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Geschrieben von Info-Box am 06.02.2019 um 15:29:
099 - Hilflos in eisiger Nacht
Geschrieben von Murphy am 06.07.2021 um 22:21:
Sowohl dramatisch, als auch spannend...!
In dieser Folge geht es um Außerirdische und um Rache über den Tod hinaus. Hörspieldrehbuchautor André Minninger hat die literarische Vorlage nur sehr geringfügig gekürzt. Mit knapp 70 Minuten Spielzeit dürfte „Hilflos in eisiger Nacht“ das zweitlängste Hörspiel der TKKG-Serie (nach Nr. 175) sein. Leider ist die Handlung zu stark nach dem Zufallsprinzip konstruiert. Als Beispiel sei der Einstieg mit dem Rechercheauftrag der Schülerzeitung genannt. Trotzdem ist die Story für den Folgenbereich noch ganz gut geworden. Der Humor kommt nicht zu kurz und die Figurenzeichnung ist mal wieder ausgezeichnet.
Das Cover von Reiner Stolte hat nichts mit der Hörspielhandlung zu tun. Ich finde es mittelmäßig.
Die Sprecherleistungen sind alle hervorragend. Die vier Hauptsprecher sind gewohnt erstklassig in ihren Rollen. Von den Gastsprechern haben mir Wolf Rathjen als Cornelius Luhe, Michael von Rospatt als Fred Zeiler sowie Achim Schülke als Verbrecher Körner am besten gefallen. Eine Minirolle hat André Minninger: Er spielt einen der Schüler bei der Konferenz der Schülerzeitung. Als Erzähler ist Günter König gewohnt gut.
Die Auswahl der Zwischenmusiken ist solide. Das ging jedoch schon mal besser. Geräusche und Effekte sind ausgezeichnet.
Fazit
Die Folge ist dramatisch und spannend. Für den Folgenbereich ist sie ungewöhnlich gut geworden. Innerhalb der gesamten Hörspielserie würde ich sie als „knapp gut“ bezeichnen.
6 Punkte
Geschrieben von Volker_Mars am 09.10.2023 um 10:58:
Bei der Folge weiß ich, dass die einige abfeiern, aber das teile ich nicht.
Ich lasse mich zu 7 Punkten hin und die wären es früher nicht gewesen.
Den Beginn in der Redaktionssitzung mag ich, dann wird es für mich eher nicht soooo spannend.
Den Zeitungsreporter wiederum mag ich dann auch wieder ganz gern.
Ich denke 7 Punkte gehen mittlerweile fit.
Geschrieben von Chantal-Marie am 28.11.2023 um 22:56:
Hier hat die Länge im Gegensatz zur letzten Folge sehr gut gepasst, es ist ja auch einiges passiert. Ich wusst erst nicht so genau, was ich vo der Folge halten soll, aber wenn man sie etwas auf sich wirken lässt, ist die Folge wirklich richig gut. Die Idee, die Leute für die Schülerzeitung zu beobachten fand ich sehr interessant. Es war natürlich klar, dass daraus etwas größeres entsteht, ich fand es aber trotzdem gut. Dass in dieser Folge Mord behandelt wurde, fand ich auch sehr spannend
Geschrieben von Olle_Viri am 29.11.2023 um 10:21:
Naja, der Anfang mit der Schülerzeitung ist gut, und es wird zunächst auch spannend, aber was bitte hat Stefan Wolf denn geritten, mit den 'Außerirdischen' zunächst Spannung aufzubauen durch die Schilderungen des Obdachlosen, und dann sofort in der nächsten Szene gleich wieder alles kaputtzumachen durch entsprechende Gangster-Dialoge, in der das Ganze aufgelöst wird.
Dramaturgisch wohl der absolute Griff ins Klo irgendwie.
Ich sehe es genau andersrum wie Chantal-Marie und finde die Länge deshalb bei dieser Folge eher eine Schwäche, weil Wolf da mehr vermasselt als dass er es geschickt nutzt. Im Gegensatz zu den 'Haien vom Lotusgarten', wo immer etwas geschieht und die Handlung stets aus unterschiedlichen Perspektiven weitergetrieben wird.
Muss diese Folge hier nochmal hören bevor ich sie bewerte, aber ich finde sie baut nach tollem Beginn etwa ab der Hälfte ziemlich ab und wird recht vogelwild und chaotisch gerade bezüglich der Gedankengänge des Täters. Die Story an sich ist sehr nett.
