Bibi Blocksberg 045 – Das Lufttaxi
„Das war Benjamin Blümchen, unser sprechender Elefant.“
„Natürlich, natürlich, den kauf‘ ich auch!“
An die Folge kann ich mich noch erinnern, auch die war Bestandteil meines Einschlaf-Marathons und ich weiß, dass ich sie mochte. Also rein ins Vergnügen.
Bibi schwärmt also neuerdings für Merch. Und ich dachte irgendwie, das wäre erst mit YouTube erfunden worden

Nein, Spaß, „coole“ T-Shirts gab es natürlich schon immer. Mich würde nur interessieren, ob Rocky Stone überhaupt Musik macht, bei der Bibi im Zielgruppenalter ist. Gut, zugegeben, ich hab bereits mit 10 Zeug gehört, das sicher nicht für meine Ohren bestimmt war, ich darf da eigentlich gar nichts sagen
Bibi darf nicht „geil“ sagen? Ach ja… hatte damals noch ne andere Bedeutung, erinnere mich noch, wie meine Mutter das anfangs auch furchtbar fand. Bei dem Leih-Hexspruch musste ich irgendwie instinktiv an „Neustadt in Gefahr“ (150) denken, hier wird zum ersten Mal - allerdings wesentlich dezenter - die Diebstahl-Thematik aufgebracht.
Also steht Bibi mit leeren Händen da und hört Rocky Stone, während sie versucht, Hausaufgaben zu machen. Ich konnte sowas immer gar nicht, ich hätte mir gewünscht, dass es so gewesen wäre, aber leider… Schade, dass der Hörer nicht in den Genuss der Musik kommt.
Karla schafft es, einen innerhalb von fünf Sekunden wieder zum Schmunzeln zu bringen: „Was gibt’s Neues? Schule abgebrannt? Lehrer verprügelt?“ - „Leider nicht, Frau Kolumna“ - „Schade!“
29,90 Mark um 20 % reduziert sind nicht 23,90 Mark, sondern zwei Pfennig mehr. Natürlich würde niemand so einen Preis ins Schaufenster hängen, aber in der Mathearbeit würde ich es trotzdem als falsch ankreiden
Jedes Kind lernt, dass man nicht einfach mit Fremden reden und sich erst recht nicht mit ihnen verabreden soll, aber Bibi denkt wohl, ihr kann rein gar nichts passieren, sie kann ja im Notfall immer hexen. Sechs Folgen später bekommt sie da evtl. eine andere Ansicht… Selbst Barbara hat wohl nichts dagegen. Mit 13 sollte man aber eigentlich in der Lage sein, einfache Wegbeschreibungen auf Englisch zu geben. Vor allem wäre ich eher an „um die Ecke“ als an „links“ gescheitert
Conny macht die Beine auseinander (tschuldigung, das musste jetzt sein, Verzeihung

) und es folgt einer der vielleicht längsten live zu hörenden Besenflüge in der Serie. Da ist es nur logisch, dass Kartoffelbrei es mit seiner neuen Bezeichnung in den Titel geschafft hat, auch wenn man sich darunter vielleicht zuerst etwas Originelleres vorgestellt hat.
Benjamin hat einen sehr kurzen Kurzauftritt, für den man vermutlich einfach ein altes Sample genommen hat (ob sich das wohl nachprüfen lässt?

). Da hätte man sich für Folge 150 mal Inspirationen holen sollen…
Conny ist der Inbegriff eines extrem klischeeverseuchten Amerikaners - aber ich mags, wie er einfach alles kaufen will und dabei immer noch so sympathisch wirkt. Er zahlt sogar „Ausländergebühr“. Ähm ja …
Ich finde es ganz schön, dass es auch außerhalb der Stadtführung in der Luft ein wenig um die Geschichte Neustadts geht, auf den Ansätzen hier kann man sicher bei Bedarf mal aufbauen.
Bibi will zum ersten Mal Geld für ihre Neuigkeiten haben - aber daraus wird leider nichts, weil Karla mal wieder schneller ist, so was Blödes aber auch. Wie gut, dass man gerade einen Millionär getroffen hat, nech
Endlich wird es mal angesprochen: Neustadt ist ein ziemlich häufiger Städtename! Mit 17 kommt man mittlerweile aber nicht mehr hin, es sind in Deutschland schon über 40. Bleibt die Frage, ob die Angabe mal gestimmt hat - oder ob man gewisse Sachen nicht mitgezählt hat.
Als Bibi dem Bürgermeister das Desaster verdeutlicht, besäuft der sich erstmal mit Cognac - Prost
Pichler kann nicht pfeifen - bei mir klingt das immer genauso

Karla hat es auch gerade mit den Jungs, wieso dürfen die denn nie heulen bei ihr? Frechheit
Der Bürgermeister versucht, den Wachtmeister zu verhexen, was erstaunlicherweise nicht funktioniert - komisch

Interessant, dass Gauner im Rathaus inhaftiert werden, die Polizei hat wohl keine Zellen

Und beeindruckend, wie Conny ständig vorbereitete Schecks aus der Tasche zieht
Dass der Bürgermeister Skrupel hat, das alte Bild zu verkaufen, finde ich ja sehr gut. Er macht für Geld eben doch nicht alles. Der Spielplatz der Schule ist schon wieder im Eimer, da muss Benjamin wohl nochmal ran
Conny hat aber noch nen Abschlussknaller in petto und träumt schon vom Bibi-Wunderland. Also wer sich hierzulande viel auf YouTube herumtreibt, der versteht darunter unter Umständen etwas leicht Anderes und wäre vermutlich sofort dabei
Erstaunlich, dass am Ende offen bleibt, was aus der Idee wird. Conny ist definitiv ein Charakter, mit dem man noch die eine oder andere Story hätte erzählen können, es ist ein bisschen schade, dass er nie wieder vorkommt.
Auf mich wirkt die Folge eher wie ein erster Teil, dessen Fortsetzung leider nie erschienen ist, wie eine Kennenlernen-Folge mit einer Figur eben, die mehr als einmal hätte mit von der Partie sein müssen. Das Ende wirkt sehr abrupt und in gewisser Weise auch sehr offen.
Aber ich mag den grundsätzlichen Stil. Die Handlung ist einerseits recht bodenständig angelegt, andererseits aber durch Conny F. Schinkenburger auch herrlich abgedreht und es funktioniert extrem gut. Pukaß spricht den kaufsüchtigen Ami sehr sympathisch und die Dialoge mit Karla, dem Bürgermeister und Pichler sind sowieso immer top - in dieser Zeit mit diesen Sprechern. Eine richtige Handlung gibt es eher nicht so wirklich, die wird am Ende nur schmal angedeutet, aber das stört mich kaum, weil der Unterhaltungswert durchaus groß ist.
Ein Highlight ist die Folge am Ende nicht, da hätte schon etwas mehr passieren müssen, aber ich finde sie nach wie vor ziemlich gut und es reicht, um mal wieder einen Punkt auf Benjamin gutzumachen.
8/10
Benjamin 25:20 Bibi