Die drei Fragezeichen - Die falschen Detektive (207)
Das Cover finde ich nicht schön, aber der Titel klingt sehr interessant und der Klappentext hört sich spannend und vor allem originell an. Der Anfang ist ein wenig komisch. Statt die Geschichte langsam zu beginnen, erlebt man direkt die Verfolgung einer der drei falschen Detektive mit. Das hatte ich mir etwas anders vorgestellt.
Auch danach wirkt alles ein bisschen gehetzt, aber das mit den Schnabeltieren gefällt mir. Wobei man auch den tollen Wanderverein reaktivieren und als Ausrede hätte benutzen können. Vielleicht mit einem direkten Verweis auf die flammende Spur? Aber es ist egal, welches Thema Justus sich aussucht, er kann jeden an die Wand quatschen.
Wie die Jungs sich maskieren, mag ich eigentlich, aber seit wann hat Bob so lange Haare, dass er sich einen „dicken Zopf“ machen kann? Da habe ich wohl ganz eindeutig etwas verpasst! Die langjährige Erfahrung als Detektive zahlt sich aus, denn nachdem Justus sich schon einen neuen Nachnamen verpasst hat, geben auch Peter und Bob ihre neuen Nachnamen ganz trocken preis. Der Spruch von Justus über Frühstückseier ist auch lustig, so einen Vergleich habe ich auch noch nicht gehört.
Nachdem Bob die alte Dame ein bisschen ausgehorcht hat, belauscht er die falschen drei Fragezeichen und wird dabei leider erwischt. Durch den Streit mit den ihnen wird die Atmosphäre angespannter. Umso riskanter, dass Justus Peter danach auch zum Spionieren schickt. Als Peter sich mit seinen Dietrichen heimlich selbst ins Haus lässt und das Rätsel holen will, wird es richtig spannend.
Während Justus und Bob sich besprechen, schnappt sich Peter das Rätsel und sieht den geheimnisvollen Mann von gestern wieder. Allerdings hätte er das Rätsel auch fotografieren können, um keinen Verdacht zu erregen. Das Rätsel ist auch etwas verwirrend, weil es praktisch nur aus Sprichwörtern besteht. Das lässt natürlich den Verdacht zu, dass das Rätsel nicht echt ist.
Dass sich der falsche Peter mit Zwirbelbart trifft und offenbar nicht nur mit den drei Fragezeichen ein falsches Spiel spielt, ist natürlich eine interessante Wendung. Das seltsame Blitzen und Leuchten bringt auch endlich das bisschen Mystik rein, das ich bisher vermisst habe. Es könnte aber gut und gerne noch mehr Mystik sein.
Die Spannung steigt auf jeden Fall wieder, als Peter im Gästehaus ein Knarren hört und sogleich in einen Kampf verwickelt wird. Wie skeptisch er die Visitenkarte der falschen drei Fragezeichen liest, gefällt mir, der Spruch ist aber auch wirklich zum Fremdschämen und das mit dem Boss ist ziemlich amüsant. Peter stellt sich im Gespräch mit dem falschen Peter auch recht geschickt an, er sagt gerade so viel wie nötig, und holt einige Informationen aus ihm raus.
Erst nach dem Schock, im Keller eingesperrt worden zu sein, verplappert er sich vor dem falschen Peter. Aber das führt zum Glück nur dazu, dass Peter Einblick in die Machenschaften der falschen Fragezeichen bekommt. Dass Li (Achtung, Spoiler!) an der Beauftragung der drei Betrüger beteiligt ist, ist allerdings keine große Überraschung.
Eine Überraschung ist dafür allerdings, dass Alice Willard längst weiß, wer die echten drei Fragezeichen sind. Schön, dass sie das positiv aufnimmt und Justus und Bob keine Vorwürfe macht. Das nächtliche Treiben im Garten finde ich eigentlich gut inszeniert, aber die Rettung von Peter und Peter wird leider nur kurz abgewiegelt.
Was mir aber wieder gut gefällt, ist, dass Justus seinen Monolog halten will und Peter ihm mehrfach dazwischenfunkt, um selbst kleinere Monologe zu sprechen. Dass Li für das Konsulat arbeitet und das Holz gar nicht für sich selbst will, ist nicht wirklich vorhersehbar, das hat mich trotz des eindeutigen Hinweises mit der Mappe überrascht.
Aber eine Sache verstehe ich nicht: Dem falschen Peter wurde der Holzkorb aus der Hand gerissen, er wurde die Treppe nach unten gestoßen und eingesperrt. Wieso sollten das der falsche Justus und der falsche Bob gewesen sein? Sie waren doch zu dem Zeitpunkt vermeintlich noch ein Team? Oder habe ich da was falsch interpretiert?
Davon abgesehen empfinde ich die Folge als sehr gelungen. Der Anfang ist leider sehr konstruiert und gehetzt und die Atmosphäre könnte schöner sein, aber die Idee mit den drei Betrügern, das Einschleichen der echten Detektive und das Katz-und-Maus-Spiel zwischen den sechs Jungs gefällt mir gut. Peter hat ein paar gute Momente, Justus natürlich auch, nur Bob bleibt diesmal etwas blass. Auch die falschen drei Fragezeichen hätte man etwas mehr zeichnen können.
Fazit: 7 von 10 Punkten
@Boris-Baby
Vielen Dank für die Auszüge aus dem Buch. Darauf, dass Stan von Dunstan stammen könnte, bin ich beim Hören gar nicht gekommen. Das ist ein richtig cooles Detail!
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Ich möchte bitte in Zukunft mit den Pronomen dey/denen angesprochen werden:
Beispielsätze:
Dey hat das Telefon abgehoben.
Ist das
deren Hund?
Ich bin
denen erst kürzlich begegnet.
Ich verstehe
dey so gut.