Geschrieben von Mangobanane am 02.06.2024 um 00:25:
Benjamin Blümchen 041 – als Pirat
„Großartig! Das wird eine Überschrift! Skrupelloser Zoodirektor stiftet unschuldigen Elefanten zur Kriminalität an – wunderbar!“
Auch die 41 war eine dieser „Irgendwann mal in sauschlechter Qualität gehört, für öde befunden und nahezu nichts behalten“-Folgen. Dass es schon wieder eine Meeresfolge ist, stimmt mich nicht gerade hoffnungsvoll, wobei es eigentlich nur besser werden kann als der Kreuzfahrt-Quark.
Heftiger Anfang auf jeden Fall schon mal. Otto liest blutrünstige Piratengeschichten, Benjamin findet das kacke und in den ersten zwei Minuten wird schon lautstark gestritten.
„Jetzt weiß ich gar nicht mehr, wo ich gewesen bin!“ – „Du bist im Zoo, mein Lieber!“ – Sehr diplomatische Antwort
Tja, es braucht dann aber nur ein paar Sätze, um Benjamin zu fesseln, so schnell kann’s gehen
Die Moralvorstellungen von Benjamin sind ja auch mega: Wer zu reich ist, darf ruhig ausgeraubt werden
Benjamin dreht völlig durch und nimmt seinen nächsten Beruf vielleicht einen Hauch zu ernst. Er schmeißt im Übermut beinahe die Bücher der Bibliothek weg! Auch mega, wie er einfach mal schnell einen Nordsee-Trip beschließt (hat Otto Ferien und die Erlaubnis, wegzufahren?) und da Pirat sein will

Ich bin ja sehr gespannt, was das wird…
Die Frau vom Kostümverleih hat jedenfalls ihren Spaß mit Benjamin. Das finde ich ja immer faszinierend – egal, dass Benjamin gerade mal wieder die Tür weggeballert hat, die Leute bleiben hilfsbereit und springen, wenn Benjamin pfeift.
„Ab und zu dürfen Sie die Klappe ja mal hochklappen, deshalb heißt sie ja Klappe, nicht?“ – Macht Sinn
Am nächsten Tag geht’s einfach mal los an die Nordsee – das war ja einfach! Seinen Besuch bei Erwin anzukündigen, hat Benjamin scheinbar nicht nötig. Dass man an der Nordsee nicht weiß, wie Elefanten aussehen, ist mir dann doch etwas too much, mag ich nicht.
Kurz darauf ist wenigstens Erwin schon mal gefunden, aber es geht immer noch nicht wirklich los. Otto lehnt vehement den Rum ab, warum das denn?
Benjamin und Otto klauen einfach die herumstehende Farbe und zack, schon ist ein heruntergekommenes Schiff wieder tipptopp.
Ich bin ja rasend gespannt, wie man den zuhörenden Kindern nachher verklickern will, dass Benjamin und Otto andere Leute ausrauben. Die Waffen sind Spielzeuge, aber auf Gold sind sie ja offensichtlich schon aus…
Aber wenn man denkt, es geht endlich los, wird erstmal geschlafen. Och kommt schon, die Folge hat doch eh Überlänge, warum nicht endlich mal losfahren, wir sind schon in der zweiten Hälfte!
Dass man das Wattenmeer mit einbringt, finde ich eigentlich sehr gut, das unterstreicht nochmal ein wenig das Nordsee-Feeling. So wie es hier gemacht wurde, mag ich es aber weniger, der Dialog mit Benjamins Unverständnis ist viel zu sehr in die Länge gezogen und Piratenfeeling kommt immer noch nicht auf.
Erst im letzten Drittel geht es mit der Seefahrt dann auch endlich mal los. Für immerhin drei, vier Minuten. Aber ausgerechnet die Küstenwache zu überfallen, ist vielleicht doch nicht die beste Idee. Benjamin schwankt die ganze Zeit zwischen „Also eigentlich soll ja keiner vor mir Angst haben“ und „Die sollen vor Angst weglaufen, damit wir sie einfangen können“ – Tja, vielleicht sollte er sich langsam mal entscheiden.
Wenn man sich fragt, wo eigentlich Karla Kolumna bleibt: Natürlich spielt sie auch hier wieder mit. Das muss so, Punkt

Wie der Kurdirektor eine Win-Win-Situation aus der Sache macht, gefällt mir.
„Ist ja nicht das, was wir uns vorgestellt hatten“ – Ja, was hattet ihr euch denn eigentlich vorgestellt, höfliche Raubüberfälle?

