Die drei Fragezeichen - Der Biss der Bestie (146)
Der Titel ist nicht nur absolut klangvoll, sondern auch sehr verheißungsvoll, das Cover ist schön düster und der Klappentext verspricht ein ernsteres „Nachts im Museum“. Nur dass Oliver Rohrbeck da wahrscheinlich nicht den Nachtwächter geben wird.
Der Anfang mit dem Museumsbesitzer, der wegen einer seltsamen Bisswunde ins Krankenhaus kommt, ist sehr interessant. Die Kinder hätte ich jetzt nicht gebraucht, aber sie stören nicht allzu sehr und bringen ein paar Details besser zur Geltung. Bestimmt haben ihre Versprecher auch einen bestimmten Grund.
Justus hätte wohl besser mal die neue Benjamin-Blümchen-Folge gehört und sich vor Scam und bösen Staubsaugervertretern warnen sollen, denn er lässt sich einfach so in einen Job als Babysitter reinquatschen und zieht Peter und Bob auch noch mit rein. Peter und Bob sind natürlich sauer, aber leider gewinnt Justus gegen ihn Stein, Schere, Papier. Mit unlauteren Mitteln zwar, aber gerade durch den Fragezeichen-Move wird die Szene noch cooler.
Der verschrobene Wissenschaftler, der die drei Detektive empfängt, trägt sehr zur Atmosphäre bei und die kleine Absprache zwischen Justus und Bob sorgt für einen weiteren Lacher. Peter, der den Kindern Hundefutter auftischt, ist aber auch der Hammer. Er scheint den gleichen Elan zu haben wie ich, wenn ich früher auf Kinder aufgepasst habe. Und Tierfutter wird öfter mal mit Menschenessen verwechselt, ich könnte da Geschichten erzählen...
Wie Peter die Kinder dazu bringt, weiter zu puzzeln und die drei in Ruhe zu lassen, mag ich sehr und überhaupt finde ich das Babysitten längst nicht so nervig wie das wohl in anderen Serien der Fall wäre. Vielleicht liegt es daran, dass sowohl Justus, als auch Peter und Bob absolut keinen Bock darauf haben und die Dialoge dementsprechend sind. Auch machen sie es irgendwie zu einem Spiel, sich aus der Affäre zu ziehen.
Warum die drei Detektive den Hund aber in die Küche sperren, verstehe ich nicht. Der Hund muss ja nicht auf ihnen liegen, aber in der Küche eingesperrt zu sein, finde ich für ein Tier nicht so schön. Da hätte ich mir gerade bei Peter etwas mehr Sensibilität gewünscht. Die Nachtszene ist dennoch atmosphärisch und spannend.
Die anschließende Verfolgungsjagd hätte ich gern miterlebt, auch wenn nach dem Ausruf „Den schnapp ich mir!“ ja schon klar war, wie die Sache ausgeht. Wenigstens sieht er, wo der Einbrecher abbiegt, und kann Justus später einen Hinweis auf den DeLuca Drive geben. Peter allein im Museum ist auch interessant, aber er wirkt in der Folge sehr ungeduldig, was den Hund angeht.
Während es bei Peter spannend wird, schwenkt die Erzählung zu Justus und Bob und wir erleben einen kleinen Streit zwischen Justus und Jackall Madson, einem konkurrierenden Schrotthändler, mit. Ich mag sowas, weil es Rocky Beach belebt, auch wenn es wahrscheinlich nur in der Folge ist, weil es eine Bewandtnis hat. Justus teilt aber auch richtig aus…
Die Auflösung ist okay, aber begeistert bin ich davon nicht. Das Entsetzen von Justus, Peter und Bob, dass Tante Mathilda keinen Kirschkuchen, sondern Apfelkuchen gebacken hat, ist dafür sehr greifbar und irgendwie süß. „Aber wir essen nie Apfelkuchen, wir essen Kirschkuchen!“
Insgesamt ist die Folge falltechnisch zwar eher schwach, sie punktet aber durch die Atmosphäre und noch mehr durch viele Lacher. Ich habe auch das Gefühl, dass das mehr im Vordergrund steht als der Fall selbst. Ich weiß nicht, wie ich das finden soll, aber ich mag die Folge und rechne ihr hoch an, dass die Kinder nicht zum Nervfaktor werden. Der Streit am Ende ist auch köstlich!
Fazit: 8 von 10 Punkten
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Ich möchte bitte in Zukunft mit den Pronomen dey/denen angesprochen werden:
Beispielsätze:
Dey hat das Telefon abgehoben.
Ist das
deren Hund?
Ich bin
denen erst kürzlich begegnet.
Ich verstehe
dey so gut.