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Geschrieben von Info-Box am 19.08.2010 um 18:20:
092 - Todesflug
Erscheinungsdatum: 09.10.00 |
Länge: ca. 60 Min. |
Buch: André Minninger, Buchvorlage Ben Nevis |
Regie: Heikedine Körting |
Ton: André Minninger
| Inhalt |
| Justus, Peter und Bob sitzen fest: Mitten in der Wüste versagt ihr Auto und das Wasser geht zur Neige. Die Nerven der drei Jungs sind zum Zerreißen gespannt. Plötzlich durchbricht ein Dröhnen die Stille: Ein Tiefflieger zieht über ihre Köpfe hinweg und setzt zur Landung an. Die drei Detektive schöpfen Hoffnung. Das könnte die Rettung bedeuten. Doch unversehens geraten sie in eine tödliche Falle. Ein größenwahnsinniger Weltraumforscher bringt Bob in höchste Lebensgefahr. Wie können die drei cleveren Jungs verhindern, dass Bob ins Weltall geschossen wird? |
| Rollen & Synchronsprecher |
| Justus Jonas |
Oliver Rohrbeck |
| Peter Shaw |
Jens Wawrczeck |
| Bob Andrews |
Andreas Fröhlich |
| Dr. Gregory Gregstone |
Wolf Rahtjen |
| Butch |
Frank Felicetti |
| Ramirez |
Tobias Schmidt |
| Radiosprecher |
Hubertus Borck |
| Erzähler |
Matthias Fuchs |
|
|
| Erwähnte Charaktere ohne Sprechrolle |
| Mr Andrews (Vater von Bob) |
| Doe Dungeon |
|
Geschrieben von Mikosch373 am 01.07.2014 um 16:06:
Die Folge beginnt sehr gut und auch sehr spannend, aber wird dann sehr langatmig und langweilig und bis zum Ende hin bleibt dies dann auch so.
3 von 10.
Geschrieben von Maybe am 27.02.2016 um 17:01:
Ich fand die Folge richtig, richtig gut!
War irgendwie einfach voll nach meinem Geschmack
Schon der Anfang in der Wüste war super... die drei ganz allein gefangen im Nichts... und dann die unerwarteten Wendungen, die Szenen mit dem irren Typen, der denkt, sie wurden zum Aushorchen geschickt... Zwischendurch immer wieder Spannungsmomente und voll geniale Einfälle
Also ich war begeistert und kanns nur empfehlen.
Von Anfang bis zum Ende mega spannend,
werd ich garantiert öfter hören
Geschrieben von Murphy am 11.09.2021 um 13:48:
Ein legendärer Flop
Dass diese Folge ein Flop ist, ist ja mittlerweile ein "Allgemeinplatz". Auch mir hat sie nicht gefallen. Die ersten 20 Minuten des Hörspiels sind noch ganz in Ordnung, aber dann ...
Auch die Sprecherleistungen sind überwiegend nicht gut. Lediglich die Hauptsprecher (also die der drei ???) liefern eine gewohnt gute Leistung ab.
Fazit: Flop! Gehört zu den 10 schlechtesten Folgen der ganzen Reihe. Sie ist aber interessanterweise nicht die schlechteste Folge der ganzen Serie ...
2 Punkte
Geschrieben von MihaiEftimin am 22.09.2021 um 23:10:
Todesflug. Muss ich noch mehr sagen?
Da wären wir also, acht Folgen vor dem nächsten großen Kracher, in dem es um Atomraketen geht, und exakt 100 Folgen vor ... was auch immer uns Dittert damit sagen wollte.

"Es war trotzdem ein Wahnsinnstrip, den ich nicht so schnell vergessen werde!" sagt Bob am Ende, und joa, das konnte ich schon beim ersten Genuss dieser Folge bestätigen.

Die Folge fängt nett an, auch wenn ich mich wundere, warum man nur einen Wasserkanister in die Wüste mitnimmt (wobei, hatten die im Buch nicht auch noch Cola dabei? Es ist lange her ...). Die einzigen, die sie auf ihrer Fahrt zum summenden Berg antreffen, sind Mitarbeiter eines Astronomen, der sie sogleich für Spione hält. Niemand weiß genau, was er von den drei ??? erwartet hätte - dass sie hereinspazieren nach dem Motto, "Ja Tach, wir sind von der CIA und sollen herausfinden, wer hier Flugzeuge und Satelliten abschießt! Sie haben nicht zufälligerweise eine geheime Raketenabschussbasis? Nein? Schade. Naja, nichts für ungut."?

