Da lässt man euch einmal alleine ...
Also, pro und contra Dopingmixer ...
Pro:
- gute USA-College-Atmo - das hat BJHW auf eine Weise hingekriegt, wie es ihren Nachfolgern praktisch nicht mehr möglich ist
- solider Post-Crimebusters-Fall, in dem Justus als Computergenie und Peter als Sport-Ass auftreten darf
- generell typisches 90er-DDF-Flair mit allem, was dazugehört, incl. Musik, die man auch in guten TKKG-Folgen aus derselben Ära findet
- flüssige Erzählweise, gerade durch die Buchbearbeitung von HGF (ich sag nur, Athleten laufen los, kurze Anmerkung dazu für den Hörer, Startschuss fällt und fertig - das gäbe heute alleine 5 min. an Erklärungen)
- Lys kommt vor (ja, ich gehöre zu der Minderheit derer, die das als Pluspunkt empfindet ...

)
Contra:
- völlig unnötiger Nebenfall mit dem Blumendiebstahl, der mit dem Hauptfall nicht im Mindesten zusammenhängt
- der ist sogar dermaßen unnötig, dass die Abschlussmusik vorzeitig gespielt wird und irgendwer gemerkt haben muss, dass da doch noch was fehlt - die rührselige Verwandtschaftsgeschichte musste unbedingt noch mit rein ...
- hier ging es mit Bobs Rumgezicke derart extrem los, dass nicht mal HGF noch was retten konnte (vergleicht man da etwa Buch und Hörspiel beim "riskanten Ritt")
- DDF tragen zur eigentlichen Lösung des Falles letztendlich wenig bei; den Doping-Fall löst Lys fast im Alleingang, und im Pflanzen-Fall macht Tante Mathilda die Hauptarbeit
Letztendlich ist die Folge für mich knapp unteres Mittelfeld, aber beileibe nicht die mieseste Folge, die je erschien - das war zumindest mein Fazit, nachdem ich sie letztes Jahr zum ersten Mal nach über zehn Jahren wieder gehört habe. Es ist also nichts, was ich mir besonders oft gönne, aber sie ist definitiv nicht unhörbar, vielleicht auch wegen der damaligen Produktions- und Erzählweise, und weil ein damals brandaktuelles Thema immerhin im Ansatz gut angegangen wurde.
So, endlich hab ich sowohl Freunde wie auch Gegner der Folge zum Feind.