Ich muss gestehen, dass ich mich auf Nummer 145 sehr gefreut hatte damals, weil ich die Vorstellung von einem Puppenhaus, das nachts zum Leben erwacht sehr unheimlich empfunden habe.
Dazu kommt, dass ich vor einiger Zeit eine Kurzgeschichte (auch mit einem Puppenhaus) gelesen hatte, wo ich beim Lesen sehr viele Gänsehaut Momente hatte.
Sowas hatte ich mir hier auch erhofft und ich wurde schon ein wenig enttäuscht.
Ich würde mich jetzt nicht einmal so sehr am Ende stören, wobei ich da natürlich einen gewissen Frust nicht leugnen kann. Man wird sehr sehr unfertig zurückgelassen und es bleiben ziemlich viele Fragen offen.
Was mich aber am allermeisten gestört hat, war die Art und Weise, wie die Geschehnisse des Hauses vorgetragen wurden. Soll heißen:
Wenn das Haus nachts zum Leben erweckt, dann ist das zugegebener Maßen sehr unheimlich, aber die darauffolgenden Minuten waren für mich teilweise unerträglich.
Das Ehepaar, das das besagte Haus bei sich beherbergt, beginnt abwechselnd mit einer dauerhaften Kommentierung der Geschehnisse vor Ort.
Soll heißen, das Haus erwacht zum Leben und man hat die beiden als Kommentatoren für die Hörer. Das ganze wäre an sich kein Problem, aber das Alles kam mir wie eine Ewigkeit vor.
Dialoge a la "Die 2 Männer schauen sich die ganze Zeit über die Schulter, die planen bestimmt eine Verschwörung" oder "Sieh mal da, sie öffnen die Tür - Oh ja und sie gehen hindurch".
Und sie wechseln sich dabei ab und beenden ab und an die Sätze des anderen.
Vielleicht kommt es mir beim zweiten Hören weniger schlimm vor, aber ich fand das absolut furchtbar.
Sie erleben nichts gruseliges oder spannendes, nein erzählen darüber und kommentieren alles.
Nicht mein Ding und bei mir kam auch bis auf 2 Ausnahmen wenig Atmosphäre auf !
Teilweise ist die Handlung sehr träge und aufgrund meiner hohen Erwartungshaltung bin ich schon recht enttäuscht.
Ich vergebe die Note 3/4.
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"Das Leben ist eine Ansammlung von kleinen Geschichten um eine große Geschichte daraus zu machen und beim zurückblicken verdammt noch mal kriegen wir das Grinsen nicht mehr aus der Fresse. Das ist so der Plan.