Immerhin kommt es danach zu Fluchtversuchen, deren Inszenierung langweiliger hätte werden können, und mit Ramires haben wir mal wieder einen Mexikaner mit Akzent, was bei den drei ??? immer gut ankommt. Insgesamt hat die Story viel James-Bond-Feeling, mit dem extrem intelligenten, aber auch ebenso verrückten Bösi McEvil in Form von Dr. Gregstone und seinem nicht ganz so schlauen Assistenten Butch (der in der Folge konsequent "Batsch" ausgesprochen wird ... EUROPA und fremdländische Namen ...). Zum Ende hin kommt natürlich Bobs Weltraumfahrt, die bei vielen Fans zur traurigen Legende wurde und der Folge bis heute ihren Status als abschreckendes Beispiel beschert. (Und als das Werk, das Ben Nevis auch 21 Jahre später niemand verzeihen zu wollen scheint.)
Von der Produktion her ist die Folge aber immerhin gar nicht so schlecht. Die sehr kurze Sprecherliste wird von namhaften Persönlichkeiten besetzt, wie Wolf Rathjen als Gregstone oder Frank Felicetti als Butch, die ihre Sache sehr ordentlich machen. Die Musik ist weitgehend passend; lediglich die Technomucke während Bobs Aufenthalt im Weltraum kam mir leicht deplatziert vor.

Soundeffekte sind sehr passend eingesetzt.
Ja, inhaltlich hat "Todesflug" so seine Macken, besonders was Realismus angeht, und darauf, wie gut sie in eine Serie wie die drei ??? passt, will ich lieber gar nicht näher eingehen - das wissen wir ohnehin alle. Dennoch setze ich mich aufs ganz hohe Ross und gebe der "Mutter aller Gurken" aus heutiger, aktualisierter Perspektive und unabhängig vom Gesamtwerk der Serie 4/10, da atmosphärisch alles stimmt, die Folge einfach einen herrlichen Trashfaktor hat, und seither Folgen erschienen sind, die ich um einiges schlechter fand.
Davon abgesehen bleibt die Folge der Serie wenigstens in einem Punkt treu: Bob kriegt's wieder ab.
Die drei Worte: "Wüste, Wissenschaftler, Weltraumflug" (danke an den Kollegen aus einem anderen Forum, der damit um die Ecke kam), "Pech statistisch unwahrscheinlich", "bei NASA rausgeflogen", "Raketenheini programmiert Realität", oder (Achtung, Insider!) "... zero! Engage!! Poyekhali!!!"
Geschrieben von Retro am 23.09.2021 um 01:54:
In der Gesamtwertung - 5 - Mit Gurke & Legendärer Flop ist also nix. Auch wenn das einige so möchten. Bei einem Megaflop erwarte ich bei 10 Stimmen 2 Punkte im Durchschnitt.
Geschrieben von MihaiEftimin am 23.09.2021 um 08:31:
| Zitat von Retro: |
In der Gesamtwertung - 5 - Mit Gurke & Legendärer Flop ist also nix. Auch wenn das einige so möchten. Bei einem Megaflop erwarte ich bei 10 Stimmen 2 Punkte im Durchschnitt.
|
Die Durchschnittsbewertungen hier sind ohnehin höchst interessant ... nach denen müsste "Dopingmixer" auch besser sein als der "lachende Schatten" ...
Geschrieben von Mangobanane am 23.09.2021 um 09:05:
Ich gebe ja zu, dass meine 2 Punkte aus heutiger Sicht nicht mehr zeitgemäß sind. Wobei es mal 1 Punkt war und Ditterts - ich nenne es mal - „Remake“ mit Peter dafür gesorgt hat, dass ich es aufgewertet habe. Die Serie hat gerade innerhalb der letzten 30 Folgen sehr viel hervorgebracht, wo ich Todesflug produktionstechnisch definitiv vorziehe. Ich weigere mich aber trotzdem, auf eine Schulnote 4 zu gehen, dafür ist das ganze Storykonstrukt einfach viel zu hanebüchen und schwachsinnig und das schon lange vor dem Weltraumflug.
Geschrieben von MihaiEftimin am 23.09.2021 um 09:10:
Klar, wenn man die Story mal durchdenkt, ist sie völlig hanebüchen, auch schon in der ersten Hälfte. Das "Problem" ist, dass ich sie trotzdem irgendwie unterhaltsam finde, und dass sie eben gut inszeniert wurde. Und immerhin hätte ich dir vor dem Wiederhören sagen können, worum es in der Folge geht - frag mich mal nach dem "Feuergeist" ...
