Disclaimer: Ich habe dieses Hörspiel um 3 Uhr Morgens nach ebensovielen Stunden Schlaf gehört. Eventuell werde ich in dem kommenden Tagen meine Bewertung noch anpassen.
Achtung: Spoiler wird es geben!
Der Klappentext verspricht ja einiges und ich war gespannt, wie die Fälle ineinander übergehen. Die Anfangsszene war noch ganz amüsant, jedoch sind mir hier die Umgebungsgeräusche (oder genau das Fehlen von Selbigen) negativ aufgefallen. Mit dem Friseursalon wird es mir dann schon etwas zu bunt, und ich glaubte schon, die erste Logiklücke gefunden zu haben. Die wird jedoch später von Tim aufgeklärt. So weit so gut.
Leider weiss man spätestens nach dem Überfall, wie der Hase läuft, auch wenn das Skript sehr vehement versucht, einen falschen Verdacht in Richtung Salah aufzubauen. Das hätte auch sehr schön klappen können, wenn TKKG nicht beharrlich an ihre Unschuld geglaubt hätten, trotz erdrückender Beweislast. Bei Glockner hätte ich ihnen das noch abgekauft, aber bei jemandem, den sie (fast) gar nicht kennen? So leichtgläubig waren sie selten. Da haben sie schon weit schneller verdächtig (224, Hust Hust).
Da möchte ich kurz einen Kommentar zu der neuen Figur Salah abgeben: Im Adventskalender und im Buch gefiel sie mir sehr gut und ich mag den Charakter prinzipiell. Jedoch finde ich diese Folge für die Einführung des Charakters in die Hauptserie schwach, die Beziehung zu TKKG ist von Anfang an zu freundschaftlich, als ob man sich schon jahrelang kennen würde. Die Folge hätte besser gepasst, wenn man Salah vorher als Nebencharakter ein paar Mal auftauchen lässt und sie nach und nach freundlicher zu TKKG wird.
Trotzdem finde ich es schön, dass wir nun mal wieder die ganze Sympathieskala im Polizeipräsidium abdecken: Von sehr freundschaftlich (Salah, als Wespe Ersatz), über väterlichen Freund, der auch mal eine Standpauke hält (Glockner) zu "Würde den Kindern am liebsten gar nichts erzählen" (Schalavsky). Damit kann jede Figur dann eingesetzt werden, wenn sie am Besten in die Geschichte passt. Finde ich gut!
So, aber jetzt wieder zu der Folge. Nach dem Lauschen im Friseursalon finden wir dann auch heraus, wer Fritz ist. Für diese Figur ziehe ich auch massiv Punkte ab. Er wird zwar ständig als "Schwerverbrecher" betitelt (hat aber nur fünf Jahre gesessen, auch wenn er sicherlich schwere Körperverletzung kassiert hat), aber ich nehme ihm z.B. die Bedrohung der Kinder nicht ab, oder dass er sie wirklich hätte umbringen wollen. Das ist zum Teil aber auch der Sprecherleistung geschuldet, ich hätte mir hier lieber jemand mit "kalter" Stimme gewünscht. Deshalb mag ich die 189 eigentlich auch, weil Udo Schenk den Russen dort so herrlich bedrohlich spricht.
Und für mich die grösste Logiklücke: Warum schicken sie Salah den Standort? Warum nicht Glockner? Warum gehen sie dieses Risiko ein? Dafür ziehe ich auch noch mal Punkte ab.
Was ich hingegen stark fand, war die Verbindung zu dem Thiele Fond vom Anfang. Den habe ich als komplett nebensächlich abgestempelt. Schön zu sehen, dass ich falsch lag
Kropp war mir als Figur aber auch viel zu blass, auch wenn ich seine Motivation okay fand. Dass er sich aber nicht entschieden gegen Rüders stellt, als der die Kinder "beseitigen" will, zeigt schon, dass er nicht so einen guten Charakter hat, aber...
