Ich hatte beim Hören der neueren Tkkg-Folgen den Eindruck, dass es fast nur Tkkg-Sprechszenen und kaum Erzähler/Musik oder nicht-Tkkg-Szenen gibt. Das wollte ich mal analysieren und habe Zeiten gestoppt über die letzten Monate.
Ergebnis:
Das erste Bild zeigt den relativen Zeitanteil des Erzählers/Musik an der Gesamtlänge. Der Anteil an Szenentrennung ist seit eh und je auf knapp unter 25% - und schwankt auch nicht sonderlich stark.
Da hat sich mein Eindruck nicht bestätigt.
Das 2te Bild zeigt den relativen Zeitanteil der Tkkg-Szenen an der Gesamtlänge der Folge.
Hier ist mein Eindruck insofern richtig, als das Gesamtbild einem Suppenteller gleicht: Fast nur Tkkg-Szenen in der Anfangsphase der Serie, dann ein Boden, und dann geht es wieder auf nahezu nur Tkkg-Szenen hoch,
Der Boden koinzidiert nun teilweise mit der Ära, als Stefan Wolf die Hörspielskripte schrieb - und es manchmal auch gar kein Buch an sich gab. Mir ist unklar, ob der Aufbau der Bücher in der Francis-Hörspielära ein anderer war als später (das habe ich nicht analysiert), oder ob der unterschiedliche Tkkg-Szenenanteil auf einer unterschiedlichen Selektion vom Buch ins Hörspiel beruht ("Gamgsterdialoge"). Anders gefragt - hätte Stefan Wolf für die ersten Hörspiele andere Skripte kreiert ?
Wenn ich diese Analyse mal automatisieren kann, gehe ich vielleicht auch noch drei weitere Dinge an, die mir - so glaube ich - aufgefallen sind: In den neuen Folgen gibt es relativ mehr oder längere Flüsterszenen; es wird häufiger das Stilmittel angwendet, schnelle Wechsel zwischen Erzähler und direkter Handlung einzusetzen ("Action"); und es gibt relativ mehr Szenen, in denen gilt: ist ein Tkkg-Mitglied da, ist gleich die ganze Bande vor Ort.