen Typen so bedrohlich ist; aber die Erklärung kommt erst im Nachhinein. Die Story nimmt erst ein bisschen Fahrt auf, als Peter sich während einer Beschattung (bei der er sich genauso langweilt wie ich) entführen lässt, weil er seiner Umgebung anscheinend keinerlei Beachtung schenkt (schwach).
Als Peter aufwacht, beschreibt der Erzähler nochmal die Entführungsszene, als hätten wir es nicht vor fünf Minuten selber gehört. Er erklärt uns auch gleich, wem die Stimme der mit Peter gefangenen Person gehört; als wäre nicht das Schöne an einem Hörspiel, das selbst erkennen zu können. Nach einem kurzen süßen Entführer-Moment („Schalt auf Lautsprecher, damit ich mithören kann!“) wird auch diese Situation ebenso schnell wie unspektakulär aufgelöst, weil Peter natürlich einen Dietrich dabei hat und „mit einem Klick“ das Schloss öffnen kann (weiß eigentlich irgendwer im Autor*innen-Team, wie Türschlösser funktionieren?).
Inzwischen lernen wir Lucys beste Freundin Mandy kennen. Immerhin ist sie eine der sehr wenigen offiziell lesbischen Figuren im DDF-Universum. Vielleicht nicht die Repräsentation, die wir uns gewünscht haben, aber mehr bekommen wir halt nicht. Ehrlicherweise hab ich in dem Teil der Geschichte nicht mehr so genau zugehört, war aber nicht schlimm, weil ich literally nix verpasst habe. Den Gedanken, dass eigentlich Lucy der lebende Tresor ist, hatte ich schon an dem Punkt, als ihre Amnesie thematisiert wurde. Und alle anderen Enthüllungen waren auch nicht viel überraschender.
Nachdem Justus den Fall gelöst hat, dauert es dann aber doch noch recht lange, bis die Folge vorbei ist. Liegt aber nicht an Bob, für den ist es natürlich eine Kleinigkeit, die private Telefonnummer eines reichen Kunstfritzen herauszufinden. Den Twist bei der Gegenüberstellung, wo plötzlich Peter beschuldigt wird, fand ich gar nicht schlecht, aber irgendwie war es auch ein bisschen albern, wie minutenlang alle gemeinsam Bildanalyse betreiben und ausführlich diskutieren, wofür uns vorher schon die Lösung geliefert wurde. Um den Ort der Übergabe herauszufinden, war schon wieder keine Detektivarbeit nötig; die drei Fragezeichen haben den Typen nicht mal selbst beschattet, sondern das von der Polizei machen lassen (schwach). Es folgt ein Essenswitz, der von Justus selber kommt, damit es kein Fatshaming ist.
Am Ende dann noch ein schriftliches Geständnis ex machina, mit dem Lucy Apple natürlich zu den drei Fragezeichen geht, anstatt das Ganze zu vertuschen, um straffrei auszugehen. Dass Justus das Ganze geheim halten will, ist dann auch ein bisschen unplausibel. Ja, wahrscheinlich hofft er darauf, doch noch die Beute finden zu können. Aber warum sollte er davon ausgehen, dass Lucy bei Rückkehr der Erinnerungen nicht einfach mit Ronald hingeht, die Tasche ausbuddelt und sich ins Ausland absetzt oder so? Außerdem kann es nicht allzu schwer sein, das Ding auch so zu finden, das Zeitfenster zum Vergraben scheint ja sehr klein gewesen zu sein und der infrage kommende geografische Raum entsprechend auch.
Insgesamt hat mich die Folge nicht überzeugt. Das liegt sicher auch zu einem großen Teil daran, dass der Autor mich direkt zu Beginn verloren hat, als klar wurde, dass es keinen lebenden Tresor gibt, sondern das Ganze nur ein blumiger Ausdruck für einen Menschen mit einem Geheimnis ist. Um es mit Lucy Apples Worten zu sagen: Etikettenschwindel. (Übrigens auch der Klappentext: Was war denn hier die „allergrößte Gefahr“? Es gab nicht mal manipulierte Bremsen oder Explosionen und kein einziger Schuss wurde abgegeben.) Insgesamt kommt kaum Spannung auf und man merkt die fast anderthalb Stunden. Ebenso hat mir clevere Ermittlungsarbeit gefehlt. Wirklich gefallen hat mir eigentlich nur das Element von der Auftraggeberin, die, ohne es zu wissen, selbst schuldig ist; dass sich bei der Gegenüberstellung ausnahmsweise mal nicht alles restlos aufgeklärt hat; und dass nicht alle, die sich vermeintlich verdächtig verhalten, Dreck am Stecken haben. Wenn ich die Folge in einem Wort zusammenfassen müsste, wäre es: schwach.