Und dieses „Und dann geben sie das Gold den Armen“ – Weiß ich jetzt nicht, hat man wohl mit Robin Hood verwechselt
Beeindruckend, wie lange Benjamin und Otto an der Nordsee bleiben. Erst nach 47 Minuten gibt’s dann wenigstens noch ein bisschen Überfall zu hören, na immerhin. Erstaunlich, dass das Schiff von Benjamin und Otto die ganzen Lasten trägt und ein Mann tonnenschwere Kisten einfach mal rüberwerfen kann

Der Kapitän nutzt die Gelegenheit, um die Post ums Porto zu prellen und Benjamin und Otto fühlen sich super, weil sie kurz vor Schluss doch noch Beute gemacht haben.
Also na ja, ich finde die Folge eher so lala. Piratenfeeling gibt es nur ganz kurz und die Schärfe hat man vorher ja bereits komplett rausgenommen. Die meiste Zeit sind Benjamin und Otto mit Vorbereitungen beschäftigt und dass an der Nordsee alle als völlig weltfremd dargestellt werden, mag ich gar nicht. Also irgendwie hatte ich mir etwas mehr Seefahrt und ein Treffen mit anderen Schiffen vorgestellt. Alleine dadurch, dass die Figuren selbst nicht so genau wissen, wie ernst sie das alles meinen („Wir wollen rauben, aber eigentlich ist alles nur ein Spiel“), merkt man schon, dass Donnelly keine zündende Idee hatte, wie man das spannend und trotzdem kind- und figurengerecht erzählen kann. Natürlich dürfen Benjamin und Otto nicht einfach andere Schiffe ausrauben, aber es hätte sicher kreativere Möglichkeiten gegeben.
So plätschert mir das Ding zu sehr vor sich hin. Mit Sicherheit kein Totalausfall, aber halt auch nicht so wirklich gut. Schade, es lief zuletzt so prächtig für die Serie, aber von der Ritterfolge erwarte ich leider auch nicht viel, die war schon als Kind nicht mein Fall. Bibi kriegt die Chance, wieder ranzukommen.
4/10
Geschrieben von BenjaminFan2018 am 21.06.2024 um 03:46:
Kann Spoiler enthalten.
Cover und Klappentext
Das Cover ist richtig stimmig. Aber auch das, was bei dem Titel erwartet worden wäre.
Interessant ist, das hier mehr Stimmung, als in der eigentlichen Geschichte, wie ich beim Hören gemerkt habe.
THandlung und Eindrücke
Notizen wurden beim Hören gemacht.
Benjamin und Otto liegen auf der Zoowiese und Benjamin findet Piraten brutal und das die nichts für Kinder sind und Otto stellt die Freundschaft direkt in Frage.
Otto lernt fluchen aus den Büchern.
Erwin Erzähler ist generft vom streiten.
Benjamin nimmt Otto das Buch weg.
Der folgende Dialog ist sehr geil aber auch logisch (zmd. für Benjamin):
Otto: "Du bist gemein. Jetzt weiss ich gar nicht mehr wo ich gewesen bin."
Benjamin: Du bist im Zoo. Um dich herum sind Tiere.
Benjamin ist sehr diplomatisch. Respekt.
Benjamin, der Freizeitpädagoge, verschreibt Otto, Bücher für Kinder, zum Beispiel Märchen.
Ich weiss nicht, ob Geschichten, in denen ein Wolf sieben
Kinder (auch wenn es Geißlein und keine Menschen sind) frisst, oder ein Kind mit dem
Tod verflucht wird und von drei Feen gerettet werden muss, so dass es "nur" 100 Jahre
schläftunbedingt mehr für Kinder geeignet sind.
Oder die Geschichte, vom Rumpelstilzchen, was der Prinzessin das Kind wegnehmen will.
Klar, gibt es sehr stark an Kinderohren angepasste Versionen davon und ich
finde sie durchaus geeignet, es geht mir hier aber um das Prinzip, das Märchen hier als harmlos dargestellt werden, was sie zumindestens in ihrer Ursprungsform einfach nicht sind.
Egal. Zur Story zurück.
Benjamin liest Otto nun das schlimme Buch vor. Welches er sehr spannend zu finden scheint.
Otto hat keinen Bock mehr.
Und das geht so weiter, was der Erzähler Bombe findet.
Otto haut ab.
Karl wollte eigentlich Hilfe von Otto bekommen, der geht aber erstmal in die Bücherei.
Karl errinert sich nun an seine Jugend.
Karl findet Benjamin zu jung für Piratenbüchern und der Erzähler prophezeit langweilige Tage, weil Ben und Otto lesen und will vorspulen.
Nett hier die Anspielung auf Entnehausen (Emil Erpel, den Stadtgründer von Entenhausen).
