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Geschrieben von HildaW am 28.01.2026 um 13:26:

 

Tarzan ist auf dem Rückweg ins Internat, weil er Gaby, Karl und Klößchen von seinem Fund berichten will. Gaby und Karl sind zwar gar nicht dort, aber immerhin sind somit schon mal alle Namen genannt.
Vorher gibt es noch schnell eine kleine Prügelei mit einem Rocker und die Ansage: „Ich kämpfe nicht gegen Weiber!“ Erstaunt

Zu Ferienbeginn stehen also Luxusautos vorm Internat, um die Zöglinge abzuholen – ist Tarzan der einzige ohne wohlhabende Eltern? Oder finden die Otto-Normalverbraucher-Autos einfach keine Erwähnung?
Dann eine wunderbare, Typisch-Klößchen-Szene: Er zählt Schokolade und redet vom Miamgani. Fettes Grinsen

Nun erfährt man endlich, was dieser Fund ist: Papierknäule, weggeworfen von einem Mann, der im nächsten Moment verhaftet wurde. Und statt sie der Polizei zu übergeben, nimmt Tarzan das zerrissene, zerknüllte Foto mit. Wie gut, denn sonst wäre die Folge wohl ziemlich langweilig geworden. Zwinker

Eine Kanutour, alleine zu viert, auf ins Abenteuer! Zunächst durch eine ziemlich einsame Gegend, was die Verfolgung durch die Rocker umso spannender macht. Etwas Katz-und-Maus-Spiel, schließlich fährt am anderen Ufer auch noch ein „Zigeuner“, den Tarzan kurzentschlossen zur Rede stellt und damit zumindest diesen Verfolger los wird.

Man sieht sich das Rätsel genauer an, Karl kommentiert: „Scheint ja eine geräumige Höhle zu sein, sogar mit Obststand.“ LOL

Auf in den Showdown, die Rocker haben das Rätsel in die Finger bekommen („Sie hatten den Plan Slanzkys“, drückt sich der Erzähler vornehm aus), wer ist zuerst bei der Beute?
TG fahren per Anhalter, und werden völlig zufällig von einer Versicherungsdetektivin, die ebenfalls die Juwelen jagt, mitgenommen.
Noch eine kleine Prügelei, und aus ist die Geschichte. Etwas plötzlich, aber tatsächlich mag ich so etwas lieber, als wenn noch lange erklärt wird oder eine Szene nachkleckert.

Mir gefällt die Folge. Der Abenteueranteil ist ungewöhnlich hoch, trotzdem ist die Folge sehr spannend, und lässt sich gut weghören.
Würde man sie heute aufnehmen, müsste man natürlich einiges anders machen, warum man sie allerdings gleich in den Giftschrank gesperrt hat, verstehe ich nicht ganz – dafür gibt es doch den Disclaimer und hier hätte er wirklich Sinn gemacht.



Geschrieben von City_Uhu am 06.02.2026 um 09:41:

 

Die Podcast Folge von der rasenden Hängematte feat. Astrid dazu gehört.

Der MIAMGANI, es werden Lastkähne darauf erwähnt, also müsste es die Donau sein, wenn München die Mio.Stadt ist, die es für mich ist, die Isar ist für Großschifffahrt nicht nutzbar.



Geschrieben von Mangobanane am 01.04.2026 um 14:17:

 

Ich weiß, für manche ist TKKG 19 sogar - zumindest bzgl. EUROPA - serienübergreifend das beste Hörspiel aller Zeiten. Für mich war es das nie und wird auch nie nah dran sein. Ich bin so schon kein besonders großer Fan von Schatzsucher-Folgen, weil viele oft sehr nach Schema F ablaufen, man hat eine Karte, am besten noch einen Rätselspruch, dackelt eine Station nach der anderen ab und um das Ganze spannend zu machen, gibt's natürlich noch ganz fiese Gegenspieler.

Ich sage nicht, dass Schatzsuchergeschichten per se blöd sind, manche mag ich sehr, aber sie müssen schon etwas Besonderes sein. Das Setting muss mitnehmen, die Sprecher müssen top sein, die Figuren erinnerungswürdig, die Spannungsmomente greifbar und es sollte auch Twists geben, die man nicht kommen sieht.

Nun ist Folge 19 sicherlich keine dieser ganz klassischen Schatzsucher-Geschichten nach Schema F - und genau dieser Umstand bricht ihr kurioserweise das Genick, weil man sich viel zu sehr auf die Rocker-Rachestory versteift und die Schatzgeschichte erst in den letzten fünf Minuten etwas intensiver in den Vordergrund rückt. Die meiste Zeit fliehen TKKG vor den drei ??? und einer Rockerbraut, die sich nicht ganz sicher ist, ob sie Krawall will oder nicht. Auch dieser Storyansatz wird leider nicht genutzt.

Um das Chaos komplett zu machen, werden TKKG parallel zu den Rockern dann auch noch von Zigeunern (natürliches übles Diebes-Gesindel) attackiert - bis Tarzan einfach mal zu ihnen geht und sie auf die Rocker hetzt. Eine Szene, die in "Die Ferienbande und das voll gemeine Phantom" fantastisch auseinandergenommen wird, moralisch irgendwie fragwürdig und absolut 0,0 storyrelevant, denn eine Szene später sind die Zigeuner ja schon verhaftet und verabschieden sich direkt wieder aus der Geschichte. Dafür wird dann der Teil, wo es um die Schatzsuche geht, vom Erzähler in ein paar Sätzen zusammengefasst, denn sonst wird das Hörspiel ja zu lang. Ich könnte jetzt eine Interpretation wagen, warum H. G. Francis mehr Bock darauf hatte, eine Randgruppe zu diskreditieren, statt dem Plot zu folgen, aber ich denke, wir lassen das einfach mal so stehen.

Leider streift die Folge das Abenteuerfeeling von locker mindestens der Hälfte aller Fünf Freunde Classics nur am Rande, denn irgendwie greifen in jeder zweiten Szene die Rocker an, die schließlich sogar mit Waffen um sich ballern (Ernsthaft jetzt?), sodass kaum ein Moment bleibt, das Abenteuer auch mal zu genießen.

Am besten ist dann das extrem zusammengestrichene Ende, bei dem Tarzan und Gaby random ins richtige Auto steigen, mal hoppladihopp zur Höhle fahren und dort trifft Tarzan den vorher überhaupt nicht in Erscheinung getretenen Komplizen von Slansky. Dass der Typ sich wehren kann, hört man nicht, denn Tarzan knüppelt ja eh jeden nieder. Ihm ist nämlich aufgefallen, dass er in dieser Geschichte bisher ziemlich wenig Judo zeigen durfte. Sein neuestes Hobby ist halt auch eher Zigeuner anzünden (jupp, dazu sag ich jetzt auch mal nix). Nach dem Schatz suchen muss man auch nicht mehr, der ist ja schon gefunden. Und wer TKKG am Ende jetzt eigentlich die Rocker vom Hals geschafft hat, bleibt ebenfalls offen.

Nee, es ist und bleibt einfach nicht meine Folge, tut mir leid. Die Bewertung von 4 Punkten steht hier schon ewig und sie ist auch okay, wenn ich sie zB mit 27 und 33 vergleiche, denen ich überhaupt nichts abgewinnen kann, hier ist das Flusssetting irgendwie noch ganz schön - aber insgesamt geht die Folge einfach viel zu stark auf Randgruppen los, anstatt sich um die eigentliche Handlung zu kümmern, welche wiederum sehr eintönig mit Attentaten auf TKKG gefüllt wird. Auch das hat man später in der 81 besser gemacht.


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