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25.07.2025 15:00
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City_Uhu
Gero von Pfauenstein-Ritzl
 
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| Zitat von Andromeda: | | Also gut ist die Folge nicht, aber nach den Bewertungen des Buches hatte ich ein deutlich schlechteres Hörspiel erwartet. Mehr Detailverliebtheit in der Produktion wäre aber ganz nett gewesen. Ein atmosphärisches Highlight ist dagegen der akustische Einblick in Lucy Apples Träume, gerne mehr davon. Die Musik und die Geräuschkulisse bleibt zumeist recht blass, Milberg bleibt bei seiner monotonen Erzählweise. Tobias Meister wurde auf jeden Fall geixt, ziemlich uncharismatische Performance insgesamt. Der Rest des Casts macht das deutlich besser, angefangen von Anna Carlsson und Philine Peters-Arnolds. Letztere wird des Öfteren für überkandidelte Figuren besetzt, das hält sich in diesem Hörspiel in Grenzen. Stimmlich aber endlich mal eine markante Frauenstimme. |
Hmmm, jetzt hast du und der Cast mich getriggert, genug, um kurz geil auf das Teil zu sein, warum weiß ich selbst noch nicht so genau.
Werde es mal aufs Ohr tun, demnächst.
__________________ "Mach es Dir einfach, okay? Was ist 1 plus 1?"
"Wurzel aus 4, wieso ?!"
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26.07.2025 14:32
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26.07.2025 14:35
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MewMew
Fischstäbchen mit Vanillesoße!!
 
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Ich weiß nicht, was passiert ist, aber für mich war es die BESTE Folge der drei ??? seit Höhenangst und der Puppenmacher. Die Folge hatte mich von Szene 1 an und ich fand die Handlung echt interessant. Dazu war es zu keiner Minute langweilig, weil die Inszenierung der Szenen gelungen ist. Dazu hat mir gefallen, dass mal andere Teams aufgestellt wurden, es gab Action, Spannung und einen verzwickten Fall, der auch am Ende noch überrascht. Richtig gefreut habe ich mich über den Humor der 3 untereinander, der immer mal wieder wie früher zu hören war. Schade nur, dass Andre Minninger sich scheinbar bei seinen Vorlagen mehr Mühe bei der Inszenierung gibt. Das würde ich mir für viele andere Vorlagen auch wünschen. Nennt mich verrückt, aber hier stimmt für mich alles. 10/10 Punkte
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26.07.2025 16:18
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Mangobanane
Juniordetektiv
   
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Die drei ??? 234 - und der lebende Tresor
Achtung, sehr große Spoiler!
Ich habe das Buch verrissen. Offenbar so stark, dass Amazon meine Rezension sogar eiskalt gelöscht hat 
Ich wusste nach der Lektüre selbst schon nicht mehr, warum ich mir wider besseren Wissens schon wieder einen Minninger angetan habe, obwohl ich noch nie (!) ein wirklich gutes Buch (mindestens 4 Sterne) von ihm gelesen habe (okay, von Dittert auch nicht, aber alle anderen Autoren konnten mich schon mindestens ein Mal überzeugen). Ich denke, der Kauf war so eine Spontan-Reaktion, weil ich nach dem Konsum der Leseprobe echt das Gefühl hatte, eine Story von ChatGPT zu lesen und ich dachte mir, vielleicht wird's wenigstens unfreiwillig komisch.
Joa, das kann man so oder so sehen. Was man Minninger auf jeden Fall zugute halten muss: Ich konnte mich jetzt bei der Hörspielfassung noch extrem gut an die Vorlage erinnern. Bei Dittert hatte ich bei der HSP-VÖ von Vorlagen, die ich gelesen habe, mehrfach schon wieder das halbe Buch vergessen. Teilweise wusste ich da nicht mal mehr, wer überhaupt schuldig war. Minninger hat Dittert dann doch definitiv voraus, dass er die kantigeren Figuren und die erinnerungswürdigeren Plots kreiert.
