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Friendship forever! oder Was wären TKKG ohne Tim?
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MihaiEftimin
Ikonenjäger mit Waffenschein
   
Dabei seit: 26.04.2021
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Herkunft: Westfalen
1. Experte: Die drei ???
2. Experte: TKKG
3. Experte: Die drei !!!
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| Friendship forever! oder Was wären TKKG ohne Tim? |
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Ein anderes Thema hat mich ins Nachdenken gebracht bzw. eine schon längere Sache erneut befeuert:
Wären Karl, Klößchen und Gaby ohne Tarzan/Tim überhaupt befreundet?
Karl ist der "Computer", oder wie man heute sagen würde, der "Nerd". Er kann alles und weiß alles. Dafür ist er körperlich nicht besonders stark und kapiert, gerade wenn man die Classics als Buch liest, nicht unbedingt immer, wann Schluss sein sollte.
Klößchen/Willi ist der "comic relief". Man ist sich bei ihm nie sicher, ob er keine Ahnung hat, oder einfach nur einen Witz macht. Letztere Vermutung ist meistens die richtige; allerdings hat er schon bewiesen, dass er im Zweifelsfalle auch ernsthaft sein kann. Siehe vor allem "Die Falle am Fuchsbach", wo er ausdrücklich Pietät zeigt. Ich glaube sogar, Tarzan/Tim versteht ihn in der Hinsicht häufig falsch.
Gaby gilt einhellig als das hübscheste Mädchen der Schule, sogar unter Oberstüflern und als Polizeiassistenten ("Wespe"), obwohl sie laut Werkskanon höchstens 14 Jahre alt ist. Sie ist Tochter eines PK und sehr tierlieb; in "Mörder aus dem Schauerwald" (Folge 55) beruhigt sie sogar einen abgerichteten Kampfhund.
Doch was macht Tarzan/Tim, außer Kampfsport?
Mögliche (nicht endgültige!) Antwort von Mihai Eftimin: Tarzan/Tim hält den ganzen Laden zusammen; ohne ihn würde die Bande praktisch nicht existieren, da verschiedene Charaktere zu unterschiedlich sind. Allein Klößchen dürfen wir nicht vergessen, da er ja eigentlich nur um Tims wegen am Internat ist, obwohl er ja eigentlich sein Elternhaus in der Millionenstadt hätte. Klößchen/Willi und Tarzan/Tim sind beste Freunde. Karl war wohl einfach der "Nerd", mit dem er sich angefreundet hat. Gaby war von Tag 1 an sein "love interest", auch wenn es eine Weile gedauert hat, bis er es realisieren konnte. (Meine persönliche Theorie: bis zum "Geiseldrama", Folge 26, als ihm klargeworden sein muss, dass er ihr in der Situation nicht helfen kann.)
(Eine weitere Theorie, die ich schon geäußert habe: Volker Krause aus dem "blinden Hellseher", Folge 2, gehörte ursprünglich mal zur Bande.)
Jetzt war der Brei wieder mal sehr heiß. 
Die eigentliche Frage an alle TKKG-Fans: Glaubt ihr, TKKG hätten sich "auch so" anfreunden können, oder denkt ihr, eigentllich wäre das ohne Tarzan/Tim gar nichts geworden? Gerade auch in Hinblick darauf, wie sich die Charaktere unterscheiden.
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04.11.2023 16:01
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marcm200
3f
Dabei seit: 23.07.2022
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2. Experte: TKKG
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Ein paar erste Gedanken meinerseits:
| Zitat von MihaiEftimin: | | Karl ist der "Computer", oder wie man heute sagen würde, der "Nerd". Er kann alles und weiß alles. Dafür ist er körperlich nicht besonders stark und kapiert, gerade wenn man die Classics als Buch liest, nicht unbedingt immer, wann Schluss sein sollte. |
In den Classics hat er aber meist Lexikonwissen, das nicht unbedingt zum Fall beiträgt, sondern oft dem Wissenszuwachs des Lesers/Hörers dienen soll (das Wissen über Zyankali aus dem "Zirkus Sarani" bspw.), manchmal ist es nötig, um den Fall anzustoßen ("Silbersee"). Heute hat er zusätzlich Fähigkeiten am Rechner (Hacken), die immer nützlich für die Fälle sind oder sogar in der Elektronik (die Brille aus "Verbrechen im Rampenlicht").
