Rapunzel – Neu verföhnt (Original-Hörspiel zum Film):
Heute habe ich das Hörspiel, da kostenlos angeboten, spontan gehört. Ich habe den Film nicht gesehen, weil mich dieser auch nicht wirklich angesprochen hatte, das Hörspiel hat mir aber sofort gefallen.
Inhalt:
Rapunzel gerät einen Tag vor ihrem Geburtstag mit ihrer Ziehmutter Gothel in Streit, weil sie aus dem Turm raus will, um die Lichter, die jedes Jahr gen Himmel steigen, zu sehen. Sie weiß nichts von ihrer Familie. Rapunzel sieht davon ab, auf ihrem Wunsch zu bestehen, nachdem Gothel ihr die Welt draußen schlecht redet.
Rider und die Diebe klauen derweil Rapunzels Krone aus dem Schloss und werden daraufhin mehr denn je gesucht, weil die Wachen des Königs sie zuerst nicht fassen können.
Anschließend finde ich es klug von Rapunzel, ihre Ziehmutter unter dem gewählten Vorwand wegzuschicken, und sich dann von ihr unbemerkt, raus zu schleichen. Bald darauf kommt aber Rider zu ihr in den Turm und sie vereinbaren, dass er die von Rapunzel genommene Beute zurück erhält, wenn er Rapunzel zu den Lichtern führt. Dieser Deal ist okay, denke ich.
Gothel aber kehrt um, nachdem das entlaufene Pferd des Wachmanns – Maximus – ihr begegnet. Dass es eine Tür, die Gothel aufbricht, und eine geheime Falltür im Turm gibt, gefällt mir sehr gut!
Dass mit der Bratpfanne von Rapunzel und später den anderen fand ich albern, aber für ein Kinderhörspiel bzw. einen Kinderfilm durchaus akzeptabel. Flynn versucht zweimal, Rapunzel zur Rückkehr zu überreden.
Das erste Mal funktioniert es nicht, das zweite Mal geht es nach hinten los, weil Flynn angegriffen wird und Rapunzel ihn retten muss. Besonders schön finde ich danach, wie alle von ihren Träumen erzählen.
Hakenhand hilft Rapunzel und Flynn schließlich, als die königlichen Wachen im Lokal auftauchen. Dumm finde ich hier, dass nur eine Wache bei den Brüdern Stabbington bleibt. Im Folgenden ist es cool, wie Rapunzel sich und Flynn über die Schlucht rettet. Maximus ist hier sehr aufdringlich, was ich etwas nervig finde.
Als das Wasser in die Höhle, in die Flynn und Rapunzel sich gerettet haben, schießt, und sie einschließt, kommt Verzweiflung bei den beiden auf. Klasse finde ich hier das „Eugene-Geständnis“ und dass das danach folgende Geständnis ihr Problem, eingeschlossen zu sein, löst.
Die anschließende Heilung Flynns durch Rapunzels Haare zeigt noch einmal ihre Kräfte, dann ist man bei Gothel, die auf die Stabbington-Brüder trifft. Klar, dass sie die beiden für sich gewinnen und später fallen lassen will.
Das Gespräch von Rapunzel und Eugene gefällt mir sehr gut, dann aber kommt Gothel zu ihrer Ziehtochter. Sie gibt ihr voller Absicht die Krone und verschwindet wieder.
Am nächsten Morgen besucht die beiden schon wieder jemand – diesmal ist es Maximus. Rapunzel bändigt ihn und sie reichen sich „Hand und Huf“

.
Kurz darauf in der Stadt entdeckt Rapunzel das Bild von sich und ihren Eltern, aber es wird nicht näher darauf eingegangen, als das sie etwas Komisches fühlt. Dann ist auch schon Abend und sie und Eugene fahren mit einem Bott auf den See hinaus, um eine bessere Aussicht auf die Laternen zu haben.
Als diese an sind, schenkt Eugene Rapunzel eine Laterne, während sie ihm die Krone gibt. Kurz darauf verschwindet Eugene, um sie den Stabbington-Brüdern zu geben. Durch Gothel wollen sie aber Rapunzel.
Gothel rettet diese aber und bringt sie in den Turm zurück. Dort ist Rapunzel traurig, während Eugene inzwischen verhaftet wurde und hingerichtet werden soll. Da bemerkt Rapunzel, dass sie die Prinzessin ist und konfrontiert Gothel damit.
In der folgenden Auseinandersetzung wird Gothel als „Hexe“ bezeichnet, wobei ich mich frage, ob das nur so daher gesagt ist, oder man darauf hinaus will, dass sie wirklich eine Hexe ist. Eugene wird währenddessen von Hakenhand & Co. befreit. Er eilt dann natürlich zu Rapunzel.