Nichtsdestotrotz war die Vorlage ein einziger Krampf, es wurde spürbar nur auf diesen einen neuen, innovativen Twist am Ende hingearbeitet. Die meiste Zeit passierte wirklich so gut wie gar nichts außer ellenlangen Dialogen und es gab lediglich zwei Stellen im gesamten Buch, die etwas aufregender waren: Die Beschattung von Ronald und Peters Entführung. Beides wurde dann aber auch überhaupt nicht ausgekostet und schnell wieder abgehakt. Vieles wurde doppelt und dreifach erwähnt, damit die Seiten voll werden. Manchmal haben die Charaktere für Miss Apple oder jemand anderen Szenen nacherzählt, bei denen man als Leser dabei war. Schlecht lektoriert war das Ding auch noch, mehrfach hauten Sätze grammatikalisch nicht hin, aus Miss Apple wurde zwischenzeitlich eine Mrs. und mal wieder redeten sämtliche Figuren unglaublich geschwollen. Das ist für mich übrigens eines der größten Mankos an den Minninger-Fällen seit seinem Comeback: Man hört ihn einfach immer sofort anhand dieser unglaublich gestelzten, krampfhaft hochgestochenen Dialoge heraus. Bei keinem anderen Autor reden die drei ??? so verschwurbelt wie bei ihm. Und das schlägt sich auch in den Vertonungen nieder.
Das Hörspiel übt auf mich eine gewisse Faszination aus. Es hat mal wieder Überlänge (stolze 81 Minuten für einen Fall, den man auf der Hälfte hätte erzählen können), die Regieleistung grenzt an Arbeitsverweigerung (insbesondere die Eröffnungssequenz ist schwer zu ertragen), es wurde irgendwie nahezu keine Szene aus dem Buch nicht übernommen (zumindest keine von den größeren, dafür aber einiges, was man gar nicht gebraucht hätte) - und das Hörspiel funktioniert trotzdem irgendwie! Das ist mir bereits bei der Zeitreisenden (194) aufgefallen, auch da war das Buch ein einziger Unfall, als Hörspiel kam die Geschichte aber zumindest noch ganz passabel weg.
Für mich ist das der Beweis, dass Minninger einfach ein extrem schlechter Buchautor ist, der die Buchfassung seines Skripts vermutlich sogar eher nach dem Hörspielskript schreibt (das würde jedenfalls erklären, warum seine Bücher mit Dialogen vollgestopft sind, so gut wie keine Beschreibungen enthalten, jedes Detail drei Mal durchdiskutiert wird und man beim Hörspiel ständig das Gefühl hat, dass eigentlich nichts aus der Vorlage fehlt), dem das Herzblut fürs Medium Buch komplett fehlt und der das Buch nur schreibt, weil Europa halt nur nach Kosmos-Vorlage vertont.
Die Längenverhältnisse einzelner Szenen sind im Hörspiel wieder mal schwer zu begreifen. Die Einleitungsszene walzt Minninger auf ganze 10 Minuten aus, übernimmt sie quasi ungekürzt aus der Vorlage und alle Peinlichkeiten daran gleich mit. Das führt dazu, dass man nach nur 1/8 der Geschichte bereits nen ordentlichen Hass auf die Auftraggeberin Miss Apple hat, die sich wohl mit Mr. Truman um den Titel "unsympathischster Auftraggeber der DDF-Geschichte" streiten darf. Aber warum eigentlich? War das nötig? Man hätte den ganzen Bumms problemlos in 3-4 Minuten abhandeln können. Kein peinliches "Ihr seid es doch, oder?", keine Begriffsstutzigkeit der Detektive, kein Peter-Ausraster nach rekordverdächtigen 30 Sekunden, kein Etikettenschwindel-Gedöns und vor allem nicht diese bescheuerte Traum-Erzählung und das Sonderklausel-Gelaber. Und vielleicht auch ein paar Mal Folgentitel rezitieren weniger. Einfach "Hey Jungs, mein Verlobter verhält sich seltsam, vielleicht ist er sogar in ein Verbrechen verwickelt, er lügt mich an, führt seltsame Telefonate und so" - "Hm joa ok, wir gucken mal, aber wenn's ne Affäre ist, sind wir raus" - fertig. Alles gesagt und Miss Apple nicht wie ein Biest gezeichnet. Auch wenn die wunderbare Anna Carlsson (übrigens die Lebensgefährtin von Andreas Fröhlich) das hervorragend macht. Leider wird sie bei DDF bevorzugt auf undankbare Rollen besetzt.
So wie es hier gemacht wurde, ergibt es einfach überhaupt keinen Sinn, dass die drei ??? den Fall annehmen. Sie werden erpresst, mit einem Fall konfrontiert, der "Beziehungsschnüffelei" beinhaltet, was Justus schon in der 157 hasst und in der 183 nochmal ablehnt - und ein Traum stimmt Justus und Bob dann um? Ich erinnere mich gut daran, dass Minninger die drei in "Die Pforte zum Jenseits" aus der kurzlebigen Ersatzreihe einen Fall schon wegen wesentlich geringerer Vorbehalte hat ablehnen lassen.