Geschrieben von Mangobanane am 23.09.2021 um 09:15:
Feuergeist finde ich wiederum gar nicht so verkehrt. Zumindest als Hörspiel nicht - ist sehr knackig inszeniert und die ersten 3/4 auch von der Geschichte her okay, nur der Schluss ist ziemlicher Käse. Also eine der schlechtesten Folgen ist es für mich bei Weitem nicht, aber manche sehen darin das schlimmste Werk, das Sonnleitner je verbrochen hat. Ist es vielleicht ja auch als Buch. Aber dann hat Minninger es definitiv aufgewertet. Schwache Vorlagen liegen ihm ja irgendwie.
Geschrieben von MihaiEftimin am 23.09.2021 um 09:21:
Für Schwaches hat Minninger eine Schwäche, das ist ja etablierter Fakt.

Ich sag's mal anders - bei TKKG waren die "Killerpflanzen" für mich früher, in Schulnoten ausgedrückt, eine 6- mit Sternchen.

Ist mittlerweile auch anders, und nicht nur, weil das vor Machwerken wie "Blindgänger im Villenviertel" war. Die Folge finde ich mittlerweile auch recht unterhaltsam. Trashbonus halt ...
Geschrieben von Mikosch373 am 03.12.2022 um 13:45:
Die drei Fragezeichen - Todesflug (092)
Diese Folge habe ich in keiner guten Erinnerung. Dabei finde ich Titel und Cover relativ ansprechend und der Klappentext würde sich auch gut anhören, wenn er nicht ein bisschen zu viel von der Story verraten würde. Ich bin mal gespannt, wie mir die Folge heute gefällt und ob ich sie nach hinten raus immer noch so langweilig finde.
Den Anfang finde ich nach wie vor stark. Wie die drei Jungs in der Wüste stranden und dann auch noch kein Funkgerät und kein Wasser haben, gefällt mir einfach gut, weil sie dadurch auf sich gestellt sind. Das bringt Spannung rein. Und das mit dem summenden Berg ist fast mystisch, nur kann man sich durch Titel, Cover und Klappentext natürlich denken, warum der Berg summt und bebt.
Danach finde ich die Geschichte aber – genauso wie damals – irgendwie langweilig. Es liegt nicht mal daran, dass das Ganze langweilig erzählt ist, eigentlich ist es sogar spannend erzählt. Aber es kommt irgendwie nicht bei mir an, ich schweife jedes Mal ab, und je näher wir dem Ende kommen, desto abgedrehter und unrealistischer wird es. Als ob der Geheimdienst drei Jungs aus Kalifornien zum Spionieren schickt… Ich gehe von 3 auf 2 Punkte runter.
Fazit: 2 von 10 Punkten
Geschrieben von Mangobanane am 25.06.2025 um 09:50:
Die drei ??? 092 - Todesflug
So, da
@GenerationMartinshof ja momentan ganz gut bei den drei ??? drin ist, aber bevorzugt die Folgen mit hoher Durchschnittsbewertung hört (was ich bei den drei !!! damals nicht anders gemacht habe

), hab ich mal fallen lassen, dass mich ihre Meinung zu einer absoluten Trashfolge brennend interessieren würde. Und welche Folge wäre dafür besser geeignet als DER Flop aller Flops, die Folge, die so ziemlich jedem Fan einfällt, wenn man nach den fünf schlimmsten Folgen aller Zeiten fragt? Exactly: Ben Nevis' legendärer Todesflug. Nicht mal Marco Sonnleitner hat es jemals geschafft, so berühmt-berüchtigten Nonsense abzuliefern - und das heißt was. Todesflug ist für DDF-Fans das, was für Bibi-Fans das Schmusekätzchen ist (und für Benjamin-Fans tippe ich mal auf "kriegt ein Geschenk"). Alle drei Produktionen haben gemeinsam, dass sie später eigentlich zigfach untertroffen worden sind, was ihren Legendenstatus als Vollkatastrophe allerdings nicht mindert.