Benjamin und Otto träumen davon, wie toll es ist Pirat nach dem Robin Hood Motto zu sein.
Wofür brauchen wir da noch Folge 159?
Benjamins neuste Idee ist besser als die Polizei erlaubt.
Er will nun Pirat werden.
Er will kriminell werden.
Die Kinder lernen hier echt was fürs Leben.
Karl ist belustigt über die Vornehm- angezogenen Piraten ohne Schiff und lacht und wundert sich bei den beiden über gar nichts mehr.
Nun tuscheln die beiden ausnahmsweise für alle verständlich hörbar.
Nun geht es um Erwin.
Weil Benjamin darf ihn jederzeit besuchen, was er jetzt vorhat.
Otto will lieber davon lesen, was Benjamin nun umsetzen will.
Ich glaube Märchen sind doch harmloser. Ahoi.
Das Gespräch endet damit, dass Benjamin shoppen geht.
Benjamin möchte kriminell werden und übt einbrechen. Opfer: Die Tür des Kostümsverleih.
Da man sich aussergerichtlich einigen kann, wird nicht die Polizei gerufen,
die Frau vom Kostümsverleih findet die Idee aber scheinbar sinnlos und
hat sowieso nichts in Elefantengröße da.
"Es gibt ebend nicht nur Menschen auf der Welt".
Deswegen bekommt Benjamin etwas von mottenverfressenden,. (Altkleidertonne?)
Nun, macht die gute Frau ihre Arbeit und es wird ein Piratenkostüm genäht.
Diese Szene gefällt mir, sie ist sehr detailiert erzählt.
Aber Benjamin hat kein Geld dabei.
Aber da die gute Frau viel Spa0 hatte ist das schon in Ordnung.
Nur die Tür, das ist halt doof.
Am nächsten Morgen fahren die beiden mit dem Zug los.
Was mit Schule ist, frage ich mich.
Benjamin hat was gerochen. Es ist salzig.
Und blau.
Es sind blaue Pomm Frites oder versalzender Blaubeersaft.
Ne ist doch die Nordsee.
Hoffentlich machen die Kaffe und Kuchen mit Boris. Sonst gibt es Punkteabzug.
Das Kind was seiner Mutter erzählt, dass es gerade, einen Elefant sieht,
darf in einer Donnely Folge nicht fehlen.
Der Dialekt und so ist schon echt cool, das man daran gedacht hat.
Trotzdem schon etwas sehr klitscheehaft, wie man die Norddeutschen
hier darstellt und dieses leicht einfältige.
Weiss nicht. Nicht so meins, war zwar ganz witzig aber eher so,
als wenn man darüber lacht, dass sich jmd verletzt.
Und nun geht es los, Stichwort Schiff.
Ab jetzt muss ich den Erzähler Erzähler nennen, da es jetzt
noch einen Erwin gibt. Mist.
Benjamin und Otto werden erstmal mit Getränken begrüßt. Rum ohne Wasser und Rum.
Nun malen sie die "Seestern" Schwarz und taufen sie in "Pirat" um.
Wäre Karla da, gäbe es sicherlich noch eine Flasche Champagner,
wie damals bei dem Baum.
Nun zeigt Benjamin, was er bei seinem letztem Einbruch gekauft hat.
Die Kostüme, die er geschenkt bekommen hat, weil die Frau Spaß an ihrem Job hatte.
Otto fühlt sich schon richtig kriminell und übt schonmal für den ersten Überfall.
Ich glaube es bis jetzt nicht, dass die echt auf Meer wollen
und Leute überfallen wollen, Benjamin der sonst selber Hinki
und Pinki immer für ihre Kriminalität zusammenschnauzt.
Fahne gehisst und los gehts.
Benjamin möchte schlafen. Otto auch.
Gute Nacht. Ich bin auch Müde, möchte aber die Folge
durchbekommen, weil ich die letzten Tage immer eingeschlafen bin,
hierbei aber auch bei anderen.
Und das Schiff es treibt.
Immer weiter.
Der Erzähler hat Panik. Ben und Otto dösen weiter.
Als Benjamin aufwacht, hat er viele Fragen, bekommt Angst
und schreckt Otto aus den Schlaf.
Otto wird wach und hat auch Fragen.
Benjamin erklärt, wie er es verstanden hat.
Otto stellt fest, dass sie feststecken und dumm sind.
Die ganze Idee ist dumm.
Erwähnung des fliegenden Holländers. Echt cool solche Anspielungen.
Nun wird über Ebbe und Flut erzählt.
Es wird wieder geschlafen. Okay.
Der Erzähler hat Erfahrung mit Rohrbrüchen. Ich verstehe schon.
