Benjamin Blümchen 068 – als Taxifahrer
„Wenn ich Taxi sage, dann hat ein Taxi da zu sein, Pichler! Stimmt’s oder habe ich Recht?“
„Ja, ja. Verzeihung, Bürgermeister Chef, das heißt: Nein, nein! Sie müssen warten wie alle. Sie sind nur Bürgermeister, nicht König!“
„König wäre aber sehr schön! Brauchte ich mich nicht mehr mit meinen Wählern rumzuärgern. Müssten alle tun, was ich sage!“
„Oh nein, dann würde ich auswandern.“
„Bitte?“
„Nichts…“
Eine Folge, die ich definitiv schon mal gehört habe – lang ist’s her – und ich glaube, ich müsste sogar die TV-Folge „kennen“. Mir ist so, als ob wir die mal auf VHS hatten. Kann aber auch Einbildung sein. So oder so bekomme ich die Folge nicht mehr im Kopf zusammen und kann null einschätzen, wie die Bewertung ausfallen wird, aber da die Serie momentan wieder einen Lauf hat, hoffe ich, dass sich das fortsetzt.
Karls Aktion zu Beginn ist ja direkt der Hammer: Benjamin wird durch Beleidigung geweckt

Seine Spielereien mit Benjamin sind einfach wahnsinnig geil.
Benjamin hat mal wieder ein neues Frühstück – dieses Mal schnabuliert er Cornflakes.
Wegen der großen Hundeausstellung ist der Zoo heute so leergefegt. Na sicher, das wird’s sein

Was wohl morgen der Grund ist?
Und dann kommt es plötzlich fast dazu, dass Karla umgenietet wird! Wäre zwar für Benjamin-Verhältnisse eine ziemlich krasse Story, aber mal was Neues.
Im Nullkommanichts hat Benjamin sich einen neuen Job geangelt. Denn man weiß ja, man muss nur in seiner Nähe das Wort „Ersatzmann“ fallen lassen und schon ist das Problem so gut wie gelöst – na ja, zumindest bis Benjamin nach einer Woche keine Lust mehr hat
Herr Tierlieb hat mittlerweile wohl eine Tür, die breit genug ist, denn Benjamin geht problemlos durch. Man hat den Gag anscheinend tatsächlich mit Donnellys Abgang eingeschläfert.
Wie Benjamin und Otto ein Taxi zusammenbauen, ist echt kreativ und gefällt mir. Aber ob ein Rasenmäher schnell genug für den Verkehr ist – ich weiß ja nicht… Und es fehlt ein Taxameter
„Kameras sind auch besser vorm Bauch als im Bauch“ – Jap, finde ich auch. Drum wähle deine Worte zukünftig weise, Karla
Bei der ersten Fahrt kommen bei mir Erinnerungsfetzen wieder hoch, Benjamin und Otto kriegen kein Geld von ihrem Fahrgast. Gut finde ich, dass die Hundeausstellung nicht nur am Anfang erwähnt wird, sondern eben auch Leute dahin wollen. Allerdings ist es ein bisschen schade, dass Ben und Otto den Parfüm-Verrückten nicht in die Schranken weisen.
Der Bürgermeister erlaubt sich – natürlich – wenig später die selbe Dreistigkeit wie der erste Fahrgast. Dass Pichler mitmacht, hätte ich aber nicht erwartet. Witzig aber der Kommentar vom Erzähler, dass das Geld ja nicht weglaufen würde – genau das tut es doch gerade
Das Lied funktioniert in der gekürzten Fassung wirklich etwas besser, allerdings hätte ich für die Version im Hörspiel dann eher was mit Otto aufgenommen und nicht mit dem Chor
Die Polizeikontrolle ist auch sehr gut – einmal mehr wird die deutsche Bürokratie hops genommen, denn natürlich braucht Benjamin für alles eine Genehmigung – nur dann nicht, wenn der Bürgermeister selbst betroffen ist
Dass dann ein Hund verschwindet, ist natürlich sehr 0815, aber dass Benjamin plötzlich zwei Missionen auf einmal hat und sich entscheiden muss, gefällt mir. Es wirkt ja ein bisschen fies, wie er Susi fürs Erste einfach stehen lässt
Der Einbruchsversuch beim Bürgermeister ist ja mal mega geil – „Halt! Steckenbleiben … äh, Stehenbleiben!“

Auch Benjamins Reaktion ist köstlich: „Und ich kann nicht wegrennen…“
„Steckst du fest in einem Haus, zieht die Polizei dich raus“ und „Fällst du unsanft auf den Po, ist die Polizei sehr froh“ sind wirklich klasse Reime
Otto sammelt erste Erfahrungen als Einbrecher, jetzt wissen wir endlich, was er später mal wird
Weil Benjamin und Otto es überraschenderweise aber doch nicht rechtzeitig schaffen, hat Pichler den rettenden Einfall: „Sagen Sie statt Backstein immer Hund!“ Super, das geht bestimmt nicht schief…
„Legt man einen Hund auf den anderen und schmiert etwas Zement dazwischen, erhält man eine dauerhafte und feste Verbindung“ – Allein das ist schon ein Kunstwerk

Das erinnert mich daran, wie Marc-Uwe Kling in der Bibel das Wort Tier durch das Wort Bier ersetzt hat
Im Anschluss merzt man wieder aus, dass Benjamin und Otto dem Mann mit dem Parfüm-Hund nicht die Meinung gegeigt haben, das gefällt mir sehr gut. Klar ist es schade, dass der Hund am Ende der Leidtragende sein muss, aber vielleicht lernt der Mann ja draus.
Das System der Preisverleihung ist ja interessant, es gibt wohl keine Jury, das Publikum ruft einfach rein
Benjamin verdient jetzt also Geld damit, dass er seine Freunde chauffiert – Man muss sich nur Taxi nennen, kluger Elefant
Wie der Erzähler auf Benjamins Rücken reitet, ist sicher auch ein interessantes Bild.
Ich fand die Folge echt rund und gerade die zweite Hälfte ist wirklich top. Besonders der Einbruch und die Rede sind Highlights, aber auch das Lied gefällt mir gut. Gebe hier tatsächlich schon wieder eine 9, die 60er sind echt gut!
9/10