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152 - und das Geheimnis der Kelly Brüder
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Mangobanane
Juniordetektiv
   
Dabei seit: 15.02.2017
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1. Experte: Die drei ???
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Woah, ich hatte selten so einen heftigen Lachanfall. Bin bei Track 9 auf Spotify und Stand jetzt wird sich Gailus nur noch mit „Es war alles nur ein Traum“ retten können, ansonsten… 10/10 wenn ich nach dem Trashfaktor urteile und wirklich alles ignoriere, was ich über die Serie weiß. 1/10 wenn wir ehrlich sind. Was zur Hölle muss man für so was rauchen?
Edit: So, ich bin durch. Und schwer, schwer enttäuscht.
Aber der Reihe nach… (mit Spoilern)
Die Fünf Freunde erwischen also mal wieder einen Taschendieb. Anstatt ihn erst mal in die Mangel zu nehmen und auszufragen, bieten sie ihm sofort Essen an. Ja gut, der Bruder war dabei und sie taten ihnen leid, keine Frage. Nur leeren die Freunde ihre Taschen bereits großzügig, da ist noch gar nichts geklärt. Dann also die Geheimdienst-Story. Hier wird immerhin seitens der Freunde eingewendet, dass Geheimdienst-Mitarbeiter nie jemandem von ihrer Tätigkeit erzählen. Aber dann: „Ja, wir wussten ja davon auch nichts. Bis zu dem Tag, da haben wir erfahren, dass sie da einen Bürojob hatten.“ - Ja, wie denn??? Haben die Männer und Frauen in Schwarz aus den Limousinen das durch die Wohnung gebrüllt? Sind die wirklich voll unauffällig in ihren Limousinen vorgefahren, stilecht in schwarzen Anzügen, haben schön geklingelt und der Vater hat brav geöffnet, ich meine, vielleicht wollten die Leute ja auch nur zum Frühstück vorbeikommen, wer wird da schon Böses ahnen? Was ist denn das überhaupt für eine Verschwörung, das fragt irgendwie keiner, zu keinem Zeitpunkt. Worum gehts denn überhaupt? Warum die Verhaftung? In diese Richtung laufen nicht mal Überlegungen, geschweige denn Bemühungen, das herauszufinden.
Das Schlimmste aber ist, dass die Fünf Freunde trotz aller Ungereimtheiten voll auf diese Geschichte abfahren und das Einzige, was Dick stutzig macht, ist, dass die Jungs normale Klamotten statt Schlafanzüge tragen, obwohl sie ja schnell flüchten mussten. Sie überlegen ganz ernsthaft, dass sogar ihr Freund Constable Wilbert ein Verschwörer sein könnte, so wie die gesamte Polizei in England. Zweifel daran gibt es nur insofern, dass „bei so vielen Leuten doch irgendwann mal jemand redet.“ Das ist schon der erste WTF-Moment. Der zweite ist dann die gleichermaßen göttliche wie zum Heulen animierende Szene auf dem Polizeirevier. Ich konnte mich kaum entscheiden, ob ich vor Lachen oder doch vor Weinen zusammenbrechen sollte. „Sie setzen ihre Sonnenbrille auf, ziehen den schwarzen Anzug an und verhaften jemanden, bevor er singt.“ Ähähä… oh mein Gott. Die Intelligenz der Hauptcharaktere entspricht sicherlich nicht der der drei ???, aber sorry, sie sind auch keine Vorschulkinder mehr, verhalten sich hier aber genau so. Wenigstens Wilbert ist mir hier zum ersten Mal seit seiner Einführung sympathisch, weil er die Fünf Freunde auf genau die richtige Art und Weise abblitzen lässt: Indem sie sich ziemlich dämlich vorkommen.
