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160 - Das Grauen naht um Zwölf
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Murphy
Nanu, warum steht hier kein Text?
Dabei seit: 21.04.2021
Beiträge: 3.812
Spiel-Beiträge: 38
1. Experte: TKKG
2. Experte: Die drei ???
Hörspielserien:
  
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Eine gruselige Nacht auf hoher See
Passend zu Halloween veröffentlichte damals Europa ein TKKG-Gruselhörspiel. Mich hat diese Folge gut unterhalten. Zwar gibt es nur wenige Gruselszenen, aber die ganze Geschichte ist gut durchdacht und logisch aufgebaut worden. Die Dialoge sind wieder hervorragend und dieses Mal war die Auflösung meiner Meinung nach wirklich überraschend. Das interessante Cover wirkt eher lustig als gruselig. Der Hörer erfährt dadurch, wie die TKKG-Bande gekleidet ist.
Die Sprecherleistungen sind überwiegend gut. Die vier Hauptsprecher haben eine ausgezeichnete Arbeit abgeliefert. Von den Gastsprechern hat mir Lutz Herkenrath als Christopher und Jacob Weigert als Frankenstein am besten gefallen, da sie ihre Rollen am glaubwürdigsten präsentieren. Roy Martens als Stewart und Lena Vogt als Rezeptionistin haben mir nicht gefallen, da sie wenig glaubwürdig wirken. Zuletzt bleibt zu sagen, dass Wolfgang Kaven als Erzähler hörenswert ist.
Die Zwischenmusiken sind gut ausgewählt und eingesetzt worden. Ein gutes altes Musikstück, dass auch schon damals in der „H. G. Francis Gruselserie“ eingesetzt wurde, ist mir bei der ersten Gruselszene aufgefallen. Dank der passenden Geräusche und Effekte ist auch die Atmosphäre wieder erstklassig.
Fazit
Der Hörer bekommt eine weitere gute Folge von André Minninger serviert. Wer sie noch nicht kennt, sollte sie sich anhören. Innerhalb der ganzen Serie gehört sie zum besten Drittel aller Folgen.
7 Punkte
__________________ Nennen Sie mich einen Verschwörungstheoretiker, aber ich behaupte, dass Louis Armstrong nie auf dem Mond war!
Romeo und Julia treffen sich. Julia fragt Romeo: "Was machen wir heute Abend?"
Darauf antwortet Romeo: "Ich richte mich nach dir!"
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24.02.2022 17:39
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Olle_Viri
Blauer Töröö
 
Dabei seit: 27.05.2023
Beiträge: 118
Spiel-Beiträge: 0
1. Experte: TKKG
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(Spoilergefahr!!!)
Es ist Halloween, und TKKG sind als Gäste auf dem Luxus-Liner 'Lucifer', auf dem eine riesige Halloweenparty stattfindet. Hier wird erstmal Atmosphäre und Stimmung aufgebaut, bevor der Fall überhaupt so richtig losgeht. Das wurde hier ganz gut gemacht und ist das richtige Rezept gewesen. Das schrille Geschrei angesichts des Totenkopfes im Nebel dann aber doch etwas übertrieben, vor allem dann noch von TKKG hinterher. Der Fall selber wurde extrem nach dem Baukastenprinzip erstellt, den die Täter diesmal sogar gefüllt mit Wackersteinen, Teufelskostümen und einer Puppe in Form eines überschweren Koffers mitschleppen. So kann man es natürlich auch machen. In der Theorie ist das Ganze zwar gut und logisch durchdacht, aber in der Praxis sehr fragwürdig an vielen Stellen. Eine Puppe mit Wackersteinen zu füllen, wenn sie nicht gleich in sich zusammensackt dürfte es zumindest Zeit kosten genau wie das Verkleiden als Teufel an Deck und schwer unbemerkt bleiben angesichts so vieler Gäste. Dass zahlreiche Gäste den Teufel zu fassen kriegen könnten (und damit der Plan ohnehin futsch ist), auch diese wahrscheinliche Möglichkeit wird (von den Verbrechern und Minninger) ausgeblendet. Eben ein bisschen Pipi Langstrumpf (ich mach die Welt wie sie mir gefällt) mit dem passenden Zubehör im Koffer, und es passt. Die Story ist somit zumindest praktisch gesehen eher schwach geraten. Dass es Minninger versteht, auch Sprecher unter fiktiven Masken verständlich in Szene zu setzen, das hat er bewiesen. Wobei es dann bei den 'Außerirdischen' schwierig wird für den Zuhörer. Von der Produktion ist das Hörspiel wieder gelungen, wenngleich die Sprecher diesmal doch eher mittelmäßig sind. Das Potential für auch gute Storys bei Minninger ist erkennbar, aber so wirklich hat er es seit seinem Einstand als Drehbuschreiber nur in der Sommercamp-Folge bisher umgesetzt finde ich.
