Dann wollen wir doch auch mal diesen Bereich wieder bisschen beleben. Rezi ist zu Folge 22: "Der zweite Blutfleck"
- HINWEIS: Diese Rezension wurde für verschiedene Plattformen verfasst! Sämtliche Bezüge, die Menschen auf sich selbst beziehen, sind kontextual nicht zuzordnen. Jene, die sich angesprochen fühlen, können keinerlei Löschung oder Editieren erwarten.
Vorwort: Schaffen sich Foren selbst ab? Das ist durchaus eine Frage, die sich beim genauen Betrachten zahlreicher Foren in verschiedenen Bereichen stellt. Und ich als "kleiner Teil des ganzen" (frei zitiert) muss immer wieder dazu sagen, dass meistens die Leute in den Foren selbst die Schuld haben, dass sie sich abschaffen. Man nehme endlose Diskussionen, belehrender "Von oben herab-Ton" und völliges Desinteresse an dem, was eigentlich Foren ausmacht. Und da muss man sich durchaus als geneigter Hörer und User fragen, ob der richtige Ton tatsächlich ist, mit erhobenem Zeigefinger auf Kreative oder andere hereinzudreschen. Als langjähriger Forenbenutzer fällt mir immer wieder auf, dass man sich viel mehr lieber "unwichtigen" Dingen wie Essen, Trinken, oder ähnlichem beschäftigt, statt sich mit seinem eigenen Ton zu beschäftigen. Damit meine ich nicht, dass dies nicht gemacht werden sollte, sondern dass der Hauptfokus in Foren immer auf dem Thema liegt. Wenn in einem Autoforum zehn Beiträge am Tag geschrieben werden, von denen es bei 8 um Schiffe geht, ist das wenig zielführend. Dass durch diesen [Ton] immer wieder Menschen vergrault werden ist deshalb keineswegs eine Überraschung und man sollte sich dies bezüglich an die eigene Nase fassen. Bei einigen Rezensent:innen ist außerdem auffällig, dass sie Hörspiele offenbar gar nicht mehr hören, sondern sich aus anderen Rezensionen eine eigene Rezension zusammengebaut wird. Auffallen tut das natürlich ist dann, wenn Angaben und Inhalte vollkommen falsch wiedergegeben werden. Etwas, das durch den Einfluss von KI sicherlich noch verstärkt wurde.
Zugleich tummeln sich Wichtigtuer, die meinen, sie seien der Nabel eines jeden Universums. Kurz gesagt: Die meisten davon haben keine Ahnung (sei es im Film, im Hörspiel oder im Buch-Bereich) und versuchen nur, durch ständige Spam-Beiträge Aufmerksamkeit zu erlangen.
Man muss sich leider nicht mehr wundern, dass wirkliche Fans, die Hörspiele nicht ausschließlich als "Einschlafkonsum" abwerten, sondern noch tatsächliches Interesse am Medium zeigen, rarer werden und sich immer weniger äußern. Doch gerade über jene freut sich jede:r Hörspielmacher:in. Wenn über ihn:sie keine Lügen verbreitet werden und er:sie selbst ein:e Betrüger:in ist.
Rezi: Nach diesem wieder mal sehr langen Vorwort möchte ich die nächste Ausgabe meiner One-Man-Show "Niklas präsentiert: Die Hörspielshow für alle anspruchsvollen Hörer:innen" einleiten. Heutiges Thema: Dora vs. Sherlock. - Der Blutfleck zur Rückkehr. (SPOILER MÖGLICH)
Sherlock und Watson (!) sind immer noch auf der Suche nach dem Mörder des Roy Wests. Doch zum Ende der letzten Folge wurden beide zusammen mit dem inzwischen immer mehr durchdrehenden Bastian Lavache in das Haus einer merkwürdigen Voodoo-Sekte eingesperrt. Soweit, so klar. Man muss sich jedoch fragen: Gibt es einen Ausweg? Lavache lockt die Hunde weg und weg simma. Ach nee, sorry: Dora ist ja auf der Suche nach ihrem Meiser, Dracula. Jener wähnt sich weiterhin in seinem Sarg und wird bestimmt auch langsam an einer Rettung zweifeln. Doch Dora hat nen Plan: Sie lässt sich einen Sarg bauen und kauft ganz viel Blutverstärker. Aber Moment: Wie passt das denn bitte zum Rest? Nun, das wird dem aufmerksamen Hörer in dieser Folge leider nicht klar. Was ihm jedoch klar wird ist, dass nicht der Zirkel hinter den beiden Ritualmorden steckt. Sagte ich etwa Ritualmorde? Ja. Zwei tüchtige Geschäftsmänner wurden umgemetzelt und vollkommen blutleer gesaugt. Voodoo scheint eine Rolle zu spielen, eine vielleicht sogar tödliche Rolle.
