Ich fand die Folge nicht so spannend, hatte bei dem Titel viel mehr erwartet...
Eigentlich passiert fast gar nichts...
Eine Frau mit Angst vor Insekten wird von einer Vogelscheuche in Angst versetzt, Justus redet viel und irgendwie gehts dann mal wieder um Bilder...
Ich fand die Folge nicht so spannend, hatte bei dem Titel viel mehr erwartet...
Eigentlich passiert fast gar nichts...
Eine Frau mit Angst vor Insekten wird von einer Vogelscheuche in Angst versetzt, Justus redet viel und irgendwie gehts dann mal wieder um Bilder...
Sehe ich leider ähnlich. Finde die späteren Folgen einfach besser, zumindest teilweise.
Als kids betrieben wir beim ersten gemeinsamen Hören eine Art Wette.
Wer richtig erraten hatte, wer denn am Schluss die Vogelscheuche war, durfte bestimmen, welche Masters Of The Universe Figur er sich als nächstes wünschen oder von einem Freund zumindest ausleihen oder tauschen durfte.
Ich hatte Pech, und das brachte mich um Whiplash oder Mer-Man, wenn ich mich richtig erinnere.
__________________ "Mach es Dir einfach, okay? Was ist 1 plus 1?"
Die drei Fragezeichen - und der Ameisenmensch (032)
Der Titel klingt sehr interessant, das Cover ist gut gezeichnet und der Klappentext hört sich vielversprechend an. Die Geschichte ist auch nicht schlecht, aber irgendwie bleiben mir die Charaktere zu blass und es kommt keine gute Atmosphäre auf. Die Auflösung gefällt mir trotzdem ganz gut.
Fazit: 4 von 10 Punkten
__________________ Ich möchte bitte in Zukunft mit den Pronomen dey/denen angesprochen werden:
Beispielsätze:
Dey hat das Telefon abgehoben.
Ist das deren Hund?
Ich bin denen erst kürzlich begegnet.
Ich verstehe dey so gut.
Wow. Also so viele dramatische Schreie gibts sonst in kaum einer Folge!
Just ist teils ziemlich taktlos der weinenden Frau gegenüber, aber Gefühle sind scheinbar eben nicht so ganz seins.
Die Geschichte ist eigentlich echt ganz nett, aber das Ende kommt mir auch ein bisschen zu sehr aus dem nichts. Spannend wird es, als Justus im Feld attackiert wird, aber das Hörspiel hat auch so seine Längen. Finde ich zumindest. Von daher ist sie nicht schlecht, aber ich würde sie nicht zu meinen häufig gehörten Folgen zählen.
Eine matschige Straße und ab in den Graben. Justus wird mit einer Vogelscheuche verwechselt. Ein Insektenforscher, der Bücher über räuberische Ameisen schrieb.
Eine Beschreibung der wandelnden Vogelscheuche und eine Warnung.
Der Auftrag, die Sache mit der Vogelscheuche aufzuklären.
Eine Ameiseninvasion, herbeigeschleppt von der Vogelscheuche, die auch sonst gerne mit Insekten wirft.
Ein Besuch im Museum. Eine Vogelspinne am Pool.
Auftritt der Vogelscheuche, Sensenangriff auf Justus und Letitia. Anruf bei der Polizei.
Ein heimlicher Ausflug. Ein Laster, gefahren von einem Schwimmbadreiniger.
Die drei ??? als Hausdurchsucher, ein Tunnel im Keller, der zum Museum führt.
Ertappt von der Vogelscheuche und eingesperrt. Befreiung durch den Schwimmbadreiniger, der gerne mal das Haus beobachtet und sich über das Wegbleiben der drei Jungs wunderte.
Und dann sind irgendwie alle Täter, und Justus hat den Durchblick.
Die Folge gefällt mir, es ist nur etwas seltsam, dass sie nach dem „Ameisenmenschen“ und nicht nach der wandelnden Vogelscheuche benannt ist. Und diese Auflösung, dass Justus plötzlich den Durchblick hat und alles erklärt, finde ich etwas nervig.
Das Hörspiel hat mit der Sense schwingenden Vogelscheuche eine wirklich gruselige Schreckensgestalt, wie sie auch in Horrorfilmen vorkommen könnte, und außerdem das spannende Mysterium, wer denn nun unter der Verkleidung steckt - und was genau damit bewirkt werden soll. Es ist damit in der Tradition eines typischen "Whodunit" geschrieben.
