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224 - Bilderdiebe haben kein Gesicht
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Andromeda
Karo Töröö
   
Dabei seit: 07.08.2022
Beiträge: 898
Spiel-Beiträge: 2
Herkunft: Viersen
1. Experte: Die drei ???
2. Experte: TKKG
3. Experte: Fünf Freunde
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Dir kann ich fast uneingeschränkt zustimmen. Die Scharade um Schalavsky entpuppt sich rasch als Sackgasse bezüglich der Ermittlungen, dabei hätte daraus viel Potenzial entspringen können.
Außerdem die Sache mit der extrem langen Laufzeit. Es gibt in Anbetracht dessen kaum Wechsel der Handlungsorte, entsprechend dialoglastig und steril ist diese Folge, was ebenfalls teilweise an der Geräuschkulisse von Helge Halvé vor allem in Häusern liegt. Abgesehen von der recht geräuscharmen Soundkulisse beim Betreten des Museums gibt es aber ebenso soundtechnisch gut untermalte Szenen, die interessanterweise alle am Tag spielen.
Ähnlich lieblos wurde der Soundtrack eingefügt, das ohnehin aus wenig variierten Musikstücken besteht, hier wäre eine größere Vielfalt und die Nutzung älterer und düsterer Musiken angebracht gewesen. Im Finale wird kurz ein orchestrales Musikstück angespielt, warum nur dort ist die Frage. Folge 221 war in dieser Hinsicht in letzter Zeit das Positivbeispiel.
Die Sache mit den Logiklücken zieht sich derweil durch die gesamte Rahmenhandlung, angefangen von der Sicherheit des Museums, welche offenbar nur durch einen begriffsstutzigen Wachmann und einer leicht zu deaktivierenden Alarmanlage zu bestehen scheint, bis zur Person Glockners, der offenbar jedwedes kriminologisches Gespür zu verlieren scheint und alleine ohne polizeilichen Beistand durch Museumshallen stiefelt.
Der Cast lieft genauso ein mittelmäßiges Leistungsniveau ab. Kaven hört man sein Alter mittlerweile an, sein Erzähltempo ist hörbar gesunken. Der gehässige Tonfall von früher ist längst gewichen. Der Hauptcast macht dagegen seine Sache recht ordentlich, Klößchen könnte seinen Schokoladenkonsum allerdings gerne in den nächsten Folge merklich zügeln.
Christiane Leuchtmann (nicht Appolonia Jepsen) verkörpert die 83 Lenze zählende Mäzenin des bestohlenen Niveaus mit einer gehörigen Portion an Overacting. Mal ein Stöhnen da, zum einen ein unpassendes Betonung in der Stimme und zum anderen eine eindeutig zu junge Stimme für eine derartige Rolle. Positiv hervorheben möchte ich Julian Greis und Uschi Hugo, der Nachtwächter des Museums und seine Freundin, die vom gesamten Cast letztlich den souveränsten Job abliefern.
Das man sich von prominenten Namen nicht auf eine ebensolche schauspielerische Leistung rückschließen sollte, beweist im negativen Sinne Petra Kleinert, die in der Rolle einer Bilderdiebin recht unterspannt und hölzern agiert.
Hofstetter hatte mit Folge 208 und 209 einen wirklichen guten Start, was den vermeintlichen Konzeptwandel von TKKG betrifft. Die nachfolgenden Folgen ließen ebenso stark nach wie die Gefährlichkeit der Verbrecher. In Folge 224 ist es schon soweit, dass ich am Ende Mitleid mit den Tätern habe.
Hofstetter hatte meiner Meinung nach sehr viele Chancen seit der Folge 210 ein originelles neues Profil für TKKG zu entwickeln. Sonderlich konsistent geht er hierbei nicht vor und konzentriert sich eher auf unpassende Erzählpassagen und Kriminelle, denen alleine aufgrund des Intellekt solche Verbrechen gar nicht gelingen dürften.
