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004 - Unternehmen Nachtschatten
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marcm200
3f
Dabei seit: 23.07.2022
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Spiel-Beiträge: 113
2. Experte: TKKG
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Story: Grabsteine werden umgeworfen, deren Beschriftung – metallene Buchstaben – gestohlen. Die Täter sind Jugendliche – aus Geldgier, aber auch aus Langeweile. Aber zum Schluss sind zumindest der Chef und seine Freundin geläutert und wollen alles wieder in Ordnung bringen.
Hier geht es um Buntmetalldiebstahl, gefühlt das häufigste Verbrechen in der FF-Stadt und -serie.
Die FF wirken viel undercover hier. Claudia freundet sich mit einem Mädchen an; Meikel, der einen Schlüssel gefunden hat, gelangt quasi in einen Bogenschießverein und ermittelt dort. Natürlich fliegen beide auf.
Es wird wieder viel gefunkt, die Stenorette wird eingesetzt, und der Chefdieb hat eine Art Diebstahlsicherung gebaut, da er seinen Kumpanen nicht traut: Die Kiste mit den Diebesbuchstaben ist über einen Faden mit einem Kassettenrekorder verbunden – und dieser schaltet sich ein, wenn die Kiste bewegt wird (Geräusch einer einrastenden Taste ist zu hören). Das müsste man mal nachbauen 
Diese Szene hat mich an "Captain Blitz" erinnert, in der Hans-Peter auch öfters Erfindungen der Woche macht. Hat mir gut gefallen.
Die beste Szene des Hörspiels hat aber nichts mit dem Fall zu tun, sondern spielt in der Schule – Schulszenen gefallen mir immer gut. Bömmel und Claudia schreiben eine Mathearbeit. Mit einem Trick wird der Lehrer herausgelockt, und Meikel kann ihnen schnell mit dem Funkgerät ein paar Tipps für den Lösungsweg geben 
Das hat mich an eine Fernsehserie ("Unser Lehrer Doktor Specht"? Oder doch "Die Pfefferkörner"?) erinnert, als über ein Fernglas/Teleskop aus einem Nachbarhaus irgendwie auf die Lösung einer Aufgabe gespickt wurde.
Insgesamt eine gute Folge. 7/10 Punkten.
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19.07.2024 09:44
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19.07.2024 09:47
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HildaW
Junghexe
Dabei seit: 04.04.2024
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1. Experte: Hanni und Nanni
2. Experte: TKKG
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Die Folge startet mit einer gefunkten Unterhaltung – das ist leider etwas unangenehm anzuhören, auch wenn das Funken natürlich in die Serie gehört, für ein normales Gespräch ist das nervig. Inhaltlich dagegen ist es interessant, man bekommt eine Beschreibung der Funk-Füchse – so hätte man eigentlich gut in Folge 1 einsteigen können.
Bohne und Claudia treffen am Friedhof auf ein paar ätzende Typen, die 13jährige Claudia bekommt mal wieder anzügliche Sprüche zu hören – das nervt etwas an dieser Serie.
Verwüstungen auf dem Friedhof, zum wiederholten Male, Grabsteine wurden umgeworfen und die Bronzebuchstaben geklaut – vermutlich, um sie zu Geld zu machen.
Die Funk-Füchse nehmen sich der Sache an, ein Schlüsselbund und ein Streichholzbriefchen mit Aufschrift geben ersten Hinweise. Tatsächlich meldet sich der Schlüsselverlierer – einer von den Typen, die am Friedhof herumlungerten.
Meikel steigt zu ihm ins Auto und wird zum Bogenschießen eingeladen. Etwas schräger Storyverlauf. Und nun fährt auch noch Bohne – offenbar ohne Führerschein – mit Meikels Mofa.
Nächster Tag, Bogenschießen und Beobachtungen – man ist auf der richtigen Spur! Und will als Anhalter bei den Tätern mitfahren. 
Was Claudia auch gelingt, sie ist also mit einer unbekannten, mutmaßlich kriminellen Person unterwegs und die anderen drei wissen nicht mal, wo es hingeht.
Planung des Unternehmen Nachtschatten, es geht auf den Friedhof. Allerdings läuft nicht alles nach Plan aber „zwei haben wir jedenfalls“, die aber nicht zu den eigentlich Verdächtigen gehören.