Es folgt schon die erste überflüssige Sequenz in der Zentrale, die man problemlos komplett hätte streichen können. Justus betont, dass sie vorsichtig sein müssen. Ok, wissen wir das also auch.
Dafür fällt dann im Gespräch mit Ronald das ein oder andere Detail weg. Hä? Warum nicht stattdessen am Anfang schnippeln? Bei der Beschattung fehlt dann auch der Teil, in dem DDF das Gespräch im Auto zwischen Miss Apple und Ronald belauschen, sodass man im Hörspiel so gar keinen Eindruck davon bekommt, wie die beiden zusammen harmonieren. Das wurde vielleicht auch deshalb gemacht, weil Ronald viel zu jung und Lucy in Relation zu alt klingt.
So wirkt es im Hörspiel dann auch völlig random, dass die drei ??? Ronald so extrem aus den Augen verlieren, dass er plötzlich eine Meile vor ihnen ist.
Leider hat sich dann auch ins Hörspiel die überflüssige Sequenz verirrt, in der Peter seinen Freunden haarklein erzählen muss, was er durch die Superwanze belauscht hat (Detektivarbeit kann manchmal so einfach sein, na ja, gut, Rufmord war noch schlimmer). Dumm nur, dass der Hörer das alles längst schon weiß, denn man war ja dabei. Übrigens funktioniert das "Sie waren förmlich zueinander und haben sich gesiezt" in Amerika eigentlich nicht wirklich...
Das Dialogbuch wird dann auch nicht besser, als Justus Miss Apple am Telefon zwei Fragen ankündigt, diese aber bereits nach der ersten auflegt. Was Justus' zweite Frage war, werden wir wohl nie erfahren. Schade Schokolade.
Damit es irgendwann mal spannend wird, wird Peter kurzerhand entführt. Am helllichten Tag lässt er sich aus seinem Auto ziehen und betäuben, was natürlich keiner mitkriegt. Die Gefangenschaft dauert dann aber auch nur fünf Minuten an, denn Peter hat ja sein tolles Dietrichset dabei. Schon im Buch erfahren Justus und Bob von der Entführung erst, als Peter sich schon wieder befreit hat, im Hörspiel fällt sogar die Wiedervereinigungs-Szene weg und es wirkt so, als wäre Peter gerade von einer ganz normalen Recherche zurück in die Zentrale gekommen. Entführungen sind wohl mittlerweile nix Besonderes mehr. Im Grunde ist die Sequenz auch relativ überflüssig und nur dazu da, damit Peter später eine Stimme wiedererkennt. Wirklich gebraucht hat man diesen Moment aber nicht.
Eigentlich fand ich es ja positiv, dass Peter im Hörspiel darauf verzichtet, Mrs. Madisun anzurufen und ihr brühwarm zu erzählen, wer er ist und dass er weiß, wer sie ist, denn das war im Buch echt völlig bescheuert. Andererseits wird Mrs. Madisuns Rolle im Finale dann irgendwie wenig überzeugend zu den Akten gelegt: "Sie hat damit nichts zu tun" - "Woher wissen Sie das?" - "Ich hab mit ihr telefoniert, sie ist zu einer Freundin geflohen" - Joa, ok, und weiter? Das hängt irgendwie in der Luft.
Schade ist dann auch, dass Minninger sein Konstrukt mit dem Besuch bei Mandy komplett sprengt. Ähnliches passierte schon BJHW in „Dreckiger Deal“. Wären die Detektive eine Dreiviertelstunde Hörzeit eher zu Mandy gegangen, hätten sie sich und dem Hörer viel Füllwerk ersparen können, denn Mandy kann mal eben den nahezu gesamten Fall aufklären. Es bedarf dann nur noch einiger Schlussfolgerungen von Justus und offenbar brauchen die Jungs plötzlich auch die Hilfe von Inspektor Cotta, um jemanden zu verfolgen. Es folgt eine ewig lange Aufklärungssequenz inklusive Rätselraten, wer denn nun auf dem Bild zu sehen ist, bei der sich die Täter aus unerfindlichen Gründen total redselig zeigen (Wozu? Und wieso denkt Miss Apple zwischenzeitlich, dass sie aus dem Schneider ist, obwohl es um Ronalds Tasche geht und Peter wohl kaum der Erpresser sein kann?). Dass dabei eine Waffe auf Peter gerichtet wird, erzeugt null Spannung, denn Cotta ist ja längst informiert, wie wir wissen.