Ich denke, hätten sich die vier bspw. in der 5ten Klasse heute kennengelernt (was vielleicht gar nicht geht - besuchte Gaby nicht vor dem Internat ein Mädchengymnasium - oder irre ich mich da?), dann hätte wahrscheinlich jeder Karl bzgl. Computerproblemen angesprochen. Und da keiner der drei anderen ein Bully ist, glaube ich schon, dass im Zuge dessen sich auch andere Gesprächsthemen ergeben hätten - und so vielleicht eine Freundschaft entstanden sein könnte.
| Zitat: |
| Klößchen/Willi ist der "comic relief". Man ist sich bei ihm nie sicher, ob er keine Ahnung hat, oder einfach nur einen Witz macht. falsch. |
Bei Willi sagt Karl im "Blindgänger" (als Karl und Tim in die Kanalisation einsteigen), sie mögen Willi, weil er so ein lustiger Kerl ist.
| Zitat: |
Doch was macht Tarzan/Tim, außer Kampfsport?
Mögliche (nicht endgültige!) Antwort von Mihai Eftimin: Tarzan/Tim hält den ganzen Laden zusammen; ohne ihn würde die Bande praktisch nicht existieren ... |
Ich glaube auch, dass Tim/Tarzan der typische "Geschäftsführer" ist, der das große Ganze vorgibt - wir lösen Fälle, und alle machen mit. Das zeigt sich auch schön in der "Gift-Party": Tim wird Assistent, die anderen drei Mitarbeiter bei Lehrer Gutbrot - auch der Lehrer hat die Gruppendynamik von Tkkg erkannt.
| Zitat: |
| Eine weitere Theorie, die ich schon geäußert habe: Volker Krause aus dem "blinden Hellseher", Folge 2, gehörte ursprünglich mal zur Bande.) |
Zumindest wird im Hörspiel von Tarzan explizit gesagt, dass er und Volker vor einiger Zeit im Wald sich irgendwelche Verstecke angelegt haben, Tarzan also mit anderen Schülern außer KKG etwas unternommen hat. Das ist sehr selten.
| Zitat: |
| Die eigentliche Frage an alle TKKG-Fans: Glaubt ihr, TKKG hätten sich "auch so" anfreunden können, oder denkt ihr, eigentllich wäre das ohne Tarzan/Tim gar nichts geworden? Gerade auch in Hinblick darauf, wie sich die Charaktere unterscheiden. |
Ich glaube, wenn Tarzan und Willi sich angefreundet haben (Budenkameraden, was wohl von Willi ausging), dann wäre Gaby logischerweise dazugekommen, weil sich Tarzan in sie verliebt hat. Und Karl würden sie heute wohl wegen seiner Computerkenntnisse (s.o.) näher kennenlernen - und dann vielleicht eine 4er-Bande bilden. Damals wäre das m.E. eher nur durch Zufall entstanden - bspw. weil sie zusammen eine Projektarbeit für die Schule machen mussten und TKlG noch einen 4ten brauchten.
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04.11.2023 17:27
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04.11.2023 17:29
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Myrath
Sekretär
Dabei seit: 02.08.2022
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Cooles Thema
Ich habe auch gerade einiges an Gedanken dazu und muss erstmal irgendeine Ordnung hineinkriegen...
