Hab gerade die erste Folge gehört (Warnfinger).
Es geht los mit dem Intro in dem Journalistin Sandra Holmes ihrem Kollegen bei der Zeitung von einem unbekannten Sherlock Fall erzählt.
Dann geht es los damit, dass uns Watson von eben jenem Sherlock Fall erzählt.
Schließlich geht es los mit dem Sherlock Fall, in dem Sherlock ersteinmal nicht auftaucht.
Wir sind jetzt bei einer Familie, die überraschend von einem gerade entlassenen Sträfling besucht werden, der sich seinen bei einem Raub verdienten Anteil von vor 20 Jahren holen möchte.
Bekommt er diesen nicht ist die Familie dem Untergang geweiht!
Die Idee selbst gefällt mir gut, es findet fast alles vor Ort statt (das Anwesen der Familie) und der Täter kann scheinbar unerkannt aus dem Nichts zuschlagen, obwohl doch eigentlich alle im Haus sicher sein sollten.
Im Haus sind (als Sherlock dann endlich da ist):
Mutter
Sohn Alexander
Sohn William
Tochter Francesca
Michael, Freund der Tochter
Butler James
Dienerin Lydia
Amber, die Nichte des Inspektors
Inspektor von Scotland Yard
Holmes
Watson
der Anwalt der Familie
Die meisten Charaktere bleiben bis zum Ende farblos, das führt sogar dazu dass ich mehrmals Watson mit dem Inspektor verwechselt habe und verwirrt war als der Name "Lydia!" gerufen wurde,
ich dachte erst so heißt die Tochter.
Warum der Inspektor und Amber überhaupt da sein mussten erschließt sich mir nicht.
Evtl ist ja noch etwas mit Amber geplant, dann wäre es trotzdem besser gewesen sie in Folge 2 einzuführen und uns noch etwas Zeit mit Sherlock&Watson zu gönnen, damit der Introfall nicht zu überladen ist.
Wir erfahren auch mehr über Amber und den Inspektor als über manch anderen Charakter (z.B Sherlock lol).
Alle Charaktere die zur Familie gehören bis auf die Tochter sind unsympathisch und es dauert eine Weile bis die ersten sympathischen Charaktere in Form von Sherlock&Co auftauchen (so 30min).
Man hat leider nicht den Eindruck als wäre Holmes besonders klug oder arrogant wie sonst, das könnte man nocht stärker herauszeichnen, denn den Fall hätte ebensogut auch jemand anders lösen können.
Ein Fragezeichen:
Warum gibt es denn zwei Erzähler?
Sandra beginnt, dann Watson, dann unterbricht Sandra zwischendrin (mit einer Zusammenfassung der letzten Ereignisse auch noch), dann endet Watson, dann endet Sandra.
Watson ist hier eindeutig der stärkere Erzähler, nicht nur dass er als Figur im Fall relevant ist, er macht auch den Hörer mit Vorabdeteils neugierig auf die Geschichte.
Ich hatte nicht den Eindruck, als würde Sandra als Charakter noch ausgebaut werden.
Ich hoffe sehr, dass ich mich täusche. Ich weiß jedenfalls genau das über sie, was auch jeder weiß der den Klappentext gelesen hat.
Ich würde es besser finden wenn es nur Sandra als Erzähler gibt, die direkt mit dem Hörer spricht anstatt mit ihrem Kollegen, und durch die wir dann gleich in die Geschichte starten.
Die Sprecher der Männer sind wirklich gut, aber sich untereinander zu ähnlich.
Der Sträfling ist gut umsetzt, mir gefällt sein ganzer Auftritt im Intro 3.
Pluspunkte gibt es für einen Twist, den ich zwar kommen gesehen habe, aber nicht so.
Meine Wertung ist 5/10 - ok, mit Luft nach oben aber es ist ja auch der erste Fall der Reihe.
Edit: Wenn ihr eure Meinungen zu Untold lieber in den Legends Thread postet, dann könnten wir die beiden doch auch zusammenführen? Hab mich schon gefragt warum ich hier zuerst bin
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Hörspielempfehlung: Holmes & Watson Mysteries/Lost Cases