Alles in Allem, geradlinige Story, die versucht, spannender zu sein, als sie ist und ein Bösewicht, der mich gar nicht überzeugen konnte.
Ausserdem: Klaus Schalavsky und Tamina Salah? Hofstetter schaut wohl gerne Tatort Kiel
Ich bin mit der Folge eigentlich sehr zu frieden. Die ganze Geschichte mit falschen Verdächtigungen ist zwar nicht neu, doch die Tatsache dass die Polizei auch in den Fokus der Verdächtigen rückt, finde ich klasse. Einzig den Anfang mit dem Roller-Girl war extrem auffällig. Das hätten sie eigentlich merken müssen. Jedoch bleibt der Fall die ganze Zeit über spannend, macht neugierig und ist nicht in allen Handlungspunkten durchschaubar. Außerdem gibt es hier die (von mir geliebte) Titelmusik von "Hanni und Nanni (80er Auflage)" zu hören und ich finde es gut, dass beim Finalkampf es tatsächlich mal für alle ordentlich zur Sache geht. Gaby muss in dieser Folge mehr einstecken als in 230 Folgen zuvor. Bravo!
Jupp, gefällt mir super, aber für eine Spitzenbewertung reicht es trotzdem nicht. Daher tolle 8/10 Punkte.
Ich hatte die Folge auch direkt beim Release angehört, vor allem wegen dem mega Titel hatte ich mich total drauf gefreut
Die Geschichte lief keine 2min und es wurden schon so viele neue Elemente eingebracht (MeTube, Abzockerwerbung, EScooter, ...) Das kann ich bei TKKG definitiv besser verkraften als in andern Hörspielreihen (vor allem finde ich es aber super, dass Tim immer noch sein altes Backsteinhandy hat! <3) Auch über O. Kalkofe habe ich mich gefreut, wenn auch nur kurz zu hören- dafür ja aber auch in der neuen ???.
Recht schnell stand meine Vermutung: Tamina ist die Diebin. Vieles soll ja offensichtlich diesen Eindruck vermitteln, ich finde beim späteren Überfall klang die Stimme auch ähnlich. Daher empfand ich es die ganze Zeit etwas komisch, dass sich TKKG nur wegen einem Bauchgefühl trotzdem mit ihr verbünden. Also rein detektivisch gedacht war das schon recht leichtsinnig. Und als Hörer bekam ich das Gefühl, oh okay, sie kann gar nicht die Böse sein, wenn TKKG sie so supporten. Ich hätte mir fast gewünscht, sie wäre es dann erst recht gewesen, nur damit die 4 eins auf den Deckel dafür bekommen
Ein bisschen mehr Skepsis hätte der Situation gut getan. Insgesamt auch iwie komisch, dass eine 22 Jährige mit einer Teenie-Gang abhängen will.
Teil10&11 (Kapitel im Streaming) hatten tontechnisch einen schrecklichen Schnitt!! Da ist eine komische Atemsequenz, die sich immer wieder abgehackt wiederholt - das hat mich richtig gestört, also dass man das nicht behoben hat.. Schade! (Im Gespräch zwischen TKKG & Tamina, so, als würde sie immer wieder Luft holen etwas zu sagen und dann doch abbrechen)
Später kam dann der Gedanke, dass Kommissar Knopp & Tamina gemeinsame Sache machen. Es wird geschossen, kurz ist Oskar in Gefahr, das fand ich dramaturgisch gut! Die Auflösung wer wie was warum, ja okay, der Bogen zur Anfangsszene und dem Me-Tube Video war definitiv gelungen, aber ein bisschen mehr Mumm hätte ich dem guten Herrn Kommissar schon zugetraut. Hatte Hoffnung er wäre Undercover unterwegs, war dann leider nicht so.
Unter dem Titel hätte ich mir ein bisschen mehr Knacki und Brutalinski gewünscht, wie bei älteren Folgen.
Zuerst dachte ich an eine Neuauflage der Bilderdiebe ohne Gesicht: Polizisten unter Verdacht. Anders als in dieser Folge wird dieser Verdacht hier aber nicht nach 5 Minuten ad acta gelegt.
