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Wäre eine neue Jugendkrimiserie heute noch möglich?
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Myrath
Sekretär
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Hallo mein Thema, da sind wir wieder
Mich interessieren erstmal die Sichtweisen anderer, daher zunächst nur kurz:
Theoretisch ist vieles möglich, warum nicht auch eine neue Jugendserie?
Praktisch gibt es aber viele Hindernisse.
Erstmal soweit
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01.03.2024 14:00
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MihaiEftimin
Ikonenjäger mit Waffenschein
   
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@Myrath Jetzt wäre für mich die Chance, Greta Glockner, Kira Vierstein und die beiden Hanseln wieder auszubuddeln.
Musste gerade raus, sorry. 
Für Scherzideen gab es in der Vergangenheit schon genug Randetsche ...
Also, @Holger, ernsthaft: Die drei Großen laufen ja offensichtlich immer noch recht gut, und DDA ist ja für ihr relativ junges Alter auch nicht schlecht dabei. Die haben sich halt alle etabliert und können anscheinend auch die jüngere Generation abholen.
Ich kann aber, wie schon wiederholt erwähnt, nachvollziehen, wenn jemand meint, Serien wie DDA bräuchten extra ein Zugpferd wie eben DDF in der Anfangszeit, um erfolgreich und letzten Endes was Eigenes zu werden.
Umgekehrt gab es schon in den 1980ern und 90ern Serien wie Locke, den Puma, Paul Pepper oder CBusF, die es schon damals kaum über eine Folgendekade hinaus geschafft haben. Liegt es also möglicherweise gar nicht unbedingt am Zeitenwandel, sondern war immer schon so? Und sie hatten halt das Pech sich nicht gegen die Großen durchsetzen zu können?
Ob es was Neues geben könnte? Wenn man es richtig macht, ja. 
Sosehr ich einen serbischstämmigen Justus Jonas (siehe die angekündigte T3I-Serie von EAA) als Gedanken mag, sosehr hätte ich lieber einen serbischstämmigen Dragan Ivanović oder von mir aus auch eine Milica Petković. Nur so als Beispiel.
(Auch das ging schon früher, siehe Kemal bei den Funk-Füchsen.)
Erst mal auch nur Gedanken. Ich glaube durchaus an das Potential, das bezüglich neuerer Jugendserien ausgeschöpft werden könnte; wenn auch Vieles aus alten Zeiten stammen mag, so sollte das reine Konzept hoffentlich noch in irgendeiner Weise funktionieren können.
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01.03.2024 14:45
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marcm200
3f
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Ich denke, eine bewusst kürzer laufende Serie mit einem Alleinstellungsmerkmal würde auch heute noch funktionieren.
Wäre ich heute Kind, gäbe es für mich zwei Probleme bei Hörspielen: Welche Serie soll ich hören (es sind ja immer alle verfügbar) - und will ich wirklich mit einer Serie anfangen, die 100+ Folgen hat? (Als Kind würde ich da denken, damit werde ich ja nie fertig, und es wohl sein lassen. Außer halt, man hört es zufällig bei jemand anderem - aber dann hat halt der das obige Problem)
Was mir gut gefallen hat, war die Transition der "Mystery Kids" zum "Mystery Club". Nach ein paar Büchern, ist eine (Holly) umgezogen, und hat neue Freundinnen getroffen, und (etwas älter) weitergemacht als Detektivin. So etwas ginge m.E. heute auch noch. Man könnte ja alle umziehen lassen.
Ich würde sogar zu Beginn festlegen, wieviele Folgen es gibt, und das im Titel einer Episode vermerken: Gruppe XY - Titel (Folge 5/20) oder so. So ließe sich eine gut laufende Serie ja immer wieder verlängern, man hätte quasi "Staffeln".
Solange der Fall im Vordergrund steht - denn belehrt wird man (wohl auch heute noch) in der Schule oft genug
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01.03.2024 15:28
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Serienfan
Baron
  
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01.03.2024 21:11
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Murphy
Nanu, warum steht hier kein Text?
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Ich gehe davon aus, dass eine neue Jugendkrimiserie heute noch möglich wäre.
| Zitat von MihaiEftimin: | Ja, wenn eine Jugendbande künftig eine sportliche und schulisch fleißige Anführerin namens Ceylan hat, die heimlich einen Crush auf die ähnlich fleißige, aber eher unsportliche Aylin hat, während Jamal mit der Kohle seines ölfördernden Vater aus Abu Dhabi aushilft, die aus der stahlverarbeitenden Familie stammenden Jacqueline Witze reißt und dem Professorensohn Fred dabei hilft, mal seine Nerdbrille abzulegen ...
Okay, ohne Scheiß, ich hab wohl gerade ein mögliches Charakterkonzept für eine neue Serie entwickelt.
Und ich würde sie ironiefrei hören.