Also erstmal ganz grundsätzlich: Natürlich kann sich theoretisch jeder mit jedem anfreunden und dann is' dat einfach ma gut 
Bei manchen clickt's halt, bei anderen nicht. Aber natürlich muss man sich mit so einer einfachen Antwort nicht zufrieden geben und dann kann man anhand von verschiedenen Aspekten ganz unterschiedliche Zusammenhänge beleuchten...
Die bereits oben dargestellten finde ich interessant und betrachtenswert. Die Theorie mit Volker zum Beispiel kannte ich ja schon vorher und habe sie auch beim Lesen des Hellsehers im Hinterkopf gehabt. Fazit dabei: Kann stimmen, muss aber nicht 
Und das ist auch ganz egal, weil der Spaß an solchen Theorien ist, dass sie mit einiger Wahrscheinlichkeit stimmen KÖNNTEN und dass man sich darüber austauschen kann
(Mir kommt gerade so ein Gedanke, ob man auch Podcasts nur über Fan-Theorien machen könnte und die gesamte "faktische" Aufarbeitung mal weglässt...? Keine Ahnung, ob sowas funktionieren könnte... 🤔)
Egal, zurück zum Thema: Wie bereits oben angedeutet, biete ich mal weitere Theorien meinerseits an, außer Konkurrenz und ohne Anspruch auf Gültigkeit
Ein Punkt, der mir sofort einfiel, war diese spezielle Gruppendynamik, die zumindest mir als Kind in den 80ern verstärkt aufgefallen ist, die aber wohl auch eine gewisse allgemeine Verbreitung hat: Das Wort "Bande" zirkulierte damals auch auf Schulhöfen und es wurden häufiger solche "Banden" gegründet, weil das damals gerade "cool" war. Dabei gab es öfter eine zentrale Figur, um die andere sich geschart haben. Oft sogar "Boss" genannt ("Ich bin hier der Boss!" "Wir sind die XYZ-Bande!" "Nein, DU darfst nicht mitmachen!").
Ich weiß nicht, ob das ein Rückkopplungseffekt der TKKG-Bücher war oder ob diese Bücher eher eine romantisierte Version davon aufgegriffen haben. Jedenfalls war das Original mehr im Sinne von Gangster-Banden zu verstehen (also in Wahrheit natürlich nur kleine Grundschul-Schietbüddel, die mal so richtig rebellieren und Scheiße bauen wollten). Und wenn sie dann mal was angestellt hatten und erwischt wurden, war es am Ende immer ein Rädelsführer, ein paar Typen harter Kern und einige Mitläufer. Also nicht das, was man wirklich Freunde nennen würde.
Wolf hat interessanterweise anscheinend genau diese Strukturen aufgegriffen, sie aber mehr zu einer positiven Form der Sozialisierung umgestrickt und Tarzan zu dieser Leitfigur gemacht, um die sich alles schart und die den Ton vorgibt. Zum Glück in einem wesentlich positiveren Licht, denn es werden ja durchaus Werte vertreten und man ist eben GEGEN die Unruhestifter, nicht für sie.
Okay, jetzt zu einem ganz anderen Ansatz: Die einzelnen Charaktere und ihre Wahrscheinlichkeit, zueinander zu finden oder auch nicht, aufgrund ihrer Eigenschaften (nicht aufgrund der sonstigen Umstände; da war die Idee mit dem Anfreunden über Computerfragen meiner Meinung nach z.B. schon sehr gut).
Die wahrscheinlichste Gruppierung sehe ich bei Tarzan und Gabi. Der sportliche Gewinnertyp mit den Mathekenntnissen (dafür in Sprachen und so weiter eher schlecht, was typisch ist) und das hübsche, blonde, tierliebe Mädchen, das alle toll finden: Das Traumpaar auf dem Schulhof und im wirklichen Leben, besonders in dem Alter, auch eine verbreitete Kombination.
