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Geschrieben von Info-Box am 05.02.2019 um 22:10:
176 - Verbrechen im Rampenlicht
Geschrieben von Murphy am 06.03.2022 um 20:37:
TV-Casting im Zwielicht
Mit dieser Folge gab Buchautor Bernd Adelholzer seinen Einstand als TKKG-Autor. André Minninger verfasste das Hörspieldrehbuch. Erfreulicherweise geht es nach längerer Zeit mal wieder um ein Thema, dass bisher noch nie in der TKKG-Serie verarbeitet wurde: um TV-Castingshows, die in Deutschland bekanntlich sehr angesagt sind. Aktuell gibt es mindestens vier Formate. Auch einigen realen TV-Castings wird immer wieder vorgeworfen, unseriös zu sein. Aber gegen Gesetze verstoßen sie scheinbar nicht. In der TKKG-Welt muss es sich natürlich um Verbrecher handeln, sonst wäre es kein Fall.
Das Hörspiel ist stets interessant und unterhaltsam. Zwischendurch wird es auch spannend. Es gibt einige tolle Charaktere in der Story. Diesmal gibt es mehr Humor als sonst im Durchschnitt. Das hat Spaß gemacht. Lustig ist zum Beispiel, wie Celine Klößchen exaltierend in Schutz nimmt, die Fortsetzung der „rasenden Hängematte“ oder mal wieder die ulkigen Namen einiger Figuren. Last, but not least sind der Showdown und das anschließende Gespräch auch witzig geworden.
Das Cover zeigt die Castingteilnehmer in Aktion. Meiner Meinung nach ist die Illustration sehr gut gelungen. Es ist das bisher beste seit dem Designwechsel.
Das Sprecherensemble steigert das Hörvergnügen. Einen Ausfall gibt es nicht zu verzeichnen. Die vier Hauptsprecher sind wie gewohnt erstklassig in ihren Rollen. Von den zahlreichen Gastsprechern haben mir Leonard Mahlich als Lars Öckeltorf, Gabriele Libbach als Jessica Jensen, Julia Förster als Celine und Jannik Schürmann als Max am besten gefallen. Der kürzlich verstorbene Sprecher Edgar Bessen hat in diesem Hörspiel seinen vorletzten Auftritt als Kommissar Glockner. André Minninger ist als Polizist Ettel wieder amüsant.
Die Zwischenmusiken sind überwiegend hervorragend. Geräusche und Effekte sind ausgezeichnet. Aber das ist man ja von Europa gewohnt.
Fazit
Der damals neue Autor Bernd Adelholzer bringt frischen Wind in die Serie. Sein Erstling „Verbrechen im Rampenlicht“ ist toll geworden. Ein neues Thema wurde interessant, humorvoll und stets unterhaltsam präsentiert. Es hätte nur etwas spannender sein können.
8 Punkte
Geschrieben von marcm200 am 02.11.2023 um 11:49:
Eine vorgetäuschte Casting-Show für Jugendliche aus dem Internat, ungültige Verträge, Technik wird eingesetzt (Karls Bastelbrille), ein Long-Con der TV-Verbrecher - mit viel Risiko, dass einer der rausgeflogenen Teilnehmer sich verplappert. Aber auch Klößchens Show-Idee findet keinen Anklang.
Die erste Mission könnte man gut in ein Computerspiel einbauen (Tonne schieben, auf die Schultern klettern, Scheibe einschlagen usw.).
Zitat der Folge: "Karls Eltern waren auf einem Vortrag über Gravitationsdynamik."
(Auch Karl interessiert sich ja für Grundlagenphysik im "Grausamen Rächer", dort allerdings für die Welt des Kleinsten.
Und auch Frau Vierstein scheint ein breites wissenschaftliches Interesse zu haben - im Adventskalender "Weihnachtsmenü" arbeietet sie ja in einer Apotheke/ist selbst Pharmazeutin?)
Insgesamt gute 8/10 Punkte.
Geschrieben von MihaiEftimin am 03.11.2023 um 00:17:
Die These, dass Bernd Adelholzer und Ben Nevis ein und dieselbe Person sind, werde ich so lange vertreten, bis mir einwandfrei das Gegenteil bewiesen wird. Change my mind.
Ansonsten immer noch gute Folge, was eine erstaunliche Aussage sein dürfte, wenn man bedenkt, dass beide Fölsters am Start sind.