In der Zeitung steht auch nix von Verschwörung (Ähm ja…). Na dann kann da ja was nicht stimmen. Aber macht ja nichts, wir bewirten die Jungs einfach trotzdem weiter, die sogar mit Sonderwünschen um die Ecke kommen (Mohnbrötchen). Alter, drei Tage nichts zu essen, ich würde jeden Mist zu mir nehmen! Und er will Mohnbrötchen…
Tja und dann die erste Enttäuschung: Nach der Szene auf dem Polizeirevier bei Wilbert, die wirklich so ziemlich den größten Fremdscham-Moment aus 45 Jahren Fünf Freunde-Hörspiele darstellte, gibt’s aus dem Nichts einen 180-Grad-Turnaround und Gailus findet seine erste Skript-Hälfte plötzlich selbst total hirnverbrannt. Nun ja, das ist immerhin die Art Selbstreflektion, die McClean immer vermissen lässt, die meint ja leider jeden Brunz bis zum bitteren Ende ernst. Die Geschichte nimmt für ein paar Minuten leicht tiefgängigere Züge an, einerseits stimmte das versöhnlich für den wirklich kreuzbeschissenen Anfang, andererseits war ich schon so in der Geheimagenten-Story drin, dass ich das im ersten Moment sogar leicht schade fand
Tja, und dann fällt Gailus leider nichts Besseres ein, als den ganzen Kram 0815-mäßig zu Ende zu bringen. Irgendwelche bösen Männer tauchen ganz zufällig auf, stellen eine Gefahr dar, die Fünf Freunde müssen eingreifen… Gähn. Also dann hätte ich doch lieber weiter die abgedroschene Geheimdienst-Geschichte gehört, als etwas, was ich mir schon bei fast jeder McClean-Folge geben muss. Vielleicht wären es am Ende dann tatsächlich 10/10 Punkte geworden, wenn auch nicht ernst gemeint. (So wie bei TKKG 212 oder Fünf Freunde 132… Schulnote 1 für genialen Trash eben). Oder wenn das schon nicht, dann wenigstens was nicht so Vorhersehbares.
Schade ist halt, dass durch das sehr bescheidene Skript der Autismus-Hintergrund völlig untergeht und nur am Rande eine Rolle spielt. Ein Auto-Tick (Brummer lässt grüßen) und ein paar Worte darüber vom netten bösen Onkel zum Schluss, viel mehr ist es nicht. Das hätte ich wahrscheinlich auch ohne Beratung einer Psychologin noch geschafft. Es ist eigentlich auch nur ein Alibi für die Handlung, ein McGuffin, damit die Geschichte noch irgendwie funktionieren kann (was sie einfach größtenteils nicht tut). Ich frage mich zudem, ob ein im Jahr 2005 gebauter Wagen wirklich anders klingt als dasselbe Modell nur ein Jahr später gebaut - das Modell, okay, so was gibt es ja wirklich, aber woran will man bitte das exakte Jahr erkennen?
Noch was: Mich stört massiv, wie Gailus diese Jugendsprache und allgemein neuere Gepflogenheiten in seine Skripte einbaut. Schon bei der 150 fiel so ein Satz wie „Das ist bestimmt ein Platz, an dem man richtig schön relaxen kann.“ So was will ich in einem Fünf Freunde-Hörspiel NICHT hören. Für mich spielen die irgendwo in den 50er, 60er Jahren. Dazu dann „Baujahr 2017“ und ich dachte nur… warum??? Hat Gabriele Hartmann nie nötig gehabt. Nie. Bitte da inspirieren lassen, in der 140 hat es mit Billings doch auch geklappt.
Ebenso die mobbenden Jungs aus der 147 und die Mutprobe… es passt für mich einfach nicht zur Serie. Und hier ist dann wirklich alles zusammen gekommen.
Zur Mitte gelingt es Gailus sogar noch recht gut, ein Lügennetz zu stricken, das den Hörer dann tatsächlich mal kurz beschäftigt, (Anruf beim Onkel, dessen „Der Junge war schon immer ein Lügner“ am Ende leider auch komplett unter den Tisch fällt), weil man nicht mehr so recht weiß, was man noch glauben kann, aber leider fällt genau das schon Minuten später vollends in sich zusammen und weicht einem Standardfinale, wie es genauso von McClean hätte sein können. Dass am Ende alles nur ein „Missverständnis“ war, passt dazu. Leider.
Fazit: Erst der größte Käse, den ich je bei der Serie gehört habe (und ich habe schon so einiges über mich ergehen lassen), dann kurz mal interessant, dann unglaublich öde und einfallslos. Am Ende… 2/10, mehr geht nicht. Schade, Herr Gailus, die 142 und 144 waren soo gut, bitte wieder diese Qualität. Aber das hier war leider gar nichts.