Aber Minninger ist natürlich noch nicht fertig, denn wie schon bei der Zeitreisenden will er auch hier ganz cool einen Fall „offen“ beenden. Also: Lucy Apple kann sich an ihre Erpressung nicht erinnern und weiß nicht, wo das Geld ist. Das lässt die Frage zu, wie viel Vertrauen man Lucy und Ronald schenken kann. 300.000 Dollar schmecken als Startkapital für die Ehe sicherlich besonders gut. Zumal sich die Frage stellt, warum Miss Apple das Geld überhaupt so kurz nach der Übergabe vergraben hat, anstatt zu flüchten. Aber vielleicht sitzt Minninger schon an einer Fortsetzung, in der rauskommt, dass die drei ??? komplett verschaukelt wurden und den beiden „lebenden Tresoren“ (diese Bezeichnung wird hier wirklich so inflationär verwendet, als würde Minninger betonen wollen, dass der Titel dieses Mal kein Clickbait ist) durch die halbe USA hinterherjagen.
Als hätte es Minninger nicht gereicht, dass Mandy den ganzen Fall aufklären kann, hat sie am Ende auch noch einen Brief dabei, der selbst das klärt, was sie nicht wusste. Damit hätte man sich ALLES sparen können. Schwach, sehr schwach.
Der Twist, dass die Auftraggeberin die Täterin ist, sich daran aber nicht mehr erinnern kann, ist im Grunde auch das, was an dieser ganzen Räuberpistole noch das Beste ist. Das ist tatsächlich neu und eine interessante Idee. Aber ansonsten passt hier vieles nicht wirklich zusammen. Schon die Fallübernahme an sich ist mehr als unglaubwürdig, die Dialoge sind oft extrem hölzern und unnötig kompliziert, die Umwege, die der Fall nimmt, damit die Auflösung nicht zu früh kommt, erweisen sich im Nachhinein als komplett überflüssig und spannend wird es hier maximal ganz kurz an ein, zwei Stellen. Wo hier also die „allergrößte Gefahr“ aus dem Klappentext lauert, muss Minninger mir bei Gelegenheit nochmal erklären.
Interessant übrigens, dass in der zweiten Hälfte mehrfach Szenen einfach irgendwann mit plötzlich einsetzender Musik abgewürgt werden, obwohl der Dialog gar nicht so richtig zu Ende gesprochen wirkt. Vermutlich gibt es eine Extended Version der Folge und Minninger musste irgendwann brachial cutten, weil das sonst mit der Laufzeitbegrenzung einer CD nicht mehr hingehauen hätte. Tja, hätte man den Anfang gestrafft…
Dezent nervig und zugleich interessant ist auch, dass das Label doch zuletzt bemüht war, das Image loszuwerden, Stereotype und Klischees zu bedienen. Und dann wird es hier gleich in doppelter Hinsicht wieder gemacht. Friseure sind natürlich IMMER homosexuell und furchtbar überkandidelte Tratschtanten. Gab es bei Europa eigentlich jemals einen normal sprechenden Friseur? Der Berufsstand tut mir leid. Ich glaube, kein anderer Beruf wird ständig so klischeeverseucht dargestellt.
Insgesamt kann ich meinen Eindruck von der Folge ganz schwer in Punkten ausdrücken. Einerseits sind hier die wenigsten Faktoren überzeugend. Anna Carlsson ist top, der Twist ist wie gesagt auch gut, dem Fall kann man insgesamt durchaus folgen, er wird nicht unnötig mit Figuren überfrachtet, man spürt die Überlänge trotz dünner Handlung erstaunlicherweise nicht ganz so krass wie bei anderen Minninger-Ergüssen und die akustische Umsetzung geht auch in Ordnung. Die Leistungen der Hauptsprecher sind dagegen einmal mehr ungenügend, das Dialogbuch ist furchtbar umgangssprachlich, so richtig schlüssig ist das ganze Konstrukt auch eher nicht, der Fall macht keinen Spaß, er erweist sich am Ende als überflüssige Luftnummer, es wurde größtenteils an den falschen Stellen gekürzt und die nervigsten Szenen wurden dafür ausgewalzt.
Am Ende lande ich bei irgendwas zwischen 3 und 5 Punkten und das kann man als Lob auffassen, denn ich hatte eher mit ein, zwei Punkten gerechnet. Ich möchte aber auch betonen, dass die Folge ohne Anna Carlsson locker mindestens einen Punkt schlechter wäre. Ich hoffe einfach, dass es das jetzt wirklich war mit Minninger-Büchern. Es genügt, dass er die Hörspiele regelmäßig verhunzt.
4/10
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26.07.2025 17:59
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Mikosch373
dey/denen
   
Dabei seit: 26.07.2013
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Spiel-Beiträge: 1579
1. Experte: Wendy
2. Experte: Die drei !!!
3. Experte: Bibi & Tina
Hörspielserien:
                  und 7 weitere.