Zudem ist sie ein Meilenstein im TKKG-Kanon, da ab hier festgelegt wurde, dass auch Mädchen intern im Internat aufgenommen werden; bis hierhin waren sie ausschließlich extern zugelassen. Eine Änderung, die ich komplett in Ordnung finde, und die Potential für eine neue Art von Geschichten bieten könnte.
Das Thema Casting ist modern und damit für eine Serie, die von Tag 1 an am Puls der Zeit zu sein gewünscht hat, absolut angemessen. Gleichzeitig erhält sie auch ihren pädagogischen Wert, indem sie klarmacht, dass im Showbusiness bei weitem nicht alles Gold ist, was glänzt.
Insgesamt also eine Folge, die thematisch schon eher zu DDA gepasst hätte und dort natürlich auch entsprechend verwertet wurde, sich aber von der Umsetzung her durchaus nicht hinter ähnlich gearteten Folgen verstecken muss.
Geschrieben von Volker_Mars am 28.02.2024 um 23:20:
Ich finde die Folge geil!
War mal was anderes!
Kids die irgendwo einsteigen müssen und sich in einem Wettbewerb messen.
So naiv kann man ja schon fast eigentlich nicht sein, aber wenn es doch für das Fernsehen produziert wird... Charaktere und Wettbewerb finde ich klasse inszeniert!
Top!
Geschrieben von Chantal-Marie am 07.05.2024 um 17:06:
Ich mochte die Folge echt sehr gerne. Castingshow ist mal was ganz anderes. Ich fand diesen Plan eigentlich ganz cool. Dieser Aufwand nur weil der Chef die Praktikanten scheiße behandelt hat, darauf muss man erstmal kommen.
Dass die Kinder da mitmachen ok, aber spätestens als gesagt wurde, dass der Vertrag von den minderjährigen Schülern unterschrieben werden muss, hätten wenigstens ein paar das ganze hinterfragen müssen, aber gut, dann gäbe es die Folge nicht.
Neue Ideen sind gerade bei so einer langlaufenden Serien sehr wichtig. Andauernd das Drogenthema, ahhh, ich kann es nicht mehr hören 😂 und auch immer wieder Entführungen, naja da kommt es immerhin noch auf die Umsetzung drauf an, aber besonders toll finde ich das nicht mehr.
Geschrieben von Klara_Fall am 04.07.2024 um 19:45:
Eine Folge, der ich eher ambivalent gegenüber stehe.
Die Grundidee: klasse!

Auch und gerade für ein Hörspiel mit der Zielgruppe (auch

) der Jugendlichen. Und doch fällt es mir immer wieder schwer, sie entspannt zu hören.
Ich will den Jugendlichen, die auf diesem schrägen Weg "und dann bin ich endlich berühmt" nach Anerkennung suchen, helfen. Gleichzeitig weiß ich, dass ich viel zu ungeduldig mit dieser Klientel bin/wäre. Mit Senioren habe ich alle Geduld der Welt, mit Jugendlichen fällt/fiele es mir beruflich echt schwer und diskutiere ich innerlich, während ich das Hörspiel höre.
Da treten die Erwachsenen für ich völlig in den Hintergrund. Auch, wenn den "beiden Ex-Praktikanten" sicherlich ebenfalls ein paar reflektierende Gespräche (die sind ja noch unreifer als die Jugendlichen!

) gut täten. Krawallski (was für g**** Namen!) sind auch sowas von typisch für mein Bild von Teilnehmenden solcher TV-Formate. Ja, da habe ich vielleicht auch ein bissl Klischees im Kopf.
Wie gesagt. Sehr viele, sehr schöne Ideen und Charakterzeichnungen.
Und doch kann ich die Folge - mehr noch als bei anderen Folgen - nicht hören, ohne dass ich innerlich mit all diesen "Nasen" in ein "pädagogisch wertvolles" Gespräch will. Aber das liegt zu 100% an mir und wohl weniger an dem Hörspiel.
Da "eigentlich" echt gut, gute Idee, interessante Charaktere, ein paar nette Lacher, solide Sprecher*innenleistungen: 7 Punkte
Geschrieben von HildaW am 02.02.2025 um 18:48:
Vorauswahl für die Casting Show „Try hard – Kids ohne Gnade“. Ein völlig neues Konzept und so supergeheim, dass nicht mal die Eltern der Teilnehmer etwas wissen dürfen. Aber TKKG erfahren davon und Tim gelingt der nachträgliche Einstieg. („Ich bin Peter Carsting“

)
Und dann gelingt auch der nächtliche Einstieg in eine Lagerhalle. Erst eine Diskussion, dann übern Zaun klettern, Fenster einschlagen, ... gibt es da keine Alarmanlage?
KKG besichtigen das Stardust-Studio und erfahren, dass das „Try hard“-Konzept vom Chef abgelehnt wurde.
Für die nächste Show soll in ebendessen Villa eingebrochen werden. Zeitgleich steigen die berüchtigten Krawalski-Brüder ein, um Feuer zu legen, das tun sie öfter mal. Sie werden nicht nur von den Casting-Show-Teilnehmern überrascht, sondern auch von der Haushälterin und dann platzt auch schon Kommissar Glockner herein. Der „tosenden Hollywoodschaukel“ sei Dank konnte Klößchen von einer Besenkammer aus (nein, nicht die Telefonzelle im Internat) einen Notruf absetzen.
Die irritierte Haushälterin hätte gerne eine Erklärung, eigentlich hätte die Folge an der Stelle gut mit allgemeinem Gelächter enden können, stattdessen gibt es noch eine Szene in Marios Eispalat und wir lernen: „Mitmachen ist besser als gewinnen.“
Wirklich tolle Folge! Nebenbei wird erwähnt, dass nun auch Mädchen im Internat wohnen dürfen, ich bin gespannt, ob man in künftigen Folgen da Geschichten draus strickt.
Die vorgegaukelte Casting-Show ist dermaßen überzogen, dass es schon wieder gut ist. Etwas irritierend ist, dass über den ersten Einbruch nichts durch die Presse geht (oder Gaby die Info von ihrem Papi hat). Aber: Endlich mal wieder TKKG-würdige Namen

, Klößchen darf ein bisschen spleenig sein mit seiner bevorzugten Literatur (wenn er auch nicht daraus zitiert) und von eine Showkolade fabulieren, auch insgesamt kommt der Humor nicht zu kurz und das Ganze wird spannend erzählt. Bitte mehr in diesem Stil!
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