Wird wahrscheinlich auf Mittelmaß hinauslaufen.
Geschrieben von Mangobanane am 29.11.2023 um 11:11:
Ach na ja, ich mag die irgendwie. Lange Zeit die längste Folge der Serie, zumindest die längste Folge mit einer Wolf-Vorlage und schon deshalb irgendwie besonders. Wahrscheinlich würde ich sie heute einen Punkt runterholen auf 8, bin gespannt, was sich da nächstes Jahr so ergibt…
Geschrieben von Klara_Fall am 14.02.2024 um 13:14:
Eine der Folgen, die ich ungern höre und schon gar nicht zum Einschlafen.
Sozusagen "vorbelastet" aus Kindheit. Da hat mich sehr verschreckt, wie "Elefantenohr" (ich glaube, ziemlich am Ende der Folge) vor Schmerzen schreit. Daher in den letzten Jahren allenfalls mal die erste Hälfte gehört. Und auch da - schon ne Weile nicht mehr gehört - fällt mir kein Highlight ein.
Ist es die Folge, in der Gaby mit ihrem tollen ehem. weißen Pulli (sogar ein recht edler, teuerer, wenn ich mich richtig entsinne) ne Rotweindusche kriegt und Tim total ausrastet deshalb, weil ja alles voller Blut ist? Obwohl ja mir als Hörerin klar ist, dass da Tim nur Kopfkino hat und sich auch nicht beruhigen lässt, auch das eine irgendwie unangenehme Szene für mich.
Vielleicht ist das auch nur eine verzerrte Erinnerung aus der Kindheit (und gehört in den entsprechenden, hier im Forum existenten Thread) und ist gar nicht so arg, wie ich mich erinnere und ich sollte sie mal wieder hören. Aber davor steht noch ganz viel Anderes auf meiner "Liste", das ich hören mag.
Daher - auch in Relation zu anderen Folgen - gerade mal 4 Punkte - sorry!
Geschrieben von Mangobanane am 14.02.2024 um 13:31:
Nein, die Rotweindusche war in Folge 37, ganz anderer Bereich, da war Tim noch Tarzan. Kritikpunkte also bitte an die richtigen Stellen
Geschrieben von Klara_Fall am 14.02.2024 um 13:39:
| Zitat von Mangobanane: |
Nein, die Rotweindusche war in Folge 37, ganz anderer Bereich, da war Tim noch Tarzan. Kritikpunkte also bitte an die richtigen Stellen
|
Okay, ich merke es mir, wenn es mich denn dann mal irgendwann gelüstet, was zur 37 zu schreiben. Danke für die Korrektur - bei Nicht-Lieblingsfolgen verschwimmt das manchmal etwas.
Aber Elefantenohr 🐘 ist schon die 99, oder?
Geschrieben von Mangobanane am 14.02.2024 um 13:40:
Ja, das war die 99.
Geschrieben von HildaW am 22.11.2024 um 16:02:
Eine neue Internatszeitung. TKKG sind dabei, und alles soll besser werden als bei der alten Zeitung. Ist Gaby erkältet? Ich habe ihre Stimme im ersten Moment nicht erkannt.
Sie schlägt vor, zufällig ausgewählte Menschen zu verfolgen und am Ziel zu interviewen – „Wohin und warum im Alltag“. Tim soll das Ganze ausführen und sucht sich sein Opfer am Bahnhof.
Wie sollte es anders sein, ist die ausgewählte Person natürlich nicht alltäglich, und zack, geht es um den Kampfmittelräumdienst. Die Dame scheint ein hohes Mitteilungsbedürfnis zu haben, ich wäre eher befremdet, wenn mir jemand nachläuft. Tim forscht direkt mal weiter. Huch, so viel „Gossensprache“ (wie Tim es nennt) im Hörspiel, das ist auch nicht oft.
Gaby ist nicht zufrieden mit dem Ergebnis, Tim wittert einen Fall, will Selbig beschatten und Informationen über ihn einholen.
Eine Explosion: „Mann, Tim, bist du aus dem Bett gefallen? Oder ist der Himmel eingestürzt?“ Klößchen kann auch frisch aufgewacht dumme Sprüche machen.
Ab in den nächtlichen Wald und eine Story von Außerirdischen. Die Explosion hat offenbar sonst keiner wahrgenommen? Ein vier Meter großer Krater. Und die ganze Außerirdischen-Geschichte war nur Quatsch, was man schon bald in einem weiteren, ziemlich langen Dialog erfährt.
