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Gunter Schoß
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Mangobanane
Juniordetektiv
   
Dabei seit: 15.02.2017
Beiträge: 9.029
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1. Experte: Die drei ???
2. Experte: TKKG
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Ganz aktuell nicht mehr so extrem, aber es ist mir doch in jüngster Vergangenheit immer mal wieder aufgefallen, ja, da hatte ich schon ein bisschen Vibes von Thomas Fritsch bei seinen letzten DDF-Folgen. Ist auch völlig normal, die wenigsten klingen mit 84 noch wie 40. Ist trotzdem kein Grund, ständig seinen oder einen anderen Tod heraufzubeschwören. Ich finde diese "Wer könnte der Nachfolger sein?"-Diskussionen immer ziemlich anmaßend, wenn das noch gar kein Thema ist, weil der Sprecher noch aktiv ist. Es soll durchaus Sprecher geben, die sich auch mal in die Fan-Foren verirren und wenn ich in dieser Rolle wäre, fände ich es gelinde gesagt extrem fragwürdig, wenn sich andere über meine Erben austauschen, während ich selber noch quicklebendig meinen Job mache. 84 ist ein hohes Alter, ja. Eckart Dux, Jürgen Thormann und Horst Naumann wurden fast 100 und waren auch im hohen Alter (90+) noch im Studio. Von anderen wiederum (Arianne Borbach, Veronika Neugebauer zB) mussten wir uns viel zu früh verabschieden. Zu Till Hagen wurde hier bereits 2021 ein Thread erstellt, da war der Gute gerade mal 72. Vielleicht spricht er Wärter Karl also auch 2045 noch. Dann hat man über 20 Jahre früher angefangen, sich mit einem potentiellen Nachfolger auseinanderzusetzen. Vielleicht geht er aber auch nächstes Jahr in Rente. Wir wissen es nicht. Natürlich kann man anmerken, dass man Sprecher XY langsam das Alter anmerkt, es werden ja auch immer wieder Vergleiche zwischen der früheren und der jetzigen Susanna Bonaséwicz-Stimme gezogen. Aber man muss es doch nicht beschreien.
Ich möchte mir ehrlich gesagt selbst wenn es mal soweit sein sollte überhaupt keine Gedanken über einen Nachfolger machen. Ich meine auch, dass das Forum es noch nie geschafft hat, einen Nachfolger korrekt vorherzusehen. Ich bin fest davon überzeugt, dass es einen Grund hat, warum Mellies und Hladek sich als Interimserzähler nicht halten konnten und man bei Schoß blieb - einfach, weil man zwar den Unterschied zu Nottke hört, aber eben nur, wenn man genauer hinhört. Selbiges habe ich auch bei Kommissar Glockner (TKKG) gedacht, bei dem es für mich keine Rolle gespielt hat, ob das nun Wolfgang Draeger oder Edgar Bessen ist, einfach weil beide in derselben Stimmfarbe unterwegs waren. Achim Buch ist da stimmlich ein ganz anderer Typ und funktioniert für mich bis heute nicht so richtig. Oder Mania - Luise Lunow und Tilly Lauenstein nehmen sich für mich nahezu überhaupt nichts, die klingen einander extrem ähnlich. Bei der neuen Schubia hat man auch perfekt gecastet. Mit keinem dieser Wechsel hatte ich ein Problem, teilweise hab ich's als Kind nicht mal wahrgenommen. Sogar an Matti Klemm als Benjamin gewöhne ich mich langsam. Wer wissen will, wie Person A, B und C in dieser und jener Rolle klingen würden, der kann ja neuerdings die KI bemühen. Aber muss man das unbedingt für 20 Nachfolger hypothetisch durchkauen, die man eh nie in dieser Rolle hören wird - und das selbst dann noch, wenn das Label die neue Wahl längst getroffen hat? Ich weiß nicht, ich finde eher nicht. Was gibt einem das?