Tarzan und Klößchen... da sehe ich zwei Szenarien. Im wirklichen Leben wäre Klößchen wohl als Mitläufer und als Gespött gedulded worden, der von Tarzan und seinen "coolen" Freunden ständig verarscht wird. (Sorry für die Sprache, ich denke gerade in Schulhof-Begriffen). Ein bisschen schwingt das ja auch noch in Wolfs Umsetzung mit, auch wenn manche das dann AUSSCHLIEßLICH so sehen wollen... was nämlich falsch ist, da Wolf in seiner Version der Tarzan-Klößchen Freundschaft etwas wirklich Tolles geleistet hat. Tarzan will Klößchen zwar manchmal "verbessern", aber er ist trotzdem sein richtiger Freund und Kumpel. Und Klößchen kontert Anspielungen auf sein Gewicht und seine Schokoladenvorliebe ganz locker und gibt Tarzan gerne mal schlagfertig eins zurück. Klößchen ist ein gut gezeichneter Charakter und die Freundschaft, so wie Wolf sie letztlich umgesetzt hat, ist schön
Aus dem wirklichen Leben kommt natürlich noch ein bisschen der "Rich Kid" Aspekt dazu; aber Klößchen hätte sehr schnell gemerkt, wenn Tarzan ihn nur deshalb ausnutzen wollte, was er ja auch nie tut.
So, kommen wir zu Karl. Ich sage im Vorfeld gleich, dass ich Karl mag und dass das keine Antipathie meinerseits ist; aber ich glaube fast, Karl wäre normalerweise nicht dabei. In meiner (leider) recht negativen realistischen Version der TKKG-Bande hätten wir Tarzan und Gabi und einige Mitläufer. Wenn es böse liefe, sogar mit Klößchen als ausgenutztem und geärgertem Anhängsel. Karl als klassischer Nerd würde da weder freiwillig mitmachen, noch würde die Bande ihn aufnehmen wollen. Er wäre eher im Gegenteil das klassische "Opfer". Und ich betone, das ist nicht mein eigener Wunsch.
Auch in Wolfs Version ist Karl ein bisschen außen vor und latent isolierter als die anderen in der Gruppe; aber er ist trotzdem voll drin, ein unverzichtbares Mitglied und wechselweise mit Klößchen und Gaby in gutem Austausch; wenn auch öfter mit Klößchen. Und da sähe ich tatsächlich auch im echten Leben eine wahrscheinliche Freundschaft.
Karl und Tarzan wiederum clicken aber selbst in den Hörspielen nie so wirklich, von ein paar Szenen abgesehen, oder wird das vielleicht später anders? Jedenfalls kommt es mir so vor.
Volker wiederum scheint Tarzan doch relativ am Herzen zu liegen dafür, dass er außerhalb der Bande steht. Und es wirkt tatsächlich so, als wäre er ein bisschen eher auf Tarzans Ebene und sie könnten gut befreundet sein; natürlich der Tarzan, der nicht den dicken Macker raushängen ließe und der Volker, der nicht mehr ständig wegliefe.
Uuuund, ganz ehrlich, da könnte man noch einiges mehr zusammenfabulieren
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04.11.2023 18:43
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04.11.2023 18:48
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MihaiEftimin
Ikonenjäger mit Waffenschein
   
Dabei seit: 26.04.2021
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Ein paar gute Gedanken wurden hier schon mal geäußert. 
Jetzt liegt es wohl an mir, meine eigenen zu sortieren.
Ja, über die Zeit hinweg gab es defintitiv einen Wandel. Gaby hat Klößchen in den Classics noch sehr oft zusammengepfiffen, wenn er etwas ihrer Meinung nach Unangebrachtes gesagt hat, siehe allein schon ein Spruch mit dem Zwiebeln in "Kampf der Spione". Im Laufe der Zeit zeigen Folgen wie die erwähnte "Falle im Fuchsbach" und auch heutige Folgen wie der vorletzte Adventskalender, wo er Gaby erst unauffällig fragt, was er sagen kann, dass er durchaus lernfähig ist. Auch fällt auf, dass der Erzähler sie zunehmend als Klößchens beste Freundin bezeichnet und er sich ernsthafte Sorgen macht, wenn sie (wieder mal) entführt wird. Da hat sich das Verhältnis absolut gewandelt; es ist möglich, dass sie sich heutzutage durchaus auch von sich aus anfreunden könnten, würden sie sich nicht eh schon ewig lange kennen.