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Grandioses Konzept!
__________________ Nennen Sie mich einen Verschwörungstheoretiker, aber ich behaupte, dass Louis Armstrong nie auf dem Mond war!
Romeo und Julia treffen sich. Julia fragt Romeo: "Was machen wir heute Abend?"
Darauf antwortet Romeo: "Ich richte mich nach dir!"
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01.03.2024 22:16
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Myrath
Sekretär
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Okay, dann leite ich mal von Mihais (durchaus charmantem) Konzept über Chantals Begriff der Pseudodiversität über zu dem Aspekt, den ich als maßgeblich ansehe:
Es ist nicht damit getan, alles genauso zu übernehmen, wie es vorher war und dann einfach alle Figurentypen durch diversere Pendants zu ersetzen. Das wäre selbst früher unkreativ gewesen, funktioniert aber heute überhaupt nicht mehr. Gründe siehe unten.
Das soll nicht heißen, dass ein Konzept wie das von Mihai nicht eine tolle Serie ergeben könnte; es darf bloß nicht ALLES sein, was diese Serie ausmacht. Sonst wäre sowas schnell in den Bereich der unkreativen Pseudodiversität hinübergewandert. Das Stichwort "spannende Plots" wurde hier schon genannt.
(Anmerkung nebenbei: Schon früher gab es starke weibliche Figuren; siehe Locke oder siehe die Karate-Dame beim Schlosstrio, deren Name mir gerade entfallen ist).
Jetzt gibt es imho zwei Hauptprobleme: Die Marktführer und den Zeitenwandel.
Der Zeitenwandel hat viele der alten Plots schlicht unmöglich gemacht und man muss sich neue Sachen ausdenken. Allein das Stichwort Handy sollte da schon genügen, aber es gibt noch viele weitere Aspekte. Soweit, dass man sich fragen kann, ob Jugenddetektivserien überhaupt noch so funktionieren?
(Den Aspekt mit der Zielgruppe klammere ich erstmal ganz aus, das ist auch ein weites Feld).
Der andere ist der, dass die drei gefühlten Marktführer DDF, TKKG, und Fünf Freunde mit hunderten von Folgen bereits alles innerhalb der ursprünglichen Erzählmuster durchgespielt haben, und zwar mehrfach. Da wird also nicht mehr viel zu holen sein. Wiederum: Es braucht ganz neue Ideen und Ansätze.
Das mit der Diversität allein sehe ich ungefähr so wie das mit den neuen christlichen Jugendhörspielserien: Es ist genau das gleiche wie vorher und stellt nur die Zielgruppe zufrieden, die auf genau diesen einen Aspekt fixiert sind; die Geschichten hat man aber in null komma fünf Sekunden vergessen, weil sie nichts Interessantes liefern, das man nicht schon dutzendmal besser woanders kennengelernt hätte.
Beweis: In fast jedem neueren Kinderbuch, das nach Krimiserie aussieht, sind die Figuren diverser, die Inhalte aber gleich. Mir wäre nicht bekannt, das eines davon bisher so durchgestartet wäre, dass es die etablierten Marken auch nur ansatzweise ankratzt...
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01.03.2024 23:29
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01.03.2024 23:32
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MihaiEftimin
Ikonenjäger mit Waffenschein
   
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Okay, mein Charakterkonzept scheint hier ja recht gut anzukommen.
Sollte eine Serie mit dieser Art existieren sollen, so wäre ich durchaus bei @Myrath und @Chantal-Marie - Diversität an sich ist nichts Schlechtes, auf gar keinen Fall. Doch letztendlich sind es die GESCHICHTEN, die von sich aus in der Lage sein müssen, abzuholen und zu begeistern. Die Diversität kann bei einer Suche danach helfen, durch den Hintergrund einer der Charaktere, und damit vielleicht Boden für etwas Neues geben.
Aber DAS muss halt GUT sein, so plump das auch klingen mag.
Anhand meines Konzeptes ein Beispiel: Die CAJJF-Bande (möglicher Titel für diesen Post) jagt türkische Mafiosi, die hinter Ceylans Vater her sind und damit drohen, seine Dönerbude auseinanderzunehmen. Sowas gab es in vergleichbarer Form schon bei Serien wie TKKG und CBusF und kann meiner Meinung nach auch heute gut funktionieren.
Ein weiteres: CAJJF jagen Handy-Hacker. Vielleicht sogar verbunden mit den Machenschaften eines Großkonzerns, der fürs Abhören oder für Kaufzwang von Produkten illegale Mittel anwendet. Wäre etwas, das in die Lebensrealität heutiger Jugendlicher passen kann, gerade wenn wir von DDF oder TKKG reden.
Hmm ... mein Konzept scheint gut anzukommen ... jetzt noch die Geduld fürs Schreiben wiederfinden, dann wäre es da.