Wenn ich den Gesamteindruck dieses Hörspiels in eine Punktzahl umwandeln müsste, wären es 5,75 Punkte, was einer 3- entspricht.
PS.: Erna Sauerlich hat eine neue Sprecherin, weil Marianne Bernhard am 5. Juni leider verstorben ist. Mir kam die frische Stimme nicht bekannt vor. Sie legt die Erna Sauerlich für mein Dafürhalten einen Deut zu affektiert und blasiert an. Überdies klingt sie viel zu jung. Wenn Henry König als Vater Sauerlich und sie im Duo auftreten, kann das vom Altersunterschied nur schiefgehen.
__________________ Zuständig für Recherchen und Archiv!
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02.09.2022 20:38
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03.09.2022 20:03
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Mangobanane
Juniordetektiv
   
Dabei seit: 15.02.2017
Beiträge: 9.028
Spiel-Beiträge: 103
1. Experte: Die drei ???
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Durchschnitt. Gerader Durchschnitt - nicht mehr, nicht weniger.
Der Klappentext deutet zumindest an, dass Schalavsky in Schwierigkeiten gerät. Das ist so schnell gegessen, ich fand’s ein Unding, damit zu locken.
Die Logiklücken sind mir auch aufgefallen, die Geschichte ist einfach nicht besonders rund. Immerhin fällt Hofstetter selbst auf, dass das Verbrennen von Zeichnungen zum Zweck der Beweismittelvernichtung heutzutage relativ sinnfrei ist.
Mein größtes Problem mit der Folge ist aber, dass man die Story locker in der Hälfte der Zeit hätte erzählen können ohne etwas Relevantes wegzulassen. Nach der ersten Hälfte braucht man eigentlich gar nicht weiterzuhören, weil eh schon alle Karten auf dem Tisch liegen. Und das dritte Mal in Folge Tim in einer Gefahrensituation, bei der KKG ihn wieder mal samt Polizei rausboxen müssen - gäääähn. Am Ende braucht es fünf Polizeiautos für zwei Ganoven - warum? Dazu hören wir hier innerhalb von gerade mal 5 Hofstetter-Folgen zum dritten Mal ein Gangsterpärchen und ich kann es zum dritten Mal nur mäßig ernst nehmen. Positiv: Tim wendet einen Karatekick an! Hatten wir ja doch recht lange nicht mehr und ist erfrischend. Auch das etwas actionreichere Ende hat mir ganz gut gefallen.
Karl fällt weiterhin nur dann auf, wenn er Vorträge halten soll und ansonsten ist und bleibt Diakow ein Fremdkörper. Die beste Entwicklung hat eindeutig Klößchen gemacht, er braucht zwar wie gewohnt und natürlich gewollt teilweise etwas länger zum Nachdenken und Kombinieren, wirkt hier aber mehr denn je ziemlich reif, ergreift auch mal die Initiative und ist nicht mehr nur für dumme Sprüche und Schokowahn dabei. Rhea Harder geht mir eigentlich meistens schlicht auf den Keks, Gaby hat kaum noch eine Daseinsberechtigung, außer den heißen Draht zu Papi Emil.
Die neue Frau Sauerlich, joa, definitiv zu jung, trotzdem fand ich die Besetzung gar nicht so schlecht, Marianne Bernhardt hat gerne viel Overacting einfließen lassen, war von ihrer Erna Sauerlich-Interpretation nicht so richtig angetan.
Die „Härte“ von Hofstetter besteht mittlerweile aus hypothetischen flapsigen Mordüberlegungen. Mega. Ist ja auch kein großes Ding, einfach mal jemanden um die Ecke zu bringen 
Würde da gerne wieder Richtung „Drohbriefe von Unbekannt“ gehen…
Helge Halvé als Geräuschemacher ist definitiv ein weiterer Rückschritt für die Qualität von Europa-Hörspielen. Aber die Regie könnte allgemein wieder besser werden, die Dialoge, die TKKG gerade am Anfang führen, führt kein Jugendlicher.