Als nächstes wird dem werten Zuhörer die Erklärung für die Explosion mitgeteilt. Und es wird auch gleich noch der Brief verlesen und (scheinbar) weitere Hintergründe und Gaunereien aufgedeckt. Und es geht um die Hilflosigkeit in eisiger Nacht.
TKKG beschatten und erforschen und zerstechen Reifen.

Es wird hektisch-dramatisch, eine Explosion, eine angesengte Haarlocke und ein schwer Verletzter.
Der Fall ist noch immer nicht zu Ende, es folgt eine lange Szene auf dem Friedhof.
Eine besonders lange Folge, aber leider keine besonders gute. Gerade die Länge stört mich, da wird das Zuhören (meist, es gibt Ausnahmen) irgendwann einfach nur noch anstrengend.
Geschrieben von HerrSchmeichler am 28.02.2025 um 15:36:
Der Titel ist leider sehr generisch und wenig aussagekräftig. Deswegen kann ich allein aufgrund des Titels nie sagen, um was es in der Folge geht. Auch das Cover ist nicht wirklich hilfreich und zeigt keine Szene, die man eindeutig diesem Hörspiel zuordnen könnte. Der Klappentext legt den Fokus auf ein angeblich gelandetes UFO, was letztendlich nur einen geringen Bruchteil des Hörspiels ausmacht und zudem innerhalb dieser kurzen Zeit auch sofort als Lüge entlarvt wird. Das ist eigentlich schade, denn der Aspekt hätte grundsätzlich interessant sein können. Aber worum geht es denn nun wirklich?
Es geht um die Presse (sowohl Schülerzeitubg als auch Lügenpresse) und um Bombenentschärfung bzw. -detonation. Der Anfang der Folge funktioniert dabei ganz gut mit der Besprechung der Schülerzeitung und der "arglosen Verfolgung" der sympathischen Martina. Direkt im Anschluss ist Tim aber auch schon äußerst frech jemandem gegenüber, nur weil der ihm (einem wildfremden Teenager) nicht erzählen will, was in einem privaten Brief stand.
Was nun folgt sind mehrere Gangster-Dialoge und eine nächtliche Explosion, die dem Hörer sogar dreimal (!) geschildert wird (Der Obdachlose erzählt es dem Reporter, der Sprengmeister erzählt es seinem Kumpel und der Reporter erzählt es später auch noch TKKG). Hier wäre eine Kürzung wirklich möglich und nötig gewesen.
Die Sprecher sind allesamt gut bis sehr gut und retten die Folge noch etwas, die eigentlich von den Themen her deutlich spannender hätte sein können. Die Umsetzung gefällt mir so leider nicht so gut.
5 von 10 Punkten
Geschrieben von Dominik am 22.02.2026 um 12:02:
Der Titel ist super und der Obdachlose, der Infos verkauft, fand ich toll in Szene gesetzt. Ansonsten ist die Folge okay, kein Highlight, aber auch kein Ausfall.
6/10 Punkten
Geschrieben von Mangobanane am 05.05.2026 um 09:16:
Lange nicht mehr gehört und jetzt in zwei Teilen mal durchgearbeitet, dieses Skript würde heute niemals mehr durchkommen. Nicht, weil es vor Diskriminierung trieft, sondern vor allem, weil es extrem harter Stoff ist und mMn sogar die härteste TKKG-Folge aller Zeiten ist. Kaltblütiger Mord, ein extrem brutaler Mordversuch, abgetrennte Gliedmaßen, ein Onkel, der auf seine Nichte giert, Stöhnen in Musikeinlagen und TKKG dürfte es eigentlich gar nicht mehr geben, legen sie sich doch quasi direkt vor ein explodierendes Auto. Im Gegensatz zu Hofstetter war Wolf ja kein großer Fan davon, TKKG in richtige Lebensgefahr zu bringen, aber das ist hier schon Hardcore.
Im Buch wird dann noch einer damit draufgesetzt, dass Sommer Selbig in Notwehr mithilfe der Grabplatte einen Genickwirbel bricht, was ihn dauerhaft lähmt. Das wollte man dann wohl nicht mehr unterbringen.