Aufgefallen ist mir, dass der Autor anscheinend ähnliche Gedankengänge hatte wie ich:
enthält evtl. Spoiler
- Die Räuberin ist im Friseursalon spurlos verschwunden? Vielleicht ist es ja die Frau von der Toilette - zumal mehrfach betont wurde, dass die Räuberin einen roten Schal trug, also teilweise maskiert war.
- TKKG beschließen, den Beyer-Platz am Freitagmorgen zu überwachen. Sind denn Ferien? Zwei Sätze später: "Das mit dem Schuleschwänzen wird Ärger geben."
- TKKG erschweren die Flucht der Gangster, indem sie den Benzinschlauch durchschneiden, um ihr Auto lahmzulegen.
BTW: Sachbeschädigung! Aber immerhin sind TKKG so umweltbewusst, dass sie das Benzin nicht einfach im Wald versickern lassen, sondern einen - zufällig vorhandenen - Kanister unterstellen. Ich hatte einen typischen Reservekanister à 5L im Kopf und dachte schon - na, damit kommt ihr aber nicht weit, da erwähnt Karl im nächsten Satz, dass der Kanister 20L fasst, und sie Glück haben, dass der Tank offenbar schon weitgehend leergefahren war.
Der Titel fällt vom Oberganoven, der überzeugend unsympathisch gesprochen wird. Trotzdem empfand ich die gefährlichen Szenen als nicht so perfide wie z.B. das Geheimnis im Tresor (?), wo wir TKK live beim Erfrieren im Skilift zuhören.
Ein nettes Detail fand ich den Werbespot, der am Anfang und Ende des Hörspiels eine Rolle spielt und so eine schöne Klammer bildet.
Mein erster Eindruck: Die Folge ist okay, kann man sich noch das ein oder andere Mal anhören.
Bereits in Folge 219 "Terror frei Haus" hat Klößchen Interesse an E-Scooter.
Für ein Novum halte ich den Fakt, dass das Cover eine Szene vom Ende der Hörspielhandlung zeigt. Sollte es doch kein Novum sein, so dürfte das extrem selten vorkommen.
__________________ Nennen Sie mich einen Verschwörungstheoretiker, aber ich behaupte, dass Louis Armstrong nie auf dem Mond war!
Romeo und Julia treffen sich. Julia fragt Romeo: "Was machen wir heute Abend?"
Darauf antwortet Romeo: "Ich richte mich nach dir!"
Bereits in Folge 219 "Terror frei Haus" hat Klößchen Interesse an E-Scooter.
Für ein Novum halte ich den Fakt, dass das Cover eine Szene vom Ende der Hörspielhandlung zeigt. Sollte es doch kein Novum sein, so dürfte das extrem selten vorkommen.
Der Teufel vom Waiga-See, Weißes Gift im Nachtexpress, Nonstop in die Raketenfalle und Hölle ohne Hintertür sind ebenfalls solche Fälle
Am Wochenende hatte ich, ganz gemütlich auf der Couch liegend, die neue Folge gehört, nachdem ich sie mit Eintreffen in der Bibliothek sofort ergattert hatte.
Vielleicht werde ich sie in der Zeit der Leihdauer noch ein zweites Mal hören.
Ob ich sie danach auch erwerben werde und sie Einzug in meine Sammlung hält, bin ich mir noch nicht ganz sicher.
Sie ist nicht schlecht, aber hat mich jetzt auch nicht so richtig begeistert und bei mittlerweile gut über 200 Folgen (plus andere Serien) ist mein Sammeltrieb etwas herabgesetzt, da ich im Grunde genügend Auswahl besitze.
Vielleicht bilde ich es mir ein, doch schien mir in der Eingangsszene (nicht die Haare von Gaby ein µ zu lang, sondern) das Sprechtempo ein µ zu schnell. Und Szenen, dass TKKG irgendwo unterwegs sind und dann irgendwer, irgendwen überfällt ... alles schon bissl ausgelutscht für mich. Klößchen ist - das war ja in der Doppelten Entführung (Folge 207) schon - ziemlich auf "MeTube" fixiert. Aber so hören wir den Werbespot, der - wie @Peters_kl._Schwester es so schön umschreibt - eine Klammer um die restliche Handlung bildet.
