Geschrieben von HildaW am 10.04.2026 um 14:51:
„Die etwas andere Tanzschule“ – hätte lustig sein können, ist leider alles völlig überzogen: Wir siezen uns alle, es wird gesungen und ausschließlich Walzer getanzt. Und der Schwanentanz, der ist leider nur albern, soll aber wohl lustig sein. Zwischendrin erblickt Anton Anna, die zum Fenster hereinschaut – wie auch immer sie ihn da fand.
Später kommt Rüdiger zu Besuch und fasst kurz zusammen, wieso er und seine Geschwister unter der Aufsicht von Tante Dorothee wieder zurückgekehrt sind.
Und Abflug zum Friedhof! Der kleine Vampir will was aus der Gruft holen. Was auch immer, jedenfalls betritt nun Lumpi die Bildfläche, der sich ebenfalls für die Tanzstunde interessiert. Wirkt sehr konstruiert. Und Rüdiger will jetzt sofort die „Heimaterde“, dann hockt Anna plötzlich im Schrank – dabei war sie doch eben noch in der Gruft? Gleich wieder das Generve mit Parfum und Verliebtheit und Eifersucht. Gekreische um die Heimaterde… nervige Szenen und so lose, so unfertig aneinander gereiht.
Tanzstunde, Herr Schwanenhals ist nicht sonderlich begeistert, dass drei unangekündigte Gäste teilnehmen wollen: „Wir sehen es nicht allzu gern, wenn jemand aus heiterem Himmel bei uns hereinschneit“ – naja, bei heiterem Himmel schneit es auch eher nicht.
„Sind wir hier richtig bei der Tanzschule ‚Schwarzer Hals‘?“ erkundigt sich Lumpi.
Irgendwo eine lustige Idee, aber gleichzeitig auch befremdlich, wie die drei da auftauchen. Die eiskalten Hände, der Geruch, die Zähne… scheint alles kein Problem zu sein.
Anna gerät mit Susanne in Streit und Anton ist sich sicher, Anna hätte Susanne in den Hals gebissen? Ausgerechnet Anna?
Ein nächtliches Gespräch in Antons Zimmer, Rüdiger hat sich verliebt und Anton soll „ganz diskret“ herausbekommen, was Melanie von ihm hält.

Die Szene ist lustig.
Dann wird es absurd, um den Kurs zu bezahlen, macht Anton sich Gedanken: Vielleicht könnte Rüdiger arbeiten? Als Platzanweiser in der Spätvorstellung im Kino?
Und schon ist wieder Tanzstunde, Rüdiger fürchtet sich vor Melanies Eltern – doch plötzlich ist Olga da, zurückgekehrt aus Paris. Diesmal war sie also tatsächlich dort? Rüdiger jedenfalls ist spontan begeistert, was für ein Hin und Her.
Das ist schon lustig (also so im Hörspiel...), wie die beiden alles aufmischen, Vampirpolka und „tiefes kehliges“ Knurren, leider wirken die Dialoge ziemlich gekünstelt.
„Rüdiger scheint dir eine Menge zu bedeuten“… Antons Mutter ist ja eine richtige Schnellmerkerin…
Und nochmal Rüdiger zu Besuch: Olga kam nur wegen ihm zurück, um seinen Geburtstag zu feiern, am 15. Oktober, das ist der übernächste Samstag. Am Anfang hieß es, der Urlaub in Transsylvanien liegt drei Monate zurück – und der war im August… egal.
Komische Idee, da nach längerer Zeit nochmal zwei Folgen nachzuschieben. Wäre interessant gewesen, warum so und nicht anders. An sich schön, dass man weitestgehend die Originalsprecher gewinnen konnte, gerade, wenn es nur zwei Folgen sind. Aber offenbar war es nötig, dass vor allem Anton seine Stimme künstlich höher schraubte, wodurch viele Dialoge sehr künstlich und z.T. übertrieben klangen, teils auch so, als würden die Sprecher sich selbst über ihre Texte lustig machen.
Durchmischte Folge. Viele kurze Szenen, manchen lustig, manche toll, viele leider nervig bis albern, insgesamt kein großes Hörvergnügen.