Ärger und Aufregung um eine Mathearbeit – so ganz habe ich nicht verstanden, wie und wieso, aber für den Fall scheint das auch nicht relevant zu sein.
Weitere Ermittlungen in einem Schuppen, man findet die geklauten Buchstaben in einer Kiste, die mit einem Bindfaden festgemacht ist. Eine Falle – ein Kassettenrekorder wurde damit eingeschaltet und so hat man die Funk-Füchse auf Band und die Täter sind gewarnt.
Showdown! Meikel wird chloroformiert, die Polizei fährt vor… klingt mal wieder eher zum Lachen, wie die vorgehen und miteinander reden.
Doch die Folge geht noch weiter: Ein Anruf für Meikel. Eine Drohung der wieder freigelassenen Täter, damit kann man doch nicht die Polizei nerven, sondern muss selbst noch mal des Nachts auf der Lauer liegen. Sehr seltsame Szene. Und Doris darf beim Wiederherrichten der Gräber helfen…
Schade, dass die Folge nicht mit der Festnahme endet, danach kleckert es nur noch so vor sich hin, ich mag auch dieses „wir machen die Bösen zu Guten“-Motiv nicht besonders gerne. Ansonsten eine recht unterhaltsame Folge.
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21.04.2026 16:24
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Klara_Fall
Junghexe
Dabei seit: 10.11.2023
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Heute früh war mir (da schlecht gelaunt aufgewacht) nach Funk-Füchsen, weil ich darin die Chance sah, das Laune-Niveau zu heben. Diese Folge ausgewählt.
Ganz am Anfang kurzer trauriger Moment. Claudia sagt zum Bruder, dass der 25. August sei und er blubbert war von (ich glaube, es war Nitzsches) Todestag daher, bis er erkennt, dass es auch der Todestag der "kleinen Oma" ist. Todestag kleine Oma klingt traurig. Aber schön, dass die Enkel da wohl ein Ritual haben und den Friedhof besuchen.
Wie oben in einer anderen Rezi schon erwähnt, wird Claudia dumm angemacht. Ich selbst hätte auch nie als 13jährige (und auch nicht jetzt als 48jährige) Jugendliche belehren wollen, weil sie auf der Lehne der Bank sitzen und die Schuhe auf der Sitzfläche abstellen. Eher hätte ich auf dem Rückweg geschaut, ob die Bank mal mit einem nassen Taschentuch (gibt ja Brunnen auf Friedhöfen) abzuwischen sei.
"Kleiderschrank" ist außerdem für mich der liebevolle Spitzname von Hubert aus der Terror-Jugenddorf-Folge. Denn soll so ein Hornochse nicht bekommen!
Frau Dummer ist mir etwas zu sehr "Sozialarbeiterin" in ihrer Erklärung, weshalb diese Jugendlichen ggf. so sind, wie sie sind. Andererseits mochte ich früher genau diesen Aspekt bei den Funk-Füchsen. Früher hätte ich auch toll gefunden, dass Claudia später zu Doris sagt "ich möchte, dass du meine Freundin bist" (oder so ähnlich). Heute war es mir einen Tack "too much".
Doris tut mir übrigens leid. Die Haare trägt sie, weil der Freund es so will und sein Umgangston hat mich jetzt als Erwachsene echt schockiert. Heutzutage wohl "toxisch" genannt.
Im letzten Drittel bin ich in Gedanken nicht zu 100% dabei gewesen und habe nur so halb zugehört. Ggf. zieht sich da die Handlung etwas zu sehr.
Ende gut, alles gut. Doris hat jetzt neue Freunde. Ob sie (wenn sie schon Auto fährt, wird sie schon mind. 18 sein) Lust auf 13/14jährige hat? Aber es passt halt rein, dass Kontakt zu Menschen wie den Funk-Füchsen "gesünder" ist als der zu den Verbrechern und sie so auf den rechten Weg zurückgeführt wird.
Nett der Nebenstrang mit der Mathearbeit. Und die Reaktion des Lehrers im Grunde fair. Er hätte ja auch die Eltern kontaktieren können und sich von denen Unterstützung beim Geständnis erbitten können.
