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Geschrieben von MewMew am 11.04.2023 um 12:11:

 

Ich habe die Folge gestern mal wieder nach Ewigkeiten gehört und obwohl ich im Mittelteil schon noch ein paar Schwächen sehe, finde ich die Folge heute gar nicht mehr so übel. Die Thematik ist spannend und das Finale durchaus sehr ernst. Die Gründe sind natürlich sehr weit hergeholt, doch irgendwie hat es dann doch mehr Spaß gemacht als früher. Daher erweitere ich von 4 auf 7 Punkte. Fettes Grinsen



Geschrieben von HerrSchmeichler am 19.04.2023 um 21:00:

 

Die Folge hat meiner Meinung nach ihre Stärken (mystische Phänomene, eine dichte Atmosphäre) und ihre Schwächen (vor allem das komplette Ende). Es ist sehr schade, dass die Geschichte hier nicht vollends überzeugen kann.

Besonders negativ fällt auf, dass die Geschichte am Ende mehrmals die Richtung wechselt:
Spoiler

Die Brüder wollen den Mord an ihrem Urgroßvater aufdecken und locken Sinclair mithilfe der verborgenen Nachrichten in den Büchern - die dieser ohne die Hilfe der ??? vielleicht nie gefunden hätte - auf der Spur nach dem angeblichen Blutschatz in den Keller. Soweit so gut.

Dann heißt es plötzlich, die aufgetretenen Phänomene der 4 Elemente stünden für Sinclair's Drogenkonsum, Vernichtung belastender Akten, gefälschte Abgaswerte und Brandstiftung. Man wollte ihn mit den "elementaren" Anspielungen auf seine Vergehen unter Druck setzen und in den Keller locken.
Aber wo ist da die Verbindung? Fragend
Nur weil er Dreck am Stecken hat, wird er nicht mehr oder weniger nach dem angeblichen Blutschatz im Keller suchen. Man hätte auch einfach sagen können, die Phänomene waren nur dazu da, um die Echtheit der Bücher (und damit auch die des Blutschatzes) zu untermauern, damit er sich auch wirklich auf die Suche danach begibt.

Und dann stellt sich raus - April, April - der Urgroßvater wurde gar nicht ermordet, sondern hat seinen Tod mithilfe des Urgroßvaters von Sinclair nur vorgetäuscht, um seiner Familie das Geld aus seiner Lebensversicherung zukommen zu lassen. Woher diese Erkenntnis kommt? Keine Ahnung. Es wird nur gesagt, dass "alle Hinterlassenschaften" vom angeblich ermordeten Urgroßvater in der Gruft im Keller zu finden waren. Ob da nun ein Brief beilag, der seinen Plan für die Nachwelt minutiös aufgedröselt hat, wird nicht erwähnt und es kommt mir auch nicht so vor, als hätten die ??? dort unten vor ihrer Flucht etwas gefunden. "Hey, was ist denn das hier für eine Kiste? Da ist ein Stück Papier drin" hätte schon gereicht, um die Auflösung im Finale einigermaßen zu erklären.

Letztendlich wird Sinclair also festgenommen wegen versuchten Mordes - ein Umstand, zu dem letztlich die beiden Brüder selbst einiges beigetragen haben. Zumindest, dass es überhaupt zu der Situation kam, in der Sinclair so gehandelt hat. Natürlich sind da auch noch seine zuvor erwähnten anderen Vergehen, die am Ende aber keine große Rolle mehr zu spielen scheinen. Na ja, Verbrecher ist Verbrecher, egal in welcher Größenordnung.



Ohne diese Wendungen hätte ich das Ende wahrscheinlich vollkommen in Ordnung gefunden, aber irgendwie geht es mir dann doch einmal zu viel wieder in eine andere Richtung.

Letztlich bleiben
5 von 10



Geschrieben von HildaW am 06.10.2026 um 15:49:

 

Ein Buch wird geklaut – von einer Gestalt mit Kapuze und Umhang und Justus ist wie paralysiert. Etwas schräger, aber sehr unterhaltsamer Einstieg.
Gleich die nächste schräge Gestalt: Ein Antiquar aus San Francisco auf Einkaufstour. Völlig überzeichnet, wie er in Aufregung über das Buch, den zweiten Band der „Zwillinge der Finsternis“ gerät und ziemlich komisch, dass er den Wert so offen heraus erzählt.
Er erzählt auch noch mehr: Der Teufel soll der Autor sein, es geht um Zaubersprüche, um Macht über die vier Elemente, um Hinweise auf einen „Blutschatz“. Spannend, auch wenn klar ist, dass nichts Überirdisches dahinter steckt..

Als nächstes gibt es Schnee im Park und einen Erdspalt durch ein Grundstück – natürlich weiß man als geübter Zuhörer, dass eine Inszenierung dahinter steckt, trotzdem sehr gut anzuhören, man nimmt Peter seine Unbehaglichkeit sehr gut ab.

Ein Porsche Cayenne parkt auf dem Schrottplatz, lustig, wie der Erzähler den Anblick schildert. Sinclair, Kandidat für die nächsten Gouverneurswahlen, erhebt Anspruch auf die Bücher, doch Justus will erst Nachweise.
Ein ergebnisloser Besuch beim Notar, der schön in die Geschichte verstrickt ist, was aber erst später so wirklich klar wird. Ein Nebelstreifen (Das dritte Element!) führt die Jungs zum Buchdieb, der gerade Vorbereitungen für eine schwarze Messer trifft und dabei mit Feuer – dem vierten Element – hantiert.

Dann wird es seltsam, gemeinsam mit Sinclair sucht man den Dieb auf, einer von zwei Witherspoon-Brüdern und erhält das Buch. Huch. Fall gelöst, Auftrag erledigt. Aber die Folge ist erst bei etwas über der Hälfte. Und wirklich sehr gut anzuhören.

Einige Tage später geht es weiter, es „spukt“ bei Sinclair, also hin, und flugs geheime Notizen in den Büchern sichtbar gemacht und übersetzt. Aha, der Blutschatz müsste irgendwo hier im Haus sein! Plötzliche Kopfschmerzen beim Politiker, völlig unauffällig. Fettes Grinsen
Die Jungs werden zwar weggeschickt, untersuchen aber trotzdem des Nachts das Grundstück. Man steigt in den Keller ein, wo nicht nur Sinclair, sondern auch noch die Witherspoon-Brüder mitsamt Notar herumtappen. Man belauscht eine aufschlussreiche Unterhaltung, macht sich bemerkbar und wird eingesperrt. Zerrt an einer Baumwurzel und... Cliffhanger!
Szenenwechsel zu Sinclair; zwei Tage später in der Bibliothek von Rocky Beach. Noch eine kleine Inszenierung mit „Untoten“ -natürlich sind die drei ??? nicht erstickt!- , Geständnis und letzten Erklärungen.

Das Ende zieht es leider etwas runter, die Erklärungen und die Vorgeschichte sind dann doch etwas too much. Ansonsten: Super Unterhaltung - und das ist für mich das Wichtigste an einem Hörspiel!


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