Ja, vielleicht liegt's bei mir auch daran, dass ich die wenigsten Sprecher zweifelsfrei in einem Hörspiel heraushören kann, ohne auf die Sprecherliste gucken zu müssen, dass mich solche Hypothesen einfach so gar nicht catchen. In 19 von 20 Fällen muss ich bei Vorschlägen erstmal gucken, wie die Stimme denn überhaupt klingt, weil ich sie nicht im Ohr habe - und dann muss ich mir auch noch vorstellen, wie die Person die Rolle anlegt. Matti Klemm zB war auch mal irgendein Bauarbeiter bei Bibi Blocksberg. Hätte jemand von dieser Rolle ausgehend gesagt, der könnte auch Benjamin Blümchen sein? Nein. Ich hatte bei Jürgen Kluckert auch nie das Gefühl, dass Wendy Thorsteegs Vater ein Elefant ist. Menschen können sich verstellen, in völlig unterschiedliche Rollen schlüpfen. Gerade das macht die künstlerische Branche aus. Einfach mal bisschen drüber nachdenken
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30.05.2025 10:03
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Tierlieb-1991
Blauer Töröö
 
Dabei seit: 09.11.2019
Beiträge: 231
Spiel-Beiträge: 0
Herkunft: Landkreis Rottal-Inn (Niederbayern)
1. Experte: Benjamin Blümchen
2. Experte: Bibi Blocksberg
3. Experte: Bibi & Tina
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Ich möchte gerne noch ein paar Zeilen zu Gunter Schoß schreiben, denn seine Stimme ist für mich auch etwas ganz besonderes.
Zunächst bin ich sehr dankbar, dass er (wie auch alle Schauspielerinnen und Schauspieler, die sich theoretisch schon einen wohlverdienten Ruhestand gönnen könnten) den drei Serien weiterhin die Treue hält und dafür sorgt, dass die Folgen - gerade bei den doch inzwischen zahlreichen Neubesetzungen - noch eine gewisse Heimeligkeit oder Vertrautheit ausstrahlen. Zumindest geht es mir so.
Ja, auch für mich (ich habe es glaube ich eh schon öfters geschrieben) ist Joachim Nottke DER Erzähler und ich verbinde mit ihm in erster Linie die drei Serien, aber Herr Schoß hat finde ich das Erbe sehr würdevoll angetreten und macht das Beste aus den teils leider doch recht gewöhnlichen Erzähltexten so manch neuerer Folge.
Vergleicht mal die Folge Benjamin Blümchen als Leuchtturmwärter mit der Floßfahrtfolge. In der Leuchtturmwärterfolge ist der Text deutlich lebendiger (vielleicht wurde die Folge schon fertig geschrieben, als Herr Nottke noch lebte?) und die Figur des Erzählers wirkt gleich ganz anders, als wenn es wie bei der Floßfahrtfolge nur heißt: "Die Freunde machen dies und das und dann das."
Aber selbst in der Folge mag ich den Erzähler sehr, denn wie gesagt, ich verbinde mit Herrn Schoß auch viele glückliche Jahre der Kindheit.
Ich kann gar nicht sagen, wann wirklich mein "Erstkontakt" mit seiner Stimme war. Entweder in dem wunderschönen Familienmusical "Der kleine Tag: Auf dem Lichtstrahl zur Erde und zurück" oder in der Folge mit dem gestohlenen Hexenkraut von Bibi Blocksberg.
Beim kleinen Tag fand ich ihn wunderbar und so hat sich recht schnell eine Vertrautheit mit seiner Stimme bei mir eingestellt. Bei der Bibi-Blocksberg-Folge habe ich sofort gemerkt, dass da jemand anderes als Joachim Nottke spricht und mein Vater meinte auch, dass der alte Erzähler verstorben ist. Das war sehr traurig.
Trotzdem: Gunter Schoß macht das finde ich schon klasse und ich würde ihm wünschen, dass man ihm wieder lebendigere Texte schreibt, wo er etwas von "sich" erzählen kann oder einfach etwas direkter reagieren kann ("Hm, was ist das? Wisst Ihr, was ich da sehe? Das gibt es doch nicht" oder so in der Art. 
)
__________________ Hoffentlich gibt es bald das Mittagessen! Mich verlangt nach einem köstlichen FISCH!
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11.11.2025 23:45
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