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Achtung, Spoiler!
Die drei Fragezeichen - Der lebende Tresor (234)
Den Titel finde ich ja richtig grässlich, seit ich weiß, dass das nur eine Metapher für einen verschlossenen Typen ist. So einen Mist hat die Serie früher nicht gebracht. Wenn ich mir vorstelle, der schreiende Wecker wäre nur ein plärrendes Kleinkind gewesen… Der Klappentext bringt mich nach der Lektüre des Buches einfach nur zum Lachen. Wenn die Geschichte sich nicht grundlegend geändert hat, sind die drei Jungs weder in allergrößter Gefahr, noch ist der Fall mehr als außergewöhnlich.
Der Anfang ist wirklich sehr unnatürlich, aber Peter spricht zum Glück an, wie dumm es von Ms. Apple ist, das nicht einfach mit ihrem Verlobten zu klären. Er wirkt während der ganzen Szene auch total aggressiv, was ich gut verstehen kann. Und Ms. Apple lässt ihn nach der Erpressung schön auflaufen, das habe ich im Buch anders interpretiert. Dieses extreme Flüstern, das danach folgt, wirkt übrigens total irritierend. Diese kurze Traumsequenz ist aber tatsächlich nicht schlecht.
Die Szene, in der Justus, Peter und Bob Ronald als Personal Trainer engagieren wollen, finde ich genauso bescheuert wie im Buch. Seit wann hat Peter denn keine Strandfigur? Wie die drei mit dem neuen Peilsender umgehen, ist echt peinlich. Richtig witzig finde ich, wie empört Peter darüber ist, dass Ronald und Mrs. Madison sich „konsequent gesiezt“ haben. Das ist natürlich richtig empörend! Dass sowas in nem Die drei Fragezeichen-Hörspiel vorkommt!
Danach plätschert und plätschert es vor sich hin, Justus spricht „Madison“ 10x total komisch aus und es wird geschwollen vor sich hin gelabert. Wenigstens kann Bob Ms. Apple erklären, dass die Erinnerungen nach einem Schlag auf den Kopf meistens zurückkommen. In der Szene, in der Peter aufwacht, finde ich Axel Milberg richtig stark. Er baut zur Abwechslung mal richtig Spannung auf. Philine Peters-Arnolds finde ich dafür absolut schrecklich. Unnatürlich und übertrieben.
Das Gespräch mit Mandy ist auch viel zu lang. Die Idee, dass die Auftraggeberin die Täterin ist und sich nicht daran erinnert, finde ich aber auch ganz cool. Till Hagen liest dann aber die Visitenkarte der Jungs falsch vor, das „Drei Fragezeichen“ fehlt. Ist das schon mal vorgekommen? Danach wird erstmal noch ne Ewigkeit gelabert. Wie aus dem Nichts taucht dann Cotta auf und crasht die Erzählstunde. Die Aussage mit dem Cheeseburger versteh ich auch nicht.
Das mit dem Brief ist dann schon sehr bequem gedacht von Minninger. Das führt den ganzen Fall auch einfach ad absurdum. Und Ms. Apple wird ganz handzahm und entschuldigt sich bei den drei Detektiven. Was für ein Happy End! Also alles in allem echt eine sehr schlechte Folge, die in der Hälfte der Zeit hätte erzählt werden können. Es wird viel zu viel geredet, die Handvoll spannende Szenen, die es gibt, zu schnell abgebrochen und es fühlt sich überhaupt nicht wie eine „Die drei Fragezeichen“-Folge an.
Fazit: 2 von 10 Punkten
__________________ Ich möchte bitte in Zukunft mit den Pronomen dey/denen angesprochen werden:
Beispielsätze:
Dey hat das Telefon abgehoben.
Ist das deren Hund?
Ich bin denen erst kürzlich begegnet.
Ich verstehe dey so gut.
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27.07.2025 14:55
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Die3FragezeichenFan
Baron
  
Dabei seit: 26.10.2021
Beiträge: 5.409
Spiel-Beiträge: 48
Herkunft: Rheinland-Pfalz
1. Experte: Die drei ???
2. Experte: Benjamin Blümchen
3. Experte: Bibi Blocksberg
Hörspielserien:
       und 17 weitere.
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Joa, für mich leider keine Offenbarung. Ziemlich blass alles, irgendwie auch nervig und vor allem der Anfang ist wirklich ein Witz. Regie scheint es keine mehr zu geben (Anna Carlson spricht hier Detektive komplett falsch aus) und Justus, Peter und Bob scheinen kurz selbst vergessen zu haben, dass sie Detektive sind, äh, what?!