Ich kenne den Adventskalender, in dem Tamina bereits eingeführt wird, nicht. So hörte ich sie zum ersten Mal. Und auch, wenn Wespe damit nerven konnte, wie er Gaby anschmachtet: er war mir als Gegenpart zum väterlichen Freund (Emil Glockner) sympathischer. Jedenfalls war bei nicht so richtig Erleichterung als
Spoiler
dann klar war, dass sie unschuldig ist
Ob - wie hier ebenfalls schon angesprochen - TKKG den Standort ihr schicken oder Kommissar Glockner hätten schicken sollen - weiß nicht. Jou, Glockner wäre auch gegangen.
Die Begründung dafür, dass
Spoiler 2
Knopp in finanzielle Schieflage geriet und sich daher auf den unguten Deal einließ
fand ich relativ plausibel und gut.
"Fritz" ... ach ja, den gibt es ja auch noch. Und irgendwie bleibt bei mir von ihm, obwohl er ja schon eine recht entscheidende Rolle hat, nicht so wirklich was hängen... dafür müsste ich das Hörspiel nochmal hören. Er ist da, er hat wie gesagt einen entscheidenden Part, aber ...
Ja, ich muss wohl nochmal hören.
Derweil 7 von 10 Punkten
Die Schlusszene, in der Oskar alle nass-spritzt, gefiel mir. Der ???-Schlusslacher auf TKKG-isch quasi.
P. S. Habe ich es überhört oder spricht Gaby weniger als sonst von ihrem Paaappiiiiii?
Der Anfang erfolgt actionreich, fast schon etwas überhastet. Nicht schlecht gemacht und mit netten Sprüchen ("Seit wann klauen denn Damen?!" Äh, immer schon ...?
), aber ein paar mehr Hintergrundgeräusche und etwas turbulente Musikuntermalung dazu hätten der Szene meiner Meinung nach gutgetan. Klößchen will wieder mal auf E-Scooter umsteigen. Ehrlich gesagt wäre das schon eine passende zeitgemäße Anpassung - keine, die ich unbedingt bräuchte, aber gegen die ich mich auch nicht vehement sperren würde. Vergessen wir nicht, dass gerade Klößchen um seiner selbst willen bereits für Innovation in der Grundausstattung gesorgt hat, siehe die berühmte Strickleiter, mit deren Hilfe auch er nachts aus dem Internat türmen kann, und in einem der frühen Bände hat er auch verkündet, dass er sich mit 18 einen fahrbaren Untersatz besorgen will. Faulheit macht eben auch kreativ.
Raubüberfälle - ein ewiges Thema in der Serie, hier stringent eingebaut. Hierbei lauschen wir TKKG zudem dabei, wie ihnen auffällt, dass das Streifenhörnchen mehr mit seinem Kaffee beschäftigt ist, als mit dem Überfall, der sich direkt vor seiner Nase abspielt. Wir landen in einem Fall, in dem es schwarze Schafe bei der Polizei gibt, das Präsidium kopf steht, und nebenbei das Thema Korruption in selbigem einem Rolle spielt - eine Thematik, vor der wir leider selbst in Deutschland nicht hundertprozentig sicher sind. Um der Zielgruppe für die Zukunft die Polizei als Freund und Helfer dennoch nicht komplett madig zu machen, bekommen TKKG eine neue Vertrauensperson auf dem Revier.
