So, ich bin ja noch mit ein paar Folgen im Rückstand, das versuche ich nun mal aufzuholen.
Der Anfang macht:
106 - Das Traktat Middoth

Die Folge kam ja im November und sie passt wirklich gut zu einem stürmischen Novemberabend, alleine schon vom Cover her.
Wobei es sich nicht um eine Monster/Horror Geschichte handelt, wie man eigentlich bei dem Bild vermuten könnte.
Es handelt sich um eine "stinknormale" Schauerromantik Erzählung, wobei gerade der Anfang, also die Geschehnisse in der Bibliothek sehr stark und unheimlich sind.
Allen voran Bernd Rumpf, der zwar eine kleine Rolle nur hat, aber trotzdem mit seiner Stimme toll reinpasst.
Alles was nach den Geschehnissen am Anfang kommt wirkt irgendwie etwas weniger stimmig und konstruiert. Ich fand das Ende auch irgendwie merkwürdig und es bleiben so viele Fragen offen.
Trotz dieser kleinen Wermutstropfen muss ich sagen, war das Hörspiel gut und ich vergebe eine 2-
"107 - Der weiße Wolf von Kostopchin"

Hm... die Folge fand ich eher so mittelmäßig, was aber hauptsächlich daran lag, dass ich die Folge mehr als eine Art Remake zu Nummer 49 - Der weiße Wolf ansehe.
Inhaltlich liegen mir die 2 Geschichten einfach zu sehr beinander. Wieder ein Witwer, wieder eine Reise ins Exil, wieder wird ein Kind abgöttisch geliebt, ein anderes gehasst, wieder eine böse Frau, die dem Herrn den Kopf verdreht, wieder ist es eine schöne Werwölfin.
Sonst ist sie nicht schlecht, aber mir fehlte auch irgendwie Spannung.
Ich vergebe eine 3-
Dann zu meiner ersten Sommerfolge
"108 - Der Kapitän der Polestar"
So die Hörprobe war schon recht Richtungsweisend, sprich, leider keine Folge a la "die Herrenlose", die ich nach wie vor großartig finde, sondern es geht eher um die Psyche und Angst der Mannschaft selbst.
Das hat zur Folge, dass die Geschichte trotz guter Zutaten recht ereignislos daherkommt.
Der Doc führt ein Schiffstagebuch und berichtet über die Ereignisse und irgendwie kam wenig bis gar keine Spannung auf.
War nicht die stärkste Folge... und ich vergebe eine 3-
Als Nachnachtrag noch die zweite Junifolge:
109 - Heimweh
Bei dieser Folge hatte ich keine hohen Erwartungen, da ich die Folgen mit dem Ermittlerduo Alwyne und Colin Hargreaves bisher nicht so großartig empfunden habe.
Ich würde diese hier aber als eindeutig die beste der 3 bezeichnen und die Folge hat es absolut geschafft, dass ich mich gegruselt habe.
Anfangs war noch alles recht Standard, also es gibt ein recht langes Telefonat (fast schon zu lange) zwischen Alwyne, dem weiblichen Geisterjäger Part und der Tante Ihres Mannes.
Kurze Zeit später reist die kleine Familie dann (mittlerweile haben die beiden ein kleines Töchterchen) von England nach Kalifornien zu einem Kongress und müssen daher logischerweise in einem großen Hotel vor Ort schlafen.
In dem Zimmer, welches die drei bewohnen geht es allerdings nicht mit rechten Dingen zu und sie machen Bekanntschaft mit einer Frau, deren Seele keinen Frieden findet und deren Geist nach wie vor im Hotel umgeht.
Die Haupthandlung besteht nun darin, dass die 2 Ermittler nun versuchen, quasi in bester ??? Manier alles über die Umstände zu klären, die zu dem Ableben der nächtlichen Besucherin geführt haben.
Dazu werden viele Hotelangestellte befragt und alle möglichen Menschen, die vor dem Tod der Frau mit ihr noch Kontakt hatten.
Es kommt ans Licht, dass es sich bei der Frau um eine Selbstmörderin gehandelt hat und die ganze Folge kann sehr gut in Rückblenden diese melancholische Stimmung einfangen, die zu dem Suizid geführt haben.
Das Ende der Folge, wenn die Ermittlungen abgeschlossen sind war dann recht unbefriedigend für mich. Es ist nun zwar klar, WARUM WIESO WESHALB, aber es gibt leider keine Lösung für das Problem.
Die Geschichte endet dann wieder mit einem Telefonat.
Ich war sehr positiv überrascht von Nummer 109 und obwohl die Folge bei Amazon recht negativ zum Teil abgeschnitten hat fand ich sie sehr gelungen und vergebe eine glatte 2.
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"Das Leben ist eine Ansammlung von kleinen Geschichten um eine große Geschichte daraus zu machen und beim zurückblicken verdammt noch mal kriegen wir das Grinsen nicht mehr aus der Fresse. Das ist so der Plan.