Die Hörspielumsetzung stellt die Geschichte im Vergleich zum Buch sehr komprimiert dar. So werden die Geschehnisse von mehreren Tagen (im Buch) auf lediglich ungefähr zwei Tage (im Hörspiel) zusammengelegt. Dabei fällt natürlich einiges weg.
Spoiler für das Buch
- Letitias Charakter wird im Buch deutlich mehr beleuchtet. Man erfährt, dass sie gerade eine Trennung hinter sich hat und darum in ihr Elternhaus zurückgekehrt ist, um sich dort zu erholen. Außerdem wird erklärt, dass sie bereits als Kind eine traumatische Begegnung mit einer ausgestopften Vogelscheuche hatte, aus der viele kleine Spinnen herauskrabbelten und über ihren Körper liefen. Dieses Kindheitstrauma hat sie nie überwunden.
- Letitia und Mr. Wooley beauftragen die Drei Fragezeichen, weil die Polizei ihnen nicht glaubt und ein Privatdetektiv den Auftrag vielleicht annehmen würde, aber nur, um die Bezahlung zu kassieren. Die drei Jungs hingegen machen den Eindruck, dass sie wirklich helfen wollen.
- Justus, Peter und Bob stellen deutlich mehr Nachforschungen an. So werden die Hintergründe der Verdächtigen überprüft (Peter ermittelt über den Insektenforscher Mr. Wooley in der Universität, Bob erkundigt sich über Gary Malz bei einem ehemaligen Dozenten von ihm und Justus geht zu einer Agentur für Dienstleistungen, um dem Ehepaar Burroughs auf den Zahn zu fühlen). Außerdem gibt es nächtliche Überwachung mit Kommunikation per Walkie-Talkie.
- Das Rätsel um Mr. Agnier, der bis vor kurzem für die Poolreinigung zuständig war und Burroughs beim Abtransport der ausgegrabenen Erde erwischt hat und daraufhin gefeuert wurde, wird im Buch länger aufgebaut, da die Jungen ihm mehrmals begegnen und auch seinen Überwachungsposten im Schuppen erst deutlich später finden.
- Mrs. Chumley gibt seit mehreren Jahren (!) vor, im Rollstuhl zu sitzen! Sie war einst die Hausdame von Letitias Mutter. Als diese verstarb und man für Mrs. Chumley keine Verwendung mehr hatte, wollte sie ihre angenehme Unterkunft in dem schönen Haus nicht aufgeben. Als sie dann kurz darauf einen Unfall hatte, nutzte sie die Gelegenheit, eine Gehbehinderung vorzugeben und sich so lebenslanges Wohnrecht in dem Haus zu erschleichen. Und so lange Letitia und ihr Bruder auf Reisen waren (was häufig vorkam), konnte sie dort wie eine Königin leben.
- Es gibt eine ziemlich gruselige Szene, in der Justus in Mr. Wooleys Haus ist und ein riesiger Strom an Killer-Ameisen ihn umzingelt und er nur in allerletzter Minute gerettet werden kann. Die Szene hätte im Hörspiel eine spannende Action-Szene sein können, wäre für Kinder aber unter Umständen auch ein bisschen heftig gewesen.
- Die Auflösung kommt im Buch nicht ganz so überraschend. Es gibt vorher schon einige Momente, in denen hinterfragt wird, ob Mrs. Chumley wirklich an den Rollstuhl gefesselt ist und dass irgendetwas mit Mr. Malz und dem Museum nicht stimmt. Die Burroughs stehen die ganze Zeit weit oben auf der Verdächtigenliste, weil sie sich eben beim Vogelscheuche-Spielen abwechseln könnten.
Trotz dieser Kürzungen schafft es das Hörspielskript recht gut, die einzelnen Versatzstücke in eine knappe, kurzweilige Geschichte zusammenzusetzen. Außerdem sind die Sprechleistungen sehr gut und besonders Marianne Kehlau kann die Angst von Letita glaubwürdig darstellen.
8 von 10 Punkten
Edit: Das (Hör-)Buch hat meine Meinung vom Hörspiel wirklich positiv beeinflusst. Vielleicht sollte ich öfter mal ein paar der (vor allem alten) Bücher lesen.