Persönliche Meinung zu den ersten 4 Folgen:
Positiv
Mir gefällt das Konzept, die Hauptdarstellerin Mica als Ich-Erzähler zu verwenden und sie vieles kommentieren zu lassen. Das hat mich an „Das verdrehte Leben der Amelie“ erinnert.
Die Sprecher sind gut, klingen natürlich – stellenweise so natürlich, dass ich sie nicht mag (Sven in Folge 4), die Geräuschkulisse ist wohltuend minimalistisch, und es wird auch nicht rumgeschrieen. Man kann die Folgen gut mit Kopfhörer sich anhören.
Das Geheimnis (ab min 20 in Folge 2) klang spannend und vielversprechend. Ein Teil wird Ende Folge 4 aufgelöst. Aber vielleicht geht es jetzt ja erst richtig mysteriös weiter.
Negativ
Die Serie hat eine sehr düstere Grundstimmung, was an Micas Charakterzeichnung liegt. Es gibt einen Disclaimer (gute Idee, da wusste ich, was mich erwartet), dass äußerst ernste Themen angesprochen werden.
Mir ist jetzt noch unklar, ob diese für die Geschichte relevant sind oder rein der Charakterisierung Micas und der Welt dienen. Auch unklar ist mir, ob die Serie sich als Unterhaltung sieht oder als (Selbst)hilfe im Mantel eines Hörspiels. Auf letzteres deuten wohl der Disclaimer und auch der Titel „Hörspiel-Podcast“ m.E. ja hin.
Ich habe die Serie rein zur Unterhaltung gehört und daher die Szenen mit diesen, wie ich finde, zu ernsthaften und schwerwiegenden Themen, übersprungen, auch auf die Gefahr hin, Teile des Geheimnisses zu verpassen.
Dennoch habe ich aktuell noch mehr Interesse daran, zu erfahren, wie es mit der Mystery-Geschichte weitergeht, als mich diese Themen vom Anhören abhalten.
Ich bin gespannt, warum Mica kann, was sie kann (und andere/alle anderen(?) nicht), und was ihre vier Freunde am See (sind es überhaupt Freunde) mit ihr vorhaben?
Vielleicht sind ein Teil der Fragen bereits durch zusätzliche Informationen im Internet erklärbar, aber ich vermeide es, da zu recherchien und möchte lieber selbst darüber nachdenken.