Wer auch immer da bei der FSK sitzt, kann sich eigentlich unmöglich bei Folge 20 gedacht haben „Das geht gar nicht für Kinder“ und bei Folge 99 dann „Ah Jo, das geht fit, das ist kein Problem“. Zumal hier auch der Begriff „Schlampe“ fällt, der Kindern heute im Sprachgebrauch Erwachsener mit Sicherheit häufiger über den Weg läuft als „Zigeuner“. Ich gehe deshalb stark davon aus, dass man entweder bei der Tim-Ära dann einfach aufgehört hat, sich die Folgen weiter anzuhören oder es wurde ein Algorithmus drübergejagt, der sich auf einzelne Wörter stürzt. Vermutlich eher Letzteres.
Ich muss so einen Thriller weiß Gott nicht ständig haben, aber ich mag die Folge als Beispiel, was Heikedine Körting einst alles anstandslos unter dem Label einer Kinderserie durchgewunken hat.
Dabei hat die 99 einige unnötige Längen, schafft es durch die starken und natürlichen Performances aber, trotzdem nicht langweilig zu sein. Der größte Fauxpas der Story ist wohl die völlig überflüssige UFO-Geschichte, die einfach nur zeigen soll, dass Zeiler ein BILD-Reporter ohne Gewissen ist. Dafür nimmt sie aber zu viel Raum ein und wird sowieso sofort als Lüge entlarvt. Dramaturgisch ist das schlecht gemacht.
Auch die zweite Lüge mit dem Motiv für Paulmanns Rache ist eigentlich ziemlich überflüssig und drückt in erster Linie die 70 Minuten durch.
Trotzdem… die Atmosphäre der Geschichte ist greifbar, es ist tiefster Winter und das spürt man ständig. Als ich damals die Leitung unserer Schülerzeitung übernommen habe, hatte ich immer gehofft, das Ganze nur im Ansatz so spannend gestalten zu können wie TKKG, aber da haste hier auf dem Land einfach wenig Chance
Der Dialogfehler am Anfang, wo Susanne einen Satz von Gaby bekommt, ist natürlich ärgerlich, aber wenigstens wird es passend von Karl kommentiert - wenngleich das den Fehler eigentlich sogar noch offensichtlicher macht.
Mir bleibt nur die Frage, wieso man eine Schülerzeitung einstellt und im nächsten Atemzug direkt eine neue gründet. Haucht doch einfach der alten Zeitung wieder mehr Leben ein? Oder macht der neue Name da so viel aus?
Ich bleibe am Ende bei der schwachen 9. Die Folge ist extrem mutig, grenzüberschreitend und hätte an dieser Stelle die Tür zu weiteren Thrillern weit aufstoßen können. Sie blieb dann zu. Und vielleicht ist das auch besser so. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass eines Tages doch mal einer wütenden Mutter die Hutschnur platzt, wenn ihr Kind von dieser Folge Albträume bekommt und es einen offenen Brief gibt.
Geschrieben von Mikosch373 am 08.05.2026 um 10:00:
Achtung, Spoiler!
TKKG - Hilflos in eisiger Nacht (099)
Für TKKG-Verhältnisse ist das ein wirklich ansprechender und neugierig machender Titel. Das Cover finde ich auch irgendwie schön mit dem alten Polizeiauto und der Skyline im Hintergrund. Zudem sieht man deutlich, dass hier gerade eine schnelle Verfolgungsjagd stattfindet. Es dürfte also spannend werden. Der Klappentext klingt auch toll. Das mit dem Hochschrecken in der Nacht hört sich nach einem extrem gemütlichen Anfang an und das mit den Ufos mag ich auch - auch wenn ich mir habe sagen lassen, dass ich nicht auf eine richtige Ufo-Geschichte hoffen soll.
Am Anfang disst der Erzähler Gaby erstmal als Quotenmädchen. Fies aber witzig. Die Besprechung der Schülerzeitung ist auch ganz amüsant, weil hier unterschiedliche Persönlichkeiten aufeinanderprallen und nicht mit harten Vergleichen gespart wird. Dass Tim diese Frau vom Bahnhof aus verfolgt, ist ein bisschen übergriffig und auch völlig bescheuert, aber immerhin stößt er auf etwas Interessantes. Das Gespräch mit Selbig danach ist auch endgeil. Von „Hat dir jemand ins Gehirn gekackt?“ bis zu „Darf ich Sie zitieren?“ einfach genial.