Fazit: Halloween, Luxusliner und ein Fall aus dem Baukastenkoffer, der im Praxistest kaum überzeugt. Insgesamt in Ordnung, aber mehr dann auch nicht. 5/10
weitere Anmerkungen:
Tim als eleganter Vampir, Karl als Werwolf, der sich fast selber an seinen Zähnen verschluckt, Klößchen als Glöckner von Notre Dame (nicht mit Laterne sondern Schokoladentafel wenn man genau hinsieht). Gaby als waschechte Zigeunerin (es heißt zwar politisch korrekt Hexe im Hörspiel, sieht aber doch mehr nach Zigeunerin aus), das Kostüm hat sie sicher von ihrer Cousine Evi ausgeliehen ;-)
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31.10.2023 13:40
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31.10.2023 14:05
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Volker_Mars
Punkerhexe
 
Dabei seit: 01.06.2021
Beiträge: 2.351
Spiel-Beiträge: 254
Herkunft: Hannover
1. Experte: TKKG
2. Experte: Fünf Freunde
3. Experte: Bibi & Tina
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Auch eine tolle Folge!
Natürlich ist im allgemeinen Hörspielkosmos es etwas ausgelutscht, dass man Urlaube im Preisausschreiben gewinnt, aber nun gut.
Die Folge fand ich toll.
Durch die Halloweenstimmung hat das ganze dann sowieso einen etwas düsteren Touch!
Die Auflösung war auch etwas überraschend.
9 Punkte.
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22.02.2024 22:37
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HildaW
Junghexe
Dabei seit: 04.04.2024
Beiträge: 1.174
Spiel-Beiträge: 27
1. Experte: Hanni und Nanni
2. Experte: TKKG
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           und 1 weitere.
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Es geht auf ein Traumschiff.
Gleich ein Zusammenstoß mit „Dr. Frankenstein“. Dann ein paar Aliens, etwas Geblödel, ab in Kabine 13, eine ver(w)irrte Künstlerin an der Tür.
Klößchen, der in anderen Folgen "zur Seekrankheit neigt", hätte gerne ein Unwetter. Schiff bewundern (keinerlei kritische Bemerkung über Kreuzfahrten), futtern, fotografieren, Nebelbank, eine Projektion sorgt für Panik. Der „Teufel“ benimmt sich seltsam, Tim vermutet, da muss was im Gange sein.
Und so wird wenigstens ein bisschen ermittelt, jedenfalls bis ein Feuerwerk angekündigt wird, das lenkt alle ab. Die eigentliche Tat ist schnell erzählt.
Am nächsten Morgen ist Kommissar Glockner an Bord, Tim im Bademantel hat eine Idee und verkleidet sich als Page. Dann werden alle Vorgänge samt Motiven erklärt. “Vor Inbetriebnahme des Mundwerks – Gehirn einschalten“ – den Satz hört man auch in einer Hanni und Nanni-Folge. Die ganze Szene ist mir zu langatmig, und hat mir zu viel von den Erklärmonologen des Justus Jonas.