(Also genau ein Jahr, nur dass es seit Jahrzehnten ständig neu vergeht. Aber das würde zu weit führen. 
)
Doch denken wir auch an die "Millionendiebe" zurück, in denen Klößchen ja eigentlich noch nicht fester Teil der Bande war, allein schon, weil er sich nicht, wie Tarzan, abseilen konnte, um aus dem Internat zu verduften. Er hat ja erst im "Paket mit dem Totenkopf" eine Strickleiter angeschafft, um dabeisein zu können.
Dennoch greift hier in der Tat kein "Rich Kid"-Faktor; er wird gelegentlich erwähnt, z.B. in "Klassenfahrt zur Hexenburg" (Folge 116), aber auch das eher spaßeshalber. Er hat schon ausgeholfen, aber wirklich ausgenutzt wurde er nie, jedenfalls nicht meines Wissens. Gerade Tarzan/Tim hätte definitiv Einwände dagegen gehabt.
Auch empfehle ich die Classics hier in Buchform; Tarzan will Klößchen explizit trainieren, damit er nicht wegen eines Unterkurses in Sport hängenbleibt. Da zeigt sich also schon sehr früh eine gute Freundschaft; jedenfalls geht Tarzan sein Budenkamerad definitiv nicht am Poppes vorbei.
Dass sich Tarzan/Tim und Gaby verlieben, war ja anfangs auch noch nicht klar. Dass er auf sie steht, war erkennbar, aber dass daraus "mehr" wird, war nicht unbedingt selbstverständlich. Zumindest rein theoretisch - das ist aber reine Spekulation - hätte das auch in die Buxe gehen können.
Bei Karl wiederum bin ich komplett bei @marcm200 - in den Classics hat er oft Fakten rausgehauen, die wir als "unnützes Wissen" bezeichnen würden, meistens um den Lesern Wissen zu vermitteln, siehe z.B. das Thema Geisterfahrer in "Rätsel um die alte Villa" (ich hatte an anderer Stelle schon angemerkt, dass einschlägige Radiosender bei uns, wie WDR 2, den Begriff kaum noch gebrauchen, sondern fast immer von "Falschfahrern" sprechen). Heute ist er nicht nur der "Computer", sondern buchstäblich der Computer. Jemanden mit seinem technischen Wissen kann man in einem Detektivteam natürlich immer benötigen.
Zur von @Myrath angesprochenen Nomenklatur "Bande": Ja, das gab es bei uns in den 1990ern und frühen 2000ern auch noch. Wir hatten auch einen "Bandenchef", auch wenn das eher ein repräsentatives Amt war. 
Für spätere Zusammenschlüsse dieser Art wahlweise auch noch "Clique" und/oder "Saustall". 
Jetzt, wo ich darüber nachdenke, fällt mir selbst wieder auf, wie unterschiedlich wir charakterlich waren, was es durchaus wahrscheinlicher macht, dass sich TKKG in der uns bekannten Konstellation durchaus auch realistischerweise hätten kennenlernen und zusammenschließen können ...
Andererseits ... ich war in meiner Gang der Komiker, Nerd, zu fett und nicht hübsch. Also quasi TKK ohne G. 
(Andere nannten mich "Justus Jonas" ... okay, war ich nicht unzufrieden mit 
) Naja, irgendwie ging es ja trotzdem.
Meine Theorie mit Volker als Ehemaligem sehe ich hierbei bestätigt, oder zumindest nicht explizit widerlegt.
Generell: Fantheorien sind richtig und wichtig! 
Genau dafür existiert dieser Thread ja.
