Anton besucht tatsächlich den Töpferkurs, von dem Ende der letzten Folge die Rede war – und töpfert, natürlich, Vampire. Was ist das eigentlich für ein Kurs, von dem ein Drittklässler (laut Folge 1) erst um halb acht nach Hause kommt?
Jedenfalls wartet dort Anna auf ihn. Sie heißt nun „Anna, die Mutige“ und als solche hat sie mutig an der Wohnungstüre geklingelt und so Zutritt zu Antons Zimmer bekommen. Ihre Eckzähne sind lang geworden, den nicht mehr benötigten Schnuller will sie Anton schenken und ist vorübergehend beleidigt, dass er ihn nicht haben will.
Auch ihre Stimme ist erwachsen geworden, da habe ich früher mal in die Sprecherliste geguckt, ob das vielleicht jemand anders ist…
Olga Fräulein von Seifenschwein ist mit ihrem Klappsarg in die Gruft derer von Schlotterstein gezogen. Interessant, hieß es doch in Folge 3, Vampire müssten stets in ihrem
eigenen Sarg schlafen…
Jedenfalls ist sie Tante Dorothees Nichte, die nun mit ihr die Nahrungsbeschaffung üben muss.
Eine sehr lustige Szene im Stadtpark: „Du Milchgebiss, du!“
Wie nicht untypisch geht es von Samstag zu Samstag, Anton will „Tanz der Vampire“ (Ein Horrorkomödie mit aktuellem FSK 12) im Fernsehen gucken und dekoriert zu diesem Zweck sein Zimmer zur Gruft um.
Gerade da kommt Olga vorbei – obwohl Anton sie schon im Stadtpark sah, scheint er sie nun nicht zu erkennen. Dann taucht auch Anna auf, etwas Streit und dann Funkstille für eine gute Woche.
Doch dann wird Antons Zimmer als Location für eine transsylvanischen Nacht gebraucht. Die Eltern erlauben die Party und gehen sogar aus. Olga ist erstmal beleidigt, weil Anton nicht erneut alles umräumt, Anna kommt dazu, schon wieder Gekeife – das ist einfach nur lustig anzuhören. Und sehr interessant, Kerstin Draeger auch mal in so einer Rolle zu hören, sonst kenne ich sie vor allem als Fizz in „Hanni & Nanni“ und als Carmen in „Reiterhof Dreililien“, wo sie freundliche junge Mädchen darstellt.
Passend dazu läuft erstmal Musik, die ich aus „Reiterhof Dreililien“ kennen…
Aber Olga möchte lieber die Musik von den „Toten von Männerbüttel“ hören.
Kleine Erinnerung an Vampirjäger Stöbermann und ein Drama ums Nasenbluten. Was wäre eigentlich passiert, wenn einer der Vampire das ohnehin laufende Blut aufgeleckt hätte? Blutrausch und Überfall auf Anton?
Chaos im Wohnzimmer, Anna kann mit einer List Olga vertreiben – nicht nur aus der Bohnsack’schen Wohnung, sondern auch noch gleich aus der Gruft. Und offenbar weiß sie nicht, dass sie auf dem Foto nicht zu sehen sein wird oder was "fotografieren" überhaupt bedeutet.
Zum Abschluss lernen wir: Vampire können auch bei Regen fliegen, müssen aber eine Gummihaut überziehen. Rüdiger ist nach Olgas Abreise verzweifelt und Anton tröstet ihn mit einer Lüge. Passt in die Serie, wenn man bedenkt, wie oft Anton seine Eltern und die Vampirkinder ihre Angehörigen belügen… Oder freundlicher gesagt: Ausreden finden.
Eigentlich sind Liebesgeschichten ja nicht so meine Sache, aber diese hier: Wirklich tolle Folge!