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20.01.2023 12:23
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20.01.2023 21:42
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Die3FragezeichenFan
Baron
  
Dabei seit: 26.10.2021
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Herkunft: Rheinland-Pfalz
1. Experte: Die drei ???
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Oh je, oh je, was bitte war das denn?!
Erstmal: Junge, Junge wieviel Abstrusitäten will man bereits am Anfang reinbringen.
Ein Junge rempelt Julian an, und plötzlich ist das Portmonnaie weg. Also laufen sie dem Täter hinterher.
Generell gilt: Mehr Zufall geht nicht: Zufällig kauft er genau auf diesem Markt (wie blöd muss man eigentlich sein) Obst, dann laufen FF ihm in eine Gegend hinterher, wo sie noch nie waren. (Joa, bei dem großen New Heaven kann das ja auch mal passieren).
Ab hier SPOILER:
Also gingen sie zu dem Jungen hin, der Bruder ist Autist (sag´ ich gleich was zu) und er erzählt ihnen von einer Geheimdienst-Story, die Eltern wurden abgeführt, aber sie wurden nicht entdeckt. Echt der größte Schwachsinn.
Dann haben sich FF entschieden doch mal zur Polizei zu gehen (WOW) und eine Story erzählt, wo ich mich vor Lachen nicht mehr halten konnte. Mein Gott, da muss einem doch mal auffallen, wie bescheuert das klingt.
Also werden die Brüder entlarvt und: ÜBERRASCHUNG: Natürlich sind die Eltern NICHT beim Geheimdienst sondern VERSCHWUNDEN. Da frage ich mich: Also, die beiden Brüder laufen also ohne Geld zum Zug(!), fahren mit dem erstbesten Zug(!) sehen einen alten Güterbahnhof(!) und kommen auf die Idee dort zu übernachten. Und das ausgerechnet da.
Und jetzt kommt der Oberknaller: Zufällig sind zwei 0/8/15-Verbrecher die kein Schwein braucht auch auf dem Güterbahnhof, und haben da ihren heimlichen Treffpunkt ist klar.
Und dann basiert dieser ganze Schwachsinn auf einem MISSVERSTÄNDNIS. Leute, Reden hilft(!)
SPOILER ENDE
Sprecher:innen: Baehr: Einfältig und austauschbar.
Garcia: Deutlich besser als auch schon, Underberg: Eigentlich gut, Endemann: Normales Niveau.
Gastsprcher:innen: Alle sehr austauschbar.
Autismushintergrund: Super Idee, werde ich vielleicht irgendwann mal mehr zu erzählen, ABER: Stereotypischer geht es gar nicht mehr: Autisten haben also grundsätzlich einen Autotick(!) sind Menschenscheu(!) und haben ein gutes Verhältnis zu Tieren (na super)
Also: Dat war GAR nix,
4 Punkte von mir, es kann nur besser werden
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26.01.2023 15:37
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Skippy88
Junghexe
Dabei seit: 25.05.2021
Beiträge: 1.463
Spiel-Beiträge: 126
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Achtung, Spoiler!
Das hätte eigentlich eine ganz nette Folge werden können. Leider übertreibt man es zunächst mit der Geheimdienst-Story etwas zu sehr und entscheidet sich dann am Ende noch für ein 0815-Ende. Faktor Zufall hat sich leider auch wieder ganz doll eingemischt. Schon ganz am Anfang, als Julian die Geldbörse gestohlen wird und die Freunde den Dieb dann ganz zufällig auf dem Markplatz wiederfinden. Irgendwie scheinen die Freunde auch wieder recht nachlässig geworden zu sein. Waren sie es nicht, die sich in der Folge „Der falsche Patient“ darüber aufgeregt haben, dass die Marktbesucher ihre Wertgegenstände nicht ordentlich vor Taschendiebe schützen?
Treudoof sind die Freunde auch wieder. Nicht nur, dass sie Tom nach seinem kurzen „Sorry, tut mir leid. Wir haben tagelang nichts gegessen.“ verzeihen, ohne wenigstens erstmal nach den Gründen ihres Nahrungsproblems zu fragen, glauben sie ihm auch noch die komplette Geheimdienstgeschichte mit der ganz fetten Verschwörung.
