Stimmt, das ist mir auch schon aufgefallen - doppelte Verneinung hebt sich auf. Nicht unweit = weit weg.
Anders als im Spanischen - "no tengo ninguna idea", dann habe ich trotzdem keine Ahnung
Korrekt. Im Englischen wäre das ebenfalls anders, siehe "We don't need no education" (in "Another Brick In the Wall" von Pink Floyd). Im Deutschen hingegen hebt sich doppelte Verneinung stets auf.
Ich würde hier aber wohl vorsichtshalber hinzufügen wollen, dass André Minninger ja aus dem Raum Hamburg kommt. Gibt es da möglicherweise regionale Unterschiede? Da könnte uns @Mangobanane als Holsteiner vielleicht weiterhelfen? Oder @Hamburg? Falls nicht, ist es wohl einfach wirklich ein Fehler.
Puh, also ich hätte jetzt auch gesagt, dass er da eine Verneinung zu viel drin hat. Es klingt zwar irgendwie cooler als ein bloßes „unweit“, aber ist sachlich trotzdem falsch, wenn er damit sagen will, dass die Falle in TKKGs Nähe aufgebaut wird.
Muss aber auch dazu sagen, dass ich zB kein Plattdeutsch spreche und nur begrenzt etwas zu regional unterschiedlichen Sichtweisen sagen kann.
Okay, hätte ja sein können. Ich spreche fließend Platt, allerdings wahlweise das Süd-Oldenburgische (CLP/VEC), oder das Westfälische (BI/PB/HX/LIP). Richtung Holstein komme ich auch noch zurecht, aber mehr Richtung HL/OD hin.
Dennoch wäre mir ebenfalls neu, dass in diesem Dialektbereich doppelte Verneinung so funktioniert.
Wenn alles versagt: @Myrath? Wie ist das bei euch?
Nein, wäre mir neu
Lustigerweise KLINGT "nicht unweit" sogar irgendwie richtig, es ist aber tatsächlich eindeutig falsch
(BTW; ich spreche Platt nicht fließend, da hast du mir sogar was im Voraus; ich VERSTEHE es nur
)
Gaut, dann weit ik ook nech, wat ik doatau säggn schöll.
Da hätt Minni wohl moal wäär wat nech rechtich moaket.
An sich würde ich auch sagen, "nicht unweit" ist nicht falsch, nur hierbei im falschen Kontext verwendet. Ich würde es auch als "doch ziemlich weit entfernt" interpretieren. Was natürlich auch relativ sein kann, bedenkt man die eingeschränkten Fortbewegungsmöglichkeiten im Alter von TKKG, aber ich hätte es vermutlich anders formuliert.
Es scheint sich hier einfach um einen falschen Wortgebrauch handeln. Wie oft habe ich schon "größer wie" gehört oder "wie wenn". Gleiches gilt für "das einzigste" oder "zumindestens".
Auch Autoren sind nur Menschen, denen, wenn man sie nicht darüber aufklärt, Fehler über ihre Wortschöpfungen nicht unbedingt bekannt sind. Gerade wenn das angelernt ist oder regional als vollkommen normal gilt. So ist zum Beispiel in der bairischen Sprache die doppelte Verneinung recht üblich.
"Besser wie" statt "besser als" hört man hier in Westfalen ständig. Ebenso in Hessen, Thüringen und Bayern. Und ALLE, die ich von da kannte, haben behauptet, das sei nicht falsch, sondern einfach Dialekt. Wer hat recht? Wahrscheinlich niemand ...
"Wie wenn" statt "als ob" hört man sowohl hier als auch in meiner alten Heimat (Niedersachsen) öfter. Könnte echt ein regionales Ding sein.
"Einzigste" und "zumindestens" sind definitiv falsch, dafür würde ich Geld verwetten.
"Besser wie" statt "besser als" hört man hier in Westfalen ständig. Ebenso in Hessen, Thüringen und Bayern. Und ALLE, die ich von da kannte, haben behauptet, das sei nicht falsch, sondern einfach Dialekt. Wer hat recht? Wahrscheinlich niemand ...
Dialekt ist halt eine Fantasiesprache. Sprache entwickelt sich normalerweise weiter - und in diesem Fall ist die Entwicklung offenbar stehengeblieben (wie so oft im ländlichen Raum). Das macht es nicht unbedingt richtiger, auch wenn jemand die Rechnung 1+1= 5 innerhalb seiner Region als normal ausweist (oder die Heirat mit der eigenen Verwandtschaft).
Vielleicht hat sich am Ende der Erzähler auch einfach nur verlesen und es stand dort: "Nicht weit von TKKG entfernt".
Falls nicht, hat nicht nur der Buchverlag geschlafen, sondern auch die Hörspielregie und sämtliche Vorinstanzen bei so einer Produktion.
Der Apostroph hinter seinem Namen ist hingegen sehr falsch!
Das passiert mich schon mal, ebenso wie Hobbys statt Hobbies. Dann finde ich die englische Schreibweise einfach logischer und mein Gehirn blockiert das irgendwie.
Ja, ich nutze auch oft noch alte Schreibweisen. Bei manchen Worten ist es dann auch mal so, mal so - z.B. Alptraum/Albtraum.
Ich schreibe schon oft orthographisch korrekt. Neben Flüchtigkeitsfehlern passiert es aber eben einfach, dass ich eine Schreibweise aus einer anderen Sprache verwende. Soll keine Entschuldigung sein, aber passiert mir halt. Liegt vielleicht auch an meinen Krankheiten, die mich im Kopf manchmal ein bisschen blöd sein lassen.
Bin gerade über einen meiner eigenen Beiträge hier im Forum gestolpert. Es geht um TKKG 72.
Woher hat Dittler das viele Geld für Kühnschmidt? Das Sparbuch hatte ja "der Alte"...
Und konnte man in Österreich wirklich 2 Mio. DM auf ein Sparbuch einzahlen? Im Internet konnte ich nur Angaben für Deutschland finden. Heute sind es maximal 100.000 EUR...
Vielleicht hat Dittler vor dem Einzahlen noch irgendwas an die Seite gepackt, also bei sich zuhause gelagert, und "nur" den Großteil eingezahlt?
Wie das in Österreich mit maximalen Einzahlungen war, weiß ich natürlich auch nicht. Aber war das auch in Deutschland um 1990 herum schon ein Ding? Damals war es ja etwas weniger ungewöhnlich, dass größere Beträge in bar mal den Besitzer wechseln ...
Im Buch habe ich auf die Schnelle dazu auch nicht mehr gefunden. Aber vielleicht wurde die Einzahlung in Tranchen durchgeführt, oder es wurde Geld überwiesen. Und das Wort "Einzahlung" der Einfachheit halber verwendet.
Da Dittler ja nicht den Staat um Steuern betrügen wollte (Steuerfreiheit bei Lottogewinnen?), gab es keinen Grund, das Geld klandestin in bar nach Öterreich zu bringen. Das Geld hat Denise bekommen (sie stand ja auf dem Tippschein), von daher stünde einer Überweisung nichts im Wege. Vielleicht könnte die Lottogemeinschaft die Konten von Dittler polizeilich überprüfen lassen bei starkem Verdacht (glaube ich aber nicht), aber bestimmt nicht die seiner Freundin.
(Bei der TV-Serie "Ein Fall für Zwei" Folge "6 Richtige" geht es entfernt um etwas ähnliches. Ein eigentlich nicht berechtigter will Lottogewinne, und dort wird überwiesen).