Was uns zu Kriminalmeisterin Tamina Salah führt. Auch wenn nichts wirklich für ihre Unschuld spricht, so vertrauen TKKG ihr blindlings, als ob sie sie schon ewig und drei Tage kennen würden - selbst Tims leichtes Zögern zeugt insgesamt nicht von einer an sich nicht unangebrachten Skepsis, und dass TKKG ihr ihren Standort mal eben so übermitteln, tut sein Übrigstens. Das hätte auch mächtig schiefgehen können, und TKKG waren sonst eigentlich nie deratig naiv. Dennoch eine nicht uninteressante Figur, die es sich im TKKG-Universum gern mal gemütlich machen darf, und sei es nur, um auf dem Revier wieder für etwas Leben zu sorgen, nachdem wir von Wespe anscheinend so schnell nichts mehr hören werden. Sie bildet einen Gegenpol zu Schalavsky, welcher hier bärbeißiger denn je wirkt und TKKG wohl lieber in Griechenland wähnte. Oder Ägypten?
(Und wieder einen Euro in die Marottenkasse.
)
Und was wäre eine Folge ohne einen richtigen Bösi McEvil? Nun ja, wir sind nahe dran.
"Aber ... aber ... ich bin ein Schwerverbrecher! Ein Schwerverbrecher!" Hier klang das doch sehr nach einem ziemlich verzweifelten Versuch ernstgenommen zu werden. Nicht mal durch munteres Herumballern kann er so richtig überzeugen. Wieviel besser ein Udo Schenk diese Rolle verkörpert hätte ...
Am Ende gibt es ordentlich auf die Zwölf, diesmal sogar für Gaby, was ein Novum sein dürfte. Insgesamt wirkt es hier aber für eine titel- und covergebende Szene doch ein Mikrometer zuwenig. Da vermisst man dann doch ein wenig die guten alten Zeiten, als Tarzan/Tim den Gaunern ordentlich das Fressbrett poliert hat und Klößchen applaudierend danebensteht und "Bravo! Hau den Lukas!" brüllt.
Aber immerhin ist hier die ganze Bande involviert und macht als eingespieltes Team eine gute Figur.
Jetzt bekommen wir also den Tatort Millionenstadt, und Matthias Schweighöfer hat dort offensichtlich sogar entfernte Verwandtschaft.
Insgesamt eine ordentliche Folge, die leider an der einen oder anderen Stelle krankt. Doch ist sie an und für sich gut hörbar und verlangt diesmal, bis auf besagten Punkt mit dem blinden Vertrauen, auch keine weitreichende Out-of-character-Schelte meinerseits.
Die Folge hat mir nicht schlecht, aber leider auch nicht wirklich gut gefallen. Achtung Spoiler!
Der Anfang gibt (wie der E-Scooter) ordentlich Tempo vor, kommt dann aber bei der Frisiersalon-Szene mit anschließender Befragung schnell wieder zum Halten. Hier wurde mir persönlich zu viel der Erzähler eingesetzt, die Sprecherleistungen der Kunden waren eher schwach und akustisch war die Atmosphäre auch eher mau. Danach folgt aber recht ordentliche Detektivarbeit, ohne dass Kommissar Zufall eine große Rolle spielt. Auf den kann man in dieser Folge auch verzichten, weil mit Kommissar Glockner, Schalavsky, Kropp UND Salah so viele Polizisten vorkommen, dass mir klar war, dass einer von ihnen mit den Verbrechern unter einer Decke stecken muss.
Da ich den Adventskalender "Auch Gauner feiern Weihnachten" noch nicht gehört habe, war dies mein erster Kontakt mit der Figur Tamina Salah. Als Einführung in die Hauptreihe kam das etwas plötzlich ("Ihr kennt doch noch meine Kollegin, oder?" - Äh, nein, keine Ahnung, wer das ist...), aber im Verlauf des Hörspiels lernt man sie dann ja doch etwas besser kennen. Dass TKKG ihr vertrauen, finde ich persönlich nicht so ungewöhnlich, weil die Juniordetektive in der Vergangenheit manchmal auch bei anderen Verdächtigen sofort für deren Unschuld plädiert haben, nur weil sie in Gabys Schwimmkurs oder mit Willis Mutter berfreundet waren.