Doch all das wissen Sherlock und Watson noch nicht: Die beiden laufen hin und her und hin und her und.... UPS: Da gibt es den nächsten Mord. Aber der Reihe nach: Nach der Befreiungsaktion von Lavache mit seinen beiden neuen Freunden, oder soll ich besser sagen: Feinden, Sherlock und John, sitzen die drei gemütlich aufm Polizeirevier mit der neuen Allzweckwaffe: Inspector Cross. Nun, Stafford wär stimmlich zwar lieber gewesen, aber die Unruhe von Lavache ist ja fast schon amüsant. Ich hatte jedenfalls meinen Spaß damit. Und plötzlich rennt er weg: Er hat es sehr eilig, nachdem er eine Hexenpuppe gesehen hat... welches dunkle Geheimnis umgibt Lavache? Tja, das werden wir wohl erst in anderen Serien erfahren – bzw. wir wissen es ja dank der anderen Kosmos-Serien schon - oh Gott, nein! Nicht doch etwa Kontinuität. Doch liebe Freund:innen, Hirnzellen an und zuhören, wir sind hier nicht bei der Meditation - –, aber zunächst lässt er John und Sherlock einfach sitzen. Aber Sherly ist nicht etwa entrüstet, sondern ist eigentlich dennoch ganz gut drauf... ein Stück Schlangenhaut sei Dank.
Nun, der Rest ist schnell erzählt: Der zweite Mord geschieht und Sherlock und John machen sich auf den Weg dahin. Wirklich viel Neues erfahren wir nicht, nur dass der Ermordete scheinbar ein Problem mit seinem Ego hatte... sympatischer Zeitgenosse. Aber Die maritimschen Entwickler:innen des Kosmosses sind natürlich nicht nur darauf bedacht, Sherlock und John von A nach B und wieder zurück zu A zu schicken und deshalb werden die großen Hoffnungsträger angerufen: Abraham (van Helsing) und Jonathan (Harker), die beide zusammen Draculas Rückkehr verhindern bzw. aufhalten sollen. Um ihn zu zitieren: Ihr kleinen, törichten Narren... aber Sherlock wäre nicht Sherlock, wenn er nicht an der Rückkehr unseres Lieblingsvampires zweifeln würde, denn er hält sich selbst schon für verrückt. Das passiert bei ihm auch nicht oft. Jetzt heißt es: Abwarten und experimentieren... ich meine: Weiter suchen. Denn ist Dracula denn wirklich der Mörder? Dora glaubt da nicht dran, denn sie ist währenddessen fieberhaft am versuchen, Dracula wieder zurückzuholen. Die arme wird sogar noch von den "nervigen" Sonderermittlern verfolgt... zum Glück ist ihr Meister ihr hold und ne Kutsche kommt angedüst. Doch dennoch ist sie im Stress, denn sie will ja ihren Dracula zurück. Ob ihr das gelingt? Sie scheint ihrer Laune nach zu urteilen Zweifel haben. Ich hab die auch, aber eines sag ich: (Theo)dora übernimmt irgendwann den Schuppen... hoffen wir es. Dramaturgisch wärs geil.
Kommen wir zu den Sprecher:innen: Machen wir es kurz: Alle sind rollentypisch solide. Sherlock und Watson haben Spaß zusammen, auch wenn sie nur durch die Gegend rennen, Lavache darf wie immer bisschen nölen, aber er hat ja auch einen Stress, der arme Kerl; und unsere Gastys (Gaststars für zukünftige Shows) haben auch Spaß bei der Sache... auch wenn der Verkäufer am Anfang mir sichtlich leid tut... der arme, wird von Dora echt ziemlich angeschnauzt.
Ja, und die ist heut wirklich bissy bossi: Teilt aus. Scheint ihren Dracula zu vermissen.
Aber mal im Ernst: Gabrielle Pietermann ist die beste Sprecherin, die wir haben, insofern ist es jedes Mal eine riesen Freude, sie auch noch in meiner Lieblingsrolle zu hören.
Einen Schnitzer gibt es leider wieder: John (Watson) sagt Roy Watson. Er heißt aber Roy West, das ist etwas schade, dass das nicht aufgefallen ist.
Meine sehr, sehr offene Sprache ist dem Format geschuldet: Im Vorwort Kritik und Auffälligkeiten in der (Hörspiel-)Welt, eine sehr ausführliche Rezi, und ein kurzer Schluss.
Im Ende hat mir die Folge alles im Allen wirklich gut gefallen: Es gibt keine Punkte, die besonders positiv oder negativ herausstechen. Am ehesten noch (positiv), dass wir eine schöne, spannende Atmo haben, die irgendwie auch was Großes erwarten lässt. Dass die Dracula-Sache ein bisschen nebenbei läuft ist nett, aber ab nächster Folge darf da bisschen mehr los sein. Unsere liebe Theodora Sachs jedenfalls hat eine Mission und für die wünsche ich ihr alles, alles gute.
Es gibt: 7/10 P.
Das war es mit der Show. Ich freue mich schon auf die nächste Ausgabe.
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