Und ohne Flachs: Für mehr Podcasts über Fantheorien!
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04.11.2023 21:08
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Myrath
Sekretär
Dabei seit: 02.08.2022
Beiträge: 3.642
Spiel-Beiträge: 212
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| Zitat von MihaiEftimin: |
Auch empfehle ich die Classics hier in Buchform; Tarzan will Klößchen explizit trainieren, damit er nicht wegen eines Unterkurses in Sport hängenbleibt. Da zeigt sich also schon sehr früh eine gute Freundschaft; jedenfalls geht Tarzan sein Budenkamerad definitiv nicht am Poppes vorbei. |
Yup, die Stellen hatte ich auch im Kopf. Natürlich bewundert Klößchen Tarzan heimlich, also natürlich natürlich 
Aber der Kern der Freundschaft ist vollkommen solide; außerdem sind Tarzans und Klößchens Rededuelle eines der Highlights der alten Folgen
| Zitat von MihaiEftimin: |
Zur von @Myrath angesprochenen Nomenklatur "Bande": Ja, das gab es bei uns in den 1990ern und frühen 2000ern auch noch. Wir hatten auch einen "Bandenchef", auch wenn das eher ein repräsentatives Amt war.
Für spätere Zusammenschlüsse dieser Art wahlweise auch noch "Clique" und/oder "Saustall".
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Man darf natürlich nicht vergessen, dass Jugendliche sich schon immer zusammengerottet haben und das wahrscheinlich auch immer tun werden
Ich weiß nur, dass es früher explizit um "Banden" ging. Der Begriff war quasi schon das Zauberwort und die Beschwörung an sich 
Clique hat bei uns z.B. niemand gesagt und ich habe den Begriff auch erst später kennengelernt. Mit einer Clique assoziiere ich auch eher positive Sachen, während es bei Banden eher entweder ums Rowdy spielen oder um das tatsächliche Rowdy-Sein ging.
| Zitat von MihaiEftimin: |
Ja, über die Zeit hinweg gab es defintitiv einen Wandel. Gaby hat Klößchen in den Classics noch sehr oft zusammengepfiffen, wenn er etwas ihrer Meinung nach Unangebrachtes gesagt hat, siehe allein schon ein Spruch mit dem Zwiebeln in "Kampf der Spione". |
Gut, da frage ich mich manchmal, ob das mehr an Neugebauers Betonungen liegt und Francis ihr nur die gutmütig mahnende Rolle zugedacht hatte... man müsste mal auf den reinen Text achten... Aber ja, bei Gaby und Klößchen knirscht es wohl am meisten.
| Zitat von MihaiEftimin: |
Andererseits ... ich war in meiner Gang der Komiker, Nerd, zu fett und nicht hübsch. Also quasi TKK ohne G.
(Andere nannten mich "Justus Jonas" ... okay, war ich nicht unzufrieden mit
) Naja, irgendwie ging es ja trotzdem.
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Tja, ich war optisch wohl ganz okay und konnte sogar mit Mädchen immer gut. Also reden. Da ich aber kompletter Nerd war und bin, hat mir das wenig genützt 
Ich hab dann im Laufe der Zeit noch ein kleines Wohlstandsbäuchlein draufgesetzt, damit das Bild wenigstens rund ist
Und den Komiker kann ich auch gut, hatte aber irgendwann so die Schnauze davon voll, dass ich heute in der Regel lieber ernst und langweilig bin. Okay, soweit zum Seelen-Striptease, nur zur Sicherheit, damit mich niemand mit Tarzan verwechselt 😆
Ach ja, ich habe im Kindergarten schon so geredet wie Justus, auch wenn mich keiner so genannt hat. Kann leider auch nicht bestätigen, dass Erwachsene das unbedingt postiv aufnehmen
| Zitat von MihaiEftimin: |
Meine Theorie mit Volker als Ehemaligem sehe ich hierbei bestätigt, oder zumindest nicht explizit widerlegt.