Beides würde in die heutige Zeit passen und spannend unterhalten. Und das ohne die "Ceylan ist Türkin, also müssen wir sie unbedingt einbauen!" Sondern eher mit "Ceylan gehört zu uns, sie ist unsere Anführerin, es ist uns scheißegal, was ist, Hauptsache, wir sind bei unserer Freundin, egal ob ihr Herkunftsort 2000 km weit weg ist!"
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02.03.2024 01:53
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marcm200
3f
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2. Experte: TKKG
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Ich denke schon, dass alte Geschichten in neuem, zeitaktuellem Gewand klappen können. Statt "Fahr zur nächsten Telefonzelle" ist dann halt gerade "ein Funkloch" und man muss hinter den Wolkenkratzer fahren. Und die Zeitansage bei Tkkg - Die Doppelgängerin wird dann halt ein Virus, der das Datenvolumen überschreitet und Kosten verursacht.
Da ich als Kind nie alle Serien hören würde, wäre mir auch gar nicht bewusst, dass diese Geschichte einen "alten" Vorgänger hat, für mich als Hörer wäre es was Neues. Und darum geht es doch: die Zielgruppe muss es als neu einstufen, nicht Leute wie ich, die seit Jahr(zehnten) Hörspiele hören.
Von daher gibt es genügend Geschichten (erneut) zu erzählen.
Wäre ich professioneller Autor, wüurde ich wohl zur Gruppenzusammenstellung auf einem Schulhof mir anschauen, welche Gruppen aus 3-4 Leuten so zusammen rumhängen. Und dann suche ich mir eine Zusammenstellung davon aus und baue die Geschichten darum auf.
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02.03.2024 09:47
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Myrath
Sekretär
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@MihaiEftimin
Ja, so wie du das beschreibst, wäre das imho der richtige Ansatz
Ein Charakter muss aus sich heraus funktionieren. Wenn man stattdessen aber einfach nur z.B. die Hautfarbe austauscht... *hüstel* Gemini *hüstel*
Und man muss halt wissen: Wenn man heute eine Geschichte mit Bilderdiebstahl anfängt, hängen einem direkt 20.000 DDF-Fans an der Kehle, die einem erzählen, das sei alles schonmal dagewesen und total vorhersehbar
Und dann machen sie Vorschläge, wie es besser laufen sollte, bei denen dann manchmal Sachen herauskommen, die ähnlich tief gedacht sind wie bei Gemini, hauptsache mal "was anderes"...
Aus, aus, böser Myrath
EDIT:
@marcm200
Ja, das klingt vernünftig 
Muss meinen Zynismus wohl gerade wieder etwas runterfahren
EDITEDIT:
Aber stimmt, das ist ja im Prinzip der Punkt, den ich selbst oft mache: Es handelt sich bei den drei großen weiterhin um Kinderserien und sie sollten auch weiterhin für Kinder geschrieben werden und nicht für Erwachsene, die "schon alles gesehen" haben und jetzt Meta-Betrachtungen innerhalb der Kindergeschichten erwarten, damit sie noch zufrieden sein können... Die Zielgruppe für Kindergeschichten sind Kinder und die für Jugendbücher Jugendliche. Und zwar heutige.
Da wären wir dann doch beim Thema Zielgruppe gelandet. Als Erwachsener darf man natürlich auch gerne weiterhin in die Geschichten reinschmökern oder -lauschen, aber man sollte sich bewusst sein, was man da hört, und keine falschen Ansprüche stellen.
Daher sollte man wohl auch keine neue Serie mit neuem Konzept speziell für Altfans schreiben. (Was natürlich auch nicht heißt, sie absichtlich vor den Kopf zu stoßen, das wäre wieder das andere Extrem).
Und ich hatte tatsächlich selbst schon öfter gesagt, dass das Thema Bilderdiebstahl nicht das Problem ist... ja Moin
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02.03.2024 09:56
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02.03.2024 10:13
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marcm200
3f
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| Zitat von Myrath: |
Daher sollte man wohl auch keine neue Serie mit neuem Konzept speziell für Altfans schreiben. (Was natürlich auch nicht heißt, sie absichtlich vor den Kopf zu stoßen, das wäre wieder das andere Extrem).
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Ich würde gerne in eine solche Serie mit dem Claim "im Stile und in der Zeit von Tkkg / 5F etc" reinhören.
Vielleicht ist auch ein zukünftiges Geschäftsmodell: Nicht eine Serie, die alles (oder sehr vieles) zu sein versucht, sondern GOD - Geschichten On Demand.
Eine geschriebene Grund-Geschichte, die dann mit Aspekten für verschiedene Zielgruppen angereichert wird - Technik / Privatleben / Charakterschau des Ganoven etc.
Und das Ganze dann unterlegt mit KI-Stimmen wie im letzten Adventskalender.
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02.03.2024 10:38
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