Sprecherleistungen okay. Obwohl ich Katharina Brauren sonst in ???, TKKG und bei Loriot grandios finde, irgendwie hatte sie mir hier nicht gefallen, ohne dass ich fassen kann, wie ich die Rolle der Seniorin gerne anders angelegt gehabt hätte.
Mir wurde etwas zu oft auf die anderen erfolgreich gelösten Fälle hingewiesen. Ja-haaa, ist gut, ich kaufe mir/höre die Folge ja (würde die kaufen, wären es die 80er).
Insgesamt 8 Punkte
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Heute ist nicht alle Tage, ich komme wieder, keine Frage!
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11.05.2026 07:45
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Quadro
Frechdachs
   
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| Zitat von Klara_Fall: | | Ich selbst hätte auch nie als 13jährige (und auch nicht jetzt als 48jährige) Jugendliche belehren wollen, weil sie auf der Lehne der Bank sitzen und die Schuhe auf der Sitzfläche abstellen. Eher hätte ich auf dem Rückweg geschaut, ob die Bank mal mit einem nassen Taschentuch (gibt ja Brunnen auf Friedhöfen) abzuwischen sei. |
Wann war eigentlich der Punkt, an dem wir als Gesellschaft angefangen haben, asoziales Verhalten zu erdulden, weil es scheinbar absolut unzumutbar gilt, den Mund aufzumachen und Haltung zu zeigen?
Stattdessen überlegt man sich, wie man selbst in die Bringschuld gehen kann, um Wildfremden hinterzuputzen, während die schon die nächsten Bänke verdrecken, da sie nie einen Impuls erhalten haben, ihr eigenes Verhalten zu hinterfragen.
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11.05.2026 22:11
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Holger
Hörspiele-Café
  
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1. Experte: TKKG
2. Experte: Die drei ???
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| Zitat von Quadro: | | Zitat von Klara_Fall: | | Ich selbst hätte auch nie als 13jährige (und auch nicht jetzt als 48jährige) Jugendliche belehren wollen, weil sie auf der Lehne der Bank sitzen und die Schuhe auf der Sitzfläche abstellen. Eher hätte ich auf dem Rückweg geschaut, ob die Bank mal mit einem nassen Taschentuch (gibt ja Brunnen auf Friedhöfen) abzuwischen sei. |
Wann war eigentlich der Punkt, an dem wir als Gesellschaft angefangen haben, asoziales Verhalten zu erdulden, weil es scheinbar absolut unzumutbar gilt, den Mund aufzumachen und Haltung zu zeigen?
Stattdessen überlegt man sich, wie man selbst in die Bringschuld gehen kann, um Wildfremden hinterzuputzen, während die schon die nächsten Bänke verdrecken, da sie nie einen Impuls erhalten haben, ihr eigenes Verhalten zu hinterfragen. |
Dieser Punkt war spätestens da erreicht, als Menschen, die Zivilcourage gezeigt haben, verprügelt, verletzt oder gar getötet wurden. Nicht alle Helden tragen ein Cape, aber wenn man im Zweifelsfall alleine dasteht, ist es wirklich eine Abwägungssache.
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11.05.2026 22:22
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Quadro
Frechdachs
   
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| Zitat von Holger: | | Dieser Punkt war spätestens da erreicht, als Menschen, die Zivilcourage gezeigt haben, verprügelt, verletzt oder gar getötet wurden. Nicht alle Helden tragen ein Cape, aber wenn man im Zweifelsfall alleine dasteht, ist es wirklich eine Abwägungssache. |
Und woher kommt das? Doch genau von dieser Egalhaltung, welche sich viele heutzutage angeeignet haben. Die Asozialen haben dadurch schnell gelernt, dass ihr Verhalten folgenlos bleibt.
Wenn die soziale Kontrolle fehlt, nehmen die sich den Raum und fühlen sich so dermaßen im Recht, dass man es direkt als Angriff ansieht, wenn ein "Störenfried" in "ihr" Revier eintritt und die normale Selbstverständlichkeit des sozialen Miteinander einfordert.
Und genau so entstehen Situationen, dass eine 48-jährige Frau fast schon stolz verkündet, dass sie heute wie damals wegsieht und sich stattdessen lieber Gedanken macht, wie sie anderen hinterherputzen kann.