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Wie hätte Zoidberg gesagt: "I didn't hear a No!"
| Zitat von MihaiEftimin: |
Und ohne Flachs: Für mehr Podcasts über Fantheorien!
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👍
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04.11.2023 22:15
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04.11.2023 22:23
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MihaiEftimin
Ikonenjäger mit Waffenschein
   
Dabei seit: 26.04.2021
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Spiel-Beiträge: 137
Herkunft: Westfalen
1. Experte: Die drei ???
2. Experte: TKKG
3. Experte: Die drei !!!
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@Myrath
Absolut, die Classic-Folgen weisen einige herrliche Charaktermomente auf. Nehmen wir allein die Stelle in der "Nacht des Überfalls", wo Klößchen sich mit verdünnter Zahnpasta einen Iro verpasst und Tarzan sich ernsthaft Sorgen macht, Klößchen könne sich zu klein fühlen - und das kurz nach seinem staubtrockenen "Haut mich um". 
Oder das leider im Hörspiel nicht vorkommende Gespräch in "Rätsel um die alte Villa", wo Klößchen äußert, er denke, Gaby könne ihn wegen seiner Figur nicht leiden und Tarzan das richtigstellt.
Beides nicht relevant für den jeweiligen Fall, aber halt denkwürdig und durchaus für Wolfs Leistung sprechend. Wenn schon Lückenfüllerszenen, dann auch gute.
Klar, Jugendliche haben sich schon immer zusammengerottet. Wir haben den Begriff "Bande" aber durchaus primär benutzt, und für uns war er grundsätzlich erst mal nicht negativ konnotiert. "Clique" kam auch vergleichsweise spät auf. Ich assoziiere eher "Gang" (also "Gäääääng" 
) mit Rowdys.
Man kannte uns jetzt nicht unbedingt als brave Zöglinge ... 
Aber zumindest haben wir uns nie geprügelt oder irgendwelche Sachen beschädigt.
Wie gesagt, wir waren halt auch sehr unterschiedlich, besonders meine letzte Bande im Abijahrgang, deren Altersdurchschnitt ich allein durch meine Anwesenheit leicht angehoben habe ...
(An dieser Stelle von hier aus meinen aufrichtigen Dank, Respekt und Anerkennung an Nick, Lukas, Leonie und Sophia - ihr habt es geschafft, innerhalb von einem Jahr aus einem stillen Nerd mit privatem Literaturwisschenschaftsstudium einen Vollasi mit Bierdiplom zu machen. Glückwunsch! 
Danke auch an die Lehrer, die das indirekt sogar genau so wollten ... 
)
Zu Gaby und ihrem Tadel Willi gegenüber - ja, man könnte denken, es läge vorrangig an Neugebauer. Da ich ja aber auch etwas bewandert bin, was die Bücher betrifft, kann ich aber sagen, dass auch der reine Text einen ähnlichen Eindruck vermittelt, auch wenn Neugebauer natürlich ihren Teil dazu beiträgt. Man müsste zum Vergleich vielleicht auch nochmal in die Scarlet-Folgen reinhören, um zu prüfen, inwieweit das einen Unterschied macht.
Wohlstandsbauch, mit Mädchen reden, kompletter Nerd, reden wie Justus und damit die Erwachsenen nerven ... wenn ich's nicht besser wüsste, würde ich sagen, ich müsste nochmal mit meiner Mutter reden, ob sie mir nicht einen älteren Bruder verheimlicht.
Zu Fantheorien mein alter Spruch: "Nicht widersprochen ist halb bestätigt!" 
Aber ohne Witz, speziell so ein Podcast über Fantheorien wäre schon was Feines. Darf rein vom Stile her meinetwegen auch gerne in Richtung Kirschkuchen gehen.
