Der Folgentitel wirbt mit Zirkus, aber die eigentliche Hauptstory dreht sich um eine Supermarkterpressung. Vom Zirkus bekommt man darum nur wenig mit und so fehlt es hier stark an entsprechender Atmosphäre. Überhaupt scheinen sich hier einige unglückliche Kürzungen oder einfach seltsame Dialoge eingeschlichen zu haben:
Der Lehrer sucht nach vier Freiwilligen, die am selben Tag (!) am Nachmittagsunterricht im Zirkus teilnehmen wollen, und ist total enttäuscht, dass sich nur vier Schüler melden (also genau so viele, wie gewünscht) und unterstellt den anderen Schülern, dass sie Angst hätten, schlechter als die Zirkuskinder abzuschneiden. Dass man nach einem normalen Schultag vielleicht keine Lust hat, auch noch den Nachmittag in einer Schule zu verbringen (zusätzlich zu Hausaufgaben) oder dass man vielleicht schon mit Fußballtraining, Schwimmclub oder was man sonst noch so in der Millionenstadt tut beschäftigt ist, kommt ihm wohl nicht in den Sinn.
Der Lehrer im Zirkus stellt seine Schüler ausgiebig vor und wechselt dann sehr abrupt das Thema und will von Gaby wissen, welcher Dichter... - doch Gaby wird von der Polizei gerettet, die mal wieder Tims Hilfe braucht. Glück gehabt.
Und dann ist da noch die Szene, in der Gaby wieder einfällt, wo die vier Watzl schon mal gesehen haben und anstatt, dass sie mal etwas zur Lösung eines Falls beitragen darf, hat Tim im selben Moment einen Geistesblitz und nimmt ihr die Info vorweg. Warum macht man so etwas?

Aber na ja, diese Folge ist auch noch aus der Zeit, als Gaby bei Anbruch der Dunkelheit nicht mehr raus durfte...
Zusätzlich zur Supermarkterpressung soll dann auch noch das Grundwasser der Stadt vergiftet werden, was wirklich nicht nötig gewesen wäre. Der Diebstahl im Zirkus hätte als Zweithandlung vollkommen gereicht.
Die Folge ist nicht schlecht, aber wirklich rund finde ich sie auch nicht. Da gibt es bessere.
6 von 10 Punkten