Produktionstechnisch könnte Todesflug mittlerweile sogar im soliden Mittelfeld der Serie herumdümpeln. Ein Faktor, der auch einem ähnlich absurden Kracher wie "Panik im Park" bewertungstechnisch hilft. Sicher, wenn man allein nach Plausibilität der Geschichte urteilt, dann ist und bleibt Todesflug für immer eine glatte 0/10. Ne Zeit lang dachte ich mal, dass die Folge ohne Weltraumflug ja doch eigentlich noch recht akzeptabel wäre. Aber wenn man mal ehrlich draufschaut:
- Die drei ??? nehmen EINEN Wasserkanister mit in die Wüste und haben sonst keine Trinkflaschen dabei
- Bob hat einfach mal random Leuchtraketen dabei und die drei ??? ballern damit in der Gegend herum (WTF?)
- Justus beruft sich immer wieder darauf, dass DDF ja in einer Notsituation seien und man ihnen damit helfen MUSS, obwohl Butch ihnen klar gemacht hat, dass sie verschwinden sollen. Peter und Bob wenden nichts dagegen ein, dass Justus dem Wagen UNBEDINGT folgen will
- Es fällt natürlich absolut niemandem auf, dass da eine geheime Raketenbasis in der Wüste steht, selbst nachdem diese Rakete mehrmals bemannt ins All geschossen wurde und natürlich jedes Mal exakt dort, wo sie startete, auch wieder landet. Es lässt sich auch null zurückverfolgen, dass munter Satelliten abgeknallt werden. Ganz zu schweigen davon, dass diese ganze Sache von EINER Person gesteuert wird, deren Helfer ein kleiner Junge, der bei Bedarf auch mit ner Waffe rumfuchtelt und ein offenbar semi-wichtiger Unsympath sind, dessen wichtigste Fähigkeit für die NASA war, Listen auszudrucken (ganz wichtiger Job!)
- Warum braucht man so viele Zahnputz-GLÄSER in dieser Zelle?
- Dass Gregstone so paranoid ist und daran glaubt, dass DDF Spione sind... geschenkt. Aber Butch sollte doch eigentlich auffallen, dass es irgendwie nicht schlüssig wirkt, dass diese Spione ohne Auto in der Wüste rumlaufen und drei Leuchtraketen abfeuern, damit er zu ihnen kommt. Das macht einfach so gar keinen Sinn. Davon abgesehen wäre es den Geheimdiensten halt ein Leichtes, diese Drei-Mann-Basis auszuhebeln, wenn man denn wollen würde. Dazu braucht man keine drei Jugendlichen aus Kalifornien, die nicht mal Waffen, aber putzige Visitenkarten dabei haben
- Ein Computerspiel so programmieren zu können, dass man damit in der realen Welt Schaden anrichten kann, ohne dass das irgendjemand merkt, halte ich mal dezent für Käse
- Wer hat bitte die URL eines Spiels in der Tasche dabei?
- Der Hammer: Wenn Ramirez schon nicht so easy-peasy den Laser reparieren kann, warum sollte Bob es dann können? Das wirkt n bisschen so, als wäre Gregstone plötzlich alles wumpe, sein Raumschiff ist ihm auch egal - kann man ja sicher easy bei Amazon nachbestellen - und er hat einfach Bock darauf, einen Spion ins All zu schießen. Okay, kann lustig werden, aber wäre mir zu teuer, vor allem wenn ich, wie er öfters betont, "kurz vorm Ziel" wäre
- Dass Justus Bob bereitwillig ins Messer laufen lässt und dann ganz entsetzt ist, dass Bob WIRKLICH von dem Irren ins All geschossen wird, wäre für mich n Moment gewesen, ihm Scheinheiligkeit zu unterstellen und die Freundschaft zu kündigen. Man kann jetzt auch noch hinterfragen, wieso Bob sich so bereitwillig anschnallt
- Hat nichts mit der Story zu tun, aber warum ertönt plötzlich das Musik-Theme der Zentrale? War das damals irgendwie Pflicht, dass das immer dabei ist? Passt halt einfach null
- Reichlich ungelenk: Peter brüllt den Hörer an, dass sie Gregstone überwältigt haben. Ja, danke für die Info. Hat Justus und Ramirez eine kurzzeitige Blindheit befallen? Überhaupt hat Jens Wawrczeck in dieser Folge so einige Aussetzer ("Wo seid ihr denn? Rettet uns!") und seine Figur trägt auch herzlich wenig zum Geschehen bei
- Am Ende fliehen Gregstone und Butch. Ob man sie fasst, erfährt man nie. Hatte da jemand ne Fortsetzung im Köcher und hat es dann doch lieber gelassen? (Falls ja: Her damit. Ist jetzt eh egal). Ansonsten halt einfach reichlich unnötiges Ende
Ist Todesflug also der absurdeste Schwachsinn der Seriengeschichte? Sicherlich. Selbst Ditterts Triaden-Verniedlichung exakt 100 Folgen später kommt dagegen nicht an. Beweist "Todesflug", dass man als etablierter Autor auch den hanebüchensten Unsinn vom Stapel lassen kann, der nicht abgelehnt wird? Zweifellos. Hätte man die Geschichte durch das Weglassen des Weltraumfluges von Bob Andrews retten können? Wohl kaum.
