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Geschrieben von Info-Box am 06.02.2019 um 15:11:

  197 - Bei Anpfiff Übergabe




Geschrieben von Murphy am 11.04.2022 um 12:35:

 

Gehen die Gangster in der Knockout-Runde K.O.?

Passend zur Fußball-Europameisterschaft 2016 veröffentlicht Europa Anfang Juni dieses TKKG-Hörspiel, in dem es um diesen Rasensport geht. Allerdings ist Fußball nur der Aufhänger. Der Fall um die Wettmafia ereignet sich während der EM, ohne dass eine Jahreszahl genannt wird. Mit aktueller Jahreszahl hätte sich Autor Hofstetter als Hellseher entpuppt: Der Erzähler erwähnt, dass Italien der Viertelfinalgegner von Deutschland ist. Die Geschichte „Bei Anpfiff Übergabe“ ist stets interessant, kurzweilig und immer wieder spannend. Gerade letzterer Punkt war meiner Meinung nach in den meisten Hörspielen zwischen Folge 90 und 155 sehr selten gegeben.

TKKG und Nico stellen im Verlauf der Story fest, dass sie niemandem vertrauen können. Dieser Aspekt macht die Hörspielhandlung noch interessanter und fördert gelegentlich die Spannung weiter. Ich empfinde die Spitznamen der Gangster ulkig. (Kopf, die Hand, die Faust). Das Prinzip erinnert an den einen oder anderen Film von Quentin Tarantino. Im Zusammenhang mit den Spitznamen finde ich einen Erzählersatz im letzten Hörspielviertel sehr amüsant: „Tim hatte keinen Kopf für Fußball.“
Es gibt auch eine mysteriöse Szene: Klößchen wird von Schokolade schlecht. Das ist bisher noch nie vorgekommen in der Serie. Die Ursache wird nicht geklärt – auch ungewöhnlich. Alle vier TKKG-Mitglieder haben ungefähr gleichviel Text. Zum Beispiel erklärt Karl mal wieder die Bedeutungen eines Begriffs. Auffällig ist allerdings sein Schweigen, während ein Verdächtiger einen besonderen Billardtisch (Carambolage) erklärt. Scheinbar kannte Karl diese Billardvariante nicht, obwohl er doch angeblich alles weiß. Die Figurenzeichnung ist diesmal nur mittelmäßig geworden, überwiegend holzschnittartig. Der serientypische Humor ist mal wieder reichlich vorhanden und überzeugt.

Das tolle Cover zeigt den Anfang der Episode, als das SEK in Aktion ist.

Die Sprecherleistungen können sich hören lassen. Über die vier Hauptsprecher braucht man eigentlich nichts mehr sagen, sie sind gewohnt erstklassig. Von den Gastsprechern haben mir Stefan Brönnecke als Heinfried Herbst, Tobias Diakow als Nico König und Urs Affolter als Nestor Mang am besten gefallen. Wolfgang Kaven als Erzähler ist sehr gut.

Die Zwischenmusiken sind gut ausgewählt und eingesetzt worden. Es gibt einige Stücke zu hören, die erstmals gegen Ende der 80er Jahre bei Europa eingesetzt worden sind. Geräusche und Effekte sind wunderbar in das Hörspiel integriert worden.

Fazit

Diese TKKG-Hörspielfolge „Bei Anpfiff Übergabe“ ist hervorragend. Sie zählt zu Martin Hofstetters besten Folgen.


9 Punkte.

Hinweis: Ich kenne nur die erste Version dieses Hörspiels.



Geschrieben von Klara_Fall am 07.05.2024 um 10:23:

 

Während der letzten Tage habe ich diese Folge mal wieder beim Autofahren gehört.

Im Grunde hat sie doch alles, was eine TKKG-Folge haben muss: Spannung, Witz, gute Sprecherleistungen... und doch: ich werde mit ihr nicht so richtig warm und merke, wie ich oft nicht mehr "dabei" bin, wenn TKKG ermitteln und abschweife. Ob ich deshalb die Folge bzw. deren Inhalt auch als eher kompliziert erlebe?

Am Ende in der Bibliothek bin ich mir unschlüssig, ob ich die Nennung der Moorleichen-Folge und der Schlafenden-Chinesin-Folge genial oder total doof finde.

Dies ist eine Folge, bei der ich vermutlich etwas objektiver eine höhere Punktzahl geben würde. So (subjektiv) und nach den Kriterien "mag ich", "höre ich oft/gerne", "kann mich fesseln" nur irgendwo zwischen 6 und 7 Punkte ... 7



Geschrieben von Volker_Mars am 10.07.2024 um 17:17:

 

Allein der Klappentext mit dem letzten Satz... furchtbar!

Was ich jedoch ganz witzig fand... die Übereinstimmungen mit den damaligen Ergebnissen im Vorgruppenverlauf der deutschen Nationalmannschaft.

Trikotfälschungen und die Wettmanipulation fand ich jedoch wirklich schwach umgesetzt.

3 Punkte. Roll Eyes



Geschrieben von HildaW am 09.02.2025 um 18:28:

 

Herren-Europameisterschaft im Fußball, Public-Viewing, Fähnchen, Krach, Achtelfinale.
Zusammenstoß mit einem Unbekannten, so ein Sch-sch-sch-scheibenkleister. Fettes Grinsen

Das SEK an einer Kneipe, die Wettmafia ist zugange.
Klößchen hatte zu viel Schokolade und redet wirr, was ist das für eine schräge Szene?
Neben dem Adlernest regnet es durchs Dach, weiter unten ist eine Bodendiele kaputt – der Bruchbudentrakt. Erstaunt
Der Vater von Nico König ist gerade festgenommen worden, daher darf Nico spontan im regennassen Zimmer wohnen. Der Dialog ist sehr zäh-unangenehm, unnötig lang.
Nächtlicher Überfall, versehentlich auf Tim, das kommt dabei raus, wenn man nicht im eigenen Bett schläft. Zwinker

TKKG helfen Nico, weil Tim auch nur noch einen Elternteil hat? Nicht, weil sie TKKG sind und sich grundsätzlich einmischen und Fälle lösen? Kratzend
Gespräch, Fußballgucken, Matratze tragen, Unterricht. Ermittlungen in der Kneipe „Kein Zurück“, der Wirt trägt einen Lederhandschuh und will direkt mal flüchten.

Klößchen ist schon wieder schlecht von Schokolade. Kratzend
Weiter geht es mit den Ermittlungen und Vermutungen, ein spannender neuer Verdacht.
Oskar muss regungslos liegen bleiben – und gehorcht, das ist erstaunlich. Fettes Grinsen Der Verdacht hat sich zerschlagen, eine Falle wird versucht.
Sich in einer Bücherei einschließen lassen? Was ist das denn für eine eigenartige Idee? Showdown, leider etwas langatmig.

Wie beim letzten Fall schon hat Klößchen außer Gerede übers Essen nicht viel beizutragen.
Tobias Diakow scheint langsam in die Rolle zu finden. Er klingt nicht mehr ganz so künstlich, dafür durchschnittlicher, ich kann nicht immer zuordnen, ob da gerade Karl oder eine Episodenrolle spricht, diesem Fall Nico, viel zu ähnlich für meine Durchschnittsohren.
Viele spannende Elemente, aber zu langatmig, ich wünsche mir gerade mal wieder die Zeiten zurück, in denen Hörspiele gewöhnlich nur 45 Minuten dauerten.


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