Der Cliffhanger wird aufgelöst: Helge ist tot.
Leider gleich eine Ungenauigkeit: „Er starb noch in der Nacht“ und „Mikesch war bei ihm“ – Mikesch ist aber erst am Morgen losgefahren.
Jörn und Nell unterhalten sich, dass sie sich nicht genug um Helge gekümmert haben und merken an, dass es durch sein Verhalten oft nicht leicht war.
Zusammen mit Maja und Matty schreiben sie einen Brief an Helges (Ex-)Freundin Claudia.
Dann ist die Trauerfeier und zwar in der Kirche, offenbar war Helge Kirchenmitglied. Der Pfarrer nennt den Nachnamen „Jansen“, als Helge nach Dreililien kam, war es „Blatt“.
In der Trauerrede geht es um ein Experiment von Hohenstaufenkaiser Friedrich II. Der Pfarrer zieht eine Parallele zu Kindern, die heute in Heimen aufwachsen.
Nur auf Dreililien fand Helge Freunde, die mit ihm nachsichtig waren. Stellt sich die Frage, wie man „Freunde“ definiert. Helge war irgendwie dabei, um ihn herum alles Pärchen, Gespräche gab es meist nur in großer Runde. Ich finde gut, dass hier sonst nichts schöngeredet wird, es reicht eben nicht, jemanden nach 18 Jahren herumgeschubst werden in eine gute Umgebung zu setzen und dann läuft das schon.
Für die Weihnachtsferien sind 14 Ferienreiter angemeldet, wie soll man das ohne Helge schaffen? In den Osterferien waren es 13 Leute. Helge war zwar da, aber Matty und Maja fehlten und Jörn war noch nicht voll einsetzbar, das ging offenbar trotzdem.
Es gibt Überlegungen, wieder jemanden wie Helge aufzunehmen – aber keinen Azubi, denn der ist im ersten Jahr keine vollwertige Arbeitskraft. Ähm. Jemand, der direkt aus dem Gefängnis kommt und ein chaotische Vorgeschichte hat, dürfte auch nicht mehr wissen und können.
Ein Brief von Claudia trifft ein, sie berichtet von Helges überhöhte Erwartungen an sie und berichtet vom letzten Abend.
Am ersten Weihnachtstag kommen Sabine Mayreder und Vater nach Dreililien und verkünden, dass sie Rennpferd Victory kaufen werden.
Ein neues Jahr beginnt, es ist kalt und glatt und Ende Januar schneit es.
Ohne Zusammenhang plötzlich wieder ein kritisches Gespräch über unnötige Autos usw. und die Überzeugung, dass alles besser wird, wenn mehr Leute die „Grünen“ wählen.
„Der Frühling nahte mit Brausen“, beginnt Nell die zweite Seite.
Wochenendreiterin Kristina ist in Jörn verliebt und er versucht, ihr Star oder Lucky aufschwatzen. Eine kleine Alberei, Nell verfolgt Jörn mit der Mistgabel, Mikesch nennt sie Prinzessin… Mal eine Abwechslung zu den vielen negativen Gesprächen, wenn auch völlig albern.
Victory wirft Sabine ab und Mikesch zieht Vergleich zur autoritären Erziehung bei Kindern. Zudem wirkt Sabine bedrückt, keiner weiß, was los ist und dann vergisst man es auch, weil die Bergböhmers nach Dreililien kommen. Einzelheiten werden nicht verraten, nur, dass es allen wieder sehr gut gefallen hat.
Michael „Michl“ stellt sich als Helges Nachfolger vor. Er hat ebenfalls eine schwierige Kindheit, Kriminalität und Gefängnis hinter. Kurz wird diskutiert, doch dann entschließt man sich, es mit ihm zu versuchen und Michl kann seine Ausbildung zum Pferdepfleger beginnen (was immer das genau ist, es gibt die Ausbildungsberufe „Tierpfleger“ und „Pferdewirt“), soviel zu „ein Azubi im ersten Jahr ist keine vollwertige Arbeitskraft“. Tatsächlich arbeitet er aber „wie ein Tier“, redet aber kaum und hat nach Nells Vermutung Angst vor allen Menschen.
Jährling Laurin und Fohlen Joringel bekommen die Druse und werden in den alten Schweinestall abgesondert.
Nell spricht mit Sabine und erfährt, dass deren Eltern sich scheiden lassen wollen. Nell berichtet Jörn davon und dann geht es um die Themen Kinder, Scheidung und warum fragt man Sabine nicht, bei welchem Elternteil sie leben will. Ich weiß nicht, wie es zu der Zeit war, heute werden Kinder gefragt und dürfen ab 14 Jahren selbst entscheiden (außer das Gericht sieht eine Gefährdung), wobei die Eltern natürlich Einfluss auf die Kinder nehmen und auch emotionalen Druck ausüben können.
Es ist der 20. März und Nell darf zum ersten Mal in der Serie ihren Geburtstag feiern. Sie ist jetzt 19 Jahre alt, die Serie umfasst also ziemlich genau vier Jahre.
Kurz noch eine kritische Bemerkung übers Heiraten, was egal und so jung außerdem Schwachsinnn sein soll.
Dann gibt es Nachmittagskaffee, Sabine verkünden, dass ihre Eltern zur Eheberatung gehen werden, Carmen berichtet, dass Roddy doch kein Motorrad mehr will, sondern sich eine Ente kaufen wird. Hoffentlich hat er noch nicht mit dem Motorrad-Führerschein angefangen, den Autoführerschein hat er offensichtlich ohnehin. Sofort wird geplant, zusammen mit Nell und Jörn in die Toskana fahren. In den Osterferien, aber man müsse sich bald entscheiden. Es ist der 20. März, da kann es nicht mehr lange hin sein.
Schnell wird noch über Nells berufliche Pläne gesprochen, so genau weiß sie noch nicht, ob es eine Lehre oder ein Studium sein soll, erst mal gucken, ob sie das Abitur schafft.
Zum friedlichen Abschluss der Folge (eigentlich sogar der Serie) reiten sie gemeinsam durch die Nacht und Nell verkündet: „In meinem Herzen sang es“.
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Die Folge ist ganz okay, den Tod einer wichtigen Figur einzubauen ist schon irgendwo heftig, aber letztlich passt es zu dieser Serie. Danach wird es aber eher langweilig, wieder mit Gesprächen, kranken Pferden, mit Michl wiederholt sich Helges Geschichte ein wenig. Es wird noch das Thema Scheidung eingeworfen, Nells Berufspläne bleiben halbgar…
Eigentlich wäre die Serie hier zu Ende gewesen, die neun zu dieser Zeit existierenden Buchvorlagen waren alle umgesetzt.
Ich denke, es wäre gut gewesen, es dabei zu belassen. Wie schon zu Folge 13 angemerkt, wiederholen die Themen sich allmählich und dadurch wird es langweilig. Die Zeit zwischen den besonderen Vorkommnissen (da hätte es sicher noch einiges gegeben, z.B. Michl fängt wieder an zu klauen, auch mit den Ferienreitern hätte man einiges erfinden können) muss irgendwie gefüllt werden.
Die Serie gut abzuschließen ist schwierig, man hätte ein „Unhappy End“ verfassen können: Nell und Jörn trennen sich und Nell zieht zum Studium nach Hamburg oder dergleichen, aber das wäre auch irgendwie schade gewesen. Das wäre so wie es ist schon gut gewesen.