Ist Todesflug also folgerichtig die mit Abstand schlechteste Folge der Serie? ... Nein.
Ich persönlich finde die 92 sogar besser als andere Flops dieser Ära ("Im Bann des Voodoo" oder "Vampir im Internet"). Warum? Weil sie einfach unterhält. Weil die Ausnahmesituation, in der die Detektive stecken, spannend ist und die Geschichte nicht langweilt, sondern flüssig ist. Weil die Story Interesse weckt, was viele neuere Folgen nicht von sich behaupten können. Weil sie mit ganzen dreieinhalb Gastsprechern auskommen muss, vielleicht sogar die einzige Folge ohne eine einzige Frauenrolle ist - und man dennoch keine Sprecher vermisst (kleiner Wink an Kiddinx: So kann man es machen!). Weil die Storyline wenigstens konsequent durchgezogen wird und man nicht fünf Minuten vor Schluss mit einer krassen Wendung ("Haha, alles nur geträumt / war nur inszeniert") das Gerüst sprengt.
Viele Flops der DDF-Historie würde ich als verschwendete Lebenszeit bezeichnen. Folgen wie "Das Aztekenschwert", "Das Narbengesicht", "Das Geheimnis der Särge", "Im Bann des Drachen", "Legende der Gaukler" oder "Die schweigende Grotte" finde ich persönlich so dermaßen miserabel, dass ich sie allerhöchstens nochmal hören würde, wenn ich die Serie eines Tages chronologisch durchhöre. "Todesflug" kann ich mir alle paar Jubeljahre immer mal wieder anhören und denke dabei - wie auch bei "Panik im Park" und "Schlucht der Dämonen" - wie schön doch die Zeit war, als man selbst die größte Grütze ansprechend verkauft hat, weil BMG 60-Minuten-Hörspiele wollte und Minninger und die Hauptsprecher noch motiviert waren. Ich sag's, wie es ist: Der Rechtsstreit hat die Serie gekillt. Und ich bin mir fast sicher, wäre "Im Bann des Drachen" ungefähr 80 Folgen früher erschienen, sie hätte jetzt einen ähnlichen Legendenstatus wie Bobs Weltraumflug.
Bleibt noch zu erwähnen, dass ich - Schande über mein Haupt - Wolf Rathjen hier streckenweise für Jürgen Thormann gehalten habe. Aber Rathjen ist auch super. Leider nur wenige Jahre später verstorben.
Kann ich mich nach all den Jahren zu einer 3/10 aufraffen? Noch nicht. Dafür ist die Serie aktuell dann doch noch nicht schlecht genug. Aber man arbeitet dran.
2/10
Geschrieben von Mikosch373 am 25.06.2025 um 14:45:
Ich stimme dir in vielen Punkten zu, „Todesflug“ ist peinlich und ein absoluter Flop. Allerdings muss ich vehement widersprechen, was den Rechtsstreit angeht. Der hat die Serie definitiv nicht gekillt. Danach kam noch eine halbe Ära voller geiler Folgen. Dass die Serie den Bach runtergeht, hat deutlich später eingesetzt. Und natürlich muss ich auch Jens Wawrczeck verteidigen, er rockt die Folge.
Geschrieben von GenerationMartinshof am 26.06.2025 um 19:22:
Ja also wie man oben lesen konnte, hat Mango mir die Folge angekündigt damit, dass ich bitte auch mal eine Trash-Folge hören soll. Und was soll ich sagen? Sie ist wirklich trashig.
Bei der Tatsache, dass sie viel zu wenig Wasser dabei haben, war ich noch nur halb irritiert, aber bei den Leuchtraketen bin ich dann doch hellhörig geworden und hab nur ein "Na klaaaar" verlauten lassen. Im Ernst: Das war der Moment, in dem ich überlegt habe, ob es sich vielleicht um eine Satire-Folge handelt.