Viele Pluspunkte gibt es aber dafür, dass man wirklich bis zum Ende dranbleiben will, um die Auflösung herauszufinden. Es ist einem nicht alles egal, wie es mir in der Folge davor ging.
Joa: Viel Plätschern, viel nerven, aber auch irgendwie Handlung dabei. Von ner 10/10 meilenweit entfernt, aber für ne grundsolide 6 reicht es gerade noch irgendwie, weil die Folgen davor alle noch schlechter waren. Der 230er Block ist bislang ein glatter Reinfall und die Hörproben zum Fantasmofon sind jetzt auch nicht so, dass ich Luftsprünge machen würde.
6/10 P.
EDIT: Achso. Das Cover ist übrigens auch echt richtig richtig schlecht. Was soll das bitte sein? Sieht aus wie ein Schatten umrandet von Dunkelheit und mit nem grellen Kompass in der Mitte. Das ist doch bei aller Liebe kein Tresor.
EDIT 2: Man muss sich leider wirklich fragen, ob das noch Sinn macht, diese Serie noch länger weiterzuführen. Alles wird immer bescheuerter, die Regie ist quasi nicht mehr vorhanden, die Skripte werden immer länger und die Geräusche haben mit modernem Hörspiel auch nix mehr zu tun. Wie war das noch: Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist. Ich würd hier eher sagen: Man sollte aufhören, bevor es lächerlich wird.
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11.08.2025 22:53
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11.08.2025 23:15
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HerrSchmeichler
Sekretär
Dabei seit: 11.01.2022
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Spiel-Beiträge: 119
1. Experte: Benjamin Blümchen
2. Experte: Die drei ???
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Hui, gerade gehört, muss meine Gedanken noch etwas sortieren, weil ich die Folge nicht sofort einordnen kann. Eine ausführliche Rezension und Punktebewertung folgt wahrscheinlich später, nach erneutem Hören, aber hier schon mal der erste Eindruck.
Spoiler!
Also, erstmal fand ich den Anfang nicht schlecht. Verdacht auf Fremdgehen ist neu, gehört aber anscheinend nicht zum Aufgabenfeld der ???. Interessant. Ich fand aber witzig, wie sich die Klientin auf den Spruch auf der Visitenkarte beruft. Allerdings war es mir schon fast zu viel, dass sie von Anfang an so negativ und unsympathisch dargestellt wurde. Der Twist wäre deutlich besser gewesen, wenn sie eine total freundliche Klientin gewesen wäre, aber wer kriminell ist, muss wohl auch sonst ein unangenehmer Zeitgenosse sein.
Bis zum Treffen von dem Verlobten und der Krankenschwester war ich noch voll drin und auch interessiert, was jetzt rauskommt. Danach wurde es aber irgendwann dann doch recht wirr: Wer ist jetzt wie in die Sache verwickelt? Um welche Tasche geht es (Hand- oder Sporttasche)? Es gab einen Versicherungsbetrug und einen Besuch beim Frisör und dann eine Erpressung... An sich gar nicht so schlecht gedacht, aber irgendwie auch... wirr. Ich muss die Folge wirklich nochmal hören, weil gerade das Handeln der Verbrecher mit Peters Entführung und so nur schwer nachzuvollziehbar war. Und das Ende ist SEHR untypisch und irgendwie nicht wirklich zufriedenstellend.
Ich fand die Sprechleistung aber recht gut, zumindest ist mir beim ersten Hören nichts groß negativ aufgefallen. Außer vielleicht Minninger, der als Goodwin scheinbar keine Lust auf seinen einzigen Satz im Hörspiel hatte... und die Tatsache, dass man sich nicht einigen konnte, wie man den Namen von Mrs. Madisun ausspricht.
Anna Carlsson habe ich sofort erkannt, war dann aber zwischendurch unsicher, ob sie es wirklich ist, weil sie stellenweise ganz anders klang.
Zur Cover-Diskussion: Finde ich vollkommen in Ordnung. Ist jetzt nicht das hübscheste Motiv (würde es mir nicht auf ein T-Shirt drucken lassen), aber eine Schattengestalt und der Drehknopf eines Tresors, bei dem man die Zahlen einstellt, ist an sich ein passendes Motiv für den Fall, da es hier ja auch wirklich mehr um einen Tresor im übertragenen Sinne geht. (Das hatte ich mir bei der Titelankündigung damals auch schon gedacht.)
Auf jeden Fall eine Folge mit Diskussionspotenzial, würde ich sagen.
Edit:
Nach erneutem Hören, hier nun meine abschließenden Gedanken. - Noch mehr Spoiler!