Am nächsten Morgen schaukeln sie übers Meer und die Euphorie kehrt zurück.
Otto sollte Schauspieler werden.
Sie finden ein Motorboot. Sind erst enttäuscht dass es nur ein
Motorboot ist, freuen sich aber dass sie nun was zum überfallen
haben und freuen sich jetzt so richtig und sind richtig in ihrem Film drinne.
Herrlich wie sich die Leute dann als Küstenwache rausstellen und Benjamin trotzdem
weiter provoziert.
Die Küstenwache nimmt die beiden auch gar nicht ernst.
Die Szene ist so spitze.
Gibt es im Hafen was zu Seeräubern?
Und dann fahren die mit.
Benjamin hofft dass die Angst haben, findet es aber traurig, dass die Angst
haben, weil er es in Wirklichkeit nicht will, aber vor Piraten muss man ebend Angst haben.
Sie laufen ein und binden das Schiff im Hafen fest, wo sich viele Leute versammelt haben.
Und Benjamin überfällt nun die Versammelte Beute, die das als Vorführung wahrnimmt.
Benjamin ist irgendwie verwirrt, dass die Leute ihn so herzlich aufnehmen, als kriminellen.
Kapitän Blümchen stellt sich dem Kurdirektor vor, der sehr erfreut ist.
Otto glaubt, dass er spinnt.
Benjamin fühlt sich als Robbe beleidigt und Benjamin soll was vorseeräubern.
Benjamin soll nicht so rumfuchteln.
Zum Spaß ist richtig überfallen natürlich erlaubt, aber eigentlich wollen sie das richtig machen und ja. Gewissensbisse.
Zufällig kommt dann Frau Kolumna per Hubschrauber eingeflogen.
Ist die Sensationsgeil.
Wie hat die dass denn jetzt so schnell mitbekommen?
Das wird auch nicht mehr erklärt, da es Reportergeheimnis ist.
Nun wird Frau Kolumna mit ihren goldenen Zahnfüllungen überfallen, aber die sagt nein und denkt
Herr Tierlieb hat sie angestiftet, weil er kein Geld mehr hat.
"Skrupelloser Zoodirektor stiftet unschuldigen Elefanten zur Kriminalität an".
Otto sagt, dass es ihre Idee war.
Und Benjamin verteidigt das. Ihm ist halt langweilig.
Und die Bücher haben die inspiriert, es selber zu versuchen.
Karla echoffiert sich über das Aussehen der beiden Freibeuter.
Dann erklärt Otto nochmal Robin Hood.
Benjamin hat wenigstens die Einkaufsliste für den ganzen Zoo im Kopf,
dann machen die einen Deal mit dem Kurchef, obwohl Otto immer noch auf Krawall gebürstet ist.
Karla freut sich. Flug hat sich gelohnt.
Und so kommt es dann.
Benjamin schauspielert einen Pirat mit Otto zusammen, sie haben sogar ein eigendes Lied und ja.
und nach drei Wochen ist das aber wieder langweilig.
Voralledem werden die schrecklichen Piraten mit Kuchen verwöhnt.
Am Ende der vier Wochen bekommen sie ihr Schiff zum entern.
Die freuen sich.
Aber im Ernst. Otto darf vier Wochen mit Benjamin weit weg von zu
Hause in See stechen und die Eltern sorgen sich nicht?
Aber gut. Am Ende überfallen sie legal ein Schiff. Oder: Sie kassieren den Lohn für zwanzig Wochen
Clownfiesta.
Tante Klara in Neustadt bekommt dann noch einen Brief.
Dafür dass der Typ ein Spielverderber ist, weil er nicht lange genug Angst hatte.
Herr Tierlieb der Strippenzieher und Karl sind ganz gerührt und alle hatten Spaß und sie
lesen.
Und sie lesen Ritterbücher.
Vorlauf auf die nächste Folge?
Sowas find ich cool.
Fazit
Am Ende konnte die Folge schon unterhalten. Keine Frage.
Aber sie weiss nicht so recht, wo sie hinwill.
Irgendwas prägendes, was sonst Donnely-Folgen haben, bleibt aus, irgendwelche krassen Sprüche oder Begebenheiten.
Moralkeulen sind zwar oft verschrien, aber Piraten sein legitimieren, finde ich jetzt auch nicht so knorke.
Man hat trotzdem eine gute Story erzählt, welche aber auch nicht so richtig Stimmung aufkommen lässt.
Am Ende pendle ich mich bei 7,5 Punkten ein und runde wegen dem Bewertungssystem des
Forums gemäß Rundungsregeln auf 8 Punkte auf.
7,5 von 10 Punkten