Nur ein kurzes Geplänkel in der neuen U-Bahn, dann knallt es und die Geschichte beginnt.
So einfach zum Geisterbahnhof zurückzugehen ist unlogisch. Mal abgesehen von der Gefahr wegen der Explosion – kommt man da am Ende überhaupt ans Tageslicht? Ich hätte Bedenken, dass irgendwo abgesperrt ist. Ein kleines „da war doch was, eine Taschenlampe, ein Typ, wir müssen nachsehen…“ hätte hier gut gepasst.
Dann läuft es so vor sich hin, ist gut anzuhören, erst allmählich kommt man hinter die Hintergründe, das finde ich sehr schön dargestellt. Diese sogenannte „Unterwelt“ ist gleichermaßen spannend wie beängstigend, auf jeden Fall ein interessantes Thema.
Manche Rollen wirken allerdings sehr gekünstelt. Und zu viel Erzählereinsatz, ich mag diese Stimme einfach nicht.
Der Showdown ist okay, mal wieder etwas zu ausgewälzt, aber das gab es schon schlimmer.
Kleiner Nachklang eine Woche später, und ein überstürzter Aufbruch, weil Klößchen plötzlich die vergessene Schokolade einfällt.
Schade, dass man das Skript nicht konsequenter als normales Hörspiel bearbeitet hat (oder eine Sonderfolge daraus machte), einiges wirkt doch fehl am Platze – vor allem das „unsere Bande ist am Ende“ und dieses „T-K-K-G“, wo jeder seinen Buchstaben sagt. Und Tims: „Kommissar Glockner wird uns nie wieder mit ermitteln lassen, uns nie wieder geheime Informationen geben…“ Das war auf der Bühne bestimmt ein Lacher, wirkt aber so im normalen Hörspiel eher seltsam. Ebenso die Rohkostszene.
Trotz aller Anmerkungen: Ich mag die Folge, eine gute Geschichte und trotz der Länge gut wegzuhören.