Die Folge ist für Zuhörer genauso grausam wie das Geschehen für die beiden Protagonisten. Dass die Tante neugierig ist und das Spukhaus unbedingt erkunden möchte, kann ich noch nachvollziehen. Aber spätestens nach fünf Minuten weiß sie, dass es in dem Haus spukt, kehrt aber nicht um.

Lieber lamentiert sie die gesamte restliche Folge (grausame 50 weitere Minuten), wie schrecklich und entsetzlich die Geschehnisse sind. Super dämlich und super nervig. Bei anderen Gruselhaus-Geschichten gibt es wenigstens einen guten Grund oder eine glaubwürdige Motivation, weshalb der Protagonist es wenigstens eine Nacht in dem Haus aushalten muss.
Die ganze Zeit habe ich dann auf einen Storytwist gehofft, durch den dann erklärt wird, warum die Tante sich und ihrem Neffen das Spuktheater weiter antut - der blieb aber leider aus. Es gab auch keinen Höhepunkt.
Eine richtige Erleichertung ist es, wenn der Erzähler hin und wieder mal zu Wort kommt, daher gibt es einen Zusatzpunkt. Er kann wenigstens etwas Atmosphäre transportieren, was durch die hölzernen und konstruierten Dialoge überhaupt nicht gelingt, sondern die Geschichte auch durch Wiederholungen unnötig verlängert.
Der erwachsene Neffe
agiert gehorcht wie ein Lappen, jedes Kind würde sich mehr versuchen abzugrenzen.
3 Punkte von mir.