Gothel trickst Eugene aus, sticht auf ihn ein und Rapunzel möchte einen Deal machen, Eugene retten zu dürfen, und dafür freiwillig mit ihrer Ziehmutter mitzugehen. Da Eugene das nicht will, schneidet er Rapunzel, nachdem diese von Gothel die „Genehmigung“ erhalten hat, Eugene zu heilen, ihre Haare ab.
Die Hare werden braun, Gothel fasst sie an und wird uralt. Vor Schreck fällt sie aus dem Turm und verendet dort wahrscheinlich heimlich (ist ja auch für Kinder gedacht). Also ist Gothel tot, Eugene ebenfalls. Rapunzel weint und rettet ihn doch noch durch ihre Tränen.
Dann kommt das Ende. Es ist mir zu kurz gehalten, das wirkt einfach nur halbherzig – vielleicht ist es im Film anders?!
Personen:
Rapunzel finde ich recht sympathisch, sie weiß sich immer zu helfen, und ist eine sehr bestimmte Person. Sie lässt sich nicht so leicht einschüchtern, auch wenn sie zunächst Angst vor der Welt außerhalb des Turms hat, und hat meist das richtige Gespür für andere.
Flynn bzw. Eugene ist am Anfang sehr albern, aber mit der Zeit fängt man an, ihn zu mögen. Seine Geschichte finde ich ganz gut, aber es ist, wie gesagt schade, dass er kein Königssohn ist.
Gothel ist eigentlich ganz nett zu Rapunzel, was mich etwas überrascht hat. Natürlich lügt sie Rapunzel deren ganzes Leben lang an, aber sie ist nicht die traditionelle Böse, wenn sie mit ihrer Ziehtochter spricht.
König und Königin tauchen nicht mit Sprechrollen auf, etwas schade finde ich das schon. Ich frage mich, wie das im Film ist.
Die Verbrecher aus der Quietscheente wirken zuerst unsympathisch und gefährlich, dann aber offenbaren sie ein „gutes Herz“.
Erzähler:
Der Erzähler übernimmt es, die Vorgeschichte, einzelne Szenen zwischen durch und das Ende zusammenzufassen. Er macht seine Sache gut und mir gefällt, dass häufiger Fragen an den Hörer gestellt werden. Das erneuert die Aufmerksamkeit immer wieder.
Außerdem bin ich froh, dass der Erzählpart so viel Spielzeit einnimmt – sonst hätte ich das Hörspiel wohl nicht zu Ende gehört.
Anmerkungen:
Ich habe mich gleich gefragt, wieso die schwangere Königin die Blume damals nicht einfach berührt hat und stattdessen ein Tee gekocht wurde. Hätte sie die Blume einfach berührt, hätte Gothel die Blume zurückbekommen können bzw. alle Kranken im Königreich immer wieder geheilt werden können.
So ist die Blume danach nicht mehr verfügbar und ihre Kräfte entfalten sich „zum Glück“ in Rapunzel.
Man merkt dem Hörspiel an, dass es moderner ist, da Ausdrücke wie „alte Schachtel“ vom Erzähler oder den Personen benutzt werden.
Die Geschichte ist leicht abgeändert, man erkennt sie allerdings trotzdem noch gut. Mir gefällt, dass Einiges gleich geblieben ist. Dass Flynn bzw. Eugene kein Prinz ist, fand ich schade.
Das Chamäleon Pascal ist auch neu – soweit ich weiß – und ich finde gut, dass es nicht so wichtig für die Handlung ist.
Man merkt dem Hörspiel die Disney-Art an, was mich hier aber weniger stört, als es mich zum Beispiel bei anderen Disneyproduktionen neuerer Zeit stört. Das ist sehr erfreulich!
Musik:
Die Musik, die ganz am Anfang und dann immer mal wieder auftaucht, ist sehr schön! Die andere Musik im Hörspiel habe ich auch als sehr angenehm empfunden. Gleiches gilt für die Nebengeräusche.
FAZIT:
Das Hörspiel hat mich überrascht, da es nicht so schlecht war, wie ich angenommen hatte. Da der Erzähler einen wirklich guten Job gemacht hat, die Personen weitgehend sympathisch waren bzw. wurden und das Meiste gut gemacht war sowie sich viel an die Originalvorlage gehalten wurde, fand ich es gut.
Ich hätte nichts dagegen, das Hörspiel erneut zu hören, aber es muss auch nicht zwingend sein. Durch den langen Erzählpart habe ich das Hörspiel ganz durgehört, aber man muss auch in der richtigen Stimmung sein.
Ich vergebe
6,5 von 10 Punkten!
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Ich möchte bitte in Zukunft mit den Pronomen dey/denen angesprochen werden:
Beispielsätze:
Dey hat das Telefon abgehoben.
Ist das
deren Hund?
Ich bin
denen erst kürzlich begegnet.
Ich verstehe
dey so gut.