Wie TKKG sich aufregen, dass Selbig so unhöflich zu Tim war, ist ein bisschen weird, immerhin muss niemand irgendeinem tollen Chefreporter seine Briefe zeigen. Danach wird es gemütlich, denn es ist Nacht, es gewittert und Tim und Klößchen hören Geräusche im Internat und klettern dann ernsthaft an einer Strickleiter raus. Wobei der Erzähler sagt, dass sie beide gleichzeitig da runterturnen. Auch ne Art, wie man die Geschichte witziger machen kann. Generell finde ich Günter König als Erzähler wirklich super.
Der Penner mit dem Berliner Dialekt, der angeblich Außerirdische gesehen haben will, ist auch zu geil. Tims Kommentar mit dem Erdenbürger ist auch super, genau wie das „Huuuuu!“-Intermezzo. Auch witzig ist, wie Klößchen dem Penner seine Schokolade anbietet und der eiskalt ablehnt. Und Klößchen dann so: „War nur ne Frage.“ Der Arme! Beim Gespräch über die schillernden Außerirdischen fragt man sich natürlich die ganze Zeit, was da Wahres dran ist. Denn wenn es nur Geschwafel wäre, würden wir das ja nicht hören.
Was mir nicht gefällt, ist, dass Klößchen ständig Willi genannt wird. Das geht echt nicht in meinen Kopf rein, dass er so heißt. Der scharfe Fred ist auch ein wirklich geiler Name. Das mit dem Sprengstoff ist dann natürlich schon ernster, aber es wird alles so locker-flockig rübergebracht. Dennoch hebt das die Spannung sehr stark an. Wie dann der Brief vorgelesen wird, ist dann gar nicht mehr witzig. Das ist - gerade für eine Kinderserie - schon heftig. Genauso wie die Tatsache, dass der Witwer dann zugibt, sie ermordet zu haben und auch, wie er darüber spricht.
Es herrscht dann auch eine leicht gruselige Atmosphäre, als die beiden sich weiter über diese düsteren Sachen unterhalten. Die beiden Sprecher tragen diese Szene auch sehr. TKKG beschatten derweil Selbig und dadurch, dass die Kälte beschrieben wird und der Wind pfeift, wird die Atmosphäre noch bedrückender. Nach einem kurzen Gespräch mit Martina, die lieber Fußball guckt als zu helfen, beobachten TKKG dann Selbig und hören, dass er auf Rache aus ist. Wir kommen der Lösung des Falles also näher, aber die Gefahr für die vier wird auch größer.
Das Gespräch mit Fred Zeiler ist auch sehr spannend, denn Michael von Rospatt klingt sehr bedrohlich - und Tim ist trotzdem voll auf Konfrontationskurs. Letztendlich geht das Gespräch aber ganz gut aus, TKKG kriegen einen neuen Hinweis und ziehen von dannen. Danach geht es genauso spannend weiter mit der Beschattung von Elefantenohr und durch das Flüstern, das leise Krächzen der Krähen und den weiterhin pfeifenden Wind wirkt auch das sehr bedrückend. Dass TKKG dann trotzdem zu ihm gehen und ganz dreist seinen Wagen öffnen, ist echt mutig.
Der folgende Kampf, in dem Tim natürlich wieder zeigen darf, was er kann, ist auch recht spannend umgesetzt - und dann kommt der gelbe Lieferwagen und es wird noch spannender. Denn der Lieferwagen hält getrieben von einem Polizeiauto genau auf das mit Sprengstoff beladene Auto zu. Die folgende Explosion ist dann aber etwas schwach. Wie Selbig dann im Namen von Paulmann Rache üben will, ist auch eine starke Szene. Selbig klingt wirklich extrem bedrohlich und dass er alles nur erzählt, stört auch überhaupt nicht.
Wie TKKG bei Martina klingeln und dann langsam checken, dass etwas nicht stimmt, ist auch wirklich gut gelungen. Während die vier mit Martina sprechen, schleicht sich der Verdacht ein, dass das Hörspiel vielleicht mit Volkers Tod endet - aber dann stürmt Volker herein und sagt, dass er Selbig überwältigt hat. Wenn das keine Kinderserie wäre, wäre ich jetzt enttäuscht. So ist es aber verschmerzbar. Insgesamt eine richtig tolle Folge, die zuerst als amüsant und leicht daherkommt, dann aber hart zuschlägt und zur spannendsten TKKG-Folge mutiert, die ich bisher gehört habe.
Fazit: 10 von 10 Punkten
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