Das ist absolut grotesk und ein Spiegelbild für eine Gesellschaft, die schon lange aus den Fugen geraten ist. Durch Wegsehen, durch Desinteresse und den Standpunkt, dass andere sich schon kümmern werden. Geschürt von der eingeredeten Angst, dass einem sonst etwas maximal schlimmeres widerfahren wird.
Doch was ist die Konsequenz? Sollen wir unter der Prämisse jetzt nur noch wegschauen? Mittlerweile ergreifen sich Neonazis ganz unverblümt den öffentlichen Raum. Also wieder wegsehen wie schon einmal vor 80 Jahren?
Erst vor einer Woche gab es einen Vorfall in einer Regionalbahn in Brandenburg. Besoffene Männer beschimpfen Frauen rassistisch; wünschen ihnen die Deportation nach Auschwitz. Alle schauen weg. Sogar die Zugbegleiterin hat sich eingereiht in jene, die lieber schweigen. Selbst auf Bitten weigerte sie sich, die Polizei zu rufen. Die Bitte kam von einer couragierten Frau und einer Seniorin. Zwei Helden des Alltags, die auch kein Cape trugen, aber sich nicht darauf ausgeruht haben.
Wehret den Anfängen! Es sei denn, ihr wollt das als neue Normalität. Beim nächsten Mal kann es dann dich treffen. Was, wenn dann auch alle wegschauen?
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11.05.2026 22:45
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Klara_Fall
Junghexe
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| Zitat von Quadro: | | Zitat von Holger: | | Dieser Punkt war spätestens da erreicht, als Menschen, die Zivilcourage gezeigt haben, verprügelt, verletzt oder gar getötet wurden. Nicht alle Helden tragen ein Cape, aber wenn man im Zweifelsfall alleine dasteht, ist es wirklich eine Abwägungssache. |
Und genau so entstehen Situationen, dass eine 48-jährige Frau fast schon stolz verkündet, dass sie heute wie damals wegsieht und sich stattdessen lieber Gedanken macht, wie sie anderen hinterherputzen kann.
Das ist absolut grotesk und ein Spiegelbild für eine Gesellschaft, die schon lange aus den Fugen geraten ist. Durch Wegsehen, durch Desinteresse und den Standpunkt, dass andere sich schon kümmern werden. Geschürt von der eingeredeten Angst, dass einem sonst etwas maximal schlimmeres widerfahren wird.
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Nein, das habe ich nicht mit Stolz verkündet.
Und es macht für mich einen Unterschied, ob z. B. im Bus Kinder zur Schnecke gemacht werden. Da greife ich ein. Aber nur, weil eine Bank eventuell verschmutzt werden könnte durch Schuhe, werde ich keine Gewalt mir gegenüber riskieren.
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12.05.2026 07:04
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Quadro
Frechdachs
   
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@Klara_Fall
| Zitat von Klara_Fall: | | Und es macht für mich einen Unterschied, ob z. B. im Bus Kinder zur Schnecke gemacht werden. Da greife ich ein. Aber nur, weil eine Bank eventuell verschmutzt werden könnte durch Schuhe, werde ich keine Gewalt mir gegenüber riskieren. |
Genau das meinte ich: das Einknicken aufgrund einer unwillkürlichen Angst, man werde als Erwachsener auf jeden Fall Opfer von rotznäsigen 13-jährigen Kindern, die noch nicht mal in der Pubertät sind.
Wieso funktioniert dieses mediale Einreden eigentlich immer nur einseitig?
Wenn ich davon berichte, dass eine Frau sich gegen zwei betrunkene, hochaggressive Männer einmischt und ihr nichts geschieht, dann ist das seltsamerweise kein Argument, es ebenso zu tun.
Überhaupt: Wenn das Argument die eigene Unversehrtheit ist, dann frage ich mich schon, ob man wirklich eingreifen würde, wenn Kinder im Bus "zur Schnecke gemacht" werden.
Wo ist denn da die Grenze? Wenn Mitschüler das tun? Dann gilt das vielleicht nur als allgemeine Schulrauferei. Also durchgehen lassen, weil normales Verhalten unter Kids?
