Geschrieben von HildaW am 30.01.2026 um 14:54:
Die Folge beginnt mit einem Wettreiten und zwei Fundtieren: Ein Graupapagei und ein Zwergseidenäffchen in freier Natur. Man verständigt Robert, der sich mit zwei Transportboxen auf den Weg macht. Das Äffchen wird versorgt und es gibt ein paar kritische Bemerkungen über das Halten exotischer Tiere als Haustiere. Wie schon in früheren Folgen: Wichtiges Thema, ja, aber ich mag diese Belehrungen so nicht.
Parallele, viele interessantere Handlung: Graf Falko erwartet Besuch von Gräfin Cordelia, die ganz unvermutet von Reisebekanntschaft Cornelius Kohlberg begleitet wird. Damit auch gleich klar ist, wer hier der Bösewicht ist, wird seine Vergangenheit erwähnt. Aber gut, immerhin ist es nicht Sigurd von Strauch, der mal wieder eine neue Gaunerei ausprobiert.
Hannahs Tierpension wird erwähnt, ist aber ungeeignet für die beiden Fundtiere. Dafür gibt es einen Lebenshof bei Rotenbrunn, auf dem die Tiere vorübergehend unterkommen können. Man lernt Minischwein Borstel kennen und ein ehemaliges Zirkuspferd. Und wieder: Die Themen Lebenshöfe, artgerechter Umgang mit Tieren und Tierschutz sind wichtig, aber mir ist das hier mal wieder zu viel. Das ist ein Hörspiel, keine Dokumentation, kein Lehrfilm.
Es werden keine tierischen Produkte verwendet: Heißt das, Tiere, die sich nicht vegan ernähren (können), finden keine Aufnahme?
Endlich geht es in die eigentliche Geschichte: Es gibt zu wenig Geld und zu viel Arbeit.
Der Graf ist unterdessen von Cornelius Kohlberg genervt, trotz Besuch dürfen Bibi und Tina an der gräflichen Tafel speisen und so entsteht die Idee von einer Spendengala auf dem Lebenshof.
Es geht an die Vorbereitungen, es soll kleine Showeinlagen geben… ganz nett, bei der Schweinedressur fühlte ich mich an Michel aus Lönneberga und sein Ferkelchen erinnert.
Es geht in den Teil des Hörspiels, der mir am besten gefällt: Der Tag der Spendengala. Endlich wird gehext, Minischwein Borstel findet Gefallen am Grafen, Cornelius Kohlberg und sein Bekannter sind irgendwie eigenartig. „Borstels Rüssel ist jetzt jedenfalls sauber“, stellt Alex fest.
Showdown: Bei Papagei und Affe handelt es sich um geschmuggelte Tiere, der Graf wird eingesperrt, es geht auf zur Verbrecherjagd, Tina gerät in Gefahr und Bibi darf hexen.
Die abschließende Nicht-Butterkuchen-Szene zieht sich dann etwas, wie einfach das ganze Hörspiel ein bisschen zu lang ist.
Von mir aus hätte die Geschichte um CoKo den Hauptteil einnehmen können und der Lebenshof nur der kurz geschilderte Rahmen.
Verglichen mit so einigen anderen Folgen der jüngeren Vergangenheit ist diese hier aber immer noch einigermaßen gut geworden.