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05.11.2023 18:27
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Myrath
Sekretär
Dabei seit: 02.08.2022
Beiträge: 3.642
Spiel-Beiträge: 212
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| Zitat von MihaiEftimin: | | Oder das leider im Hörspiel nicht vorkommende Gespräch in "Rätsel um die alte Villa", wo Klößchen äußert, er denke, Gaby könne ihn wegen seiner Figur nicht leiden und Tarzan das richtigstellt. |
Oh, das interessiert mich jetzt sehr, aber ich bin noch lange nicht bei dem Buch angelangt
| Zitat von MihaiEftimin: |
Zu Gaby und ihrem Tadel Willi gegenüber - ja, man könnte denken, es läge vorrangig an Neugebauer. Da ich ja aber auch etwas bewandert bin, was die Bücher betrifft, kann ich aber sagen, dass auch der reine Text einen ähnlichen Eindruck vermittelt, auch wenn Neugebauer natürlich ihren Teil dazu beiträgt. |
Gut, wird als Arbeitshypothese erstmal so genommen
| Zitat von MihaiEftimin: |
Wohlstandsbauch, mit Mädchen reden, kompletter Nerd, reden wie Justus und damit die Erwachsenen nerven ... wenn ich's nicht besser wüsste, würde ich sagen, ich müsste nochmal mit meiner Mutter reden, ob sie mir nicht einen älteren Bruder verheimlicht.
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Mir kamen durchaus schon öfter ähnliche Gedanken
Zum Glück gibt es ja aber auch noch ein paar Unterschiede, sonst hätten man mal diverse Spiegeluniversen- oder Verschwörungstheorien auf eventuelle Richtigkeit überprüfen müssen
| Zitat von MihaiEftimin: | Aber ohne Witz, speziell so ein Podcast über Fantheorien wäre schon was Feines. Darf rein vom Stile her meinetwegen auch gerne in Richtung Kirschkuchen gehen.
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Ja, bei einigen Podcasts blitzt sowas ja hier und da mal auf. Und besonders beim Kirschkuchen verstärkt und auf eine ganz besondere Weise...
Es wäre zumindest mal ein anderer Ansatz als nur die Hintergrundfakten aufzuzählen und dann die Handlung auf Logiklöcher abzuklopfen
Ob sowas trägt, müsste man wohl einfach mal ausprobieren
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05.11.2023 19:28
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05.11.2023 19:30
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marcm200
3f
Dabei seit: 23.07.2022
Beiträge: 1.445
Spiel-Beiträge: 113
2. Experte: TKKG
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Bzgl. Nicht-Ausnutzen des "Rich Kids" Willi gibt es drei interessante Stellen:
70/"Wer hat Tims Mutter entführt?": Der Erzähler erwähnt, Tim wolle nur im Notfall das Lösegeld für seine Mutter von Sauerlichs annehmen (min 23-25, Angebot von Willi), was aber auch kein Ausnutzen wäre.
190/"Der eiskalte Clown": Tim will, dass Klößchen dem Erpresser nachgibt und sich die 10.000 Euro aus dem Tresor seiner Eltern ausleiht (spotify, Track 25), damit sie das Tagebuch von Gaby zurückbekommen - Gaby ist aber dagegen.
Tim spekuliert (Track 29, spotify) dann darüber, dass die Verbrecher sich freuen, wenn TKaG Willi verdammen, weil er nicht bereit war, seine Eltern zu beklauen. Das ist interessant formuliert - spielt Tim hier nur ein Szenario durch, welches die Erpresser sich erhoffen - oder glaubt er wirklich daran, dass es so kommen wird ?
228/"Das Geld, das niemand wollte": Tim und Gaby bitten Willi, von seinen Eltern aus dem Tresor 100.000 Euro zu leihen (min 40-42) - aber nur kurzzeitig. Der Wunsch - verständlich, und TG sind auch nicht sauer, als Willi ablehnt. Aber er plündert später für eine Falle sein Schülerkonto.
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06.11.2023 14:42
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06.11.2023 14:44
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