Der Rest des Hörspiels ist recht solide, bleibt aber spannungsmäßig ziemlich auf einem (eher niedrigen) Level. Für das Finale mit dem Schwerverbrecher, der so bekannt ist, dass ihn alle nur unter "Fritz" kennen, hätte ich mir mehr Bedrohlichkeit gewünscht. Interessant auch, dass Komissar Schalavsky die Verbrecher bei Gesprächen mit Kollegen "Knackis" nennt. Das finde ich ziemlich unpassend für einen Polizisten.
Eins muss man TKKG aber zu Gute halten: Die Serie geht wie keine andere mit der Zeit. E-Scooter, Kryptowährung, Werbung vor YouTube-Videos, Standort-Weiterleitung... Und das alles auch noch relativ ungezwungen in die Handlung eingebaut.
Abgesehen von den anfangs erwähten schwächeren Sprecherleistungen (besonders im 1. Viertel des Hörspiels, da fehlte es vielen an Energie und Tempo), waren die Sprecher sonst eigentlich recht gut. An den Erzähler muss ich mich noch etwas gewöhnen - nicht, weil er es nicht gut macht, sondern einfach aufgrund der ungewohnten Stimmfarbe. Ab und zu habe ich gedacht "Seine Stimme hätte auch zu Karl gepasst."
Kurz vor Schluss gab es dann aber noch einen technischen Schnitzer: Kropps "Bitte sagen Sie nichts, Frau Salah, ich schäme mich so" klang für mich, als wäre es im Nachhinein mit einem Handy aufgenommen und per WhatsApp noch eben ins Studio geschickt worden, um die Rolle noch halbwegs zu rehabilitieren.
Alles in allem eine Folge, die man sich durchaus anhören kann. Aber hätte man die Figur Tamina Salah schon früher eingeführt und so als Hörer schon eine Verbindung zu ihr aufgebaut, hätte die Geschichte wesentlich interessanter und mit ein paar Veränderungen auch spannender sein können.
Oskar jagt Tauben, Klößchen schaltet MeTube ein, Karl kommentiert den Werbespot.
Ein Raub -eine Herrenhandtasche wurde entwendet-, eine Verfolgung: Ab in einen Frisörsalon und weg ist die Täterin.
TKKG ermitteln und treffen sich mit Tamina Salah. Komisch, wie vertraut die miteinander sind.
Ein Phantombild scheint Tamina zu zeigen. Gab es schon mal mit Schalavsky, aber diesmal häufen sich die Hinweise, auch TKKG halten die Polizistin zunächst für schuldig.
Doch dann ein vertrauliches Gespräch – wem glauben wir denn nun? „TKKG und ich“ – ohje, wie teeniemäßig. „Vielleicht können wir ja mal zusammen trainieren.“ Wie anbiedernd und absolut seltsam. Ich möchte lieber Wespe zurück haben.
Woran sieht Karl, dass Kropp sein Handy ausschaltet? Und ja, es gibt Leute, die ihr Handy nicht nur im Theater ausschalten, sondern auch an anderen öffentlichen Orten….
TKKG schneiden vorsichtshalber einen Benzinschlauch durch
und zur Sicherheit teilen sie dann ihre GPS-Daten mit ihrem unsicheren Kontakt Tamina.
Gerade rechtzeitig, denn diesmal muss nicht nur Tims Handy dran glauben.
Schwerverbrecher Fritz ist der Knacki, der mit der Faust streichelt. TKKG werden gefesselt, geknebelt und zurückgelassen, Oskar betätigt sich als Retter.
Friedliche Abschlussszene, Tamina verschenkt mal eben Handys für alle, Tim will immer noch kein Smartphone. Noch ein paar Hintergründe zur ganzen Geschichte.
Langweilig. Der Anfang ist noch gut gelungen, aber dann zieht es sich. Es wird so unheimlich viel geredet, leider scheinen nicht alle Sprecher einen guten Tag gehabt zu haben. Dazu diese seltsame Interaktion mit mit Tamina. Macht keinen Spaß, gab aber auch schon weit schlimmere Folgen.