Kein Totalausfall, aber eben nicht mehr als „Einmal hören ok, reicht dann aber auch“.
Will sagen, ne schwache 3- ist es mir gerade noch wert.
Ach Mann, die Serie war zwischendurch auf nem echt akzeptablen Weg…
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02.09.2022 21:15
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02.09.2022 21:16
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MihaiEftimin
Ikonenjäger mit Waffenschein
   
Dabei seit: 26.04.2021
Beiträge: 3.324
Spiel-Beiträge: 137
Herkunft: Westfalen
1. Experte: Die drei ???
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3. Experte: Die drei !!!
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Bei selten einer Folge bin ich derartig hin- und hergerissen wie bei dieser hier, macht sie doch einiges richtig und einiges falsch. Zunächst der Beginn: Klar, würde ich konsequent für Kommissar Zufall Punkte abziehen, fiele die halbe Serie durch, aber hier wirkt die zufällige Anwesenheit von TKKG, dessen zweites K zufällig sein Handy verloren hat, nur um zufällig 15 Minuten später wieder beim Museum zu sein, damit Gabys Vater zufällig im selben Moment antwortet ... naja, man kann es machen, aber das wirkt mir dann doch etwas zu konstruiert. Aber wenigstens durften sie im Kino mal einen Film von Roland Emmerich sehen. Ach nein, hier heißt er Roman Lemmerlich. 
Man muss sich ja fast wundern, dass wenigstens bei den Künstlern echte Namen benutzt wurden.
Dann die Geschichte mit Schalavsky, die schon Clickbait-mäßig im Klappentext angekündigt wurde - genau das ist es dann auch. Die Sache wird nur einen Moment später aufgeklärt, und das Potential, das die Idee geboten hätte, vollumfänglich verschwendet. Auch wenn den meisten klar sein dürfte, dass er am Ende unschuldig sein muss - ein Polizist, der schon mal unter falschem Verdacht stand, bekommt dadurch als Charakter nochmal eine völlig neue Ebene. Alte Kriminologenweisheit.
Gelungen fand ich hingegen Ole Paulitz als Charakter, allein durch seine Hintergrundgeschichte und seine Wandlung im Laufe der Folge. Genauso Elisa Hausner. Passenderweise sind hier auch die Sprecherleistungen von allen Nebenrollen am gelungensten.
Demgegenüber bekommen wir eine für ihre 83 Jahre noch sehr agile Mäzenin zu hören, die man anscheinend im Vorhinein DDF 39 hat hören lassen, um ihr zu sagen, "Haben Sie gehört, wie Miss Melody klingt? Versuchen Sie's auch mal so!"
Eine neue Frau Sauerlich gibt es nun also auch, und auch wenn sie vergleichsweise jung klingt, verkörpert sie die Figur meiner Meinung nach sehr ordentlich, da hat man eine gute Nachfolgerin für Marianne Bernhard gefunden.
Natürlich darf es auch mal wieder das klassische 08/15-Bösi-McEvil-Gangsterpärchen sein, das dann auch schön durch Übertreibungen auffällt und ansonsten halt einfach fürs Bösesein da ist. Wir reden hier ja immer noch von TKKG.
Das Ende hätte gerne etwas dramatischer inszeniert werden dürfen, besonders mit dem Feuer in der Werkstatt. Überhaupt herrscht, was Musik und Soundeffekte angeht, eindeutig Nachholbedarf, das hat schon mal wesentlich besser geklappt (wir kennen es ja schon von DDF ...). Hofstetter lebt hier eine seiner neuesten Marotten aus und schickt Tim zum dritten Mal hintereinander auf eine Kamikazemission, auf der er wieder gerettet werden muss. Naja. Soll wohl die klassische Gaby-Entführung als Running Gag ablösen ...