Die Idee, dass die Person, die den ??? einen Auftrag gibt, sich aufgrund von Amnesie nicht an ein von ihr begangenes Verbrechen erinnern kann und so "aus Versehen" auf sich aufmerksam macht, ist großartig. Die Hintergrundgeschichte von Lucy Apple und der Erpressung von Lubitch gefällt mir wirklich gut. Allerdings finde ich nicht gut, dass sie uns gleich zu Beginn als Unsympathin präsentiert wird, denn dann wäre die Enthüllung, dass sie selber Dreck am Stecken hat, deutlich überraschender.
Wo die Geschichte für mich nicht ganz funktioniert, ist fast alles rund um Lubitch und seine Handlanger. Sie fahren ins Krankenhaus, auf der Suche nach dem Typen, der das Geld genommen hat, und nehmen an, es ist Ronald, Lucys Verlobter. Das dieser von der Statur her ganz anders gebaut ist, als die gesuchte Person, fällt ihnen aber erst nach Stunden der Observierung auf? 
Und dann wird die Krankenschwester Miss Madisun entführt, die mit der Geschichte eigentlich gar nichts zu tun hat, außer, dass sie ihren Job gemacht hat. Das ist vollkommen unverhältnismäßig und hat Lubitch unnötig weiter in Gefahr gebracht. Da verstehe ich die Entführung von Peter noch eher, aber diese war im Hörspiel so schnell wieder vorbei, dass da für mich kaum Spannung aufkam.
Der Spruch mit dem Cheeseburger war vollkommen fehl am Platz und wie man in die Hausnummer der besten Freundin aus Versehen einen Zahlendreher einbauen kann, muss mir auch noch jemand erklären...
Alles in allem: Ich finde den Fall auf dem Papier recht gut, weil es lange unklar bleibt, was genau sich zugetragen hat und wer hier mit wem unter einer Decke steckt. Aber so richtig nachvollziehbar sind vor allem die Handlungen von Lubitch nicht (viel zu auffällig und vorschnell) und Spannung im eigentlichen Sinne kommt auch nicht wirklich auf, weil die Gefahr jeweils sehr schnell aufgelöst wird (Peter kann sich und die Krankenschwester schnell befreien und am Ende kommt Cotta ex Machina). Kann man sich aber ganz gut anhören.
7 von 10 Punkten
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14.08.2025 17:42
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21.08.2025 16:50
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HildaW
Junghexe
Dabei seit: 04.04.2024
Beiträge: 1.446
Spiel-Beiträge: 27
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            und 1 weitere.
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"Die drei ??? und der lebende Tresor"… oder: „Die drei ??? und die verschwundene Tasche“
Ein umständliches Gespräch zu Beginn, es zieht sich und die Auftraggeberin ist richtig pampig und unverschämt. Das stimmt nicht gut auf die Folge ein.
Es kommt ein neuer Peilsender zum Einsatz, die integrierte Wanze wurde leider noch nie ausprobiert, was für ein Anfängerfehler. (In Folge 99 „Rufmord“ hatten sie eine Wanze, mit der sie eine halbe Autostunde entfernt bequem zuhören konnten…).
Zwischenzeitlich kommt mal kurz Spannung auf, als Peter entführt wird.
Bob und Justus erfahren derweil beim Sushiessen etwas von einer Tasche.
Zurück zu Peter, der Erzähler erzählt noch mal für den unaufmerksamen Hörer, was vor wenigen Minuten mit Peter passierte. Peters Dietrich blieb unentdeckt – und zack, befreit. War eine kurze Spannung.
Freundin Mandy ist ziemlich anstrengend anzuhören. Immerhin darf sie mit einer Frau verheiratet sein, ohne dass da jemand ein (noch so gut gemeintes) Fass aufmacht. Einfach „ah ja, verstehe“, ganz selbstverständlich unaufgeregt, sehr schön.
Kurze Recherche, Überlegungen – es geht um Versicherungsbetrug! Bisschen plötzlich die Erkenntnis: Alles ist anders, die Klientin ist die Täterin -und damit der lebende Tresor-, weiß es aufgrund ihrer Amnesie aber nicht.
Showdown in den Santa Monica Mountains.. Noch eine kleine Bedrohungsszene… und dann eine umständliche Erzählung wie alles war…. Ziemlich langatmig.
Und dann zieht es sich noch weiter… Ein verspäteter Brief klärt den Rest. Die Erinnerungen fehlen noch, die Tasche bleibt verschwunden, auf eine Anzeige verzichtet man... Blödes Ende, zu offen.
Eine dieser Folgen, deren Geschichte ich ganz gut finde, aber deren Erzählweise mir zu langatmig und uninteressant ist.
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14.09.2025 14:36
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