Ein Nein akzeptieren die drei dann auch nicht und verfolgen die Person erstmal weiter. Okay, Notsituation, aber man hätte drauf kommen können, dass das dann vielleicht nicht die beste Gesellschaft ist.
| Zitat von Mangobanane: |
| Es fällt natürlich absolut niemandem auf, dass da eine geheime Raketenbasis in der Wüste steht, selbst nachdem diese Rakete mehrmals bemannt ins All geschossen wurde und natürlich jedes Mal exakt dort, wo sie startete, auch wieder landet. Es lässt sich auch null zurückverfolgen, dass munter Satelliten abgeknallt werden. |
Quatsch, ist doch total aunauffällig, wie soll das jemand mitkriegen!
| Zitat von Mangobanane: |
| Warum braucht man so viele Zahnputz-GLÄSER in dieser Zelle? |
Muss ja alles seine (hygienische) Ordnung haben!
Dass die drei die ganze Zeit als Spione verdächtigt werden, halte ich irgendwie auch für Quatsch, dann hätten sie sich ja wirklich ganz anders aufgeführt.
Bei der URL in der Tasche war's bei mir auch vorbei. Da habe ich mich wirklich gefragt, wer auf DIE Idee gekommen ist.
Als Bob dann ins All geschossen wird, hab ich dann aber echt gedacht, dass die Folge doch nicht ernst gemeint sein kann. Also sorry, aber das ist doch an Quatsch nicht mehr zu überbieten. What the...
Ich bin auch an vielen Stellen einfach abgeschweift, weil ich der wirren Story gar nicht so recht folgen konnte. Weil die Folge aber trotzdem irgendwie witzig, weil einfach total absurd, ist, gebe ich ihr mal 2 Punkte.
Geschrieben von HildaW am 28.08.2025 um 18:11:
Da ist sie also, die legendäre Flopfolge. So haarsträubend absurd, dass sie schon wieder gut ist.
Zeitweise wirkt das Ganze wie eine Satire – etwa die Anfangsszene, in der man konstruieren muss, warum die drei mitten in der Wüste festitzen und zwar ohne Wasser und ohne Funkgerät.
Es geht abstrus weiter: Justus will unbedingt von dem Typen Hilfe, der ihn soeben mit einem Gewehr bedrohte – ist doch eine Notlage, muss man doch einsehen!
Und so werden die Jungs eingesperrt, die Visitenkarte wird mal nicht überreicht, sondern bei einer Durchsuchung gefunden und es gibt sogar Zahnputzgläser!
Und eine Luke im Boden, die dank Peters Dietrichset geöffnet werden kann und so nimmt das Schicksal seinen Lauf und Bob findet sich in einem Spaceshuttle wieder und wird mal kurz ins All geschossen.
Natürlich kehrt er heil zur Erde zurück: „Alles bestens, Kollegen.“
Ich habe eine total furchtbare Folge erwartet, wurde aber bestens unterhalten. So richtig passt die Handlung nicht in diese Serie, aber trotzdem: Ich mag die Folge.
Geschrieben von HerrSchmeichler am 28.09.2025 um 12:00:
An dieser legendären Folge scheiden sich die Geister und das ist auch verständlich.
Dabei macht die Folge in der ersten Hälfte einiges richtig: Die drei Fragezeichen finden sich durch eine Autopanne in einer ungastlichen Wüstenlandschaft in einer Notsituation wieder, stoßen erst auf einen bewaffneten Mann, der ihnen Hilfe verweht, und dann auf eine ehemalige Station der NASA. Dort werden sie für Spitzel gehalten und eingesperrt und versuchen, sich zu befreien. Wenn man eines diesem Hörspiel nicht vorwerfen kann, dann, dass es langweilig wäre.
Allerdings hat die Geschichte einfach zu viele Logiklöcher und Ungereimtheiten, um irgendwie überzeugen zu können. Der Moment, bei dem dann wirklich jede Glaubwürdigkeit flöten geht, ist, als Bob (mit Zutun von Justus) ins All geschossen wird. Ein wirklicher "Jump the Shark"-Moment. Auch die Motivation des Bösewichts ist weit hergeholt und zu übertrieben.
Handwerklich ist die Folge gut gemacht. Sprechleistung und Geräusche sind größtenteils gut, wobei ich vom Sound für die Leuchtraketen etwas irritiert war.
Die Folge hat zwar ein paar ganz gute Momente (z.B. Bobs Flucht durch den Stollen, der dann einstürzt), aber in der Gesamtheit sind einfach zu viele Übertreibungen und Ungereimtheiten, um eine gute, organische Geschichte zu ergeben, die auch in das ???-Universum passt.
4 von 10 Punkten
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