An sich finde ich die Grundidee (ohne fette Verschwörung 
) gar nicht mal so schlecht. Ist jedenfalls mal was anderes und dass die Eltern als Mitarbeiter des Geheimdienstes irgendwie in Schwierigkeiten geraten, finde ich gar nicht mal so unrealistisch. Leider bauscht Tom die Story derart auf (James Bond-B-Movie lässt grüßen 
), dass man hier schon sehr gut erahnen kann, wieviel Wahrheitsgehalt in der Geschichte steckt. Mit dem Hinweis bezüglich der Straßenkleidung beginnt das Lügenkonstrukt eigentlich endgültig in sich zusammenzufallen. Allerdings nicht für die Freunde. Die wollen erstmal überprüfen, ob es auch Leute bei der Polizei gibt, die NICHT zur Verschwörung gehören. Vielleicht steckt ja doch nicht die gesamte Behörde Englands unter einer Decke und falls Constable Wilbert (!) mit drinstecken sollte, können sie dies sicherlich anhand seiner Reaktionen herausfinden. Jupp, weil die Freunde in Sachen „Menschen lesen“ ja so talentiert sind und Lügen 100 Meilen gegen den Wind riechen.
Zumindest Wilbert scheint unschuldig zu sein (puh, ein ehrlicher Dorfpolizist mehr in England) und in der Zeitung findet sich auch kein Hinweis auf diese ganz große Verschwörung (nicht einmal auf der letzten Seite) . So langsam bekommen die Freunde ernsthaft Zweifel, stellen Tom endlich zur Rede und, oh Wunder, die Geheimdienstsache war gelogen. Der liebe Tom tischt ihnen aber dann direkt ein neue Geschichte auf. Sein Onkel (dessen Sorgen sich gefühlt sehr in Grenzen zu halten scheinen) erzählt ihnen dann am Telefon, dass Tom schon immer ein Lügner gewesen sei. Tja, wer lügt jetzt. Tom oder sein Onkel? Die Freunde müssen Tom also erneut zur Rede stellen. Blöderweise sind die Brüder in der Zwischenzeit zufälligerweise zwei Verbrechern in die Arme gelaufen und müssen erstmal befreit werden.
Am Ende stellt sich heraus, dass die Sache mit dem Heim nur ein Missverständnis und somit die ganze Aktion unnötig war. Okay.
Puh, irgendwie hat man das Gefühl, dass diese Folge von Kindern und nicht für Kinder geschrieben wurde…zumindest die erste Hälfte. Die extreme Naivität der Freunde nervt hier gewaltig und das Ende klingt irgendwie ein wenig nach: „Ups, die Hörspielzeit ist gleich um und wir müssen dieses Schlamassel jetzt irgendwie zu einem Ende bringen.“ Rückblickend betrachtet, fragt man sich, was jetzt eigentlich Kern der Geschichte sein soll. Größtenteils lauscht man irgendwelchen Hirngespinsten der Kinder. Das Thema „Autismus“ wird nur sehr oberflächlich behandelt. Wir wissen jetzt, dass Tom ein Lügner ist. Wieso, weshalb, warum? Wird nicht näher drauf eingegangen.
Vier Punkte, weil ich hier und da dann doch schmunzeln musste.
| Zitat von Mangobanane: | | Wenigstens Wilbert ist mir hier zum ersten Mal seit seiner Einführung sympathisch, weil er die Fünf Freunde auf genau die richtige Art und Weise abblitzen lässt: Indem sie sich ziemlich dämlich vorkommen. |
Ich fand das mit den "Knalltüten" zum schießen.
| Zitat von Mangobanane: | | Alter, drei Tage nichts zu essen, ich würde jeden Mist zu mir nehmen! Und er will Mohnbrötchen… |
Vielleicht war das mit den drei Tagen ja auch gelogen.
| Zitat von Mangobanane: | Ich frage mich zudem, ob ein im Jahr 2005 gebauter Wagen wirklich anders klingt als dasselbe Modell nur ein Jahr später gebaut - das Modell, okay, so was gibt es ja wirklich, aber woran will man bitte das exakte Jahr erkennen?
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Das man den Unterschied hören kann, halte ich tatsächlich auch für sehr unwahrscheinlich. Was ich mir vorstellen könnte: Dass so ein Mensch hören kann, ob das Model recht frisch aus der Fabrik kommt oder schon einige Jährchen auf der Straße unterwegs ist.
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02.02.2023 22:31
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