Andererseits: die Klassenkameraden sind ja KINDER - und damit die gleichen Bestien vor denen man sich als Erwachsene fürchtet, weil sie ihre Schuhe auf die Bank legen. Denen ist alles zuzutrauen!
Das ist übrigens lediglich eine Mode und man macht das eher ohne groß drüber nachzudenken. Man hat sich das abgeschaut, weil es kuhl aussieht. Weniger aufwendig also das nach Aufforderung einfach wieder einzustellen. Während das Mobben von Mitschülern schon als bewusste Entscheidung gewertet werden kann, deren Handlung man mit voller Absicht durchführt (drohende Gefahr für einen selbst also incoming!).
Am Ende macht vor allem der Ton die Musik. Niemand verlangt von dir, dass du handgreiflich die Lausbuben von der Bank zerren sollst und sie zwingst, ihren Schmutz mit der Zunge wieder zu säubern. Man kann durchaus auch darum bitten, die Füße runterzunehmen, da es sich um eine Sitzfläche handelt. Vielleicht will dort später die eigene Oma Platznehmen und ungern mit verschmutzter Kleidung nach Hause gehen?
Kinder und Jugendliche sehen oft noch nicht den Einfluss ihres Handels auf andere. Sie spielen Streiche und entwenden z.B. einem Badenden seine Kleidung. Ein Lausbubenstreich. Dass es die Person aber vor ein echtes Problem stellt, während es bei den Kindern lediglich ein zweisekündiges Lachen zur Folge hat, sehen sie nicht. Trotzdem wollen sie nicht wirklich, dass andere Schaden nehmen oder dass ihnen selbst solch eine Situation widerfährt.
Das zu verdeutlichen kann helfen, gerade weil Kinder und Jugendliche keine vom Kern zutiefst böse Monster sind, die immer nur das maximal schlechte tun.
Eigentlich erlebe ich sie sogar als sehr anständig und um ihr Umfeld bemüht, wie ich mir das zu früheren Zeiten schon gewünscht hätte. Auch hier darf man eben nicht den Fehler machen, sich von Horrormeldungen verunsichern zu lassen und diese als Status Quo anzusehen.
Wenn Jugendliche sich absolut korrekt verhalten, berichtet halt niemand darüber.
Nach der gleichen Logik müsste man sonst konsequenterweise auch afd-Positionen übernehmen, die sich ja vor allem aus angstmachenden Medienberichten speisen und das Alltag ausgeben, weshalb alle Flüchtling per se nur böses im Schild führen.
Es ist exakt die gleiche Denkstruktur, die im Sommer bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt über 40 % Wahlergebnis einfahren wird.
Weil sich Menschen Angst einreden lassen und dann eine selektierte Wahrnehmung entwickeln, die oft rein auf anekdotischer Evidenz beruht.
Die Folge ist eine zutiefst gespaltene Gesellschaft, in der sich Deutsche und Ausländer hassen, Männer und Frauen sich gegenseitig bekriegen, und Erwachsene vor Kindern Angst haben.
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12.05.2026 09:35
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12.05.2026 09:45
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Klara_Fall
Junghexe
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Ja, das Thema ist hochkomplex und hochemotional.
Ich finde, wenn das Bedürfnis weiterer Diskussion besteht, sollte eigener Thread eröffnet werden, sonst ufert es im Funk-Füchse-Bereich aus.
Du, Quadro, hast meinen Respekt, dass du mehr Zivilcourage zeigst als ich.
Die Geschichte mit dem Kind im Bus, wo ich eingriff, möchte ich hier und heute nicht erzählen. Ebenso nicht, "weshalb ich die wurde, die ich bin". Es hat Gründe. Auch will i c h keine pädagogische Diskussion hier weiterführen (wer mag, gerne).
Menschen sind per okay und Kinder und Jugendliche auch. Hab ich auch nicht anders behauptet und in meinem Leben sicherlich schon mehr pädagogische und therapeutische Gespräche geführt als viele Menschen. Es führt zu nichts, zu sezieren, weshalb ich sie bei dem o. g. Szenario Friedhof nicht führen würde.
Damit bin ich jetzt aus diesem Thread "raus".
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(Paulchen Panther) -
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12.05.2026 17:44
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