Zu deiner Frage: Ja, die Bücher sind aktuell so schlecht. Eigentlich ist Marx der Einzige, der es noch draufhat und daher hoffe ich auf Folge ... 194
Und ganz ehrlich: Viele Storys zwischen 61-120 fand ich auch eher mau, aber da war noch richtig Kopfkino in den Hörspielen drinne und selbst schwache Geschichten wie zB Schlucht der Dämonen haben mir gut als Hörspiel gefallen. Nach dem Rechtsstreit war irgendwie die Luft raus. Die Folgen wurden einfach immer langatmiger, mit mehr Dialogen und weniger Action. Gerade bei den letzten Folgen sind mit dem Kabinett des Zauberers, dem letzten Song und dem Mann ohne Augen wieder drei prima Beispiele dafür dabei. Das Buch vom Zaubererkabinett habe ich gelesen und fand es gelungen, das Hörspiel ist schlicht zu textlastig ausgefallen. Der letzte Song wurde als Buch von vielen sehr gelobt und das konnte ich nach dem Hörspiel so gar nicht nachvollziehen.
Und ja, auch das Highlight Insel des Vergessens (186, sowohl Buch als auch Hörspiel) wäre bis 2005 noch mit mehr Esprit umgesetzt worden.
Ich bin einfach der Meinung - und das meinen viele - die Serie hat ihren Zenit seit Feuermond überschritten. Vor allem aber müsste - das wäre der erste richtige Schritt - Skriptautor Minninger endlich ersetzt werden. Wer auch immer die Skripte der drei !!! verfasst, ist ein Genie, da höre ich mir auch schwache Geschichten mit sehr wenigen Ausnahmen gerne an, weil die viiiiel flüssiger und besser produziert werden und da stören 70 Minuten Laufzeit fast nie.
Bei den drei ??? werden gute Bücher meist in allenfalls passable Hörspiele verwandelt und dass da ne gute Buchvorlage zu Grunde lag, merkt man teilweise schon gar nicht mehr.
Klar gibt es immer wieder Ausnahmen. Haus des Henkers und Hexengarten haben mich begeistert, den komplette 170er-Block konnte ich ebenfalls - trotz fehlendem Highlight - gut hören.
Schlechte Vorlagen wie zB das Tuch der Toten sind als Hörspiel für mich überraschend unterhaltsam ausgefallen, vielleicht lag es an meiner Erwartungshaltung. So was ist aber selten geworden.
Auf längere Sicht gesehen läuft es einfach nicht mehr. Das ist nicht "schlecht reden", sondern Realismus. Pro Jahr gibt es sechs Hörspiele. Drei würden ausreichen. Denn auch die Buchvorlagen werden immer schwächer. Klar kann man mit dem Argument kommen, nach fast 200 Büchern was Neues zu zaubern ist halt schwer. Verstehe ich auch. Aber dann soll man es doch einfach gleich bleiben lassen und bei der 200 mit Würde abtreten. Es gibt mittlerweile nur noch 2 (!!) Leute, die an den DDF-Hörspielen wirklich beteiligt sind, Minninger macht quasi alles alleine und das merkt man den Hörspielen auch an.
Einfach ein paar Leute von Hui Buh und ähnlichen Kleinkindserien von Europa abzweigen und zu den drei ??? schicken und es würde sicherlich besser laufen.
Um auf dich zurückzukommen, ich kann auf Basis der Erkenntnisse und Resultate der letzten Jahre schon einen Blick in die Zukunft werfen. Ich wäre viel optimistischer, wenn wir noch das Jahr 2002 schreiben würden. Da fielen 0815-Storys durch ihre Umsetzung nicht so auf. Heute schon.
DDF ist da auch nicht die einzige Serie. Die Fünf Freunde haben mächtig an der neuen Autorin zu kauen, die ihre Geschichten nachts bei nem Sekt in einer Kneipe zusammenzuschreiben scheint. Benjamin Blümchen ist auch nicht mehr wie früher eben durch Stellas Einführung und Donnellys Ausstieg. Und Bibi und Tina haben sich auch verändert; wobei mich das da nicht so extrem stört.
Man muss auch mal realistisch sein. Die großen Hörspieljahre, wo mit Elan an die Arbeit gegangen wurde, sind vorbei. Die drei !!! sind da eine wirklich erfrischende Ausnahme.