Eine eigentlich gute Geschichte, viel Atmosphäre, aber: Viel Vorlauf, nur wenig Ermittlung, dann viel Erklärung. Nicht meins, ich mag es lieber, wenn ermittelt und nach und nach herausgefunden statt nur „herausgedacht“ wird.
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26.01.2025 20:10
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HerrSchmeichler
Oberhexe
   
Dabei seit: 11.01.2022
Beiträge: 3.148
Spiel-Beiträge: 104
1. Experte: Benjamin Blümchen
2. Experte: Die drei ???
3. Experte: TKKG
Hörspielserien:
         und 5 weitere.
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Ich mag die Folge ganz gerne, denn das Kreuzfahrtschiff-Setting bietet viele Möglichkeiten und ist gleichzeitig ein "abgeschlossener Raum", bei dem (aufgrund der wenigen handlungsrelevanten Figuren) sogar fast ein bisschen Kammerspiel-Atmosphäre aufkommt. Außerdem hat das Ganze mit dem Halloween-Thema eine zusätzliche, besondere Komponente, die sie von anderen Folgen abhebt.
Achtung, Spoiler!
Die Folge lässt sich am Anfang Zeit, Atmosphäre aufzubauen und die wichtigen Figuren einzuführen, was ich gar nicht mal schlecht finde. Auch die Zuweisung der Kostüme fand ich ganz amüsant. Man merkt als Hörer natürlich sofort, dass mit Frau Kuhlenberg und ihrem Begleiter irgendetwas nicht stimmt, aber was das ist, kann man da noch nicht sagen.
Dann ein Schreckmoment beim Fotografieren: Ein riesiger Totenkopf im Nebel! Das ist der erste Moment, an dem man sich ein bisschen an eine Detektivserie aus den USA erinnert fühlt. Dann kommt der Mordanschlag auf Frau Kuhlenberg, der ziemlich spannend inszeniert ist. Es wird ein bisschen ermittelt und dann darf sich Tim noch verkleiden, bevor man die Verbrecher stellt.
Der Plan des Duos ist gar nicht mal schlecht, wenn auch etwas aufwendig. Aber er existiert halt auch in erster Linie dafür, TKKG und die Hörerschaft rätseln zu lassen. Das funktioniert ganz gut, finde ich.
| Zitat von HildaW: | | Dann werden alle Vorgänge samt Motiven erklärt. [...] Die ganze Szene ist mir zu langatmig, und hat mir zu viel von den Erklärmonologen des Justus Jonas. |
Das finde ich auch. Überhaupt gibt es mehrere Momente, die mich an die ??? denken lassen haben (Totenkopf im Nebel, einer der Detektive verkleidet sich, langer Monolog am Ende). Ob Minninger die Geschichte vielleicht ursprünglich mal für die ??? oder Die DR3I vorgesehen hatte...
Da sich die Ermittlungen sich in Grenzen halten, lebt die Folge mehr von der Atmosphäre und den Dialogen, und die sind meiner Meinung nach wirklich gut gelungen. Wie der Mann die übereifrige Gaby mit "Vor Inbetriebnahme des Mundwerks – Gehirn einschalten" auflaufen lässt, war schon witzig
Mir gefällt die Sprecherin von Frau Kuhlenberg sehr gut, denn sie hat für mich ein bisschen was von einer jungen Judy Winter (eine etwas tiefere, leicht rauchige Stimme). Kann aber auch an der Rolle liegen, dass ich diese Assoziation hatte.
Es ist vielleicht nicht die spannendste, unvorhersehbarste Geschichte, aber ich finde sie sehr unterhaltsam und sie passt perfekt ins "Cosy Crime" Genre. Außerdem haben wir hier mal einen Fall auf einem Kreuzfahrtschiff, worauf ich bei den ??? immer noch warte.
8 von 10 Punkten
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03.02.2026 18:24
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