Auch bemüht er sich hier immer wieder zu betonen, wie modern die Zeiten inzwischen sind. Nach dem Motto, "Seht her, TKKG steckt nicht mehr in den 1980ern fest!" Ja, danke, wäre mir sonst nie aufgefallen, dass wir hier nicht bei den Fünf Freunden sind. Bei der 221 hat die Kombination aus "klassischem TKKG" und "state of the art" wesentlich besser hingehauen.
Gut gefallen hat mir allerdings Klößchen, der mal mehr als nur "comic relief" sein darf und sich, auch wenn er natürlich immer noch kein Schnelldenker ist, immer wieder aktiv einbringt. Charakterentwicklungen dieser Natur sind bei mir immer gern gesehen.
Ach ja: Wann hat Gaby eigentlich vergessen, dass es das Schokoladenmuseum gibt ...? Folge 110 ist dann anscheinend doch schon recht lange her ...
Fazit: Durchschnittskost, leider. Sehr gute Grundidee, aus der man immer viel machen kann. Leider ruinieren Überlängen, Overacting und technische Mängel weite Teile der eigentlich recht interessanten Geschichte. Dabei war die Reihe mal auf einem so guten Wege ...
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03.09.2022 18:22
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Kris
Orangener Töröö
  
Dabei seit: 25.05.2017
Beiträge: 281
Spiel-Beiträge: 48
1. Experte: Elea Eluanda
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Ich habe das Hörspiel am Freitag gehört und danach gleich die Tosende Hollywoodschaukel Episode, deshalb: Meine Meinung wurde wohl etwas beeinflusst
Ich fand die Folge so meh. Den Einstieg habe ich sehr stark und sehr atmosphärisch gefunden, ich liebe so dunkle Nachtszenen und auch die Geräusche mochte ich sehr. Kommissar Zufall stört mich persönlich gar nicht. Der ist schliesslich ein wichtiger Nebencharakter in der TKKG Serie
Ole Paulitz und seine Freundin fand ich interessant. Immer wieder schön, "graue" Charaktere in der TKKG-Welt anzutreffen, ich hätte mir aber eventuell ein paar Sätze mehr zu seiner Backstory gewünscht und seinem kurzen Trip auf die "schiefe Bahn". Ausserdem fand ich die zwei verschiedenen Versionen seiner Story gut umgesetzt, dass man durch das vermeintliche Flashback auf dem Polizeirevier suggeriert bekommt, dass das die Wahrheit ist. Und Tim darf mal wieder nervig in einer Wohnung herumstöbern, supi! 
. Gut auch, dass Klösschen einen guten und logischen Einfall hat.
Jetzt zu den Punkten, die ich kritisieren möchte: Der Klappentext ist ja mal ganz irre führend. Alles zu Schalavsky wurde schon in früheren Beiträgen genannt, aber auch die Connection zwischen dem Onkel, der Patronin und dem Neffen, die im Klappentext angeteased wurde habe ich irgendwie nicht ganz mitbekommen.
Das Gaunerpärchen fand ich auch schwach, auch wenn mit dem angedrohten Mord etwas Spannung hinzugefügt wurde. Sonst waren sie jedoch blass, ich hätte mir noch eine Verbindung zwischen ihnen und dem Onkel oder der Patronin gewünscht, das hätte den Fall für mich etwas aufgewertet.
Der Folge habe ich die Länge nicht angemerkt, was ich als Plus- und Minuspunkt werte. Gefühlt ist nämlich nicht allzu viel passiert, in meiner subjektiven Wahrnehmung waren wir die Hälfte der Zeit in Oles Wohnung.
Alles in Allem: Kann man hören, muss man aber nicht. Meiner Meinung nach nicht besonders schlecht, nicht besonders gut, ein sehr geradliniger Fall, den ich mir gerne kurvenreicher gewünscht hätte.
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04.09.2022 17:51
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MihaiEftimin
Ikonenjäger mit Waffenschein
   
Dabei seit: 26.04.2021
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Herkunft: Westfalen
1. Experte: Die drei ???
2. Experte: TKKG
3. Experte: Die drei !!!
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05.09.2022 16:45
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